Kurioses aus dem Reich der Steine

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    • Hallo Annas,

      ja, weiß ich natürlich .. sogar bis 4.500 Jahre alt (!!) als ältester bekannter Fund einer langlebigen Flechte in Grönland. Durchschnittsalter bei bestimmten Flechtenarten soll allerdings bei 500 Jahren liegen.

      Offenbar haben wir aber "aneinander vorbei geredet", denn ich hatte mich explizit auf mein spezielles Exemplar bezogen, dessen Flechtenart samt Symbionten versteinert und damit leblos sind. Mir ist jedenfalls kein Fall bekannt, bei dem jemals Krankheiten von Fossilien oder rezenten und damit toten Flechten auf Menschen übertragen wurden (?)

      Das heißt: Erreger, wie z.B. Viren, die weder tot noch lebendig sind, sind da die Ausnahme. Wenn diese sich z.B. bei toten Vögeln oder Mäusen finden .. klar, dann geht eine Gesundheitsgefahr von dieser leblosen Materie aus aber eben nur durch diese Viren oder Bakterien .. wenn es aber keine Bakterien oder Viren gäbe, dann könnte auch der tote Vogel wohl kaum Krankheiten auf homo sapiens übertragen. :eek:

      Anders ausgedrückt: Mein "Stein" wurde gründlich gewaschen und stellt daher auch keine Gesundheitsgefahr durch evtl. überlebende Bakterien oder auch durch Viren dar.

      Viele Grüße
      Peter

      Der frühe Vogel fängt den Wurm! :cool:

      Dieser Beitrag wurde bereits 14 mal editiert, zuletzt von Geofreund ()

    • Lieber Peter und alle,

      zum umfassenden Nachlesen komme ich zwar nicht, aber deine rote Flechte auf Holz und das nachfolgende Gespräch finde ich selbst herausgerissen aus dem Zusammenhang interessant!

      Was es alles gibt! Solch eine farbintensive Flechte hätte mich auch schon in lebendem Zustand völlig verblüfft. Dass sie "versteinert" ist, ist ja irre! Vor allem freut es mich, dass sie nach ihrer Konservierung noch in derart gutem Zustand ist!

      Ich bekam einmal Stücke einer uralten, etliche hundert Jahre im Moor gelegenen Eiche geschenkt. Zufällig sah ich damals eine Sendung über die Konservierung eines historischen Holzkahnes. Der wurde von den Museumsleuten in Zuckerlake eingelegt. Also machte ich mir eine intensive Zuckerlösung und legte meine Mooreichenstücke über Monate hinein. Auch nach dem Trocknen und an der Luft blieben sie unverändert erhalten.

      Bei deiner Flechte hast du, Peter, aber sicher auf bewährte Chemie zurückgegriffen?

      Jedenfalls ist es toll, was ihr, du und Norbert, alles habt, wisst und uns zeigt! :alright:
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Liebe Rosmarie,

      vielen Dank für Deine Worte. ;) .. die beiden Exemplare hatte ich schon in diesem konserviertem Zustand im Jugendlichen-Alter von meinem Patenonkel geschenkt bekommen, der mehrmals in Namibia war. ^^
      Das Einlegen eines historischen Holzkahnes in Zuckerlake war mir aber jetzt auch neu. Klingt sehr interessant.
      Viele Grüße
      Peter

      Der frühe Vogel fängt den Wurm! :cool:
    • Geofreund schrieb:

      Hallo ..

      sollte das jetzt vielleicht eine Art von Sommerloch-Scherz sein? :eek: Da kann ich jetzt aber gar nicht drüber lachen, denn wie aus meinen Beiträgen hervorgeht, sind die Exemplare ja v e r s t e i n e r t (zwar nicht fossil aber rezent). ?(
      Lieber Peter,

      ich bin weit davon entfernt, dir Ratschläge geben zu wollen, aber ich finde, du hattest schon ein gutes Gespür hinsichtlich des "Sommerloch-Scherzes". Vielleicht hättest du diesen Beitrag auch so einordnen sollen... :cool:

      Lieber Gruß,
      Meinhard
      Die Menschheit gehört zur verrücktesten Spezies.
      Sie verehrt einen unsichtbaren Gott und zerstört die sichtbare Natur.
      Im Unbewussten darüber, dass diese Natur, die sie zerstören, der Gott ist, den sie verehren.

      -Hubert Reeves-
    • Lieber Meinhard,

      na ja, da kann man sich aber manchmal nie ganz sicher sein .. es hätte natürlich auch sein können, dass nur die lebenden Flechten gemeint waren und die Frage mehr genereller Natur war .. will heißen .. ob noch lebende Flechten generell auch Krankheiten durch ihre Symbionten z.B. übertragen können. Bei Cyanobakterien als Symbionten der Flechten liegt das natürlich schon vom Namen "Cyano" her irgendwie auch auf der Hand; bei Grünalgen als Symbionten aber nicht. Welchen Symbionten meine inzwischen längst "verstorbenen" Flechten haben, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. :D
      Viele Grüße
      Peter

      Der frühe Vogel fängt den Wurm! :cool:
    • Geofreund schrieb:

      Weiteres Kurioses aus der "Welt der Steine" :D ..

      seltenes Eisenoxalat auf fossilen Exkrementen (Kotstein) in phosphatischer Erhaltung ..
      Lieber Peter,

      das ist der interessanteste Sch..., den ich seit ewigen Zeiten gesehen habe! :thumbsup:

      In welchem Tier der wohl mal entstanden ist? Jedenfalls ist es verblüffend, dass sich Mineralien auch auf organischem Material bilden.
      Vermute ich richtig, dass sich solche Mineralien nur bilden können, nachdem der Trägerstoff schon versteinert ist?
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Liebe Rosmarie,

      vielen Dank! :) Welchem Tier die Exkremente in diesem Fall zuzordnen sind, weiß ich leider nicht .. jedenfalls wird's kein versteinerter Dinokot sein, denn der sähe anders aus; ich weiß aber jetzt auch nicht mehr, wie der aussieht. :D

      Das Mineral, das ganz unten liegt, wurde zuerst gebildet (= Trägerstoff bzw. Matrix), d.h. als älteste Bildung hier sind die versteinerten Exkremente; dann die jüngste Bildung immer oben auf, so wie in diesem Fall der Humboldtin als organische Mineralbildung (Eisenoxalat).
      Ob das aber generell so bei organischen Bildungen auf versteinerten Trägerstoffen abläuft, vermag ich jetzt nicht zu beschwören, da bei "Mutter Natur" im Prinzip alles möglich sein kann .. auch der umgekehrte Fall oder auch paralleles Wachstum von verschiedenen Mineralen. ;)
      Viele Grüße
      Peter

      Der frühe Vogel fängt den Wurm! :cool:
    • Es gibt aber auch Koprolithen,die ich nie als solchen erkannt hätte. Auf einer Börse war mal ein Dinokoprolith
      ausgestellt,der teilweise angeschliffen und poliert war. Wenn mich da jemand gefragt hätte,was das ist, wäre
      die Antwort eher in Richtung Chalcedon oder versteinertes Holz gegangen. :)
      Aber schaut halt nochmal auf die erste Seite dieses Threads. Diese Hinterlassenschaft eines Krokodils erkennt man. ;)

      Gruß Norbert
      Kein der Geometrie Unkundiger trete ein.(Platon)
    • Ja, das gab's auch bei mir mal. Zu dem jetzt von mir abgebildeten Handstück mit Chalcedon und/oder versteinertem Holz?, das ich mal auf einer Börse erwarb, stand auch auf dem Etikett: "Achat mit versteinertem Dinokot". Bis heute weiß ich immer noch nicht genau, ob das nun wirklich Dinokot ist oder nicht. Das müsste ich dann wirklich mal als komplettes Handstück, das es ist, einem Koprolith-Experten vorlegen. Aber wo findet man Experten für Kac... :eek: :D ..denn nur mit Fotos kann das Problem keiner lösen. Vielleicht sind's ja nur die hellgrauen bis farblosen Partien, die weißen, dunkelgrauen oder bräunlichen Partien, die hier den Dinokot, falls wirklich drauf, darstellen?

      Norbert, welche Farbe soll denn Dein auf der Börse ausgestelltes geschliffenes Stück Dinokot gehabt haben? Evtl. hilft mir das dann auch bei meinem USA-Stück weiter?



      Viele Grüße
      Peter

      Der frühe Vogel fängt den Wurm! :cool:

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    • Lieber Norbert und lieber Peter,

      eure weiteren Ausführungen dazu, was für Fragen sich euch im Zusammenhang mit versteinertem Kot gestellt haben und stellen, finde ich nicht nur wirklich interessant, sondern auch amüsant. Ich bin überzeugt, ihr verzeiht mir? :19:
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)