Posts by Mineralienfreund

    Heute mal einen Tetraedritkristall aus Cavnic in Rumänien. Die beiden Aufnahmen zeigen den gleichen Kristall aus verschiedenen Perspektiven.

    Der 5 mm grosse Kristall ist Teil einer 6 cm Stufe auf der das Fahlerz Tetraedrit mit Bergkristallen sitzt.

    Die für dieses Mineral namensgebende Kristallform, das Tetraeder, ist auch gut zu erkennen.



    Kann sein,dass ich das Wismutmineral Russellit schon mal an anderer Stelle gezeigt hab.

    Das sind jedenfalls mal neuen Aufnahmen der etwa 4 x 3 cm grossen Stufe mit kugeligen Aggregaten in für sekundäre Wismutminerale typischen

    weissen bis beigen Farbe. Die sind auf kleine Bergkristalle aufgewachsen. Fundort ist das Bergbaugebiet Krupka in Tschechien.





    Heute will ich mal Bilder von dem Bleimineral Anglesit zeigen. Das kommt oft in Blei-Zink-Lagerstätten als Verwitterungsbildung von

    Bleiglanz vor. Das Bergwerk Monteponi auf Sardinien ist bekannt für relativ große und gut ausgebildete Kristalle.





    Ein besonderes Highlight ist dieser Phantomkristall. Also eine frühe Wachstumsphase,die durch Einschlüsse erhalten geblieben ist und so den

    Eindruck erweckt, dass ein zweiter Kristall mit drin steckt.

    Sowas kennt man vor allem bei Bergkristallen, ist aber bei vielen Mineralarten möglich, nur seltener.

    Eine sehr interessante Sache gibt es in einem Steinbruch am Berg Hünersedel im Schwarzwald.

    Das Tonmineral Nakrit kommt meistens nur als feinkristalliner Belag vor, wie andere Tonminerale auch.

    Am Hünersedel aber gibt es gut ausgebildete Kristalle von Nakrit, die hübsche rosettenartige Aggregate

    bilden,aber auch einzeln wachsen können.





    Eine Stufe von ganz besonders guter Qualität hab ich erst vorgestern bei einem Vereinstreffen von einem Kollegen bekommen.

    Pyrit in prismatisch verzerrten Kristallen,sogenannter Nadelpyrit. Die Stufe ist etwa 3 x 2 cm gross,die Kristalle bis zu 4 mm lang.

    Als Begleitminerale treten Siderit und Calcit auf. Fundort ist ein Basaltsteinbruch am Zeilberg bei Maroldsweisach in Unterfranken.






    Hallo,


    ich hab mal wieder einige Stufen mit dem Mikroskop genauer betrachtet und Bilder davon gemacht. Die will ich jetzt nach und nach zeigen.


    Ich fange mal mit Linarit aus dem tschechischen Bergbaugebiet Zlate Hory an. Linarit kann man leicht mit Azurit verwechseln. Das gemeinsame Auftreten

    von Linarit mit anderen Bleimineralien, wie Cerussit, gibt aber Hinweise.



    Cornetit ist ein Kupferphosphat und stammt aus dem Kongo.


    Schwefel als ungewöhnlich tafelig verzerrter Kristall aus der Toskana:


    Creedit kennt man vor allem als schöne Stufen aus Mexiko. Nicht ganz so spektakulär,aber von einem wenig bekannten Fundort in Bolivien stammt dieses Stück:


    Sulfate als Ausblühungen auf Erzen gibt es teilweise häufig. Hier haben wir Alunogen und Pickeringit aus Dubnik in der Tschechei:


    Meurigit ist ein Phosphatmineral, das es zwar in vielen Lagerstätten gibt, aber immer nur selten auftritt. Immer in winzigen gelben Nadeln.

    Hier ein Beispiel aus Teskov in Tschechien.


    Kornerupin aus Telemark in Norwegen. Die schwarzen Kristalle dieses Silkats kommen meistens nur eingewachsen vor.

    Bei diesem Exemplar sind die Endflächen teilweise freipräpariert.


    Pyrit in typischen Würfeln vom Stb. Silberberg bei Hof in Oberfranken.


    Heute will ich mal seltene Zinnsulfide aus dem Bergbaugebiet Oruro bei Poopo in Bolivien zeigen.

    Besonders interessant ist der Kylindrit. Ein Mineral mit Kristallen,die es so eigentlich gar nicht geben dürfte!

    Auch der Name wurde wegen den zylinderförmigen Kristallen vergeben. Sie sind rund und laufen konisch zu.

    Runde Kristalle kann es aber nicht geben.Die müssen von Flächen begrenzt sein und ein geometrisches Musgter erkennen lassen.

    Blickt im Binokular auf die Oberseite der Kylindritkristalle offenbart sich des Rätsels Lösung:

    Es sind hauchdünne tafelige Kristalle, die wie Zigarren,eingerollt sind. Einmalig im Mineralreich!


    Die Größe der Stufe beträgt erwa 4 x 4 cm.




    Begleitmineralien des Kylindrits sind oft Franckeit und Teallit.

    Franckeit zeigt sich oft in freistehenden Kristallen,wie bei diesem 5 x 5 cm grossen Stück:




    Teallit ist ein massives Zinnerz,das gelegentlich eingewachsene Kristalle erkennen läßt:


    ... sondern ein Mineral unterm Mikroskop will ich heute mal zeigen. :) Diese bizarren Kristalle sind Hämatit und kommen aus der Grube La Celia bei Jumilla in Spanien.

    Eigentlich wollte ich ja die gelben nadeligen Kristalle, die auf der Stufe mit drauf sind, fotografisch festhalten. Das ist ein relativ seltenes Mineral der Amphibolgruppe.

    Die lassen sich aber nicht gut ablichten. Dafür ist der Begleiter Hämatit gelungen. Die Größe beträgt etwa 4 mm.


    Vor ein paar Jahren hab ich schon mal Bilder einer Tour durch das Felsenlabyrinth auf dem dritthöchsten Berg des Fichtelgebirges, der Luisenburg, gezeigt.

    Jetzt war ich wieder mal dort und hab neue Aufnahmen gemacht.

    Dieses Felsenlabyrinth soll ja das Größte seiner Art in Europa sein. Beeindruckend sind die großen Granitblöcke immer wieder. Zwei Stunden haben meine

    Frau und ich gebraucht die engen höhlenartigen Durchgänge und steilen Wege zu begehen.


    Hier der Eingang mit Inschrift im Fels:






    Hier geht`s weiter: :)


    Dick darf man nicht sein: ;)


    Ein Plätzchen zum Ausruhen:


    Am Gipfel führt dann ein beschildeter Weg wieder nach unten.



    Zu den prominentesten Besuchern des Labyrinths gehört Goethe, dem einer der Felsen gewidmet wurde:


    Rammelsbergit hat die gleiche chemische Zusammensetzung und kristallisiert im gleichen Kristallsystem.

    Trotzdem sind es zwei verschiedene Mineralarten. Der Unterschied liegt in den sogenannten Raumgruppen.

    Also nur ein winziger Unterschied im atomaren Aufbau der Kristalle, den man nicht sehen , sondern

    nur mit speziellen Geräten im Labor messen kann.


    Gruß Norbert