Posts by Brimstone

    Wow super, das hab ich noch nicht geschafft. liebwerdella ist nicht an Eiche sondern die beiden anderen erwähnten Arten. Die müsste man züchten. Nur wie ist da die Frage 😀


    Spiere wird in den Städten oft als Hecke gepflanzt, da wirds die Falterart geben.


    Um genau zu sein ist Psyche casta auch nicht 100%ig weil es da noch eine Art von gibt 😉


    Ich hab gestern an Kugelpilzen an Hasel Nemapogon clematella gesucht und erstaunlicherweise auch gefunden.

    1. neue Art 2023 😀

    Erstaunlich insofern, als das ich sie bei mir oft an den richtig fetten Buchen mit über 1m Stammdurchmesser habe, an den kleineren aber nicht. Auch ist eine gewisse Buchendichte scheinbar notwendig. Einzelne oder kleinere solitäre Gruppen werden gar nicht benutzt, bei großen Beständen dagegen praktisch alles.

    Toll, dass du sie so gut findest, Uwe!

    Ich tu mich immer schwer mit dieser Seite...


    Gib schalleriana z.B. mal hier ein:

    Insectis Online


    Mal eine kleine Zusammenfassung was ihr aktuell alles finden könnt.



    Säcke:

    Psyche casta, überall an Hauswänden, Holz, Beton

    Taleporia tubulosa, Buchenstämme

    Coleophora spiraeella, Spiere


    Stammminen:

    Zimmermannia liebwerdella, Rotbuchen

    Zimmermannia sp., recht dünne Zweige und Stämme an Eiche


    Gangminen:

    Brombeere, Rotbuche


    Platzminen:

    Rotbuche, Feuerdorn


    VG Jonas

    Danke fürs Einfügen!


    Acleris schalleriana ist bei mir im Bergischen Land gar nicht nachgewiesen und demnach ein Erstnachweis. In NRW an sich RL1 glaub ich.


    Wenn ihr da dieses Jahr drauf achtet, werdet ihr aber sicher Erfolg haben. Schaut mal ins lepiforum, der Falter ist wunderprächtig variabel.


    Phyllonorycter lantanella wird auch noch folgen!


    VG Jonas

    Und jetzt kommen wir mal zu einer Rarität - einem Wickler, den man über Minen nachweisen kann, der als Imago aber nicht bestimmbar ist bzw. wahrscheinlich praktisch überall übersehen oder verwechselt wird.


    Acleris schalleriana - Schneeball-Spinnerwickler





    Hier die Mine. Vorsicht: Leicht zu verwechseln mit der viel häufigeren Phyllonorycter lantanella.

    Acleris schalleriana miniert in der Blattmitte und zieht das Blatt oft "krüppelartig" zusammen.

    Der einfachste Nachweis ist meiner Meinung nach an Wolligem Schneeball (Viburnum lantana), den es allerdings nicht überall gibt und ansonsten an Gewöhnlichem Schneeball (Viburnum opulus).



    Wenn man die Raupe sieht, ist es endgültig eindeutig. Übrigens ziemlich variabel.



    Und hier die Puppe.


    Platzhalter für den Falter (Bild zu groß), nun adminseitig eingefügt:


    VG Jonas

    Hallo Sabine,


    der Beitrag zu spiraeella ist leider im falschen Faden gelandet. Kannst du den eventuell verschieben?


    Bin gespannt, ob du spiraeella auch findest, spätestens zur Belaubung ist das ziemlich sicher.


    Danke und VG, Jonas

    Weiter geht's. Diesmal mit der Gattung Coleophora. Coleophoren hat man sehr oft, z.T. in hoher Anzahl, am Licht. Als Imago sind sie aber zu 98% nicht bestimmbar.

    Als Sack sieht das schon anders aus, auch wenn hier immer noch 60/ 70% unbestimmbar bleiben und als Imago einer Genitaluntersuchung unterzogen werden müssen.


    Heute also:

    Coleophora spiraeella - Spierstrauch-Miniermotte


    Coleophora-Arten hinterlassen auch minierende Spuren. In der Mitte sind oft runde Flecken. Dort haften die Säcke an. Im Bild ein ausgewachsener Sack, rechts am Rand ist ein Jugendsack zu erkennen.




    Hier z.B. 2 Jugendsäcke.

    Diese Art lebt an Spiersträuchern. Diese findet man oft in Parks. Wenn man sich die Verbreitungskarten ansieht, merkt man, dass es praktisch keine Nachweise gibt.

    Erfreuliches für Sabine Flechtmann, in SH kommt die Art vor, ich habe sie dort selbst in hoher Anzahl nachweisen können.

    Wer Spieren kennt, kann auch aktuell suchen, die Säcke überwintern, es ist nur schwieriger, unauffälliger und besser getarnt.


    VG Jonas

    Es könnte Heckenkirsche sein.

    Live bzw. mit mehr Bildern der Pflanze ist sowas immer eindeutiger. Viele Arten an minierern sind einfach zu spezifisch, sodass eine Bestimmung nur mit der Pflanze geht und hier sogar oft die Pflanzenart wichtig ist. Z.B. Kornelkirsche statt einfach nur Hartriegel.


    Moosfreund

    Ja, einige Arten haben es echt raus, sich trotz Durchleuchtung des Entdecktwerdens zu entziehen. In Eichenblättern könnten noch Puppen von Phyllonorycter-Arten sein. Die kann man getrost öffnen. Aber lieber draußen lagern und im März zum Schlupf reinholen. Dann hat die Natur auch was davon 😀

    Das ist wirklich interessant, aber leider fehlen viele Arten.

    Ich würd v.a. bei bladmineerders.nl, ukflymines.co.uk und auf lepiforum.org schauen. Damit fährt man recht gut. Oder die Datenbänke nach "Minenbildern" filtern.

    Die erste frische Art wird Paracrania chrysolepidella an Hasel sein, gefolgt von Dyseriocrania, Eriocrania (oder wie auch immer die Gattung nun zerhackstückelt wurde und es jetzt heißt 😀).


    So im April, Mai rum. Dann wieder spannender ab August.

    Ok, fangen wir mal oben an.

    Glückwunsch zum Zimmermannia liebwerdella in Buchendrinde.


    Die gefaltete Mine an Rotbuche ist Phyllonorycter maestingella.


    Hainbuche und Rotbuche haben nix miteinander zu tun. Vgl. bladmineerders.nl, gib dort Genus Carpinus ein und wenn du das gemacht hast, auf der Seite auf den Reiter Carpinus klicken. Da dran sind 2 Phyllonorycter-Arten. tenerella und esperella, eine oberseits, eine unterseits. Kann ich mir nie merken, steht aber bei bladmineerders.nl dabei bzw. beim deutschen Namen.


    Stigmella-Minen an Hainbuche müssen eigtl. gezüchtet werden. Stigmella microtheriella (meistens) oder carpinella.


    marginea wieder schön. Ich würd die Raupen lieber drin lassen. Nach dem Rauspulen ist es diesen oft nicht möglich sich weiter zu entwickeln.


    Bei der Linde kann ich die Größe nicht einschätzen. Vmtl. Stigmella tiliae.


    An Hasel St. microtheriella.


    Minen an Eiche sind ohne Zucht kaum bestimmbar, Ausnahme bei Stigmella ist St. basiguttella, deins aber nur Stigmella sp.

    Eine Art die erstaunlich leicht zu finden ist, aber einen hohen Unterkartierungsfaktor besitzt, ist


    Gracillaria syringella - Fliederminiermotte



    Am einfachsten ist meiner Meinung nach, die Blattrollen an Esche zu suchen. Das geht aber auch an Echtem Flieder.



    An Liguster findet man die Minen oft in großen, recht transparenten Flächen. Bei Flieder und Esche natürlich auch, an Liguster fallen allerdings nur diese wirklich auf.



    Wenn man die Blattrollen aufrollt, findet man oft bis zu ein Dutzend Raupen! Recht einzigartig bei Minen, meist sind sie einzeln, wenige Male paarweise.


    Man sieht: Das Thema Minen ist ausgesprochen vielfältig, einmal die groben "Minierarten" erkannt, ist es gar nicht mehr so schwierig, diese auch gut zu finden.


    VG Jonas

    Hallo Sabine,

    das freut mich sehr zu hören.

    Da steckt auch einiges an Arbeit drin.

    Knapp 430 Bilder hab ich editiert 🙈

    Der Faden wird also niemals enden...

    Es ist echt schön, wieviele sich für das Thema Minen begeistern. Hier kann echt noch geforscht werden!