Posts by wannabee

    wannabee: Wie toll, ein Wiedehopf auf der Terrasse... War das bei dir zu Hause in Deutschland, oder irgendwo weiter südlich in Europa?

    Viele Grüße,
    Wolf

    Das war tatsächlich hier bei mir im Drömling in meinem Garten bzw. auf der Terrasse :)
    Es gibt hier schon ewig lange Wiedehopfe ... aber nicht viele. Und es war auch nicht das erstemal, dass ich einen im Garten gesehen habe. Aber nie lange genug, um ihn auch fotografieren und beobachten zu können. Das war dieses Jahr anders.
    Ich nehme ja an, dass er scharf auf die vielen Feldgrillen auf dem Rasen gewesen ist. Soviele wie in diesem Jahr hatte ich da noch nie. Meine Löwen werden wohl nur Beifang für ihn gewesen sein.
    Etliche wochen nach diesen Tagen, an denen er sich bei mir sattgefressen hatte, hat er dann auch seine Familie mitgebracht. Leider haben die immer einen recht großen Abstand zueinander eingehalten, so dass ich kein Gemeinschaftsfoto machen konnte.

    "Leck mich de Söck!" (wie man hier im Rheinland zu sagen pflegt!)

    Hier geht aber mal richtig was durcheinander. :99:

    Herr Wellershoff ist nicht einfach "nur" Jäger, sondern Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg. Als solcher hat er sicher Erfahrungen, Einblicke in Zusammenhänge und Erkenntnisse, welche dazu gereichen ihm durchaus eine Expertiese in Sachen Wolf zuzuschreiben. Er bezeichnet sich keineswegs selber als Wolfexperte , sondern der Autor des Zeitungsartikels tut dies. Und womit? - Mit Recht.

    Vorallem hat Herr Wellershoff als Landwirt auch einen Blick für die Probleme der Weideviehhalter, was ihn auch diesbezüglich nicht als "Blinden von der Farbe" reden lässt.

    Dass Wellershoff Präsident eines Jagdverbands ist, macht ihn vielleicht zu einem erfahrenen Jäger.
    Aber das allein qualifiziert ihn nicht automatisch zum Wolfsexperten im wissenschaftlichen Sinne.
    Die Bezeichnung im Artikel stammt vom Autor, nicht von einer anerkannten Fachinstitution.

    Gut, dann nochmal, etwas genauer diesmal ...

    gestern bin ich in meiner Rechnung noch von etwa 50 Rudeln ausgegangen - das war eine konservative Schätzung basierend auf älteren Monitoringdaten. Inzwischen habe ich mir die aktuellsten Zahlen aus dem Wolfsjahr 2023/2024 angesehen: laut dem Landesamt für Umwelt Brandenburg wurden 58 Rudel, 8 Paare und 2 teritoriale Einzeltiere bestätigt.
    Selbst bei großzügiger Rudelgröße kommt man damit auf deutlich unter 600 Wölfe - das ist also weiterhin weit entfernt von den 1.000, die du ins Spiel bringst.

    Wenn ich nun von etwa 500 (statt wie gestern von 400) wölfen ausgehe, und deren durchschnittlichen Fleischbedarf berücksichtige (ca. 3 - 5 kg pro Tag), dann ergibt sich ein jährlicher Gesamtbedarf von etwa 547.500 - 912.500 kg Fleisch. Bei einem Reh mit ca. 25 kg verwertbarem Fleisch wären das rund 21.900 - 36.500 Rehe pro Jahr - und das unter der Annahme, dass ausschließlich Rehe gefressen werden, was nicht der Realität entspricht.
    Die Zahl von 60.000 - 70.000 Rehen erscheint also weiterhin stark überhöht und nicht plausibel.

    Noch ein Wort zu den Klagen gegen u. a. Schweden. Initiiert werden diese vor allem von Tierschutzorganisationen mit links-grüner Ideologie. Das ist jenes Klientel, das die Jagsausübung grundsätzlich verteufelnt und am liebsten ganz verbieten wollen würde.

    Da wird den Antragstellern zur Entnahme (Tötung) eines einzelnen "Problemwolfs" gerne refelxartig unterstellt, dass diese eigentlich die Ausrottung der gesamten Spezies im Schilde führen würden. Wehret den Anfängen...

    Die Klagen gegen Schweden wegen der Wolfsjagd sind keine "links-grüne Ideologie", sondern Teil eines juristischen Prozesses auf EU-Ebene.
    Die parlamentarische Anfrage dazu ist öffentlich einsehbar und bezieht sich auf mögliche Verstöße gegen geltendes EU-Recht.
    Ob man das gut oder schlecht findet, ist eine politische Frage - aber die Faktenlage ist klar.


    Und nun noch eine persönliche Anmerkung zu dir:
    Sag mal, Gunimo .... bin ich JEMALS so mit dir umgegangen, wie du es hier mit mir tust???
    Und auch mit anderen?
    Dein Text sprüht nur so vor Ironie, Spott, persönlichen Spitzen und Abwertungen.
    Das ist unfair jedem gegenüber, der sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzt und sich die Mühe macht, sachlich formulierte Beiträge in DEINEM Thema zu erstellen.
    Das Milchmädchen mit angeborener Dyskalkulie ist noch dazu eine astreine Beleidigung.
    Muß das wirklich sein?

    wannabee

    Klasse,
    Einfach mal überschlagsmäßig rechnen. In dieser Disziplin galt übrigen das Physikgenie Enrico Fermi als Meister. Das zum Begriff „Fermi-Probleme“ geführt. Kann man googlen.

    Viele Grüße,
    Volker

    :19: Naja, man muß nun aber zum Glück auch kein Physikgenie sein, um bei den Zahlen in dem Artikel stutzig zu werden.
    Weshalb man dann auch direkt mal mißtrauisch werden kann, ob diese Zahlen wirklich von einem Wolfsexperten kommen.

    Die Schweden machen alles vieles besser!

    Und dazu gehört, dass sie die Zahl an Wölfen durch legale Jagd regulieren (Bestandsmanagement). Ob die dort geplante/vorgesehene Anzahl an Wölfen verträglich ist für gesunde Bestände, dass müssen forschende Wildbiologen vor Ort feststellen.

    Schwedens Art, die Wölfe zu bejagen, ist NICHT legal!
    Es laufen mehrere Vertragsverletzungsverfahren gegen Schweden.
    Hier unter 4.3 zu finden ...
    https://www.bundestag.de/resource/blob/935030/81d25daf1cb22078b4bdd1c589f0bed1/WD-8-002-23-pdf-data.pdf

    Wölfe auf der Suche nach neuer Beute...


    https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/p…n-14502899.html

    Hallo Gunimo,
    Dirk-Henner Wellershoff ist Landwirt, Immobilienkaufmann und Jäger ..... er ist KEIN Wolfsexperte! Höchstens ein selbsternannter!
    Und jedem, der rechnen kann, sollte auffallen, dass an den Zahlen der - laut Wellershoff - gerissenen Rehen etwas nicht stimmen kann, schon allein deshalb, weil eine Zeitangabe fehlt. Weder, wenn er von 1 Jahr noch wenn er vom Zeitpunkt des ersten aufgetauchten Rudels in Brandenburg ausgeht machen diese Zahlen Sinn.

    Zum Nachrechnen, ausgehend von einem Jahr:

    Brandenburg hatte laut Monitoring zuletzt etwa 50 Rudel mit insgesamt rund 300 - 400 Wölfen.
    Ein Wolf frißt im Schnitt etwa 3 - 5 kg Fleisch pro Tag, also rund 1.200 - 1.800 kg.
    Bei 400 Wölfen wären das etwa 480.000 - 720.000 kg Wildfleisch jährlich.
    Wenn mann ein Reh mit durchschnittlich 25 kg verwertbarem Fleisch ansetzt wären das ca. 19.000 - 29.000 Rehe pro Jahr.

    Wie also passen die 60.000 - 70.000 gerissenen Rehe da rein?
    Noch dazu, wenn man bedenkt, dass Wölfe sich nicht ausschließlich von Rehen ernähren?

    Mich irritiert seine Haltung.... und er hat sich auch nicht bewegt, während ich ihn durch die Kamera angeschaut habe.... ich hab überlegt, ob er überhaupt lebt...

    Hmmm ... stimmt. Ich hab schon öfter tote Fliegen an Gräsern oder Getreidehalmen hängen sehen .... das sah ganz ähnlich aus.

    Auch an kleinen Käfern herrschte reger Flugverkehr

    Das Foto gefällt mir wahnsinnig gut :heart:

    Aber auch die Segelfalter und Eidechsen sind wunderschön, wie eigentlich alles :ups:
    Ich glaub, der unbestimmte Käfer ist ein Bienenkäfer. So einen hatte ich vorgestern in der Hand ^^
    Aber ich hab noch nie einen fressen sehen.

    Das ist spannend! Ein Freund aus Portugal war letztes Jahr ganz begeistert, als er eine Wespe mit dicken Hinterschenkeln gefunden hatte. So sehr, dass ich mich daran erinnert habe und seine Life-list bei iNat durchwühlt habe. Schau mal, könnte das passen? Leucospis gigas

    Leucospididae sind wohl ziemlich selten. https://www.wildbienen.info/gegenspieler/leucospididae.php

    Ich denke, die Zeichnung meiner Wespe passt besser zu Leucospis dorsigera.
    Aber die Leucospis gigas soll ja sogar noch seltener sein :)

    Oha! Mein *Fremder* ist also ein Mädchen, ihr Legebohrer auf dem Rücken ist ja gut zu erkennen.
    Schade, dass ich sie nicht länger beobachtet habe! Wer weiß .... vielleicht hat sie ja ein Ei in meiner Spechthöhle abgelegt.
    Würde mich freuen, wenn auf meiner Terasse ein Insekt leben würde, welches anscheinend nur selten gesehen wird :)

    Hatte ich auch schon überlegt, kenne ich aber eher von einem Dornstrauch, nicht von einem Grashalm in der Wiese.

    Der Hinterleib der Fliege sieht etwas merkwürdig aus (schwarzweiß kariert), was ein Hinweis auf Fliegentöter-Befall sein könnte. Der Grashalm ist aber ja schon vertrocknet. Also wenn er erst nach ihrem Tod dort durchgewachsen wäre, dann müsste sie da schon sehr, sehr lange hängen. :/

    Auch dass der Grashalm die Fliege durchbohrt haben könnte, kann ich mir nicht so recht vorstellen. So ein biegsames Hälmchen würde doch einfach an der Fliege vorbeiwachsen oder sie bestenfalls zur Seite *schubsen*.
    Es wird wohl ein Rätsel bleiben.

    Meine Spechthöhle ist ein gut 1 m langes Stück von einem Baumstamm, ausgehöhlt von einem Schwarzspecht.
    Der Förster wollte es verheizen aber ich bettelte es ihm ab und nun steht es bereits seit einigen Jahren auf meiner Terasse und dient kleinen Bienen und Wespen als Insektenhotel.
    Vor kurzem entdeckte ich daran das folgende Tierchen, welches scheinbar großes Interresse an den Brutlöchern der anderen Insekten hatte.
    Wer mag das sein?
    Die Bilder stammen vom 10.07.2024, Sachsen-Anhalt, LK Salzwedel