Über Berg und Tal 2024

  • Hallo zusammen,
    in diesem neuen Thema möchte ich immer mal wieder einige meiner Funde vorstellen, die ich bei meinen Wanderungen durchs Erzgebirge entdeckt habe,bzw. entdecken werde. Querbeet alles, was mir so vor die Kamera kommen wird und ich für zeigenswert halte.

    Beginnen möchte ich mit einigen Aufnahmen der letzten Tage. Durch den nachts strengen und tagsüber mäßigen Frost sind viele Eisgebilde entstanden. Hier nur eine kleine Auswahl:



    Die meisten dieser Bilder habe ich an kleinen Bächen gemacht.




    Die Formenvielfalt war schier unendlich.











    Die Fotos habe ich alle mit dem Handy gemacht, allerdings zeigen sich bei solchen Makros (noch dazu bei schlechtem Licht) dann auch die Grenzen betreffs der Qualität.



    Einige Felswände sind dick mit Eis überzogen. Der Eiszapfen ganz rechts im Bild ist etwa 3m lang!



    In den alten Bergwerksschacht habe ich auch mal reingeschaut, dieses Jahr haben sich auf dem Boden sehr viele Eistürmchen gebildet. Aber leider sind die meisten sehr klein geblieben.



    Nur wenige in dieser Größe (ca. 30cm Höhe) waren zu finden.



    Einige Zackeneulen ruhten an der Stollendecke.
    Anmerkung: Das Thema "Geflügelte" werde ich dieses Jahr nicht mehr fortsetzen, aber so manch ein Flatterer wird ganz sicher hier in den Beiträgen mit hereinschweben.;)



    Langsam nehmen die Tage wieder zu, noch errreichen die Sonnenstrahlen aber nicht die ganze Bachaue.



    Am späten Nachmittag hat der Fotograf sehr lange Beine bekommen. ^^


    Sturm-u. Schneebruch machen das Vorwärtskommen manchmal etwas mühsam.




    Schnell senkte sich die Sonne.



    Ein letztes Leuchten, wenige Sekunden später war sie weg.



    Am nächste Tag strahlte sie wieder. Auf der Anhöhe gab es viel Eis an den Bäumen ...



    ... und anderswo zu sehen.



    Das waren die ersten Bilder des neuen Jahres und ich bin gespannt, was ich in den kommenden Monaten so alles entdecken werde.

    Viele Grüße
    Uwe

    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






  • Wunderbar, Uwe! Besonders gut gefallen mir die eisigen Felswände sowie der alte Bergwerkschacht mit seinen "Stalaktiten und Stalagmiten"!
    Deinen Bildern sieht man die Kälte regelrecht an... Am Bach hätte man wahrscheinlich endlos fotografieren können, so viele tolle Motive zeigten sich - einzigartig und nie mehr wiederholbar in ihrer Gestaltung.

    Viele Grüße

    Addi

    _______________________________________________________________________________________________________________________

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Es hat sich gelohnt, durch die eisige Natur zu gehen.

    Auf alle Fälle! Diese Eisgebilde sind meist recht kurzlebig, will man sich an ihnen erfreuen, muß man halt raus in die Kälte. Die trockene Luft zusammen mit der Sonne machten es aber leicht erträglich.

    Am Bach hätte man wahrscheinlich endlos fotografieren können, so viele tolle Motive zeigten sich

    Genauso war es, fast alle paar Meter zeigten sich neue interessante Motive. Leider waren einige nur schwer erreichbar, da die Bäche derzeit noch recht viel Wasser führen.

    Ganz wunderbar Uwe !

    Vielen Dank, Werner!

    Wir haben Weihnachten im Erzgebirge verbracht, da gab es nur Regen, Schneematsch, überflutete Straßen und dunkle Wolken.

    Es war sehr wechselhaft. Am 23.12.2023 gab es noch mal reichlich Schnee, bis etwa 18.00 Uhr durften wir regelmäßig schippen (Foto links). Ab 20.00 Uhr begann der Regen, am 24.12.2023 war früh schon fast kein Schnee mehr zu sehen und am 1.Weihnachtsfeiertag war es frühlingshaft (Foto rechts). Und aus dem Tal hörte man das laute Rauschen des Flusses ...

    Viele Grüße
    Uwe

    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






  • Lieber Uwe, der Eisfall und der Bergwerksschacht sehen irre gut aus. Dass du deine Serie mit Geflügelten nicht fortsetzen wirst, finde ich sehr schade.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Es war sehr wechselhaft. Am 23.12.2023 gab es noch mal reichlich Schnee, bis etwa 18.00 Uhr durften wir regelmäßig schippen (Foto links). Ab 20.00 Uhr begann der Regen, am 24.12.2023 war früh schon fast kein Schnee mehr zu sehen und am 1.Weihnachtsfeiertag war es frühlingshaft (Foto rechts). Und aus dem Tal hörte man das laute Rauschen des Flusses ...

    Ja, genau so war es. Am 23. waren wir in Meißen. Es war schön, nur der nasse Schnee hat gestört. Am 24. waren wir in Dresden. Kein Schnee und Regen. Wir hatten eine wunderbare Stadtführung mit einem herausragenden Stadtführer. Gewohnt haben wir in Meerane, im Parkhotel. Ein außergewöhnlich gutes Hotel, man hat sich dort wirklich wohlgefühlt. Eine wunderbare sächsische Weihnacht, immer gerne wieder!

    Naturbeobachtungen hatten wir auch, die Sächsische Tafelente! Äußerst lecker! :)

  • Dass du deine Serie mit Geflügelten nicht fortsetzen wirst, finde ich sehr schade.

    Das finde ich auch. Aber ich kann Dich auch verstehen. Die vielen Fotos sichten, zurechtschneiden, die Suche nach den Namen... Da hast Du viel Zeit mit verbracht.

    Viele Grüße

    Addi

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    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Dass du deine Serie mit Geflügelten nicht fortsetzen wirst, finde ich sehr schade.

    Liebe Sabine,
    das dachte ich mir schon. Die Entscheidung dazu ist bereits Ende des vergangenen Sommers gefallen.
    Keine Sorge, auch in "Über Berg und Tal 2024" wird es ganz bestimmt regelmäßig Geflügelte zu sehen geben. Aber eben nicht mehr so zahlreich.

    Viele Grüße
    Uwe

    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






  • die Eisgebilde faszinieren mich auch immer wieder!

    Hallo Silke,
    so geht es mir auch, diese schier unendliche Formenvielfalt ist immer wieder beeindruckend.

    Weiter gehts mit einigen Aufnahmen der letzten 14 Tage.
    Am 20. Januar gab es noch etwas Schnee und einen strahlend blauen Himmel. Dann kam der Wetterumschwung und binnen 48 Stunden waren die winterlichen Ansichten verschwunden.




    Die Suche nach Eiern des Nierenfleck-Zipfelfalters (Thecla betulae) war auch diesen Winter wieder erfolgreich.



    Die Schlehensträucher entlang des Weges werden regelmäßig zurück geschnitten. Da die Nierenfleck-Damen ihre Eier an den äußeren frischen Zweigen legen, werden auch diese hin und wieder samt Eier entfernt. Diese Zweige wurden glücklicherweise vor Ort belassen, habe ich sie abgesucht und wurde auch fündig.



    Und erst als ich den Zweig etwas drehte, bemerkte ich das zweite Ei!:)
    Nach den Fotos habe ich das Zweigstück an einer vor Rückschnitt sicheren Stelle wieder im Strauch befestigt, damit die Raupen bei ihrem Schlupf zum Blattaustrieb etwas Fressbares vorfinden.



    Bei einer Eigröße von 0,8-1mm gelingt bei dieser Vergrößerung eine durchgehen scharfe Aufnahme leider nicht mehr, hier müßte man Focus-Stacking anwenden. Würde sich eigentlich lohnen-allgemein bei Insekteneiern. Eventuell bastele ich mir da mal wieder was zusammen.:91:



    An den Eichen habe ich auch nach Eiern des Blauen Eichen-Zipfelfalter (Favonius quercus) gesucht, leider bisher vergeblich.
    Aus einiger Entfernung haben mich diese eiähnlichen Gebilde an unterhalb der Knospen häufig genarrt.


    Dafür gabs an einer Stieleiche gleich massenhaft Eier zu sehen. Ich hatte anfangs nur diesen schwarzen "Belag" auf einigen Zweigen bemerkt.




    Etwas näher betrachtet. Die Eier erinnerten mich sofort an Blattlauseier, aber so groß (1,5mm) und im Winter?
    Bei der Internetsuche fand ich heraus, dass dies tatsächlich Eier von Baumläuse (Lachnidae) sind der Gattung Lachnus sind.
    Die Art anhand der Eier zu bestimmen, wird kaum nicht möglich sein. Es könnte sich um die Eichenbaumlaus (Lachnus roboris) handeln, aber auch Lachnus longirostris und Lachnus pallipes kann man wohl nicht ausschliessen. Ich habe mir einen kleines Zweigstück aufbewahrt, mal sehen, ob da im Frühling was schlüpft. Diese Eichenbaumläuse sind recht groß und zumindest die geflügelten Tiere auch recht hübsch anzusehen.
    Lachnus (Giant aphids) identification, images, ecology



    Hier noch mal maximal vergrößert, sie sind sehr klebrig.



    Im Moos wie immer nix los!^^




    Die Wasserstände der Gewässer sind wieder normal.


    Auf den Höhen malte die Abendsonne lange Schatten.



    Und einige Sträucher (Hartriegel?) leuchteten herrlich.



    Unten in der Bachaue war stellenweise auch nachmittags noch alles bereift.



    Am Himmel gabs auch Malereien zu sehen.



    Und kurz vor Sonnenuntergang sogar noch ein Halo.



    Auch einiges an Pilzen konnte ich finden, als Beispiel nur mal dieser kleine Winter-Porling (Lentinus brumalis).



    Oder die Hasel-Kleiebecherlinge (Encoelia furfuracea).




    Obwohl die Schneeglöckchen mehrfach überschwemmt und mit Eis und Schnee bedeckt waren, haben sie alles gut überstanden...



    ... und werden in den nächsten Tagen erblühen.



    Am vergangenen Montag war es nachmittags unten am Südhang im Tal warm und windstill. Ich dachte noch: "Bald könnten die ersten Zitronenfalter fliegen!". Und tatsächlich flatterte der erste Tagfalter des neuen Jahres an mir vorbei.:87:



    Ich konnte ihn beobachten, wie er sich mehrfach zum Sonnenbad niederließ und kurz darauf unter einem Walderdbeerblatt verschwand.


    Derzeit ist es wieder trüb und kühl, aber nicht winterlich. Falls ich wieder was vorzeigbares finde, werde ich davon berichten.

    Viele Grüße
    Uwe

    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






  • Lieber Uwe,
    boa, du hast wieder die Eier vom Nierenfleck-Zipfelfalter gefunden, und dann noch so scharf hinbekommen. Sehr klasse! Und auch den schönen Haselkleie-Becherling, den ich schon seit Jahren vergeblich suche.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Faszinierend, was du alles findest! Die Eier von Thecla betulae sind ja wirklich Kunstwerke - deine Fotos aber auch! Und von Baumläusen habe ich noch nie gehört...

    Liebe Grüße
    Susanne

    "Ach, die Welt ist so geräumig, und der Kopf ist so beschränkt!" (Wilhelm Busch)

    Tierartenliste 2024 gesamt: 179, neu: 11, Vögel: 68, Nachtfalter: 31, Disteltiere: 13

  • Was für eine tolle Tour, Uwe! Märchenhafte Winterfotos (auf dem letzten, ist das eine Schneewehe?), ein früher Flieger, interessante Pilze und die Eier...!
    Hätte man zur jetzigen Zeit an vielen Gebüschen (die nicht zurückgeschnitten worden sind), die Möglichkeit Eier diverser Insekten zu finden?

    Viele Grüße

    Addi

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    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • du hast wieder die Eier vom Nierenfleck-Zipfelfalter gefunden,

    Liebe Sabine,

    wenn man diese Eier einmal entdeckt hat, ist es recht leicht, jedes Jahr welche zu finden. Die Nierenflecke scheinen immer wieder die selben Schlehenreihen zu bevorzugen. Es kommen aber auch regelmäßige neue Fundorte dazu. Aber trotz dieser Eierfunde ist es wirklich sehr schwer, mal im Sommer einen Falter zu entdecken. Das ist mir bisher nur einmal gelungen.

    Das ist ja mal ein echter Frühaufsteher. Mal sehen wann hier die ersten zu sehen sind.

    Ja, ich war auch etwas überrascht. Aber an dem Nachmittag war die Lufttemperatur kurzzeitig so hoch, dass er losgeflogen ist. Dieser erwärmte Bereich war relativ klein, nur etwa hundert Meter weiter bin ich über gefrorene Pfützen und Auwiesen gelaufen. Seit Montag hockt er nun unter seinem Erdbeerblättchen und hofft auf wärmeres Wetter. Ich habe gestern noch mal nachgeschaut.


    Und von Baumläusen habe ich noch nie gehört...

    Ich auch nicht, die Eichenbaumlaus soll zu den größeren Arten gehören. Mal sehen, ob aus den Eiern was schlüpft, ich werde berichten.

    auf dem letzten, ist das eine Schneewehe?

    So ist es, auf den Höhen waren die Gräben fast zugeweht. Hier noch eine Aufnahme.


    Hätte man zur jetzigen Zeit an vielen Gebüschen (die nicht zurückgeschnitten worden sind), die Möglichkeit Eier diverser Insekten zu finden?

    Zumindest von einigen Schmetterlingsarten ist mir das bekannt. Hier ist etwas zum Thema:

    Überwinterung als Ei
    www.bund-rlp.de

    Ich habe auch ein interessantes Video zur winterlichen Eiersuche gefunden:

    Schmetterlinge beobachten im Winter - Suche nach Eiern von Zipfelfaltern
    Schmetterlinge im Winter beobachten? Wie soll das gehen? Wir suchen die Eier von seltenen Zipfelfaltern an der Mosel. Insgesamt konnten wir fünf Arten im Rah...
    www.youtube.com

    Den würde ich in Erdkröten-Becherling umbenennen !

    Werner, das passt recht gut! :alright:^^
    Aber wenn sich die Becher öffnen, sind diese Pilze nicht mehr so krötig. ;)

    Viele Grüße
    Uwe

    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






    Edited once, last by Moosfreund (February 2, 2024 at 2:34 PM).

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