Posts by nobi

    Ich werde mal einen Spezialisten für Holzpilze auf den Beitrag aufmerksam machen. Vielleicht ist alles ganz einfach? ;)

    Offensichtlich ist es doch nicht so "ganz einfach".


    Frank Dämmrich, einer der besten Baumpilzspezialisten Deutschlands, hat sich die Bilder angeschaut und schrieb soeben folgendes:

    "Makroskopisch würde ich den Porling auch für Antrodia serialis halten. Rein nach Bildern ist das natürlich keine 100 % ige Bestimmung."


    Also scheint es doch die Reihige Tramete zu sein, wie Uwe 58 bereits schrieb.

    Die ist hier in Sachsen die mit Abstand häufigste Art der Gattung.

    Natürlich ist das dennoch ein schöner Fund! Und vorzüglich dokumentiert!


    LG, Nobi

    immer wenn ich an einer unserer zahlreichen Haselnusshecken vorbei ziehe ,stellt sich mir die Frage ,warum bei uns nicht nach Trüffeln gesucht wird.

    Die müsste es doch auch hier geben oder ?

    Natürlich gibt es Trüffel (also echte Trüffel = Tuber) auch in Deutschland, lieber Werner. Wenn auch nicht alle Arten.

    Interessant wird es in wärmeliebenden Regionen wo Kalk im Boden ist.


    Die Problematik wurde öfters im Pilzforum.eu diskutiert, hier ein Beispiel.

    Vielleicht beantwortet das Deine Fragen.


    Einen Film zum Thema kann man sich in der ZDF-Mediathek anschauen.


    LG, Nobi

    Erneut ein imposanter Pilzkorb von Dir, Uwe!

    Die Bilder sind mal wieder eine Augenweide. :thumbup:

    Aus einiger Entfernung hätte man diesen Baumstumpf einer Birke zuordnen können, war aber eine mit weißen Pilzen bewachsene Fichte.

    Kann man natürlich aufgrund des Fotos nicht wirklich benennen. Es könnte allerdings in Richtung Antrodia gehen.

    Z.B. kann Antrodia xantha jung so aussehen. Und Nadelholz würde auch passen.

    Winzige Pilzchen (max. 3mm) als Nebenfund bei der Schleimpilzsuche im Totholz, es könnte sich evtl. um eine Art der Haarbecherlinge handeln.

    Möglicherweise ist das Dasyscyphella nivea, das Schneeweiße Haarbecherchen. Ein ganzjähriger Totholzbesiedler.

    Eine Bestimmung ist wie bei vielen der "Kleinen" nur mikroskopisch möglich.

    Zu meiner Freude erscheinen nun auch die Hasel-Kleiebecherlinge wieder...Die hier befinden sich auf Erle.

    Das ist nicht ungewöhnlich. Ich finde sie in meiner Gegend häufiger an Erle als an Hasel.


    Liebe Grüße vom Nobi, der schon voller Vorfreude auf den nächsten Korb ist! :)

    nobi habs schon probiert .Das war heute Mittag ein Genuss ! Nächstes Mal mehr Ohren . :)

    Es freut mich, dass Du das Rezept nachempfunden hast und Dir die Mahlzeit offensichtlich geschmeckt hat, Werner! :)

    ganz sauber beschrieben und bebildert ! :thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:

    Wie Werner sagt!

    Großartige Seite, da werde ich zukünftig öfter vorbeischauen, lieber Uwe! :thumbup:


    LG, Nobi

    Hallo Werner,

    war heute bei Sauwetter noch mal dort und habe geerntet .

    Sauwetter ist das beste Wetter für die "Ohrenernte"! Nur dann zeigen sie sich in ihrer ganzen Pracht. :)

    Ein ähnliches Holundergebüsch gab es einst auch in meiner Nähe.

    Hier ein Einblick in meinen Pilzkorb, gesammelt natürlich im strömenden Regen. Die Pfütze illustriert es.



    Mein Rezept einer Reispfanne mit Judasohren kannst Du hier nachlesen und wenn es Dir zusagt natürlich auch nachkochen.


    LG, Nobi

    Naja, die Geschmäcker sind halt sehr unterschiedlich ... ;)

    Und das ist auch gut so und völlig in Ordnung, Uwe!

    Aber ich bin sicher, dass Du mein selbstgemachtes "Austern-Risotto" nicht verschmähen würdest. Vorausgesetzt, dass Du Risotto magst.

    Hier eine kleine Collage vom "Making-of".



    Gesehen hab ich diesen Pilz noch nie .

    Am besten schaust Du Dich in den Buchenwäldern der Alb um, Werner. Die es z.B. am Albtrauf gibt, wie ich soeben las.


    LG, Nobi

    Hallo liebes Forum,

    es soll hier natürlich nicht um Muscheln sondern um Pilze gehen. Ganz genau um den Austernseitling (Pleurotus ostreatus).

    Wir sind schließlich im Unterforum "Pilze". ;)


    Als Uwe kürzlich in seinem 14. Pilzkorb einige dieser Pilze zeigte, schrieb Herbstblatt folgendes.

    Zum Beispiel habe ich einen grauen Pilz gesehen und fotografiert, dann aber in keinem Pilzführer gefunden. Nun sehe ich, dass Du ihn auf Bild Nr. 5 als Austernseitling bezeichnet hast. Ich wusste nicht, dass diese bei uns wild wachsen.

    So entstand die Idee für diesen kleinen Beitrag, in dem ich euch einige Bilder dieses schönen Pilzes zeigen möchte. Natürlich "wild" gewachsen.^^

    Die ersten beiden Bilder zeigen sie als winzige Babys, nur wenige Milimeter groß. Noch kann man die schleierartigen Reste des Velums erkennen, welche bei Reife verschwinden.




    Hier sehen wir Fruchtkörper vom gleichen Baum, schon etwas älter.



    Im Idealfall für uns Pilzsammler können sie ganze Baumstämme überziehen, wie im folgenden einen abgestorbenen Buchenstamm.




    Der Austernseitling übersteht auch Fröste und ist nach dem Auftauen wieder frisch wie zuvor.



    Ist solch ein Büschel nicht ein erhabener Anblick?



    So ein Korb ist natürlich für jeden Pilzsammler eine wahre Freude!



    Der Austernseitling wächst bevorzugt im Winterhalbjahr, man kann ihn jetzt und wenn es mild bleibt auch noch bis in den Januar hinein finden.

    Bevorzugt wächst er an geschwächter Buche (Blitzschlag, Stammwunden oder Totholz), seltener auch an anderen Bäumen.

    Ich kenne ihn von Erle (Bilder 1-3), Buche (Bilder 4-7), außerdem von Walnuss.


    Jetzt ist die beste Zeit, um diesen schmackhaften Pilz zu suchen und zu sammeln.

    Neben naturbelassenen Buchenwäldern können Parkanlagen mit Altbuchenbeständen ideale Orte sein, um ihn zu finden.


    LG, Nobi

    Lieber Uwe,

    schon wieder so ein wunderschöner, bunter Pilzkorb von Dir, an dem ich mich nicht sattsehen kann. :alright:

    Aber es gibt noch andere Pilzarten mit schwarzen Sporen.

    Zum Beispiel Düngerlinge, bis zur Art (falls anhand der Fotos überhaupt möglich) kann ich ihn allerdings nicht bestimmen.

    Düngerlinge (Panaeolus) hast Du richtig erkannt! Gattungstypisch sind die gescheckten Lamellen, welche auf den unterschiedlichen Zeitpunkt der Sporenreife zurückzuführen sind. Dieses Merkmal hast Du lehrbuchreif dokumentiert!

    Mit behangenem Hutrand (Velumreste) kommt in unseren Breiten nur der Behangene Düngerling (Panaeolus papilionaceus) infrage.

    Ganz sicher gehören die nächsten Pilze zu den Tintlingen, wegen ihrer ringähnlichen Marke nahe der Stielbasis würde ich sie Graue Faltentintlinge (Coprinus atramentarius) nennen wollen. Aber bestimmt gibt es da auch wieder Verwechslungskandidaten!

    Die gibt es, wie bei so vielen Pilzen. Zumindest die "Faltentintlings-Ecke" passt schon mal!

    Wegen der Hutform sehe ich hier allerdings eher den Spitzbuckligen Faltentintling (Coprinopsis acuminata).


    Die unfassbar schönen Aufnahmen des jungen Violetten Knorpelschichtpilzes mit den violetten Guttationstropfen hat der Rügen-Uwe bereits gelobt.

    Ich tu es gern noch einmal.


    LG, Nobi, der schon sehnsüchtig auf den nächsten Pilzkorb wartet!

    Hallo Dirk,


    ich konnte mit meiner Frau gestern in Dresden das gleiche Phänomen beobachten.

    Wir fuhren mit der Straßenbahn über eine Elbbrücke und hatten vor uns den berühmten Canaletto-Blick.

    Und im Hintergrund loderte der Himmel genau in den Farben, wie Du sie zeigst!

    Leider gibt es keine Aufnahme davon, da ich viel zu fasziniert war, um das Handy aus der Tasche zu holen.


    LG, Nobi

    Großartige Bilder von einer wunderschönen Landschaft, Werner!


    Auf der Wacholderweide sehe ich förmlich die bunten Saftlinge und Ellerlinge, die schwarzen Erdzungen und viele Keulenpilze vor mir.

    Ach, wenn es doch nicht so weit wäre...


    LG, Nobi

    Schade dass der schöne weiße Puschel bis jetzt nicht bestimmt werden konnte.

    Naja, Wiltrud. Wenn auch nicht sicher bestimmt, so ist es sehr wahrscheinlich die Babyform vom Krausen Aderzähling (Plicatura crispa).

    Wie ich bereits in meiner Antwort schrieb.

    Wirklich bestimmbar sind solche Babies natürlich nicht. Hier habe ich aufgrund älterer Fruchtkörper auf die Art geschlossen.


    LG, Nobi

    Lieber Uwe.

    Auch mit Deinem 13. Pilzkorb hast Du wieder ein wahres Feuerwerk abgebrannt! :thumbup:

    Besser kann man Pilze nicht fotografieren! Absolut publikationsfähig!

    Wie immer folgen ein paar Anmerkungen und Korrekturen zu den Bestimmungen.

    Der nächste Fund widersetzt sich auch wiederholten Bestimmungsversuchen meinerseits.

    Ich fand ihn an einer bemoosten Erle.

    Eigentlich hätte ich sie für eine Stummelfüßchenart gehalten, aber dann müßten doch eigentlich richtige Lamellen zu sehen sein?

    Dein Unbekannten könnte möglicherweise Plicatura crispa sein, nur so eine Idee.

    Sehr gute Idee, Mario! :alright:

    Das war auch mein erster spontaner Eindruck. Mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher mit Plicatura crispa, dem Krausen Adernzähling.

    So ganz junge Fruchtkörper sah ich zwar noch nie, aber beim letzten Bild sieht man schön das +/- lamellig gefaltete Hymenium.

    Auch Färbung und Habitus passen!

    Hier zum Vergleich eine Gruppe reiferer Adernzählinge.


    Zunächst dachte ich an die Rötende Tramete, die Fruchtkörper waren aber recht klein (max.4 cm). Die weitere Suche führte mich dann zur Dreifarbigen Tramete.

    Das sehe ich ebenso!

    Die Dreifarbige Tramete (Daedaleopsis tricolor) unterscheidet sich u.a. von der Rötenden durch kleinere Fruchtkörper, kräftigere Farben und lamelligen anstatt porig-labyrinthischen Hymenophor. Ob es eine eigenständige Art oder Varietät ist, sei hier dahingestellt.

    Hier die deutlich verschiedene Fruchtschicht der Rötenden Tramete (Daedaleopsis confragosa).


    Ein weiterer Bestimmungsversuch:

    Wässriger Mürbling an Laubholz

    Nun, die Gattung ist natürlich richtig! Bei der Art denke ich aber eher an den Büscheligen Mürbling (Psathyrella multipedata).

    Zum Vergleich die Beschreibung aus der Pilzflora-Ehingen, wo der Pilz sehr schön dargestellt ist.

    Der letze für heute war auch noch mal eine Herausforderung, ich fand diese Pilzart in einer sehr feuchten Bachsenke an einem liegenden Laubholzstamm. Ich hoffe es ist richtig. Von der dunklen Unterseite war ich sehr überrascht.

    Porlinge sind leider nicht meine Baustelle. An Gelatoporia dichroa, den Zweifarbigen Porling, vermag ich jedoch nicht zu glauben.

    Vergleiche doch einmal mit dem Rauchgrauen Porling (Bjerkandera adusta).

    Der von oben einer Schmetterlings-Tramete ähnelnde Pilz unterscheidet sich von dieser deutlich durch seine grauen Poren.

    Die es so auch bei dem von Dir vermuteten Zweifarbigen Porling nicht gibt.


    So, und nun darf gern Pilzkorb 14 kommen! :)


    LG, Nobi

    Die schwarzen Lamellenschneiden von der Hasenpfote würden sich auf jedem Kalender prachtvoll machen, ein ganz tolles Foto!

    Da hast Du absolut Recht, Sabine!

    Ich hatte eine "aufgeblühte" Hasenpfote vor ein paar Jahren für ein Schwarz-Weiß-Projekt entsprechend gestaltet.

    Bewusst mit der Tiefenunschärfe im Hintergrund. Das zeige ich hier gern nochmals.



    LG, Nobi

    Lieber nobi, was du alles kennst!

    Tja, Sabine, nach gut 40jähriger +/- intensiver Beschäftigung mit den Pilzen scheint wohl einiges hängengeblieben zu sein! ;)

    Den hübschen Helmling fand ich selbst erstmals Ende Dezember 2018. Ich war total begeistert!

    Hier als Ergänzung ein Bild von damals. Die Hüte sind etwas heller, was aber immer noch gut in das Artkonzept passt.



    LG, Nobi

    Hallo Addi,


    auf Deine Pilzbilder in diesem Beitrag bin ich gerade zufällig gestoßen. Schöne Sachen zeigst Du!

    Es gäbe vieles anzumerken, wozu mir aber im Moment die Zeit und Kraft fehlt.


    Aber einen Deiner Funde möchte ich dennoch herausheben, weil er in meinen Augen etwas besonderes darstellt.

    Hier zur Erinnerung nochmals Dein Bild.


    156362-pilze-26top-jpg


    Dieser winzige Pilz gehört in die Gruppe der sogenannten Rinden-Helmlinge, das sind kleine Pilze, die gern zwischen Moosen an der Rinde von Bäumen wachsen. Es gibt mehrere Arten, die nicht immer leicht zu unterscheiden sind. Der von Dir gezeigte Helmling stellt aufgrund seines Habitus und der schönen blaugrauen Färbung eine Ausnahme dar. Er hört auf den Namen Falscher Rindenhelmling (Mycena pseudocorticola). Toller Fund! :thumbup:


    Zum Vergleich verlinke ich zu einer großartigen Bildergalerie einer tschechischen Seite.

    Außerden zum Portrait meines Pilzfreundes Matthias im Pilzforum.eu.


    LG, Nobi

    Einige habe ich fotografiert und sie daheim im Buch als Narzissengelber Wulstling gefunden.

    Glückwunsch zur korrekten Bestimmung!:thumbup: Der ist alles andere als ein Anfängerpilz.

    Andere Pilze mit roten Hüten könnten Täublinge sein. Eventuell Apfel-Täublinge?

    Den Apfeltäubling hat Dir Uwe ja bereits zurecht ausgeredet.

    Mit der Hutfarbe, dem zart violett überlaufenen Stiel und dem Vorkommen im Kiefernwald geht das in Richtung Zitronenblättriger Täubling (Russula sardonia).

    Er ist eine der beiden sogenannten "Säufernasen" (wegen der Stielfärbung). Sehr ähnlich ist der Stachelbeertäubling (Russula queletii), der allerdings eher im Fichtenwald anzutreffen ist.


    LG, Nobi

    Hallo Ingrid,

    Kiefernkoralle (Ramaria eumorpha) könnte passen, muss aber nicht!

    Typisch für die Art sind neben dem Vorkommen bei Nadelbäumen die ockerbräunliche Färbung und die geraden, +/- parallelen Äste.

    Wie Uwe bereits schrieb gibt es eine Vielzahl von Korallen, die man makroskopisch oft nicht sicher ansprechen kann.

    Im gleichen Wäldchen habe ich noch andere Korallen gefunden. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Korallen im Moos ebenfalls Kiefernkorallen sind, weil sie viel heller gefärbt sind und sich oben mehr kammförmig verzweigen.

    Diese Koralle wiederum kann man recht sicher bestimmen.

    Wenn man genau hinschaut sieht man, dass die Astpitzen blass grünlich gefärbt sind! Damit ist es die Grünspitzige Koralle (Ramaria apiculata).

    Sie wächst an faulenden Ästen und Zweigen, aber auch an vergrabenem Totholz.

    Hier ein Vergleichsbild aus meinem Bestand, wo die grünen Spitzen recht ausgeprägt sind.


    Am Wegrand sah ich zuletzt diese gelbe 'Fackeln', die ich später als Klebriger Hörnling im Buch gefunden habe.

    Klebriger Hörnling (Calocera viscosa) ist korrekt. Gelbe Fackeln trifft es ganz gut.

    Vor allen in Österreich und Süddeutschland nennt man die Pilze auch treffend Zwergerlfeuer.


    LG, Nobi

    Hallo Norbert.

    Vielen Dank erst einmal für den pilzreichen Spaziergang zum Kornberg.

    Ein paar Anmerkungen zu den Pilzen.

    Da wäre zunächst der Zaun-Blättling in einem Riss an einem Baumstamm

    Für den Zaunblättling scheint mir der Pilz zu kräftig zu sein. Möglich wäre hier auch die Fenchel-Tramete (Gloeophyllum odoratum).

    Hier wäre ein Blick auf die Fruchtschicht hilfreich. Labyrinthisch-lamellig oder porig. Auch der Geruch wäre interessant.

    Auf der Innenseite abgefallener Baumrinde sind mir diese Gebilde aufgefallen,die ich als Kugelpustelpilze bestimmt hab.

    Kugelpustelpilze (Hypocrea spec.) könnte passen. Ist allerdings noch unreif und in dem Stadium unbestimmbar.

    Diese Baumpilze, die sehr zahlreich einen Stamm bevölkern,haben noch keinen Namen.

    Vergleiche mit dem Violetten Lederporling (Trichaptum abietum), einen charakteristischen Nadelholzbewohner.


    LG, Nobi