Vielen Dank Klaas für Deine Antwort. Je nachdem, welche Texte und Beschreibungen man liest, kommen die Ameisen ganz schön martialisch daher. Sie kennen Freund (also Nestgenossinnen), aber vor allem Feind! Ich "füttere" meine Insekten im Hochsommer u. a. mit Trauben auf meinem Balkon. Die Wespen haben nichts zu lachen, wenn sie auf etwas sitzen, was die Ameise für sich beansprucht.
Ameisen sind martialisch und man kann das ganze durchaus auch so beschreiben. Die Krönung des Ganzen sind halt die Amazonenameisen. Diese Art ist so spezialisiert, dass sie unfähig ist sich selbst zu versorgen. Die Arbeiterinnen sind vollkommene Kriegsmaschinen, die ausgelegt sind auf Töten und Rauben. Sie können nichts anderes. Sie müssen andere Ameisenvölker überfallen, um deren Puppen zu klauen, damit sie Arbeiterinnen haben, die all die anderen Arbeiten verrichten, die verrichtet werden müssen. Also die Sorge um die Königin (Füttern, Eier annehmen, putzen usw.) können die Amazonenameisen gar nicht selber. Sie sind dazu nicht in der Lage. Ebenso wenig wie dazu, sich um die eigene Brut zu kümmern, diese groß zu ziehen, sauber zu halten und Nahrung herbei zu schaffen.
Es gibt noch die sogenannten Wanderameisen, auch Treiberameisen oder Heeresameisen genannt (Gattung Dorylus). Die sind zwar etwas anders strukturiert, also kein reines Kampfesvolk, aber die Lebensweise dieser Arten ist zum Teil noch martialischer, als die der Amazonenameisen.
Ich denke, dass man sagen kann, dass sich hier die Krone der Martialität findet, und dieses überzogen martialische schon recht gut widerspiegelt, wie Ameisen vom Grundprinzip her funktionieren. Und das ist halt martialisch. 
LG
Klaas