Posts by nobi

    Hallo Dennis,


    ich bin soeben auf Deine Anfrage gestoßen.

    Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit Pilzen, die an Dung wachsen. Demzufolge natürlich auch mit der Unterscheidung verschiedener Dungarten.

    Dazu gibt es auch spezielle Literatur, wie zB "Fauna Helvetica 22 - Säugetiere der Schweiz" mit einem Schlüssel zur Kotbestimmung!


    Der von Dir gezeigte Kot könnte tatsächlich Wolfdung sein. Typisch sind die vielen Haare.

    Fuchsdung sollte etwas kleiner sein und wird idR an einer exponierten Stelle "abgelegt". Ich kenne den auch nicht so haarreich.

    2016 konnte ich in der Lausitz Wolfdung finden. Zum Vergleich im folgenden ein Foto.



    Liebe Grüße, Nobi


    PS. Laut Presseberichten wurden inzwischen auch im Raum Münster Wölfe gesichtet.

    Hallo Uwe,

    was für ein großartiges Portrait des Weidenbohrers (Cossus cossus)! Ganz vielen Dank dafür. :thumbup:


    Gern möchte ich noch mit einem "Fun Fact" ergänzen, ich hoffe, dass Du nichts dagegen hast.

    Unter den Elfenbeinschnecklingen gibt es ein paar Arten, deren Geruch man in der Pilzliteratur mit dem von Weidenbohrer-Raupen vergleicht.

    U.a. sind das Hygrophorus eburneus und Hygrophorus cossus - allein schon der Name!

    Wonach riechen denn nun diese Raupen?

    Laut Literatur soll es ein unangenehm essigartiger Geruch mit einer Komponente von faulendem Obst sein.

    Bei meiner einzigen Sichtung einer Weidenbohrer-Raupe habe ich leider vergessen, an ihr zu schnuppern. :(


    Der Mykologe Dr. Hans Haas schrieb einst sinngemäß, dass das Fleisch dieser Pilze einen +/- starken, sehr charakteristischen Geruch ausströmt, der genau dem der Raupe des Weidenbohrers gleichen soll. Ferner meint er, dass derjenige, der eine solche Raupe einmal beriechen konnte, von dieser seltsamen Übereinstimmung stark beeindruckt sein wird!

    Also, nicht vergessen beim nächsten Fund dieser Raupen einen Geruchstest zu machen! ;)


    Abschließend noch ein Foto "meines" Weidenbohrers, wo man sieht, das er bereits fleißig im Holz "gebohrt" hat.



    LG, Nobi

    Hallo Claudia und Uwe,


    die rosa Pilze sind die anamorphe Form (Nebenfruchtform) von Ascocoryne sarcoides, einem der Violetten Gallertbecherlinge.

    Von der nahe verwandten Art Ascocoryne cylichnium ist keine Nebenfruchtform bekannt.

    Die selteneren Arten A. inflata und A. solitaria unterscheiden sich u.a. durch andere NFF.


    Die schwarzen Kugeln solltet ihr einmal durchschneiden. Falls dann konzentrische Linien zu erkennen sind, handelt es sich um einen der Kohlen-Kugelpilze (Daldinia spec.) Die häufigste Art wäre da Daldinia concentrica.


    Liebe Grüße, Nobi


    Uppps. Harry war schneller, hat aber sinngemäß das gleiche geschrieben! :):thumbup:

    Hallo Addi,


    leider hast Du immer noch keine Schleimpilze entdeckt.

    Pilz 1 nur mit der Ansicht von oben kann ich nicht deuten.

    Die Bilder 2 bis 4 zeigen Becherlinge, vermutlich der Gattung Peziza.

    Um genaueres zu sagen, müsste mikroskopiert werden.


    LG, Nobi

    Hallo Sabine,

    Bei dem hier

    habe ich sofort das Kalenderblatt vom September 2020 angeguckt (was immer noch die Wand ziert), vergleiche doch mal mit Trichia decipiens

    Genau, das sollte Trichia decipiens sein. Zum Vergleich auch die letzten drei Bilder der von mir verlinkten Webseite von T. Hasselmeyer.

    Und den hier

    hätte ich eher bei den Drüslingen verortet. nobi: würdest du das auch so sehen?

    Genauso! Vermutlich handelt es sich um den Weißlichen Drüsling (Exidia thuretiana).

    Diese bei feuchtem Wetter oft recht schleimigen Gallertpilze täuschen gern mal einen Schleimpilz vor.


    LG, Nobi

    Gern zeige ich in diesem bunten Myxomyceten-Cocktail noch zwei eigene Bilder.

    Auch wenn bereits vorgestellt, ist der Geweihförmige Schleimpilz (Ceratiomyxa fruticulosa) immer ein Hingucker.

    Hier zwei Nahaufnahmen von ihm.




    Für alle, die mehr über die Schleimpilze wissen möchten, verweise ich auf das Pilzforum.eu, wo es ein Unterforum "Schleimpilze" gibt. Dort kann man nicht nur schöne Bilder bewundern, sondern auch viel Interessantes zu diesen Organismen erfahren.

    Als Beispiel verlinke ich einen wunderbaren Beitrag meines Pilzfreundes Matthias. Einfach mitgehen und genießen!


    Aufmerksam machen möchte ich auch auf die Webseite von Timm Hasselmeyer, der ebenfalls im erwähnten Forum aktiv ist.

    Da könnt ihr weitere 30 atemberaubende Bilder entdecken!


    LG, Nobi

    Liebe Naturfreunde,

    sicher kennen die meisten von euch die Gelbe Lohblüte (Fuligo septica), auch Hexenbutter genannt.



    In dem wunderbar bebilderten Thread "Bunte Schleimpilzwelt" wurde von Wiltrud ein Pilz gezeigt, der diese Hexenbutter parasitiert.

    Es handelt sich dabei um Nectriopsis violacea, den Lohblüten - Pustelpilz oder auch Violetten Myxomycetenpustelpilz.

    Ich hatte den zwar vor Jahren im Pilzforum.eu schon vorgestellt, möchte ihn Euch aber gern auch hier noch einmal zeigen.


    Fuligo septica wird gelegentlich von einem violetten Pyrenomyceten befallen, dessen dichtgedrängte Perithecien auf einer blassen Hyphenmatte, dem Subiculum, fruktifizieren.



    Die einzelnen Perithecien sind winzig, um 0,25 mm groß!





    Die Ostiolen sind von kurzen hyalinen Haaren umgeben.



    Die Sporen sind hyalin, einfach septiert und 7-10 x 2-3 µm groß.



    Also, wenn ihr einst violette "Flecken" an Holz finden solltet, achtet mal darauf, ob es nicht dieser hübsche Parasit sein könnte.


    LG, Nobi

    Dieser Thread hat sich ja zu einer ganz tollen Bildstrecke über die Schleimpilze (Myxomyceten) entwickelt, die natürlich keine Pilze sind! :cool:

    Violetter Myxomycetenpustelpilz, der auf der Lohblüte parasitiert.Wobei ich da nicht sicher bin dass es ein Schleimpilz ist.

    Das ist in der Tat kein "Schleimer", sondern ein an der Lohblüte schmarotzender Ascomycet, Wiltrud.

    Um den Thread nicht zu zerschießen, mache ich dazu gleich noch ein neues Thema auf.


    LG, Nobi

    Hallo Uwe,

    eine ganz wunderbare Bildstrecke dieser winzigen Organismen zeigst Du uns! :thumbup:

    Im Pilzforum.eu gibt es ein Unterforum "Schleimpilze".

    Dort liest regelmäßig Ulla Täglich mit, eine Spezialistin auf diesem Gebiet.

    Wenn Du den Beitrag dorthin verlinken würdest, könnte sie sicher etwas zu den einzelnen Arten sagen. Wobei vieles allerdings nur mikroskopisch geht.

    Bisher zweimal gefunden, merkwürdiges Zeug auf Ästen (Holunder und Eiche) immer zwischen Moos und Flechten.

    Das sollte der Flechtenparasit Illosporiopsis christiansenii sein

    Eine schöne Vorstellung mit interessanter Diskussion und Bildern findest Du hier.


    LG, Nobi

    Toller Beitrag, der mich an "vergangene" Tage erinnerte!

    Leuchtmoos kommt bei uns im Fichtelgebirge auch vor.

    Wohl überall, wo es feuchte Felsspalten und Grotten gibt.

    Ich sah es vor ein paar Jahren im Felsenlabyrinth der Luisenburg leuchten, natürlich im bereits erwähnten Fichtelgebirge. ;)

    Gern zeige ich euch ein Bild davon, ich hoffe, es ist o.k., Norbert?



    LG, Norbert

    Wieder einmal ist Dir eine grandiose Wochenrückschau gelungen, Susanne! :thumbup:

    Es ist beeindruckend, was Du alles aufspürst und wie toll Du es in Szene setzt.

    Seit ich "The Passenger" - Dysgonia algira bzw. das Lied von Iggy Pop kenne, denke ich, es müsste doch noch mehr Nachtfaltersongs geben. Beautiful Gothic wäre doch ein prima Titel.

    Als bekennender Stooges bzw. Iggy Pop Fan kann ich nur sagen, dass ich das Lied nie als "Nachtfalter-Song" gesehen habe. Aber das macht tatsächlich Sinn!

    Den Song werde ich zukünftig mit ganz anderen Ohren hören!

    Bzgl. "Beautiful Gothic" kannst Du Iggy ja einmal anschreiben. Er ist schließlich immer noch am Start! ;)


    LG, Nobi

    Lieber Hermann,


    einen wunderschönene Beitrag über selten beobachtete Wasserbewohner hast Du geschrieben. :thumbup:

    Das macht gleich Lust, selbst ein Gewässer zu besuchen um nach den kleinen Lebewesen zu schauen.


    Deine Wanzenbilder haben es mir besonders angetan.

    Ich bin zwar kein Wanzenexperte, aber wenn ich mit dem Buch "Die Wanzen Deutschlands" vergleiche, könnte die zweite, größere Ruderwanze Corixa punctata sein.

    Eine andere Wanze, und zwar aus der Familie der Rückenschwimmer, Notonecta glauca genannt.

    Allermeistens zeigt sie ihre Unterseite. Ihre Oberseite finde ich einfach schöner.

    Genau so sehe ich das auch. Ich hatte das seltene Glück, Notonecta glauca beim "Landgang" anzutreffen.

    Zwei Fotos sind mir gelungen, die ich als Ergänzung gern hier zeigen möchte. Ich hoffe, es ist Dir recht.




    Liebe Grüße, Nobi

    Den Buchen-Schleimrübling soll man essen können.

    Kann man durchaus, muss man allerdings nicht unbedingt, Wiltrud. Es gibt deutlich geschmackvollere Pilze!

    Hie mal drei Möglichkeiten, wie man ihn dennoch verspeisen kann.

    Verkostungsbericht: Buchenschleimrübling (Oudemansiella mucida) oder Hechtpilz - Pilzforum.eu
    Hallo liebe Pilzfreunde, zu diesem Pilz gab es bereits Verkostungsberichte, ich wollte mit diesem Beitrag ein paar Erkenntnisse teilen. U.a. Beobachtung des…
    www.pilzforum.eu

    Verkostung: Sparriger Schüppling (Pholiota squarrosa) und Buchen-Schleimrübling (Oudemansiella mucida) - Pilzforum.eu
    Hallo zusammen, ich möchte hier über meine zwei Erstverkostungen berichten. Wir haben heute die zwei Arten zum ersten Mal probiert: Sparriger Schüppling und…
    www.pilzforum.eu

    Oudemännchen im Pfännchen (Buchenschleimrüblings-Kostprobe) - Pilzforum.eu
    Hallo, es wurde darüber geredet ... ich habe es ausprobiert. Buchenschleimrüblinge (Oudemansiella mucida) , große, mittlere, kleine (40 gr. waren das ohne…
    www.pilzforum.eu

    Herbstlorchel, früher habe ich die gegessen,heute wird davon abgeraten

    Zu Recht, denke ich.

    Es gibt viele Pilze, die hinsichtlich ihres Speisewertes unbedenklich sind, da muss man nicht mit grenzwertigen Pilzen experimentieren.

    Siehe u.a. hier.


    LG und Dir noch einen schönen und bunten Pilzherbst!


    Nobi

    Hallo Nübby,

    beim Porling bin ich ganz bei Sabine. :thumbup:


    Den zweiten Pilz kann man in dem Zustand nicht mehr bestimmen.

    Auf jedem Fall handelt es sich um einen Dunkelsporer, evtl. einen Zärtling (Psathyrella) oder einen völlig überalterter Goldmistpilz (Bolbitius vitellinus).

    Zumindest die starke Riefung und der noch erkennbare goldgelbe Buckel in der Hutmitte könnte zu letzterem verweisen.

    Aber das ist nicht mehr als Kaffeesatzleserei.


    LG, Nobi