Vögel an der Futterstelle

  • Jaaa Jaaa Jaaa ! (Freudenschrei)

    Das Wetter meint es in letzter Zeit nicht gut mit mir. Es regnete, die Scheibe war naß. Überall Tropfen. Dennoch schaute ich immer mal wieder dorthin. Ein Grünfink-Männchen flog und hüpfte am Futterhäuschen fleißig hin und her. Er wirkte durch die nasse Scheibe recht gelb am Bauch. Doch plötzlich war da ein Vogel, der noch gelber wirkte. Nee, der war mir für einen Grünfink doch etwas zu gelb. Her mit der Kamera. Ich statrte den Versuch, durch das Meer aus Regentropfen an der Scheibe durch zu kommen. Als ich es schaffte und der Vogel mal ein paar Sekunden still saß, nahm ich ihn ins Visier.

    Zunächst war ich noch am rätseln, welcher gelbe Vogel eine schwarze Kopfplatte hat, ...

    Dann saß er aber wunderbar seitlich und ich schrie meinen Jubel raus. Jaaa !!! Da saß doch tatächlich ein Erlenzeisig, Vogelart Nr. 25. Ich faß es nicht. Wahnsinn, Waaahnsinn.

    Liebe Grüße

    Sabine II

    Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
    müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
    (Noah)

  • Glückwunsch zum Erlenzeisig! :ups:

    Der ist mir in diesem Jahr bis jetzt verwehrt geblieben und ich fürchte mal, jetzt habe ich erst im nächsten Winter wieder Chancen.

    Liebe Grüße
    Susanne

    "Ach, die Welt ist so geräumig, und der Kopf ist so beschränkt!" (Wilhelm Busch)

    Tierartenliste 2024 gesamt: 338, neu: 28, Vögel: 94, Nachtfalter: 66, Disteltiere: 35

  • Vielen Dank. Demnach ist er bei dir nur ein Wintergast? In Deutschland soll er ganzjährig vorkommen. Das kann ich natürlich überhaupt nicht einschätzen, da es ein Erstfund für mich ist. Gefreut habe ich mich mega darüber und ich wünsche dir, daß du doch noch Glück hast.

    Liebe Grüße

    Sabine II

    Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
    müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
    (Noah)

  • Ja, bei uns kommt er nur im Winter vor. Ich dachte, er käme noch von weiter nördlich.

    Na ja, die Kraniche sind ja wohl schon wieder weg, dafür die Schwalben immerhin an der Küste schon da, also denke ich das war's erstmal mit den Winterarten. Aber das Jahr ist ja noch länger, vielleicht schafft er es noch im November oder Dezember auf die Liste.

    Liebe Grüße
    Susanne

    "Ach, die Welt ist so geräumig, und der Kopf ist so beschränkt!" (Wilhelm Busch)

    Tierartenliste 2024 gesamt: 338, neu: 28, Vögel: 94, Nachtfalter: 66, Disteltiere: 35

  • Du weißt doch, Susanne, unverhofft kommt oft. Vielleicht sitzt er bei dir auch plötzlich da.

    Kraniche überwintern auch bei dir? Neidfaktor. Ich liebe Kraniche. Ich könnte deren Ruf stundenlang zuhören. Ich krieg nicht genug davon. 6 Trupps habe ich bisher zurückkommen gesehen.

    Liebe Grüße

    Sabine II

    Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
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    (Noah)

  • Juhuu, gratuliere zur neuen Art. Klasse, dass es ein schönes Männchen war. Bei uns gibt es übrigens auch mehr Erlenzeisige im Winter als im Sommer.

    Beste Grüße,
    Stefan

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    Lifelist:
    Vögel:
    - Deutschland: 276, Seidenschwanz

    - Welt (2024): 301 (149), Seidenschwanz (Grauammer)

    - (Garten): 120, Kurzschnabelgans

    Wirbellose: 1.626, Gibbaranea bituberculata

  • Herzlichen Glückwunsch, Sabine, zum Mittelspecht! Ich freue mich mit Dir! Aber natürlich auch über die vielen Bergfinken, Kernbeisser .... und ... und ... und ....

    P.S. Nimm mich mal mit :) !

    Deine Begeisterung ist richtig erfrischend. Herzlichen Dank.

    Liebe Grüße

    Sabine II

    Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
    müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
    (Noah)

  • Juhuu, gratuliere zur neuen Art. Klasse, dass es ein schönes Männchen war. Bei uns gibt es übrigens auch mehr Erlenzeisige im Winter als im Sommer.

    Auch bei dir möchte ich mich für die Mitfreude über den Fund ganz recht herzlich bedanken. Das stimmt, die Männchen sind wirklich ausgesprochen schön. Bei einem Weibchen hätte ich mit Sicherheit länger für die Bestimmung gebraucht.

    Liebe Grüße

    Sabine II

    Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
    müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
    (Noah)

  • Hallo zusammen,

    meine Freundin schickte mir Aufnahmen zu, weil sie am Wochenende einen Vogel beobachtete, den sie an der Futtersäule noch nicht gesehen hat. Ihre Beschreibung: klein, grünlich aber kein Grünfink, auch kein Erlenzeisig, da kein schwarz auf dem Kopf vorhanden war. Später kamen noch mehr von denen. Einen Fotoapparat hat sie nicht. Die Aufnahmen machte sie mit ihrem Smartphone mit geringem Zoom, durch die Scheibe und schlechtem Wetter. Die Aufnahmen sind daher leider mehr als mies, aber die Qualität hat gereicht, um ihr sagen zu können, daß es leider keine neue Art ist. Es sind doch Erlenzeisige, überwiegend Weibchen. Auf ihrer Aufnahme erkenne ich mindestens 4 Erlenzeisige und allein das finde ich absolut genial.

    Ich mußte aber schmunzeln, wie ich diese Aufnahme hier sah. Einem Bewohner des Dorfes, der ebenfalls Vögel füttert, erzählte ich letztens voller Freude, daß wir einen Erlenzeisig sahen (siehe oben). Da meinte er: "Von den haben wir 3." Beim Betrachten des Fotos mußte ich eben schmunzeln und dachte mir: Jetzt nicht mehr. Jetzt haben wir sie. :D

    Liebe Grüße

    Sabine II

    Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
    müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
    (Noah)

  • Das ist ja super, Wiiltrud. Das freut mich echt. Die Beaobachtung dieser wunderschönen Vögel macht echt Spaß. Hoffentlich bleiben sie noch etwas.

    Liebe Grüße

    Sabine II

    Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
    müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
    (Noah)

  • Das ist super toll, Ingrid. Erlenzeisige am Futterhäuschen zu haben ist ein besonderes Erlebnis und macht doch in gewisserweise auch etwas stolz.

    Liebe Grüße

    Sabine II

    Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
    müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
    (Noah)

  • Hallo zusammen,

    Ostern, es ist schon seit Jahren Tradition, zieht es mich immer ins Sauerland. Das Dörfchen meiner Freundin feiert das noch mit einem ordentlichen Osterfeuer. Was leider hier im Ballungsgebiet so gut wie verloren gegangen ist.

    Natürlich habe ich auch wie immer fleißig dem Treiben an der Futterstelle zugeschaut. Die Elster verschwindet weiterhin sofort, sobald sie meine Haarspitzen sieht. Aber Geduld macht sich bezahlt. Einmal hat sie nicht aufgepaßt, da machte ich schnell das Foto und kann euch nun Vogelart Nr. 23 nachliefern.

    Nachher folgt noch der eigentliche Bericht.

    Liebe Grüße

    Sabine II

    Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
    müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
    (Noah)

  • Hallo,

    hier nun der eigentliche Bericht. Eine neue Art habe ich euch nicht zu bieten. Bei so einer langen Liste fragt man sich, auf was kann man da überhaupt noch warten und hoffen? Ein paar Kandidaten habe ich schon noch im Kopf, aber ob die gerade zu uns kommen? Der Zaunkönig gehörte dazu, doch habe ich nun im Internet gelesen, daß er Insektenfresser ist. Die Kerne werden ihn daher nicht interessieren. Aber Freude hat man trotzdem beim Zuschauen. Es wird einfach nicht langweilig.

    Die Bergfinken sind noch nicht weggezogen, sehr zu meiner Freude. Die Weibchen halte ich bei der Art bald noch für schöner, auch wenn sie nicht so farbenprächtig sind.

    Männchen im Schlichtkleid

    Und wenn ich schon ein Männchen im Schlichtkleid erwähne, dann muß da doch noch etwas sein. Genau, Ein Männchen im Prachtkleid. Plötzlich saß er da. Ich war begeistert.

    Nach langer Zeit ließ sich auch mal wieder die Goldammer blicken.

    Von den zahlreichen Beobachtungen möchte ich euch gerne diese eine zeigen. Ich mußte bei der Körperhaltung des Haussperlings schmunzeln. Als würde er sagen: "Guck mich doch bitte nicht so böse an. Ich möchte doch auch nur etwas vom Futter abhaben."

    Und dann fing es wieder einmal an zu regnen. Das hat sich wohl auch der Kleiber gedacht: "Och nein, fängt das schon wieder an zu regnen."

    Bei diesem Dompfaff sieht das auf der Aufnahme ein bischen so aus, als würde er vom Regen trinken. :)

    Fortsetzung folgt

    Liebe Grüße

    Sabine II

    Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
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    (Noah)

  • Und zu meiner großen Freude, auch die Erlenzeisige waren noch da.

    Männchen

    2 Männchen

    Weibchen

    Bei dem rechten Erlenzeisig bin ich mir nicht so richtg sicher, was es ist. Er sieht anders aus als alle bisherigen. Dunkler, die Zeichnung am Kopf ein wenig anders. Ich vermute, daß es sich um ein Männchen im Schlichtkleid handelt. Aber ich weiß es nicht. Hauptsache 2 Erlenzeisige auf einem Foto.

    Zurück zu den Bergflinken. Auf dieser Aufnahme sind gleich 4 von ihnen drauf.

    Neben dem Futterhäuschen und den Futtersäulen hat sie auf ihrer Streuobstwiese auch zwei Nistkäften für Singvögel hängen. Letztes Jahr wurden unter ihrem Hausdach auch Nisthilfen für Mehl- und Rauchschwalben angebracht. Ich bin so gespannt, ob sie angenommen werden.

    Ich streifte über die Wiese, als ich bemerkte, daß sich eine Blaumeise für einen der Kästen interessierte und sich auch für ihn entschied.

    Meine Freundin fragte mich letztens, ob ich ihr dabei helfe, die Nistkästen zu reinigen. Meine Meinung: "Ich würde es nicht machen. In der Natur reinigt die auch niemand und sollte der gleiche Vogel wieder dort einziehen wollen, würde er sich wundern, wo das Nest geblieben ist und sich dann vielleicht dagegen entscheiden, da es dort offensichtlich nicht sicher ist und brütet lieber woanders." Sie: "Wird das denn dann überhaupt noch angenommen?" Ich: "Das reinigen sie selber." Hier der Beweis.

    Mich würde dies bezüglich mal eure Meinung interessieren. Reinigt ihr sie oder nicht?

    Fortsetzung folgt

    Liebe Grüße

    Sabine II

    Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
    müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
    (Noah)

  • Jetzt noch etwas ganz besonderes. Eine Bewohnerin des Dorfes sagte mal, daß in ihrem Hausgiebel im Blumenkasten Turmfalken brüten. Die Jalousienen haben sie deshalb runter gezogen, damit sie sich nicht gestört fühlen, sollten sie mal in das Zimmer müssen. Ich hatte anfangs geglaubt, die nehmen mich auf den Arm. Turmfalken brüten im Blumenkasten??? Aber ich sah sie am Himmel und hörte ihre Rufe. Da muß was dran sein. Letztes Jahr versuchte ich dann mal, sie zu fotografieren. Aber ich fand keine Stelle, den Blumenkasten einzusehen. Der Baum, der davor steht, schützt sie zu gut. Also habe ich mir dieses mal gedacht, versuch es nicht von nah, sondern von fern und fand nun eine Stelle, von wo ich den Blumenkasten auch im Sommer einsehen sollte, wenn der Baum voller Blätter ist und da die Turmfalken wieder da waren und ich ihre Rufe hörte, schaute ich jeden Tag nach, ob ich etwas sehe und dann, am 09.04.23, sah ich das Weibchen im Blumenkasten sitzen. Ich kann das Gefühl, was ich in dem Moment verspürte, jetzt nicht so richtig beschreiben. Es sitzt auf den Eiern.

    Laut Internet ist die Zeitspanne der Aufzucht der Jungen, bis sie das Nest verlassen relativ kurz, etwa 30 Tage, dann beginnt die Ausbildung beim Jagen. Ich bin mal gespannt, was ich von der Aufzucht mitbekomme.

    Liebe Grüße

    Sabine II

    Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
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    (Noah)

  • Was für eine wundervolle Parade an Vögeln zeigst Du uns! Und das Highlight der Turmfalke im Blumenkasten.

    Mich würde dies bezüglich mal eure Meinung interessieren. Reinigt ihr sie oder nicht?

    Ich persönlich habe leider keinen Nistkasten, aber ich habe ein wenig nachgelesen. Diesen Artikel fand ich sehr aufschlußreich.

    Viele Grüße

    Addi

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    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Liebe Natura, das sind tolle Aufnahmen. Vögel zu beobachten macht auch mir Freude.

    Wie schön, dass die Turmfalken im Blumentopf nun ungestört brüten dürfen.

    Als wir an Ostern im Garten saßen, hörten wir den Schrei von Turmfalken. Zu unserer großen Freude werden sie wieder im nahen Kirchturm brüten. Wir sehen sie dann am Himmel kreisen oder auf dem Turmkreuz sitzen. Leider ist dieser Turm für meine Kamera unerreichbar, weil er zu weit weg ist und dazwischen Bäume wachsen.

    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald

    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

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