Posts by Klaas Reißmann

    hier kommt mein Weichkäfer-Duo aus Görlitz (Cantharis nigricans könnte es sein) und als Nachtrag ein Schwalbenschwanz aus dem Pfynwald:

    Cantharis ja, nigricans eher nicht. nigricans ist schlanker und weist bei den Tieren, die ich bisher gesehen habe, immer auch eine kleine Schwarzfärbung auf dem Halsschild auf. Die Beinfärbung ist nicht gut zu erkennen, aber scheint auch nicht zu passen, ebenso die Fühlerfärbung. Ich hätte den eher bei lateralis eingeordnet, aber hier stimmen auch ein paar Sachen nicht. Insofern komme ich an den Punkt Cantharis spec. und müsste ihn unterm Bino sehen.

    LG

    Klaas

    Danke für die ausführlichen Beiträge. Danke für die Ausführungen zur Baumpflege Klaas Reißmanndas wusste nicht tatsächlich nicht.

    Gunimo

    Das Ganze zu dokumentieren ist leider sehr schwer, da ich vorher ja nicht weiß welcher Baum als nächsten gefällt wird, sodass ich ein Foto hätte machen können.

    GEOversum

    Da haben Sie Recht, ich sollte keine böse Absicht unterstellen. Ich werde erst versuchen in Erfahrung zu bringen weshalb die zwei gesundem Tannen gefällt wurden und mich anschließend an NABU wenden falls die Erklärung nicht legitim ist.

    Es gibt zwei Möglichkeiten, das vorab zu erfahren:

    - Du fragst bei den Behörden nach, wobei man damit rechnen muss, dass sie einem diese Auskunft verweigern

    - sofern der Pflegeschnitt oder eine Fällung im öffentlichen Straßenraum erfolgen soll, sind die Straße und die Parkplätze davon betroffen. An den Parkplätzen muss ein Halteverbot aufgestellt werden, denn wenn Äste auf die darunter parkenden Autos fallen, und das würde garantiert passieren, ist die Kommune Regresspflichtig. Also wird ein Halteverbot aufgestellt. Dieses muss mindestens 72 Stunden vor der Maßnahme aufgestellt werden, damit es am Tag der Maßnahme auch Rechtsgültigkeit hat. Würde man vorher mit der Maßnahme beginnen und die Fahrzeuge verwarnen oder gar abschleppen, wäre der komplette Vorgang rechtsungültig. 72 Stunden vorher bedeutet drei volle Tage. Sprich, wer am Freitag arbeiten will, muss Montag aufstellen, denn der Montag zählt nicht mit. Also Montag aufgestellt, heißt Dienstag 24 Stunden, Mittwoch 24 Stunden, Donnerstag 24 Stunden. Bedeutet, wenn kein Zusatzschild dabei ist, welches noch eine Uhrzeit der Gültigkeit angibt, ist die Beschilderung ab Freitag 00:00:01 Uhr rechtsgültig. Das wiederum bedeutet, dass Du ggfs. zwischen drei und vier Tagen vorher weißt, wo was passiert. Oft genug dadurch, weil ein Zusatzschild vorhanden ist, auf dem "Baumschnitt" steht.

    Hilft Dir aber nur da, wo öffentlicher Parkraum ist. In Parks wird einfach gesperrt, wenn die Maßnahme erfolgt. Dort hast Du dann entsprechend keinen Vorlauf.

    LG

    Klaas

    P.S.: Bevor ich es vergesse. Die Kollegen sind in der Regel sehr offen und auch gerne bereit Auskünfte zu geben. Heißt, dass man tatsächlich auch nachfragen könnte, warum was gemacht wird. ;)

    Ich habe heute Abend auch zwei auf dem Boden auf der anderen Seite des Schlafzimmers gefunden. Ich habe Angst, dass es keine harmlosen Insekten sind :idea:

    Sie sind harmlos. Es sind keine Vektoren, also keine Krankheitsüberträger. Deine Gesundheit ist gesichert. Es sind keine Vorratsschädlinge. Bedeutet, dass Deine Lebensmittel, selbst wenn sie offen aufbewahrt werden, nicht gefährdet sind. Wenn Staubläuse in Deinen Lebensmitteln auftauchen, dann haben sie sich verlaufen (1 oder 2 Tiere), oder aber die Lebensmittel sind aus irgendwelchen Gründen verdorben und feucht geworden. Dann können die Staubläuse aber nichts dafür. Und last but not least wird ihnen zwar nachgesagt, dass sie, weil sie Tapetenkleister fressen sollen, Materialschädlinge sind. Aber Du kannst Dir, bei der geringen Größe, ausmalen, wie viele Du davon benötigen würdest, dass sie einen erkennbaren Schaden anrichten würden. Also auch hier Entwarnung.

    LG

    Klaas

    Ich habe sie erst seit ein paar Tagen bemerkt, und nur sehr wenige. Gestern Morgen, dort wo ich einen Weihnachtsstern auf der Fensterbank im Schlafzimmer hatte, habe ich angefangen, etwas mehr davon zu sehen. Deshalb habe ich den Weihnachtsstern genommen und nach draußen auf den Balkon gestellt.

    In einer Ecke der Wand, in der Nähe des Fensters, habe ich sie dann in einer Reihe gefunden – es waren vier oder fünf. Und jetzt sehe ich sie immer wieder in genau diesen Ecken, aber deutlich weniger.

    Ich habe versucht, so gut ich konnte zu desinfizieren und zu reinigen und gut zu lüften, und ich habe die anderen Pflanzen von der Fensterbank entfernt.

    Habe ich das richtig gemacht?

    Ich wage zu behaupten, dass Du nicht mal das hättest machen müssen. Also alles richtig gemacht. ;)

    Hallo Klaas,

    Schimmel ist nix zu sehen und Wasserschaden auch nicht. Allerdings relativ feucht ist es, da nicht isolierte zwei Außenwände. Es ist jetzt keine Tropfsteinhöhle, aber es ist merklich anders als in anderen Räumen. Lüften tue ich täglich und ich hoffe auf den Hochsommer, denn Wärme können die Tiere ja nicht ab und vielleicht reduziert es die Anzahl.

    Gruß, Volker

    Schimmel ist nicht zwingend äußerlich erkennbar. Der spielt sich all zu oft auch unter der Tapete ab, oder sogar im Estrich. Wenn er ins Mauerwerk durchdringt, wirst Du ihn nie wieder quitt. Und wenn die Wand nicht isoliert und deshalb feucht ist, würde ich mir als Hausbesitzer Sorgen machen. Als Mieter nur wegen der Heizkostenabrechnung. ;)

    LG

    Klaas

    Hallo Klaas,

    danke für die Bestätigung. Als Laie denkt man bei seinem Foto ja zuerst an einen Marienkäfer. Ich habe übrigens auch deine Arbeit über die Entdeckung und Verbreitung des Käfers in Deutschland gefunden: (https://www.zobodat.at/pdf/Mitt-Ent-V…8_0007-0011.pdf). In der Liste der Käferarten, die ich (im Lauf der Jahre) in meinem Garten gefunden habe, ist er nun die Nummer 107 geworden. Er gilt bei massenhaftem Auftreten als Luzerne- und Kleeschädling. Erstere gibt es im Garten nicht, aber dafür einige Kleearten, etwa im Rasen.

    Er tritt in der Luzerne tatsächlich sehr zahlreich auf. Warum er deshalb als Schädling gilt, weiß ich allerdings nicht. Denn bisher hat niemand mitgeteilt, dass er Kleefelder oder Luzernefelder zum Absterben bringt. Das heißt, es bleibt ein bisschen weniger Grün für das Vieh, was meiner Meinung nach kaum ins Gewicht fällt. Außerdem wird die Luzerne meist auf Ackerbrachen angelegt, um den Boden mit Stickstoff anzureichern. Und das tut die Luzerne auch bei Befall. Halt ein paar Gramm weniger.

    LG

    Klaas

    Nur einmal hatte ich bei einer Rettungsaktion richtig Pech, als ich einen Rückenschwimmer (Notonecta glauca) so "retten" wollte. Der durch diesen zugefügte Stich schmerzte fast 2 Wochen lang. Wie allerdings diese sonst in Tümpeln lebenden Tierchen in einen Dorfbrunnen gekommen sind, bleibt mir ein Rätsel.

    Die Tiere können sehr gut fliegen und tun das auch, um neue Gewässer zu erreichen. Dabei reagieren sie auf Lichtreflexe auf dem Wasser und landen dann dort. Dabei kann es durchaus zu Irrtümern kommen. So ist mir ein Geldrandkäfer vor gut 40 Jahren vor die Füße gefallen, eben weil auf der betonierten Fläche, auf der ich stand, eine Wasserlache nach dem Regen übrig war. Sieht halt, vom Lichtreflex her, wie ein Gewässer aus. Gleiches gilt für Spiegelungen der Sonne oder des Mondes im Autoblech, Glasscheiben etc.

    LG

    Klaas

    Vielen Dank für deine Antwort! Das hilft mir sehr weiter. Ich werde jetzt genauer auf mögliche Feuchtigkeit oder Schimmel achten und das Zimmer gut reinigen und lüften. Es beruhigt mich zu wissen, dass sie für Menschen ungefährlich sind, auch wenn sie sehr lästig sind.

    Viele Grüße

    Die Frage ist, in welcher Menge Du sie hast, denn im Prinzip gibt es die in jeder Wohnung, aber eben nur in geringer Anzahl. Sollten es Massen sein. was Dir dann schon vor Deiner Anfrage hier aufgefallen wäre, würde ich weitere Maßnahmen empfehlen. Aber so brauchst Du aus meiner Sicht nichts zu tun, außer einmal zu schauen, ob Du mehr findest.

    Hallo Rossana,

    mit einem Smartphone-Bild kann man in der Regel kaum was anfangen, wenn die Tiere so klein sind. Es scheinen aber Staubläuse (Psocoptera) zu sein. Das ist ein Hinweis auf feuchtes und/oder mit Schimmelbefall belastetes Zimmer, muss aber nicht sein, aber oft! Für den Menschen sind sie ungefährlich, aber lästig. Mein Zimmer ist voll von denen.

    Gruß, volker

    Dann empfehle ich mal einen Klempner zu konsultieren. Denn wenn es Massen sind, hast Du definitiv ein Feuchtigkeitsproblem, dessen Ursachen man eruieren sollte. Denn im Zweifelsfalle fängst Du Dir auf Dauer irgendwelche Schimmelpilze ein, die dann gesundheitsschädlich sind. Wenn die Wände trocken sind und der Klempner keine Ursache finden kann, dann solltest Du über Dein Lüftungsverhalten nachdenken, oder einen Raumtrockner besorgen und die Raumfeuchtigkeit runter regulieren.

    LG

    Klaas

    Eher cf. Die anderen Gonioctena-Arten sind durchaus variabel, so dass sich auch eine dieser Arten dahinter verstecken kann. Gonioctena ist aus meiner Sicht nichts für eine Fotobestimmung.

    Was ich sicher sagen kann ist, dass es olivacea nicht ist. Anderer Habitus, andere Färbung. Und olivacea ist recht klein und sitzt auf Ginster.

    LG

    Klaas

    Familie Dermestidae - Speckkäfer, Gattung Dermestes und dürfte Dermestes haemorrhoidalis sein. Ist mit die häufigste Art in unseren Städten.

    Die Larven entwickeln sich in der Regel an trockenen Kadavern und fressen die Fleischreste weg (trockene Eiweiße). Davon finden sie durch Taubenkadaver auf unseren Dächer mehr als genug, so dass diese Art in den Städten allgegenwärtig ist. Wenn Du abends ein Fenster auf hast und Licht an, werden die Käfer durch das Licht angelockt und fliegen in die Wohnung. Hast Du nur einen Käfer, sollte das die Begründung sein.

    Hast Du mehrere Käfer, also solltest Du in den kommenden Tagen weitere finden, dann hast Du irgendwo eine Quelle trockener Eiweiße, an der sie sich entwickeln konnten. Oft kann sowas Tiernahrung sein. Bist Du Hundebesitzer? Hast Du Trockenfutter oder "Leckerlies" in Form von trockenem Pansen, Hühnerstreifen, Lunge, Herz usw. usf., dann kontrolliere einfach mal die Tüte, ob da weitere drin sitzen. In dem Fall hast Du sie über den Futterkauf eingeschleppt. Sollte das nicht der Fall sein und Du trotzdem mehrere Käfer finden, dann musst Du suchen, wo was gelandet sein kann.

    Im Zweifelsfall kannst Du mich dann über klaasreissmann ÄT gmx PUNKT de anschreiben.

    LG

    Klaas

    Nur eine: Behörden brauchen einen Beleg. Die reine Aussage von Dir hilft nicht weiter, es sei denn, Ihr seid mit mehreren Leuten da und könnt auch bezeugen, das nötige Wissen bezüglich Baumpflege zu haben. Dann solltet Ihr die Fehlarbeit fotografisch dokumentieren, so dass man entweder die entsprechenden Mitarbeiter für ein Gespräch einladen, oder Euch erklären kann, warum sie nicht falsch gearbeitet haben.

    Ich gebe zu bedenken:

    - Straßenbäume erhalten den sogenannten Tunnelschnitt. Das heißt, dass man sie Straßenseitig so schneidet, dass auch große LKW die Straße befahren können, ohne das Äste an den Fahrzeugen entlang kratzen.

    - Zum Tunnelschnitt gehört dazu, dass auch die anderen Äste auf gleicher Höhe entfernt werden, um die Standfestigkeit des Baumes zu sichern. Soll heißen, dass der Baum, wenn man wirklich nur den Tunnel schneiden würde, auf lange Sicht abseitig zu große Last tragen würde und es dort dann entweder zu Spontanbrüchen kommt, oder im Zweifelsfall auch der gesamte Baum umfällt.

    - tote Äste werden erkannt und beseitigt.

    - Äste, die Kreuz und quer wachsen, werden ebenfalls beseitig. In erster Linie, weil die Bäume sonst innen so dicht wachsen würden, dass man mit dem Hubsteiger nicht mehr in sie rein fahren könnte, um z.B. tote Äste zu beseitigen, bzw. würde man die Äste beim Reinfahren einfach brechen, so dass es zu deutlich schwereren Schäden käme, als durch den Schnitt..., zumal man diese Äste sehr früh entfernt und nicht erst, wenn sie dick geworden sind und der Schnitt Pilzen und anderen Schädlingen viel mehr Angriffsfläche bieten würde.

    - last but not least gibt es Äste, die Im Zweifel entfernt werden. Sie machen dann einen Eindruck, der zu denken gibt, ob sie krank sein könnten. Und bevor diese Äste dann tatsächlich absterben und bis zur nächsten Pflege erst entdeckt und entfernt werden, sägt man sie lieber sofort ab. Denn wenn der Ast dann vorher abbricht, nach unten stürzt und jemanden erschlägt, wird es einen großen Aufschrei geben.

    Bezüglich der Tannen im Park z.B. steht es Dir frei, die Behörden nach dem Grund für die Fällung zu fragen. Tut Euch im Zweifelsfall mit mehreren Leuten zusammen, gründet ggfs. einen Verein und sorgt dafür, dass man Euch Gehör schenkt. Im Zweifelsfall über eine Klage, wenn Antworten nicht befriedigend sind, oder wenn Ihr belegen könnt, dass da Schindluder getrieben wird.

    LG

    Klaas