Posts by Herbstblatt

    Das hätte mir auch sehr gut gefallen! Und dann noch kaum Leute - und das an einem Feiertag...
    Schade, dass es nicht hier ums Eck ist!

    Liebe Addi, die Leute haben sich im Ort Lemberg/Moselle gedrängt. Dort war Jahrmarkt und wir kamen kaum auf der Durchgangsstraße voran. Hunderte Leute, dicht gedrängt und laute Musik haben mich schaudern lassen. Ich ertrage keine Menschenmassen; das bereitet mir Panik. Wir mussten den Ort auf der Heimfahrt durchqueren.

    Umso ruhiger war es im Botanischen Garten. :54:

    Eine Wanderung der ganz anderen Art als sonst haben wir am Pfingstmontag gemacht. Wir waren im Jardin botanique du col de Saverne im Elsass. Der Botanische Garten wurde im Jahr 1931 vom Botaniker und Apotheker Emile Walter aus Saverne gegründet. Zur Zeit verwaltet der Verein 'Freunde des Botanischen Gartens Saverne', in Zusammenarbeit mit der Universität Straßburg und der Stadt Saverne das Gelände.

    Dieser Botanische Garten besitzt die reichhaltigste einheimische Orchideensammlung Frankreichs mit ca. 20 Arten. Im Arboretum kann man viele Baumarten aus Europa, Nordamerika und Asien bestaunen. Im kleinen Hochmoor findet man fleischfressende Pflanzen, Farne und Moose.

    Der Garten liegt etwa 3 Kilometer von Saverne entfernt, an der Nationalstraße 4 in Richtung des Saverner Passes. Auf etwa 2 Kilometer langen Wegen kann man das Gelände am Hang mit seinen 2.200 Pflanzenarten erkunden. Man braucht feste Schuhe und sollte halbwegs gut zu Fuß sein, denn man muss Steintreppen, unebene Wege mit Baumwurzeln oder Steinen und abschüssige Pfade begehen.

    Als wir dort waren, standen auf dem Parkplatz gerade mal 3 Fahrzeuge und wir haben auf dem gesamten Gelände nicht mehr als 10 Leute gesehen. Das sind für mich ideale Bedingungen für die Erkundung des naturbelassenen Pflanzenparadieses.

    In der 'Moorbeet-Abteilung' blühte gerade der Frauenschuh.


    Auf den Waldwiesen kann man verschiedene Knaben-Kräuter entdecken. Ein Schild (sogar in deutscher Sprache) erklärt, dass man hier sehr spät im Jahr mäht, damit sich die Orchideen versamen und aussäen können.

    Auf meinem Bild sieht man das Helm-Knabenkraut und eine Hybride namens Orchis x bayrichii, entstanden aus O. militaris x O. simia. Jedenfalls wurde es auf einer kleinen Tafel so erklärt.


    In den Wiesen zwischen Akeleien konnte ich die Schwarze Teufelskralle und die weißblühende Ährige Teufelskralle entdecken:


    Im Arboretum wachsen Bäume bis in den Himmel, so wie diese Zeder.


    Akeleien, so weit das Auge blickt. Sie blühen hier zu Hunderten in allen möglichen Farben:


    Das Große Zweiblatt war nicht leicht zu entdecken. Es wirkt zwischen den anderen Pflanzen ein wenig unscheinbar.


    Man fühlt sich hier fast wie in der freien Natur. Es macht Freude, den Wegen durch das Gelände zu folgen:




    Schade, dass mir für die Erkundung nur dieser eine Tag zur Verfügung stand. Ich konnte leider nur einen kleinen Teil der Pflanzensammlung entdecken und bewundern. Hier könnte ich tagelang bleiben und schauen.

    Würde mich auch interessieren, was da ein deutliches Unterscheidungsmerkmal ist. :92:

    Lieber Uwe, ich habe im Internet eine Seite gefunden, die den Unterschied zwischen Adlerfarn und Wurmfarn beschreibt.

    Darauf werde ich achten, wenn ich das nächste Mal im Wald unterwegs bin:

    • Wurmfarn wächst in trichterförmigen Büscheln und erreicht eine Höhe bis zu 100 cm. Die Wedel sind zweifach gefiedert und haben sichtbare Sporen.
    • Adlerfarn wird größer, bis zu 200 cm. Er hat eine aufrechte Wuchsform mit langen Stielen. Die Wedel sind dreifach gefiedert.


    In Sachen Pflanzenbestimmung bin ich Laie, aber es macht mir Freude und ist ein schönes Hobby, das mich von den Sorgen des Alltags ablenkt. :30:

    Lieber Uwe, ich schaue und staune. :21:

    Die Ladestation für müde Wanderer ist genial. :32:

    Insekten sind, aus der Nähe gesehen, kleine Kunstwerke der Natur. Toll ist auch die Wasserspiegelung an der Talsperre. Du hast wieder tolle Bilder mitgebracht. :love:

    Vielen Dank, lieber Ziegelstein.

    Ich habe lange in den Naturführern geblättert und mir Bilder und Beschreibungen angeschaut. Man merkt deutlich, dass ich Laie in Sachen Insekten- und Pflanzenbestimmung bin. Jedoch lerne ich gerne dazu und freue mich über jedes Insekt und jede Pflanze, die ich richtig erkannt habe.

    Wenn man Lathyrus linifolius und Vicia sativa direkt nebeneinander vergleicht, sieht man den Unterschied und ich werde die Pflanze künftig als Futterwicke (Vicia sativa) bezeichnen.

    Bei den Farnen muss ich noch mal nachschauen, wie genau die Wedel wachsen. Dann sehe ich den Unterschied zwischen Wurmfarn und Adlerfarn. Leider habe ich es versäumt, eine Aufnahme von der gesamten Pflanze zu machen.

    Das fehlende 'e' habe ich bei den jungen Strauchschrecken nun hinzugefügt, es war von mir falsch abgeschrieben. Immerhin freue ich mich, dass ich die kleinen Hüpfer richtig erkannt habe.

    Die sich paarenden Wanzen ließen sich während dem Fotografieren abfallen und waren verschwunden. Daher gibt es davon keine bessere Aufnahme. Kohlwanzen nehme ich gerne an. Leider gibt es keine Abbildungen, die sie von der Unterseite zeigen.

    Aus Leptura rubra mache ich jetzt Denticollis linearis. Ich habe mir nochmals die Bilder im Vergleich angeschaut und die Unterschiede erkannt.

    Auf für den Namen Omalisus fontisbellaquaei danke ich Dir. Er taucht in keinem meiner Naturführer auf und hat wohl auch keinen deutschen Namen.

    :23:

    Am Sonntag war das Wetter ziemlich durchwachsen, aber am frühen Abend konnten wir eine Runde durch das Sauerbachtal laufen. Ich hatte die Kamera dabei, um einige Pflanzenschätze im Bild festzuhalten. An und zwischen den Pflanzen waren jede Menge Insekten zu finden.


    Dank der Hilfe von Uwe kann ich diesen Baumpilz als Schwefelporling bezeichnen:



















    Nicht alle Pflanzen und Insekten konnte ich mit Hilfe meiner Naturführer und Recherchen im Net benennen. Eine Pflanze, die etwa 80 cm hoch gewachsen ist, war nirgendwo zu finden. Ich finde sie interessant, weil sie kerzengerade nach oben wächst und eine große Fläche in Anspruch nimmt.

    Nachtrag: Dank der Hilfe von Uwe hat das mir bisher unbekannte Gewächs nun einen Namen: Kahle Gänsekresse (Arabis glabra), auch Turmkresse genannt.




    Toll, so viele Störche!
    Ich hoffe, Ihr seid vom Hochwasser nicht betroffen...

    Liebe Addy, mittlerweile gibt es in den Tälern zu viele Störche und sie müssen laut einem Pressebericht weit fliegen, um ausreichend Futter zu finden. Dabei waren die Weißstörche (Ciconia ciconia) in der Region bereits ausgestorben. Dank eines Projektes zur Wiederansiedlung ab dem Jahr 1996 bis 2016 hat sich dies nun geändert. Jetzt leben zu viele Störche auf einem zu engen Raum und sie haben Wohnungsnot.

    Hier ist ein Link zur Seite des NABU über die Bestandsentwicklung der Weißstörche. https://rlp.nabu.de/imperia/md/con…-pfalz_2016.pdf

    Unser Ort selbst war nicht vom Hochwasser betroffen. Zwar hatten die kleinen Bäche rundherum viel Wasser, aber es entstand kein Hochwasser. Unsere Freiwillige Feuerwehr half bei Einsätzen im Saarland. Dort war es richtig heftig mit Überflutungen.

    Am Samstag waren wir auf dem Storchen- und Libellenweg bei Mauschbach. Am Tag zuvor gab es heftige Regenfälle und das Wasser ließ den Hornbach anschwellen. Die Wassermassen haben das gesamte Tal in einen großen See verwandelt.







    Was für die Menschen, die hier im Tal leben, eine Katastrophe ist, ist gut für die Weißstörche. Sie finden momentan viel Futter in den überschwemmten Wiesen.



    In der Storchenkolonie am Kirschbacherhof sind alle Nester belegt.



    Am Himmel sah ich auch Bussard und Milan. Auch sie finden nun mehr Futter.




    Kürzlich hat die örtliche Presse berichtet, dass es in diesem Jahr sehr viele Störche gibt und das Futter knapp wäre. Die Vögel müssen oft weit fliegen, um ausreichend Futter zu finden. Das hat sich gerade erledigt.

    Vielen Dank, lieber Uwe, für die Informationen. Mein Interesse an Schleimpilzen (Myxomyceten) ist geweckt und ich werde bei unseren Wanderungen gezielt danach suchen. Schon im vergangenen Herbst hatte ich ja ihre Fruchtkörper an Holzstümpfen gesehen.

    Wieso habe ich fast 50 Jahre im Büro gesessen und Bürger verwaltet, während draußen eine wundervolle, faszinierende Flora und Fauna entdeckt werden kann? Wenn ich noch einmal die Wahl hätte, würde ich mir einen ganz anderen Beruf aussuchen. Einen, der auf jeden Fall etwas mit Pflanzen, Tieren oder Pilzen zu tun hat.

    Liebe Uwe, ich mag Deine Aufnahmen, vor allem diejenigen von Insekten. :thumbup:

    Einem Wildschwein im Wald zu begegnen kann gefährlich sein, wenn sie Junge haben. Wir sind beim Pilze suchen einem Wildschwein fast über die Füße gelaufen. Es stand vor uns, als wir aus einer Kuhle kamen. Damals hatte mein Mann noch die kleine Tochter in der Rückentrage dabei. Wir standen stocksteif da und waren froh, als der Schwarzkittel verschwunden war.

    Eine Gruppe Joggerinnen flüchtete auf die Bäume, als ihnen Wildschweine auf dem Waldweg begegneten. Sie trauten sich nicht mehr herunter und riefen per Handy um Hilfe. Mit dabei war eine Bekannte von uns, die echt Todesangst hatte. Dabei muss man einfach nur still stehen, möglichst neben oder hinter einem Baum.

    Vielen Dank, ihr Lieben. Die Aufnahmen wurden mit dem Handy gemacht. Für die Spiegelreflexkamera war ich zu zittrig und ungeduldig. Mit ihr wurde lediglich das letzte Bild (Käfer auf Steinboden) gemacht und es ist nicht gut gelungen.

    Vielen Dank, lieber Uwe, für die Namensgebung vom gelben Pilz. Ich habe alle meine Pilzbücher durchforstet und nichts gefunden. Es kann sein, dass ich irgendwann mal davon gelesen habe. Aber in meinem Alter ist das Gedächtnis nicht mehr das allerbeste. :39:

    Gestern, am frühen Abend, saß an der Hausfassade ein großer, schwarzer Käfer. Zunächst hielt ich ihn für ein Hirschkäfer-Weibchen, aber schnell wurde klar, dass es ein anderer Käfer ist. Ich holte die Kamera, um ihn zu fotografieren. Plötzlich gab es einen Plumps und der Käfer fiel zu Boden und krabbelte hinter einen Stein.

    So hatte ich Zeit, ihn mir genau anzuschauen. Später konnte ich dank meines Naturführers für Insekten dem Käfer den Namen 'Balkenschröter' (Dorcus parallelipipedus) geben.





    Vielen Dank, lieber Dirk. Ich wäre niemals darauf gekommen, dass es sich hier um die Larve der Punktierten Zartschrecke handelt. Schön, dass Du sie erkannt hast.

    :28:

    Seit ich hier im Forum bin, schaue ich bei unseren Wanderungen noch genauer hin und entdecke Pflanzen und Insekten, die ich früher nie wahrgenommen hätte.

    :32: