Claudia (maischo) und Sabine (natura) in 2023 unterwegs ...

  • ... am Flughafen Düsseldorf

    Hallo zusammen,

    wegen schlechtem Wetter haben wir unser Treffen schon zweimal verschieben müssen. Heute nun hat es geklappt und wir fuhren spontan zum Düsseldorfer Flughafen. Dort wurde eine Uferschnepfe, Rotschenkel und Bekassine gemeldet. Vor einem Jahr war Claudia schon einmal in der Gegend und wußte daher, wo die Stelle ist. Leider aber wurde damals völlig vergessen, in der Nähe einen Parkplatz zu errichten. So mußten wir dorthin erst einmal ganz schön marschieren. Nahmen dann am Flughafen erst einmal den falschen Weg, die falsche Bachseite. Hat sich aber gelohnt. Wir blieben am Zaun stehen, weil wir viele Feldlerchen hörten. Konnten aber keine sehen, da sie nicht aufflogen. So nahm ich meine Kamera und suchte das Gras nach einer ab. Da tauchte ein Steinschmätzer im Bild auf. Vor Ort hielt ich ihn für einen Neuntöter, weshalb Claudia wie begeistert los fotografierte. Denn einen Neuntöter hat sie noch nicht. Später stellte sich aber heraus, es war ein Steinschmätzer. Tat mir für sie leid, dafür freute ich mich um so mehr. Denn den hatte ich noch nicht. Außer diese hundsmiserable Aufnahme damals aus Leverkusen-Hitdorf.

    Als wir die nächste Brücke erreichten, ging es dann auf der richtigen Seite des Kittelbaches wieder zurück. Zunächst versperrte uns dichtes Gestrüpp lange Zeit den Blick auf die Feuchtwiese, wo die Limikolen gemeldet worden. Dann aber fanden wir eine freie Stelle. Doch leider waren die Limikolen nicht da. Dafür hielten sich auf der anderen Seite der Wiese 4 Rehe auf. Die hatten es mir angetan. Denn 4 Rehe habe ich noch nie auf ein Foto bekommenen.

    Es handelte sich dabei um 2 Böcke und 2 Ricken. Eines der Ricken war hochträchtig. Da dürfte es nicht mehr lange dauern.

    Und einen der beiden Böcke nahm ich anfangs lange ins Visier. Habe ich doch noch nie ein Reh im Winterfell gesehen.

    Erst wurde gefressen und dann wurden sie übermütig. Der vermutlich ältere Bock jagte spielerisch den jüngeren Bock.

    Davon haben sich die Weibchen anstecken lassen.

    Hier läuft das trächtige Weibchen, übrigens ein Teilalbino (zu erkennem an den beiden weißen Flecken am Hals), zusammen mit den beiden Böcken.

    Fortsetzung folgt.

    Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
    müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
    (Noah)

    Edited once, last by Natura (April 2, 2023 at 11:37 PM).

  • Hallo Sabine,

    der Steinschmätzer ist prima getroffen.

    Ein Neuntöter ist deutlich größer als ein Steinschmätzer. Und auf einem Wiesengelände eher selten zu sehen. Neuntöter lieben Buschwerk, vor allem Schwarz- oder Weißdorn. In der Wahner Heide sind die häufiger zu sehen.

    Hier zwei Beispiele:

    mal weiter..

    mal näher...

    Dirk

  • Dann entdeckte Claudia die ersten Kiebitze. Geht man am Kittelbach entlang, hängen an mehreren Stellen Schilder, die auf die brütenden Kiebitze hinweisen. Aber ich habe mit den schönen Vögeln einfach kein Glück. Schon wieder keine gute Aufnahme von ihnen. Also stelle ich sie besser gar nicht erst ein. Vielleicht sind Claudia bessere Aufnahmen geklückt. Beim Absuchen der Feuchtwiese sah ich dann einen Kiebitz auf Eiern sitzen. Sieht zumindest sehr stark danach aus.

    Vielleicht fahren wir beide in 4 Wochen noch einmal dorthin. Von einem Kiebitz-Küken nehme ich auch gerne eine schlechte Bildqualität hin. Hauptsache es ist ein Küken zu erkennen. :D

    Ansonsten sahen wir noch Nilgänse, Graugänse und diese männliche Rostgans.

    Es flogen auch viele Rauchschwalben herum. Diese flinken Flieger aber vor die Kamera zu bekommen, war echt nicht leicht. Eine Aufnahme ist mir geglückt.

    Und während wir da standen und uns auf die Rauchschwalben konzentrierten, wir schauten leider zu spät auf, flog in ganz geringer Höhe, nur wenige Meter neben uns ein Rotmilan vorbei. Das wärs gewesen. So aber hat keiner von uns eine Aufnahme von ihm.

    Was ich aber aufklären kann, Claudia. Als wir auf der Zaun-Seite kurz vor der Brücke waren und uns umdrehten, sahen wir doch ein ordentliches Feuer. Das Rätsel kann ich lösen, was da "brannte". Als wir an der Feuchtwiese standen, hörte ich ein "Zischen" und drehte mich um. Es war eine Feuerwehrübung. In dem dort abgestellten Flugzeug, im Triebwerk wurde Gas entzündet. Das löschte die Feuerwehr. Sie übten den Ernstfall, wenn es bei einem Flugzeug zu einem Triebwerkbrand kommt.

    Das war es zu meinem Bericht. Es würde mich riesig freuen, Claudia, wenn du auch ein paar deiner Aufnahmen einstellst.

    Liebe Grüße

    Sabine II

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    (Noah)

  • Velen Dank für deine Antwort, Dirk. Am Flughafen achtete ich mehr auf den schwarzen Streifen am grauen Kopf. Beachtete dabei den Rücken nicht. Als Claudia mich dann später anrief, war klar, sie hat Recht. Dabei hätte ich es gleich sehen müssen. Denn letztes Jahr an der Oder hatte ich einen Neuntöter vor der Kamera und hätte es daher gleich merken müssen. Buhu.

    Liebe Grüße

    Sabine II

    Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
    müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
    (Noah)

  • Sodele ..., dann kommt jetzt schon direkt mein erster Teil :) :

    Steinschmätzer

    Einen Steinschmätzer haben wir erst- und letztmalig Ende April letzten Jahres in der Urdenbacher Kämpe fotografiert. Die wenigen Fotos sind heute ähnlich gut gelungen, auf einem Kurzvideo ist er leider unschärfer:

    Rehe:

    Haben wir erst Anfang diesen Jahres unsere ersten "wilden" junge Rehe (es waren zwei) in Langenfeld fotografiert, hatte ich heute das Vergnügen, 4 Rehe (2 Böcke und 2 Ricken) zu fotografieren :71: : ... ich kann mich nicht entscheiden :S , deswegen von mir ein paar mehr Fotos .... :32:

    Auf dem obigen Foto und auch hier sieht man die kleinen süssen "Geweih-Hörnchen":

    ... das muss auch mal sein ...:

    ... auch auf dem folgenden Foto: zwei mit Hörnchen:

    sieht man hier das strampelnde Kleine im Bauch der Mama?:

    Hier der Bock im Winterkleid - es sah irgendwie "zerrrupft" aus ... -:

    .... teilweise kam auch die Sonne raus und später lagen sie chillend im Grase ...:

    Zum Glück waren auch ein paar Sitzmöglichkeiten (Baumstümpfe) vorhanden, so dass wir auch ab und zu rasten konnten :)

    Teil 2 folgt sogleich ;)

    Viele Grüße aus dem Rheinland / NRW

    Claudia und Uwe

    Edited once, last by maischo (April 3, 2023 at 12:37 AM).

  • Vor Ort endeckte ich auch noch "ein etwas" hinter Grashalmen, es bewegte sich nicht ...., war es was, oder nicht? Ich machte nur zwei, drei identische Fotos und ließ dann davon ab. Als ich das Foto dann vor Ort durch den Sucher Sabine zeigte, meinte sie:

    Eine Bekassine

    da bereute ich, dass ich "das etwas" nicht noch länger ins Visier genommen hatte, auch wenn ich in der Kämpe schon mal eine aufnehmen konnte.

    Hier "das versteckte etwas":

    Kiebitze

    Mit den Kiebitzen, es waren vielleicht insgesamt 2 bis 4, hatte ich mit dem Fotografieren (und filmen) vielleicht doch mehr Glück als Sabine. Zum Teil habe ich aber auch mit Stativ fotografiert. Hier ein Teil meiner Ausbeute:

    Kiebitz im Flug:

    obiges "ausgeschnitten"/vergrößert:


    ... später auf der Wiese ...:

    und ein paar Fotos, die ich aus einem Video "herausgeschnitten" habe:

    ... auf dem Weg nach ... ? ...:

    ... schnellen Schrittes ...

    ... Ziel erreicht ...:

    ... und niedersezten ...:

    ... und brüten (?) :

    Von den zwei bis vier Nilgänsen habe ich nur 1 Beweisfoto gemacht:

    und von den ein bis zwei Rostgänsen ein paar wenige Fotos.

    Erstmals habe ich eine ausserhalb der Urdenbacher Kämpe gesehen:

    Es folgt noch ein dritter, letzter Teil :)

    Viele Grüße aus dem Rheinland / NRW

    Claudia und Uwe

  • Hier noch das von Sabine erwähnte Schild zu den Brutgebieten der Kiebitze:

    Als ich Ende Februar letzten Jahres schon einmal hier war, erzählten mir einige Gassigeher, dass hier in der Balz- und Brutzeit sehr viele Kiebitze unterwegs wären .... Wir haben nur ca. 4 gesehen und auch nur ein Nest ...

    Ich machte noch ein paar Fotos von:

    fliegenden Stockenten  (richtig bestimmt?)

    von diesen sichteten wir hier nur wenige (2 bis 4):

    ein paar Stare konnten wir entdecken:

    und da hier im Forum mal etwas von Weidenkätzchen geschrieben wurde, habe ich auch diese Fotos gemacht:

    Und hier mal der Blick von einer kleinen Fußgängerbrücke auf den Knittelbach, an dem wir zuerst linksseitig (= Flughafenseite) und dann rechtsseitig entlang gelaufen sind:

    Blick auf einen Teil des weitläufigen Flughafengeländes, auf dessen Wiesenbereichen wir vorne soooo viele Feldlerchen gehört haben, aber trotz mehrfacher Suche nicht entdecken konnten:

    ... und hier eins der landenden Flugzeuge, die man durch den Zaun sehr gut beobachten kann (natürlich auch die startenden Flugzeuge):

    Nun beende ich den Bericht mit den "Pfützen-Wolken-Spiegelungen", die ich auf dem Rückweg zum Auto festhalten konnte:

    Das war's von uns zweien :) . Bis zum nächsten Mal :arm:

    Viele Grüße aus dem Rheinland / NRW

    Claudia und Uwe

  • Ein abwechslungsreicher Ausflug für Euch Beide! Vielleicht nicht mit allem, was Ihr erwartet (erhofft) habt, aber, zumindest für mich, mit vielen Sichtungen, die man nicht jeden Tag hat! Toller Ausflug!

    Viele Grüße

    Addi

    _______________________________________________________________________________________________________________________

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Vielen Dank, Addi. Mit der Sichtung des Steinschmätzers und den herumtobenden Rehen war ich total zufrieden.

    Auch dir Norbert, vielen Dank für deine Antwort.

    Liebe Grüße

    Sabine II

    Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
    müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
    (Noah)

  • Vom Flughafen bzw. den startenden ...

    ... und landendenen Flugzeugen ...

    ... kann ich gerne auch ein paar Bilder beisteuern.

    Bei den beiden Flugzeugen fand ich den Größtenunterschied schön.

    Und wie Claudia schon so schön dokumentierte, den Weg am Zaun entlang ging es auch wieder zurück.

    Liebe Grüße

    Sabine II

    Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
    müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
    (Noah)

  • Liebe Sabine II und Claudia,

    was für schöne Bilder von Steinschmätzer, Rostgans und Kiebitz. Die Kiebitze finde ich besonders schwierig aufzunehmen.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Vielen Dank für die netten und informativen Antworten :)!

    Frage zu den Kiebitzen:

    Mir ist aufgefallen, dass bei meinen Aufnahmen nicht alle dieses braune untere Gefieder haben. Ich dachte, daran erkennt man vielleicht Männchen/Weibchen, aber diesbezüglich hat mich das www nicht weiter gebracht … oder es sind die Lichtverhältnisse oder die Perspektive der Aufnahme? Kennt Ihr Euch aus?

    Viele Grüße aus dem Rheinland / NRW

    Claudia und Uwe

  • Mir ist aufgefallen, dass bei meinen Aufnahmen nicht alle dieses braune untere Gefieder haben

    Doch, das haben alle. Ist nur je nach Aufnahmewinkel und Beleuchtung schlecht zu erkennen.

    Beim Prachtkleid kanst du Männchen und Weibchen an der Schwarzfärbung von Gesicht und Brust unterscheiden. Beim Männchen ist die Schwarzfärbung reiner (nicht unterbrochen), beim Weibchen ist immer noch etwas Weiß dabei.

    Dirk

  • Es gibt nun 2 YouTube Videos von unserem Ausflug !

    ... von den Rehen ...:

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    ... von den Kiebitzen ...:

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    Viele Grüße aus dem Rheinland / NRW

    Claudia und Uwe

  • Wow, großartige Aufnahmen! Danke für's Zeigen und viel Glück weiter für 2023. :thumbup:

  • Natura

    Schau mal, hier gehts um Kiebitze und den Nachwuchs

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    Viele Grüße aus dem Rheinland / NRW

    Claudia und Uwe

  • Liebe(r) Claudia und Uwe,

    die beiden Videos habt ihr ganz wunderbar zusammengestellt. Mir gefällt die zarte Hintergrundmusik dazu sehr gut.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

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