Eine kleine Welt auf einem Baumstamm

  • Glückwunsch zu diesem bemerkenswerten Fund, Ingrid!

    So üppig sieht man den Schwefelporling äußerst selten. Ich hatte dieses Jahr während einer Tour mit lieben Pilzfreunden ebenfalls das Glück, ihn in großer Anzahl an einer Silberweide zu entdecken. Hier ein Eindruck von diesem Fund.



    Vielleicht wage ich mich dann im nächsten Jahr etwas weiter in das Thema und versuche, auch andere Pilze zu bestimmen.

    Warum nicht? Ich bin den Pilzen seit mehr als 40 Jahren "verfallen" und bereue keinen einzigen Tag!

    Und hier im Forum sind einige kompetente Pilzkenner aktiv, die Dich bei Bestimmungsproblemen sicher gern unterstützen!


    LG, Nobi

  • Einen weiteren Pilz-Fund konnte ich nun identifizieren. Im Kiefernwäldchen sah ich diesen Hexenring mit Korallen-Pilzen. Daheim konnte ich sie mit Hilfe meines Buches als Kiefernkoralle erkennen. Mit ausschlaggebend war der Standort, ringförmig unter einer Kiefer.










    Im gleichen Wäldchen habe ich noch andere Korallen gefunden. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Korallen im Moos ebenfalls Kiefernkorallen sind, weil sie viel heller gefärbt sind und sich oben mehr kammförmig verzweigen.






    Am Wegrand sah ich zuletzt diese gelbe 'Fackeln', die ich später als Klebriger Hörnling im Buch gefunden habe.




    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald


    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

  • Hallo


    Daheim konnte ich sie mit Hilfe meines Buches als Kiefernkoralle erkennen. Mit ausschlaggebend war der Standort, ringförmig unter einer Kiefer.

    Korallen gibt es deutlich mehr Arten als in so einem kleinen Pilzbuch gezeigt werden. Unter Kiefern können auch andere Korallen wachsen. Eine Bestimmung nur nach Augenschein ist immer schwierig und nur bei wenigen Arten möglich.

  • Hallo Ingrid,

    Kiefernkoralle (Ramaria eumorpha) könnte passen, muss aber nicht!

    Typisch für die Art sind neben dem Vorkommen bei Nadelbäumen die ockerbräunliche Färbung und die geraden, +/- parallelen Äste.

    Wie Uwe bereits schrieb gibt es eine Vielzahl von Korallen, die man makroskopisch oft nicht sicher ansprechen kann.

    Im gleichen Wäldchen habe ich noch andere Korallen gefunden. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Korallen im Moos ebenfalls Kiefernkorallen sind, weil sie viel heller gefärbt sind und sich oben mehr kammförmig verzweigen.

    Diese Koralle wiederum kann man recht sicher bestimmen.

    Wenn man genau hinschaut sieht man, dass die Astpitzen blass grünlich gefärbt sind! Damit ist es die Grünspitzige Koralle (Ramaria apiculata).

    Sie wächst an faulenden Ästen und Zweigen, aber auch an vergrabenem Totholz.

    Hier ein Vergleichsbild aus meinem Bestand, wo die grünen Spitzen recht ausgeprägt sind.


    Am Wegrand sah ich zuletzt diese gelbe 'Fackeln', die ich später als Klebriger Hörnling im Buch gefunden habe.

    Klebriger Hörnling (Calocera viscosa) ist korrekt. Gelbe Fackeln trifft es ganz gut.

    Vor allen in Österreich und Süddeutschland nennt man die Pilze auch treffend Zwergerlfeuer.


    LG, Nobi

  • Uwe 58 Genau, ich habe schon gesehen, dass es sehr viele unterschiedliche Korallen gibt und dass manche sich nur in Nuancen unterscheiden.


    nobi Danke für die tolle Aufnahme! Ausgerechnet die Grünspitzige Koralle ist nicht in meinem Pilzführer beschrieben. Dafür aber 19 andere Korallen und es ist ein tolles Hobby, sie zu finden und ihre Namen herauszufinden.


    Während der Wanderung am Sonntag hatte ich viele gelbliche Pilze mit weißen 'Pusteln' gesehen. Einige habe ich fotografiert und sie daheim im Buch als Narzissengelber Wulstling gefunden.








    Andere Pilze mit roten Hüten könnten Täublinge sein. Eventuell Apfel-Täublinge? Auch sie standen häufig im Wald neben dem Weg.







    Diese grauhütigen Pilze könnten ebenfalls Täublinge, vielleicht Frauen-Täublinge, sein.






    Gestern und heute wollte ich mal keine Pilze sehen, denn mir raucht mittlerweile der Kopf. Und ich habe erst einen kleinen Teil meiner fotografierten Pilze benennen können. Dabei bin ich nicht mal sicher, ob ich die richtigen Namen gefunden habe.


    Natürlich gebe ich nicht auf, lasse mir aber viel Zeit mit dem Bestimmen. :16:

    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald


    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

  • Hallo, Ingrid,

    als blutige Pilzanfängerin den Narzissengelben Wulstling richtig zu bestimmen, ist schon eine tolle Nummer für sich. Sieht sehr danach aus, als hättest du "Talent" für Pilze. Frauentäublinge sind die einzigen Täublinge, deren Lamellen nicht splittern, wenn man mit dem Fingernagel drüberstreicht. Stattdessen werden die Lamellen leicht schmierig.


    Edit: ach ja, eine solche Massenansammlung an Schwefelporlingen, wie du sie an Weide zeigst, habe ich noch nie gesehen!

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Frauentäublinge sind die einzigen Täublinge, deren Lamellen nicht splittern, wenn man mit dem Fingernagel drüberstreicht.

    Hallo Sabine

    Leider ist das nur zum Teil richtig. Je nach Art, Alter und Umgebung können auch andere Täublinge elastische Lamellen haben. Der Grasgrüne ist z. B. auch so ein Kandidat.

  • Lieber Uwe,

    Echt jetzt? Habe ich anders gelernt, aber das will ja nichts heißen. Du hast deutlich mehr Erfahrung mit Pilzen, und wenn du das sagst, dann glaube ich das.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Habe ich anders gelernt

    Das glaube ich dir gerne. Die Lamellen vom Frauentäubling gehen wirklich nicht kaputt. Ich hatte mal Speisetäublinge. Es war auch so ein ewiger Regen zur Fundzeit. Die Lamellen wollten nicht brechen. Bei einigen Täublingen muß man schon heftig rubbeln, bis es mal bricht.

  • Einige habe ich fotografiert und sie daheim im Buch als Narzissengelber Wulstling gefunden.

    Glückwunsch zur korrekten Bestimmung!:thumbup: Der ist alles andere als ein Anfängerpilz.

    Andere Pilze mit roten Hüten könnten Täublinge sein. Eventuell Apfel-Täublinge?

    Den Apfeltäubling hat Dir Uwe ja bereits zurecht ausgeredet.

    Mit der Hutfarbe, dem zart violett überlaufenen Stiel und dem Vorkommen im Kiefernwald geht das in Richtung Zitronenblättriger Täubling (Russula sardonia).

    Er ist eine der beiden sogenannten "Säufernasen" (wegen der Stielfärbung). Sehr ähnlich ist der Stachelbeertäubling (Russula queletii), der allerdings eher im Fichtenwald anzutreffen ist.


    LG, Nobi

  • Hallo, Ingrid,

    als blutige Pilzanfängerin den Narzissengelben Wulstling richtig zu bestimmen, ist schon eine tolle Nummer für sich. Sieht sehr danach aus, als hättest du "Talent" für Pilze.


    Edit: ach ja, eine solche Massenansammlung an Schwefelporlingen, wie du sie an Weide zeigst, habe ich noch nie gesehen!

    Sabine Flechtmann Hallo Sabine, ich kann ziemlich gut beobachten. Wenn mir etwas Freude bereitet, dann bin ich recht sorgfältig beim Hinschauen.


    Wir fanden die Schwefelporlinge auch beeindruckend. Die Weide steht in einem Naturschutzgebiet bei Eisenberg.


    Ich danke auch Euch, nobi und Uwe 58 für Eure Hilfe und Kommentare. Nur so kann ich lernen. :cool: Demnächst zeige ich weitere Pilzfunde, sobald ich deren Namen gefunden habe.

    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald


    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

  • Gestern und heute wollte ich mal keine Pilze sehen, denn mir raucht mittlerweile der Kopf.

    Das kenne ich nur zu gut! :arm:

    Besonders, wenn man sehr viele innerhalb kurzer Zeit Arten findet, führt das sehr schnell zur Überforderung.

    Dann lege ich gern mal eine "Pilzpause" ein, aber meist dauert es nicht lang und die Neugier nagt wieder. ^^

    Dabei bin ich nicht mal sicher, ob ich die richtigen Namen gefunden habe.

    Zumindest die ersten Erfolge kannst du schon verbuchen! :alright:  :97:

    Viele Grüße
    Uwe


    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






  • Ich danke Euch für die Bestimmung der Holzkeule. :thumbup: Die habe ich sogar in Mini-Ausführung gesehen.



    Beim Wandern habe ich im Wald diesen hübschen Pilz gesehen. Welcher Pilz krempelt seinen Hut so kunstvoll um?






    Wer sind diese hübschen Pilze mit den gewellten Hüten? Sie wachsen auf dem Boden eines Mischwaldes am Wegrand.







    Hinter einer Moos-Girlande verbirgt sich ein Baum voller Schätze.



    Ich habe die Baumpilze von unten nach oben fotografiert. Könnte es sich hier um Zunderschwämme handeln?











    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald


    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

  • Hallo Ingrid,

    eine sehr schöne Zusammenstellung deiner Korallenfunde! :97:

    Interessant finde ich aber auch auf Foto 2 das grünliche Holz. Falls das kein Algenbewuchs oder ein Schimmelpilz ist, könnte ich mir durchaus als Verursacher dieses Farbtones den folgenden Pilz vorstellen:

    Kleinsporiger Grünspanbecherling (Bereifter Grünspanbecherling) + Großsporige Grünspanbecherling (CHLOROCIBORIA AERUGINASCENS (Kleinsporige Grünspanbecherling), CHLOROCIBORIA AERUGINOSA (Großsporiger Grünspanbecherling)

    Meistens findet man nur das grüne Holz, die sehr kleinen Fruchtkörper eher selten.

    Viele Grüße
    Uwe


    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






    Edited once, last by Moosfreund ().

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