Posts by Mineralienfreund

    Fundmöglichkeiten gibt es auch in einem alten Steinbruch bei Dröda im Vogtland schon lange nicht mehr.Hier wurde Diabas abgebaut,wie in den benachbarten Steinbrüchen bei Bösenbrunn, die noch in Betrieb sind.Ein paar Stufen mit der Granatvarietät Andradit,Epidot,Albit und Hornblendekristallen hab ich mal von einem Kollegen bekommen, der die Stücke vor vielen Jahren dort gefunden hat.

    Von anderen erloschenen Fundorten hab ich auch noch einige interessante Stücke daheim.

    Im Jahr 2004 gab es im Arzberger Eisenerzrevier im Fichtelgebirge einen Stolleneinbruch bei der Grube Georg. Geborgenes Aushubmaterial wurde in der Nähe auf einem Feld zu einer kleinen Halde aufgeschüttet.Da konnte man auch ein paar nette Belege bergen, die sonst nicht ans Tageslicht gekommen wären.

    Goethit-Limonitkonkretion:

    12 x 10 cm groß

    Bergkristalle bis 1,5 cm Größe:

    Das Mangan-Oxid Pyrolusit in tafeligen Kristallen unterm Mikroskop:

    ... war das Thema einer Vitrine, die ich mit meinem Verein heuer bei der Sonderausstellung einer Börse gestaltet hab.

    Mineralstufen von Orten an denen es keine Fundmöglichkeiten mehr gibt sind bei Sammlern, aber auch in Museen und Ausstellungen oft besonders gefragt. Kristalle aus alten Steinbrüchen oder ehemaligen Bergwerken haben schon ihren eigenen Reiz.Manche Stücke lassen sich durch typische Merkmale ihren Fundort auch zuordnen.

    Hier mal diese Vitrine im Überblick:

    Aus meiner Sammlung waren diese beiden Stufen zu sehen:

    Malachit aus dem Frankenwald und ein ungewöhnlicher Granat stellten Vereinskollegen zur Verfügung.

    Ein ungewöhnlicher Quarz-Zwilling von der Johanneszeche und ein Bergkristall von einer Baustelle bei Marktredwitz kamen von den Leitern und Organisatoren der Börse:

    Heute waren wir mal im Demutstal bei Wunsiedel im Fichtelgebirge unterwegs. Man kommt da an einem recht kuriosen Bauwerk vorbei. Den Turm einer alten Schule,die abgerissen wurde,hat man hier wieder aufgebaut. Schaut recht merkwürdig aus, so im Gelände!

    Stufen mit Fluoritkristallen aus dem Bergbaugebiet bei Wölsendorf in Bayern hab ich mir unter dem Binokular genauer angeschaut. Da sind ein paar recht interessante Sachen dabei.

    Die Entstehung dieser Linien und Muster auf der Oberfläche eines Fluoritwürfels ist nicht eindeutig geklärt.Es könnten sogenannte Ätzfiguren sein,oder Abdrücke anderer Mineralien, die den Wachstum der Kristalle bewhindert haben.

    Das Eisenoxid Hämatit sitzt bei diesen dunklen,Stinkspat genannten, Fluoritwürfeln auf der Oberfläche, hat sich aber auch als Einschluss in den Kristallen gebildet.

    Winzige Fluoritwürfel bilden bei diesem Stück eine optisch recht attraktive Stufe, die aber nur etwa 8 mm groß ist.

    Fluorit auf Quarz

    Hallo,

    ich hab mir jetzt die Bilder mal genauer angeschaut. Im Großen und Ganzen passt die Bestimmung schon.

    Beim Bild 01 könnten außer Beudantit noch verschiedene andere Arsenate vorliegen. Dussertit z.B. Am besten Beudantit mit ? versehen.

    Das Rötliche auf dem Quarz bei Bild 04 ist Hämatit.

    Dass das Bild 06 Hornblende zeigt,glaube ich nicht so recht. Hornblende passt nicht in die Paragenese der Sekundärmineralien der Grube Clara.Allerdings kann ich auch nicht mit Sicherheit erkennen,was das ist.

    Das gelbe Mineral bei Bild 07, das als Kruste auf Galenit sitzt, läßt sich nicht bestimmen. Vielleicht nur ein Limonitbelag,aber möglich wäre auch ein seltenes Sekundärmineral.

    Die Amethyststufe bei Bild 18 stammt aus Brasilien. Die Nadeln bestehen aus Goethit.

    Eine etwa faustgroße Stufe mit natürlichen Wismutkristallen hab ich schon länger in der Sammlung. Die stammt aus einem Bergwerk im Erzgebirge.Zum Vergleich und für mein Fotoarchiv hab ich auch noch ein Stück (5 cm groß) mit synthetischen Wismutkristallen in die Sammlung aufgenommen. Solche künstlichen Wismutstufen werden ja öfters mal angeboten. Die typischen hohlen Skelettkristalle, die entstehen, wennn die Kanten der Kristalle schneller wachsen, als die Flächen, sind gut zu erkennen.Beim optisch weitaus weniger ansprechenden Naturwismut ist diese Kristallbildung auch vorhanden, aber viel schlechter zu erkennen.


    Hallo Axel,

    eine gute Stufe ist das auf jeden Fall.Den Fundort würde ich allerdings eher in Brasilien vermuten, als alpin.Was mich besonders irritiert ist die Bezeichnung "Trilling". Hab ich noch nie gehört. Kommt vielleicht aus der Heilsteinecke? Ein mineralogischer Begriff ist das zumindest nicht.Die drei Kristalle bilden eine ganz normale Stufe.

    Auch Phantomquarz ist keiner dabei. Was Du meinst sind Flüssigkeitseinschlüsse, die fast jeder Quarz hat.Phantome sehen aus, wie ein zweiter Kristall im Inneren.Dabei wird eine frühe Wachstumsphase de Kristalls nachgezeichnet.

    Gruß Norbert