Unwetter

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    • Danke Susanne für den Namen. Ich habe gleich einmal nachgeschaut und die Beschreibung mit weiteren Fotos verglichen, die ich gemacht habe.

      Wespe 1.jpg

      Gesicht und Krönchen sind hier weiß. Laut naturspaziergang.de wäre die Gesichtszeichnung gelb (beim Männchen) und weiß beim Weibchen, aber sie hätte dann kein Krönchen...

      Wespe 1a.jpg

      Unten im überschwemmten Gebiet habe ich letztens auch so ein Tierchen gesehen und für eine Hornisse gehalten. Gerade habe ich mich aber bei den Hornissen umgeschaut und die sehen doch wieder ganz anders aus, und die Hornisse gibt es schon gar nicht...
      Aber Dank dieses Forums lerne ich jetzt immer mehr, genauer hinzuschauen und mir u. a. auch die Gesichtszeichnungen oder Beinchenfarben, - musterung anzusehen. Bisher habe ich das gar nicht wahrgenommen...
      Ich werde in meinen Fotos suchen gehen und schauen, ob das Tier, welches ich im Kopf habe diesem hier gleicht.

      Viele Grüße
      Addi
      Ein glänzender Stein am Wegrand. So klein – und doch so schön.
      Ich hob ihn auf. Er war so schön!
      Ich legte ihn wieder zurück und ging weiter.

      (Calvin O. John, Ute-Navajo)
    • Auch ich danke Dir für Deinen Bericht über die Natur!

      Im Lokalteil der RP sieht man, wie es in den Wohnstrassen von Leichlingen, Leverkusen und Langenfeld aussieht :(

      Ich denke/hoffe, dass sich die Natur schneller erholt als die Psyche der Menschen und der Wiederaufbau wird Monate dauern.

      Von meinem Besuch in der Kämpe habe ich ja noch nicht zu Ende berichtet, folgt noch.

      Gestern wollte/bin ich nach der Arbeit zum Poensgenpark in Ratingen. Der Teil des Parkes, der schön mit alten Bäumen und Blumen usw angelegt ist, war wegen „Baumfällarbeiten“ abgesperrt. Ich bin dann einen größeren Bogen = Waldwege, die nicht gesperrt und für mich neu waren drumherum gelaufen. Was mich extrem gewundert hat, war, dass ich KEINERLEI Vogelgezwitscher gehört habe... :(
      Viele Grüße aus dem Rheinland / NRW

      Claudia und Uwe
    • Ich stelle meinen Bericht unter dieser Überschrift hinein, weil ich nicht extra etwas Neues aufmachen wollte. Es ist zwar kein Unwetter, aber ein neues Unglück, welches Leverkusen innerhalb von einer guten Woche erwischt hat. Etwa gegen 9.40 Uhr hatte es einen riesenlauten Knall gegeben. Fenster und Türen wackelten, man spürte eine Vibration und ich wartete nur darauf, dass die Fenster kaputt gingen... Zum Glück ist das nicht passiert. Es dauerte nicht lange, da wurde die Warn-App Nina aktiv, die Sirenen heulten (wir waren ja noch vom Hochwasser her sensibilisiert) und dann nur noch "tatütata".
      Hier in der Nähe (knappe 3 km entfernt ist die Verbrennungsanlage, die die ganzen chemischen Abfälle von Currenta (ehemals Bayer) und von überalll her entsorgt. Und drei dieser Tanks sind in die Luft geflogen...
      Ungefähr zur gleichen Zeit musste ich mich auf den Weg zu meiner zweiten Impfung machen, in einen anderen Stadtteil. Ich bin auf gut Glück zur Bushaltestelle (denn mit Rad sollte man bei einer Impfung nicht fahren und nach dieser Explosion hatten wir hier "Warnstufe: Extrem" (bis vor wenigen Minuten), jetzt nur noch "Gefahr", und mein Weg hätte mich in Sichtweite zum Unglücksplatz vorbeigeführt.
      Von meiner Haustüre aus waren schon diese Bilder zu sehen:

      Explosion 1.jpg

      Explosion 2.jpg

      Man konnte schon erahnen, dass etwas ganz Schlimmes passiert gewesen war. Auch ein Hubschrauber kreiste.

      Vom Bus aus bekamen wir dann noch diese Eindrücke:
      (hier stand bis vor kurzem noch das Wasser der Wupper bis vorne zum Straßenrand).

      Explosion 3.jpg

      Ab hier wurde es dann ziemlich "nebelig" durch die Rauchgase.

      Explosion 5.jpg

      Zur Impfung bin ich dann aber ohne Probleme hingekommen, wo aber der Chemie-Unfall Thema gewesen ist. Sie wussten jetzt auch nicht, wer überhaupt noch zur Impfung kommen würde und zogen erst einmal keine Spritzen mehr auf, um nicht nachher das gute Zeug wegwerfen zu müssen.

      Nun, der Bus zurück kam dann auch pünktlich, aber etwa auf der Hälfte der Strecke wurde es dann problematisch. Zwei Stadtteile waren praktisch gesperrt, vor allem, um Platz für die Einsatzkräfte zu haben. Die Autobahnen A 1, A3 und A 59 waren gesperrt, weil sie direkt dort vorbei führten und man nicht wusste, ob da nicht noch einmal etwas hochgeht. Zudem hätte es sicher Unfälle durch Schaulustige gegeben. Und so sammelte sich der ganze Verkehr auf der einen Strecke, die noch frei war, um zum Zielort zu kommen. Von da aus wären es bis nach Hause nur noch so etwa 3,5 km gewesen. Nun, wir brauchten dann aber zwei Stunden! Ich war froh, dass der Bus überhaupt noch fuhr und uns nicht einfach irgendwo "ablud". Der Busfahrer kannte sich aber nicht aus (...), aber ein weiterer Passagier und ich, setzten uns nach vorne und lotsten ihn. Ich denke, die kennen nur ihre Routen, vielleicht werden sie da auch noch per irgendeiner App geleitet (keine Ahnung) und das war es dann. Wenigstens sprach er gut genug Deutsch, damit wir uns verständigen konnten.
      Normalerweise sollten ja wegen Corona die Fenster und Luken offen bleiben, nun war aber die Anweisung, alles zu schließen. Und zwei Stunden mit der Maske im geschlossenen Bus, es war schon anstrengend. Zumal wir nicht wussten, was alles passierte, viele (Falsch-)meldungen kursierten.
      Bisher ist ein Toter geborgen worden, vier sind noch vermisst (wo ich aber leider keine Hoffnung habe) und so 16 Leute verletzt, einige von ihnen schwer, teilweise in Lebensgefahr.
      Leverkusen kommt im Moment nicht zur Ruhe...

      Viele Grüße
      Addi
      Ein glänzender Stein am Wegrand. So klein – und doch so schön.
      Ich hob ihn auf. Er war so schön!
      Ich legte ihn wieder zurück und ging weiter.

      (Calvin O. John, Ute-Navajo)
    • Liebe Adelheid,
      dieses Unglück ist schon ganz früh durch die Medien gegangen, und ich habe sofort an dich gedacht. Drei km Entfernung ist ja nur ein Klacks weit entfernt. Dass schon wieder so etwas Schrecklilches passiert ist, die armen Familien.
      Liebe Grüße

      Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
      aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
      Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)
    • Ich habe die WhatsApps einer Freundin erst in der Mittagspause gelesen und dann an evtl Gefährdete weitergeleitet,

      Zwischenzeitlich war ja auch nicht klar, ob noch weitere Tanks explodieren.

      Ich bin froh, dass dann nicht doch noch mehr passiert ist.

      In den Nachrichten sagten sie grade 2 Tote. Ein Helfer.

      Echt heftig!
      Viele Grüße aus dem Rheinland / NRW

      Claudia und Uwe
    • Danke für Eure Worte.
      Es war wirklich ein schlimmer Tag gestern. Vor allem die lange Ungewissheit, die Gefahr, dass noch ein Tank explodiert (wo ich mich dann frage, was mit all den Helfern passiert wäre, die ja nahe geparkt hatten). Die Warnstufe "Extrem" war auch unheimlich und immer wieder die Sirenen, Hubschrauber und Martinshorn. Der Knall und die Druckwelle, so etwas hatte ich bisher nicht erlebt.
      Zwei tote Arbeiter, noch fünf Vermisste... Das ist schrecklich für die Familien, ebenso für die der Schwerverletzten.
      Als Leverkusener wusste man aber, dass es im Grunde genommen nur eine Frage der Zeit war, dass da etwas hochgeht. Ich bin ja hier aufgewachsen und es gab immer mal wieder "Geruchsbelästigungen", stinkendes, verfärbtes Wasser, kleinere Brände oder Austritte von "Etwas". Das gestern war eine neue Dimension.
      Nur etwa 5 Minuten vor der Explosion stand ich auf einer Leiter auf dem Balkon, um eine Blume zu fotografieren. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wenn ich dort gewesen wäre, als die Druckwelle kam oder ich mich "nur" ob des Knalls erschrocken hätte...
      Hoffentlich kommt jetzt so langsam alles zur Ruhe.

      Viele Grüße
      Addi
      Ein glänzender Stein am Wegrand. So klein – und doch so schön.
      Ich hob ihn auf. Er war so schön!
      Ich legte ihn wieder zurück und ging weiter.

      (Calvin O. John, Ute-Navajo)
    • Nachtrag: ich habe die Fenster aufgerissen, um endlich die schwüle Luft hier heraus zu bekommen. Gestern ab halb fünf oder so, war schon Entwarnung.
      Aber wo ich hier bei offener Balkontüre sitze, riecht es sehr unangenehm. Ich hoffe nur, dass es nichts ist, was man besser nicht einatmen sollte...

      Viele Grüße
      Addi
      Ein glänzender Stein am Wegrand. So klein – und doch so schön.
      Ich hob ihn auf. Er war so schön!
      Ich legte ihn wieder zurück und ging weiter.

      (Calvin O. John, Ute-Navajo)