Posts by Moosfreund

    Da es heute hier gar nicht richtig hell wird (Nieselregen und dichter Nebel bei 5°C), habe ich wieder einen Beitrag zusammen gestellt.

    Vor einigen Tagen entdeckte ich am Feldweg einen kleinen Baum mit merwürdigen Früchten. Hatte ich bisher noch nie gesehen, die Früchte hatten Ähnlichkeit mit riesigen Hagebutten.
    Mispel


    Und wieder hat es zwei große Eschen umgeworfen, sehr schade!


    Mittlerweile kommen immer mehr Pflanzen zum Vorschein, hier die ersten blühenden Lungenkräuter am Bach.


    Oder auch die Pestwurz.


    Sogar einige Schlüsselblumenblätter konnte ich finden, bald werden die Blüten folgen.


    Auf einem bemoosten Baumstamm eine winzige Storchschnabelpflanze.


    Falter gab es nur sehr wenige, hier ein dunkler Weißgrauer Breitflügelspanner (Agriopis leucophaearia).


    Den in Blättern des Spierstrauches minierenden Kleinschmetterling Coleophora spiraeella, bzw. seine in Säcken überwinternden Raupen konnte ich kürzlich an einigen Zweigen dieses Strauches finden. Sie sind sehr gut getarnt, aber wenn man sich die Fundorte vom Sommer gemerkt hat, ist die erfolgreiche Suche gar nicht so schwer.


    Auch die Spinnenkernkeule (Torrubiella leiopus), ein bestimmte Spinnenarten befallender Pilz, ist mir wieder vor die Kamera gekommen.
    "Und vom ganzen Spinnenschmaus schaun nur noch paar Beine raus!" ^^ (in Anlehnung an Wilhelm Busch: Max und Moritz)


    Pilzlich gehts weiter mit dem Fenchelporling oder Fencheltramete (Osmoporus odoratus) an Fichte.


    Unbekannte Pilzchen mit Untermieter.


    Auf einer Waldlichtung sehr große Reste von Stäublingen. Ich denke, es müsste sich um den Flaschen-Stäubling (Lycoperdon perlatum) handeln.
    Um die 8cm im Durchmesser und mit Stielen wie dicke Bockwürste, dort muss ich unbedingt im Herbst noch mal hin. :eek:


    Ich hatte bereits erwähnt, einen weiteren Fundort mit Kelchbecherlingen entdeckt zu haben. Ebenfalls wieder in einer Aue unter Laubholz (Erlen, Ahorn, Birke, Holunder). Gezählt habe ich sie nicht, aber so 20-30 werden es sein. Es kommen zur Zeit auch immer wieder welche nach.
    Man muss sich dort sehr vorsichtig bewegen, manche sind trotz ihrer auffälligen Färbung leicht zu übersehen.


    Weitere Bilder dieser schönen Pilze.






    Einer der Becherlinge war aus dem Waldboden herausgescharrt (Vogel o. anderes Wildtier, dort ist auch ein Wildwechsel), den nahm ich mit für Querschnitt- u. Nahaufnahmen. Wohlwissend, dass auch diese mich dem Artnamen nicht näher bringen werden. Trotzdem zeigen sich interessante Details.


    Und gleich noch mal Becherlinge, bei denen ist es mit der Bestimmerei recht ähnlich kompliziert wie den Kelchbecherlingen.
    2021 hatte Silke schon so einen Fund gezeigt. Zumindest getraue ich mir die Gattung Fruchtbecherlinge (Ciboria) zu nennen.
    Meine Becherlinge wuchsen an irgendwelchen Kätzchen des Vorjahres, da gibt es einige Arten. Erschwerend für eine Bestimmung war außerdem die Tatsache, dass gerade dort gleich mehrere kätzchenabwerfende Baumarten standen.
    Pappel, Weide und Birke, Hasel auch möglich.


    Somit werden sie sich kaum näher bestimmen lassen, ich fand sie aber doch recht fotogen.




    Im Durchlicht besonders schön.


    Noch einige Flechten, bei denen belasse ich es lieber nur bei den Fotos ohne jegliche Namensnennung.
    Fast 10cm im Durchmesser an einem vom Baum gebrochenen Fichtenast.


    Auf dem steinigem Untergrund einer alten Bergwerkshalde entdeckt.



    Mit was für Addi. ;)



    Eine Gruppe Rotköpfige. Auch bei den schwarzen Pünktchen auf den Steinen handelt es sich um Flechten.



    Eine Geisterhand erschien aus dem Untergrund ... ^^


    Genug für heute, es wird bestimmt bald wieder etwas zu berichten geben. :)

    aber dafür habe ich trotzdem Schönes gesehen.

    Das kann mal wohl sagen, Glückwunsch zum Fund dieser sehr schönen Kelchbecherlinge. Einen Artnamen würde ich ihnen aber nicht geben, die Rückfrage vom Rügener Uwe kam nicht ohne Grund.

    Die Art der Haare ist bei keinem meiner Bilder zu erkennen. Wenn ich nochmals auf sie treffen sollte, dann werde ich sie fotografieren.

    Das kannst du machen, es wird aber auch kaum zur sicheren Bestimmung der Art führen. Dies wird wohl nur über eine mikroskopische Untersuchung möglich sein. Dazu gab es hier im Forum auch schon mehrfach Anmerkungen.
    Trotzdem ein wirklich sehr erfreulicher Fund, denn sie sind nicht nur schön anzuschauen, sondern auch nicht so häufig zu finden (siehe Verbreitungskarten bei Pilze Deutschlands).

    Verbreitung Sarcoscypha coccinea (Scop.) Lambotte 1887

    Verbreitung Sarcoscypha jurana (Boud.) Baral 1984

    Verbreitung Sarcoscypha austriaca (O. Beck ex Sacc.) Boud. 1907

    Was für eine spannender Fund! :alright:

    Nun hat das löchrige Ding endlich einen Namen.

    mir nicht die Größe zu merken. 3 - 5 cm denke ich mal (aber ohne Gewähr...).

    Ich vermute, du hast dich vertippt und meintest mm! Bei der von Sabine verlinkten Anfrage im Lepiforum werden 2,5x 3,5mm genannt.
    Ansonsten müsste das ein Riesenwickler gewesen sein.:)

    (Oben im Thementitel bitte noch ein kleines r einfügen.)

    Was mich allerdings irritiert, ist das Gebilde rechts oben. Vielleicht ein Parasit, der sich da mit hineingeschmuggelt hat?

    Würde ich eher für eine Eischale halten?:91:

    Bloß beschrieben wird das Eier legen nirgends.

    Das hätte mich auch interessiert, besonders was das für ein weißes Zeug ist, welches die Eier umhüllt.

    trotzdem nicht umsonst, denn ich habe u. a. Kelchbecherlinge gefunden! Morgen werde ich einen Bericht schreiben.

    Bin schon gespannt, diese schönen Pilze habe ich vor zwei Tagen auch ausgiebig fotografieren dürfen. Bericht folgt in den nächsten Tagen.

    Herzlichen Dank für die sehr vielen positiven Reaktionen!

    Und das Experiment, einen Ast in einen Haselbusch zu werfen, muss ich doch glatt auch einmal ausprobieren!

    Ich befürchte aber, du wirst in deiner Gegend kaum noch in Vollblüte stehende Haselsträucher finden. Sogar hier im Mittelgebirge ist diese fast durch. Aus den meisten männlichen Blüten kommen kaum noch Pollen.

    Die Köpfchenflechte ist ja prima. An welcher Baumart hast Du sie gefunden? Eiche? Wie ich gerade las, bevorzugen sie saure Böden. Wenn ich also irgendwo Heidekraut oder Sauerampfer sehe, sollte ich mir die Bäume (oder Steine) einmal genauer ansehen...

    Die Köpfchenflechte sieht wirklich sehr nach Pilz aus, da kommt man gar nicht so schnell darauf, dass es etwas anderes ist.

    Ganz besonders angetan hat es mir die Knöpfchenflechte.

    Da das Interesse an dieser Flechtenart recht groß ist, habe ich gestern noch mal einige Fotos von einem meiner Fundorte gemacht. Man findet sie hier im Erzgebirge recht häufig.
    Besonders oft an solchen halboffenen Wegrändern wächst sie auf Steinen und auch auf der Erde (Pfeile).



    Es sind manchmal hunderte von diesen Flechten zu sehen, bei Trockenheit werden sie aber sehr unscheinbar und mehr grau-grünlich.
    Während feuchter Witterung färben sie sich dann grünlich.



    Auch auf Erde siedelt sie sich an.



    Addi hatte schon recht mit der Vermutung, auf Heidekraut zu achten. Auf alle Fälle bevorzugen sie einen sauren Untergrund.


    Ich vermute, dass es sich um die im Wiki-Link gezeigte Flechtenart handelt, dort gibt es auch noch einige Hinweise zum Standort:

    Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Suche!

    Diese "Ding" lässt mir die ganze Zeit keine Ruhe! :75::70:

    Es könnte schon ein Pilz sein, aus dem was geschlüpft ist. Ich gaube Exuvien (zumindest Reste) oder Eihüllen erkennen zu können (rote Pfeile). :91::92:
    Oder ein Gelege, bei dem die Eier entweder direkt auf die Rinde gelegt und dann mit irgendeiner Masse/ Schaum ummantelt worden sind. Oder erst die weiße Masse und die Eier in sie hinein?
    Alles nur Vermutungen. :30:

    Weiter geht`s, Bilder der letzten Tage:

    Ich war häufig in Bach-u. Flussauen unterwegs, dort konnte ich einen Zaunkönig bei der Suche nach Nahrung beobachten. Stets flink in Bewegung und fast immer im Schatten.


    Nur selten hielt er mal still. (Aufnahme mit Makroobjektiv 90mm auf ca. 3m Entfernung)


    In dieser Aue hoffe ich in den nächsten Wochen darauf, wieder einige Tagfalterarten fotografieren zu können (z.B. Trauermantel u. Großer Fuchs).


    In einigen besonnten Bereichen zeigen sich die ersten Blätter der Aronstäbe.


    Bis vor wenigen Tagen waren die Haselstäucher noch in voller Blüte.


    Beim Abzupfen einer weiblichen Blüte für das folgende Foto wurde ich gewaltig eingepudert. Die Blüte habe ich bei einer kurzen Rast aufgenommen.
    Auf dem Tisch des Rastplatzes, mit 5-Sekunden Selbstauslöser, F/13, 1/2 Sek. u. ISO100. Hätte gar nicht gedacht, dass das was wird!


    Und weil die Haselsträucher an dem Tag gar so stark staubten, erinnerte ich mich an ein Foto von Werner , der hat so was mal mit einem blühenden Wacholderbusch gemacht. Ich hatte aber keinen versteckten Helfer wie er dabei, also warf ich einen morschen Ast in den Haselstrauch.
    Und entfernte mich dann zügig. ^^


    Überall Giraffenholz.


    Und reichlich Ohren.



    Sicherlich erst mal die letzten Samtfußrüblinge.



    Am Bach ein winziges Pilzchen. Ich glaubte es kaum, ein Kelchbecherling! Ich hatte einen weiteren Fundort entdeckt. :87:
    Und ich fand auf ca. 20 m noch einige von ihnen, mehr Bilder im nächsten Beitrag.


    Die folgenden Gebilde (ca. 3-5mm hoch) sehen Pilzen sehr ähnlich, sind aber keine sondern eine Köpfchenflechte.



    Gegen Winterende jedes Jahr an sauberen Bächen zu finden ist diese schöne Köcherfliege (Philopotamus spec.)




    Die Schneeglöcken sind in voller Blüte, aber was ist hier passiert? Überall waren die Blütenblätter teilweise oder sogar komplett abgefressen. Wer mag das gewesen sein? :91:
    Ich habe gesucht, aber die Übeltäter zeigten sich nicht!


    Aber dann habe ich sie doch noch erwischt! Gleich zwei auf einen Streich. Und erst zu Hause bemerkt, dass sich auch noch eine Wanze (?) für die Blütenfresser interessierte.


    Dann auch gleich noch eine Querschnittaufnahme gemacht, wann sieht man schon mal das Innere einer Schneeglöckchenblüte.:)


    Etwas im morschen Totholz gewühlt, dort sausten einige kleine längliche Dinger herum. Die meisten waren schnell wieder in irgendwelchen Ritzen verschwunden. Aber ein Tier blieb sitzen, genug Zeit, es zu fotografieren. Ich denke, es ist ein Springschwanz. Größe max.3mm.




    An der beleuchteten Mauer gab es heute wieder einige wenige Falter zu sehen.
    Weißgrauer Breitflügelspanner (Agriopis leucophaearia) und Feldholz-Wintereulen (Conistra rubiginosa).


    Und noch ein kleinere Falter (13mm mit Palpen) der ist #Neu4me. Weißdorn-Spinnerwickler, auch Rotrandige Knopfmotte (Acleris cristana) sollte es wohl sein?


    Extrem variabel, siehe hier:

    Acleris cristana - LepiWiki



    Dieser kleine Schmetterling hat wirklich interessante Details, besonders die aufrechten Schuppenbüschel in der Flügelmitte habe ich so noch nie gesehen.


    Die Frühlingsboten werden immer mehr, aber es wird sich in den nächsten Wochen zeigen, ob der Winter schon endgültig vorbei ist.

    Lange habe ich mit meiner Stirnlampe in den Baum gestarrt - aber da schwirrte nichts!

    Hallo Susanne,

    ich hätte auch nicht erwartet, dass es dort recht schwirrt. ;) Eher an ruhig auf den Blüten sitzende oder herumkletternde Falter hatte ich gedacht, als ich dir zur Suche geraten habe.
    Über deinen Fund, wenn auch am Foto vermutlich nicht sicher bestimmbar, habe ich mich wirklich sehr gefreut.:87::ups:

    Dank an Uwe für den Tipp!

    Aber bitte und gerne wieder! :)

    Und wer sieht hier auch eine mißmutige Kröte

    Ich sehe sie ganz deutlich, sie scheint wirklich nicht gerade gutgelaunt!^^

    Und nicht zuletzt einer meiner Lieblinge!

    Ach dieses Kugelspringer, immer wieder schön, sie beobachten zu dürfen. Tolle Aufnahmen! :alright:

    Und sogar Teuerlinge konntest du nochmals finden, Giraffenholz liegt bei mir hier stellenweise massenhaft herum. Trotzdem schaue ich es mir sehr häufig an, die interessante Färbung des Holzes ist schon faszinierend.

    Hallo Uwe,

    hier gibt es gerade auch sehr viele verdrüslingte und verohrte Fundorte, die reichlichen Niederschläge verbunden mit den für die Jahreszeit eigentlich zu hohen Temperaturen machen dies möglich.
    Besonders erfreulich: Ich habe gestern weitere Kelchbecherlinge in einem anderen Waldstück entdeckt. :87:
    Wieder ein recht feuchter Fundort in Bachnähe.