Posts by Klaas Reißmann

    Schöne Doku. Besonders schön, dass man hier, wie bei anderen Vertretern der Chrysomela, sehen kann, dass sie es den Nymphalidae gleich machen und sich als Stürzpuppe verpuppen. Ich müsste schwer überlegen, ob ich das aus irgendeinem anderen Bereich, außer den Chrysomelidae kenne. Möglicherweise kommt das sogar nur innerhalb der Chrysomelinae vor.


    Liebe Grüße

    Klaas

    Für mich einfach der Gesamteindruckl. Keine der Galerucella-Arten fällt erstens so groß aus und sieht zweitens so aus. Kann ich nicht anders beschreiben/erklären. Wirst Du vielleicht verstehen, wenn Du es selbst erlebst, dass Du das Tier bestimmen, aber nicht erklären kannst, warum diese Art und nicht die andere.


    Liebe Grüße

    Klaas

    Ich meine es an anderer Stelle schon mal getan zu haben, aber weise immer wieder gerne darauf hin: Latein und lateinische Namen ist nicht richtig. Die Wissenschaftlichen Namen sind aus einem Gattungs- und einem Artnamen zusammen gesetzt. Oder, wer es unbedingt schick ausdrücken möchte, aus dem Gattungs- und dem Artepitheton (wobei ich meine, auch wenn man es bei Tante Google so findet, "Gattungsepitheton" wiederum nicht richtig ist, aber möglicherweise hat es sich so eingebürgert).


    Der Gattungsname wird meist (nicht immer) dem Altgriechisch entlehnt und latinisiert. Würde man den Gattungsnamen einem Lateiner sagen und um die Bedeutung bitten, würde der Lateiner einem nur einen Vogel zeigen. Der Artname hingegen wird meist dem Latein entlehnt und entsprechend "latinisiert". Auch diese ergeben oft, aus Sicht des Sprachwissenschaftlers, eher keinen grammatisch sauberen Sinn.


    Mancher Artname wird an den Gattungsnamen der Wirtspflanze angelehnt. So z.B. Chrysomela populi, eine unserer großen Blattkäferarten, die an Pappel (Gattung Populus -> populi leben und an dieser fressen).


    Dann kommt noch hinzu, dass sowohl der Gattungs- als auch der Artname die Ehrung einer Person wiedergeben soll. Das heißt, es wird der Name eines Wissenschaftlers oder einer anderen Person genommen und entsprechend latinisiert. So mancher hat auf diese Art und Weise seine Vorbilder, seine Familienangehörigen, Politiker oder jemanden, der die Forschung finanziert hat, jemanden, der verehrt wird etc. pp. geehrt und verewigt. Zu erkennen z.B. an Namen wie Carabus linnei (linnei - also Carolus Linnaeus oder Karl von Linné, der Begründer dieser binären Nomenklatur ist), oder Carabus fabricii (zu Ehren von Johann Christian Fabricius, ein Schüler von Karl von Linné und auch Mitbegründer der binären Nomenklatur) und viele weitere. Leider gibt es auch einen Anophthalmus hitleri, der tatsächlich 1937 von Scheibel zu Ehren von Adolf Hitler benannt wurde. In seiner Erstbeschreibung schrieb er als Schlusssatz dazu: "Dem Herrn Reichskanzler Adolf Hitler als Ausdruck meiner Verehrung zugeeignet." Leider lässt sich das, wegen der Prioritätsregeln der internationalen Nomenklatur nicht mehr ändern. Der Name wird erhalten bleiben.


    Liebe Grüße

    Klaas   

    Die Überreste stammen von Trypocopris vernalis. Vermutlich eines der Elterntiere in einem Bereich, wo Brutröhren angelegt und Kot/Dung in die einzelnen Brutkammern eingetragen wurde, für den Nachwuchs. Oder es ist der Nachwuchs, der es aus irgendwelchen Gründen nicht an die Oberfläche geschafft hat.


    Liebe Grüße

    Klaas

    Pisaura frisst das Männchen nicht, so wie ausgesprochen wenige Spinnenarten tatsächlich nach der Kopula das Männchen verputzen, wenn sie ihm habhaft werden. Die meisten Spinnenarten trennen sich nach der Kopula +/- in Frieden. Das Brautgeschenk bei Pisaura hat nur noch rituellen Charakter.


    Liebe Grüße

    Klaas

    Das Weibchen zeigt durch das Hochrecken des Hinterleibs seine klare Ablehnung an. Also, wie Seide-Silke schon schrieb: Versuch durch den Herrn ja, aber Ablehnung durch die Dame.


    Liebe Grüße

    Klaas


    P.S.: Ich stell mir das immer für uns Menschen vor, wie Wirbellose körperlich agieren:


    - schmecken: wir sind auf Kaffee und Kuchen eingeladen. Wir sitzen am Tisch, zusammen mit allen anderen, alle ziehen ihre Schuhe und Strümpfe aus und stellen sich mit "bläck Föös" in den Kuchen und den Kaffee, um den Geschmack beurteilen zu können.


    - Paarung: wir Männers tanzen, teilweise mit heraus hängendem Geschlecht, um die Damen, die ihren Hintern so hoch wie möglich in die Luft recken, um ihre Ablehnung/Unlust kund zu tun


    - wir machen es wie Pisaura mirabilis bei der Werbung um die Dame: die Dame erhält ein Geschenk von uns. Beziehen wir es mal auf uns Menschen, bringen wir einen Strauß Blumen mit. Die Paarung wird, weil die Dame sich so maßlos über die Blumen freut, vollzogen und wenn wir fertig sind, ziehen wir Männers uns an, schnappen uns die Blumen wieder aus der Vase und nehmen sie mit.


    :79::79::79::79::79::79::79::79::79::79::79::79:


    Das Spielchen kann man wohl unendlich weiter führen... ;)

    Man kann es auch der Blattlaus selbst ansehen, dass sie parasitiert ist. Farblich und von der Körperform her sieht sie aus, als hätte sie jemand ausgeweidet, aufgeblasen und getrocknet. Die Farbe ist für Blattläuse sehr unnatürlich, weil sie farblich so völlig ohne Leben wirkt. So sehen sie nur aus, wenn sie parasitiert sind. Frage ist nur, ob sie schon tot ist, oder noch lebt und nur die Parasitoide sie am Untergrund festgenagelt und ihr Hirn manipuliert haben.


    Liebe Grüße

    Klaas