Posts by Kasimir

    Ist ja zu süß! davon kann man eh nicht genug bekommen! Das Löwenzahnblatt ist ganz schön riesig, da hatte sie ganz schön zu schleppen.

    Vor ein paar Tagen habe ich mehrere Anthidium-Männchen fliegen gesehen. Sie waren sehr rabiat und schubsten andere Insekten von den Blüten. Ich nehme an, es ist alles die selbe Art - aber welche? Anthidium manicatum oder A. florentinum? Ich weiß, dass es eine Unterscheidung an den Dornen(?) am Abdomen gibt, aber sie haben ihren Hinterleib immer so eingerollt, dass das nicht zu sehen ist.

    Ach so: Fundort: Antequera, Provinz Málaga, Andalusien




    wenn Du so ab 21 Uhr, vielleicht etwas früher auf der entsprechenden Fläche bist, werden sie immer wieder rumschwirrender Weise auftauchen.

    Danke, dann wird das nichts, das ist ja in Málaga und der Bus fährt um 20:30.

    Ich fragte mich, ob die Dolchwespen (Campsomeriella thoracica) vielleicht diese Art parasitieren. Vorher hatte ich ja auch auf der Fläche rumlaufende Weibchen gesehen.

    In diesem Artikel wird Anoxia matutinalis als Schädling an Aleppo-Kiefern in Italien beschrieben. Hier gab es aber weit und breit keine Kiefern mehr an der Küste.

    Liebe Sabine,

    zum Glück ist es seit Montag schon fast "kühl" mit max. 30° tagsüber. Mir geht es mit den anderen Dickköpfen so, ich schaue immer, ob ich vielleicht doch mal T. lineola, sylvestris oder Ochlodes sylvanus finde. Tja, der Sonnenzeiger ist auch ein Afrikaner, da kann die Natur das noch besser mit den Farben.

    Liebe Leute, in dieser Woche war nicht so wirklich viel los, was aber in erster Linie an meiner Unlust gelegen hat, bei den Temperaturen raus zu gehen. Trotzdem - irgendwas findet sich immer. :32:

    Montag, 13.6.

    Heiß, deshalb eine Nachtrunde. Nur Kleinzeug, Pyralidae, Crambidae... und viele kleine Ameisen, die aus einer Mauerritze quellen. Das ist ja nicht so mein Fall, die wuseln immer durcheinander, so dass ich selten ein scharfes Foto hinbekomme. Und dann sind sie eh häufig unbestimmbar. Aber es war 23:59, da blieb mir nichts anders übrig.



    Die Unterschiede zwischen den beiden Kasten, Arbeiterinnen und Soldatinnen, sind schon beeindruckend und haben dann auch bei der Bestimmung geholfen. Es handelt sich um Pheidole pallidula. An einem Schaufenster habe ich auch ein Geschlechtstier gefunden.


    Dienstag, 14.6.

    Immer noch die selbe Nachtrunde. Mit Beosus maritimus findet sich tatsächlich ein größeres Viech, das auch noch #Neu4me ist.


    Auf dem Rückweg komme ich am Thermometer einer Apotheke vorbei.

    Tagsüber bin ich nicht mehr raus.


    Mittwoch, 15.6.

    Kleine Runde durch mein Hausgebiet.

    Ringelreihen von Carpocoris mediterraneus.


    Melyris oblonga hatte ich im letzten Jahr an der selben Hauswand.


    Schließlich läuft mir noch ein Alphasida holosericea vor die Füße. Der war zu flott für mich, aber schön, dass sie noch da sind.


    Donnerstag, 16.6.

    Diesmal bin ich ins Industriegebiet zu der Stelle, wo man im Bach patschen kann.

    An Minze sitzt Chrysolina viridana - erkennbar am Halsschild, der nur am Rand gepunktet ist.


    Noch ein Blattkäfer, und zwar ein Ulmenblattkäfer Xanthogaleruca luteola  #Neu4me. Dass da Ulmen stehen, ist mir nicht direkt aufgefallen.

    Dieser eine saß am Schilf.


    Ein paar wenige Libellen gab's auch.

    Die Weiße Federlibelle Platycnemis latipes im Doppelpack


    und von ganz nah


    Eine der häufigsten Libellen ist der Rahmstreif-Blaupfeil Orthetrum chrysostigma


    Der Violette Sonnenzeiger Trithemis annulata ist insofern besonders, als ich ihn an dieser Stelle noch nie gesehen habe. Normalerweise sehe ich hier Trithemis kirbyi.


    Hier putzt er sich das Auge - ist das nicht süß?


    Freitag, 17.6.

    Heiß und windig, man kann schon eher sagen stürmisch, wenn ich Schwierigkeiten hatte, dagegen anzugehen. Die Nachtrunde breche ich um 0:30 ab. Vorher gab's nur eine nicht näher zu bestimmende Raubfliege Dasypogon sp.


    Samstag, 18.6.

    Immer noch heiß und windig.

    Ob man den Wind hier sehen kann?


    Die paar Insekten, die ich gesehen habe, wurden meist sofort davongeweht.

    Der Mattscheckige-Braun-Dickkopffalter Thymelicus acteon blieb immerhin lange genug sitzen für ein Foto.


    Sonntag, 19.6.

    Strandtag, darauf hatte ich mich die ganze Woche gefreut, besonders da ich mir eine neue Schnorchelmaske gekauft habe, bei der Taucherbrille und Schnorchel eine Einheit bilden.

    Es war leider immer noch windig, zwar nicht mehr so viel wie die Tage vorher, aber die Sicht betrug durch aufgewirbelten Sand ca. 20 cm. Da habe ich mich notgedrungen mit Insekten beschäftigt.

    Bembix oculata (Crabronidae)


    Campsomeriella thoracica (Scoliidae) Es flogen viele dieser Männchen wie suchend ca. 5 cm über dem Boden hin und her. Manchmal setzten sie sich auch, schienen aber nicht wirklich was gefunden zu haben.


    Angeblich sind ja alle Dolchwespen Parasitoide an Scarabaeidae. Vielleicht ist ja diese Maikäfer-Art ihr Wirt? (Totfund, unbestimmt)


    In einem trockenen Bachbett wuchs ein Strauch - wahrscheinlich Eucalyptus camaldulensis - mit vielen weißen "Klecksen" drauf. Das ist jetzt zwar nicht wirklich eine Bestimmung, aber ich finde es sieht schon sehr nach Glycaspis brimblecombei aus, wie in diesem Artikel beschrieben. Da muss ich dann nächstens mal auf Adulte achten.




    Am Strand gab es natürlich auch Mittelmeermöwen Larus michahellis. Hier sieht man schön die verschiedenen Altersstufen.


    Im Vordergrund ist eine Beringte. Im letzten Jahr habe ich einen "Retter" von Mittelmeermöwen per E-Mail kennengelernt, dem habe ein besseres Foto mit der Ringnummer geschickt. Sie wurde am 5.7.2021 als Küken beringt, (hochgepäppelt?) und am 9.8. in Velez-Málaga freigelassen.


    Der nächsten beringten Möwe geht es nicht so gut. Sie hat sich so in Angelschnur verheddert, dass beide Beine zusammengebunden sind und sie nur in kleinen Schritten humpeln kann. Der linke Fuß ist dadurch auch abgeschnürt.

    Ansonsten war sie genauso munter wie ihre gesunden Kollegen, also keine Chance sie zu fangen. Die Ringnummer bearbeitet ein Kollege, der mir noch nicht geantwortet hat. Ich habe die Fotos mit Koordinaten mitgeschickt, vielleicht können sie ja was machen.


    Zum Schluß noch was Nettes. An einer Stelle war vor der Steinbuhne eine Art Tümpel ausgewaschen, der zwar immer mal wieder frisches Meerwasser bekam, aber praktisch stehendes Wasser hatte. Knie- bis maximal hüfttief. Da sah ich kleine Fischchen flitzen. Doch noch eine Gelegenheit, die Maske auszuprobieren. Um nicht mehr Sand aufzuwirbeln, habe ich mich treiben lassen nur mit einer Hand abgestützt und mich so langsam vorwärts bewegt. Auf einmal fühle ich an der Hand was krabbeln. Da sind kleine transparente Garnelen, die die aufgewirbelten Schwebstoffe abknabbern. Leider war das Fotografieren ausgesprochen schwierig. Irgendwie hat der Autofokus es nicht geschafft, durchsichtige Garnelen und Schwebstoffe zu unterscheiden. Dies ist noch das beste Foto. Da werde ich weiter dran arbeiten. Es handelt sich um die Kleine Felsengarnele Palaemon elegans, natürlich auch #Neu4me.