Bei dem Wetter musste ich unbedingt raus...

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    • Vorgestern bin ich an einer meiner Stellen unterwegs gewesen und habe dabei auch wieder so einiges entdeckt, teilweise auch Neues für mich.

      Beim Fotografieren war mir noch nicht klar, was ich da sah, meine nun aber herausgefunden zu haben, dass dies eine Entwicklungsstufe von der Larve zum Marienkäfer sein müsste... Wo sich mir aber nicht erschließt, wo da vorne und hinten ist...!





      Diesen Falter hatte ich in den letzten Tagen immer wieder einmal gesehen, aber nie erwischt. Er war immer so schnell weg... Jetzt ist er auch nicht optimal getroffen, aber wenigstens größtenteils... Er ist aber dunkelgelber als er auf diesem Foto wirkt.



      Und wem ich hier beim Liebesspiel zusah, das kann ich leider nicht sagen...





      Einen Ast weiter taten es ihnen diese Beiden gleich.



      Ganz entspannt...



      und abhängend...



      Dieses ist wahrscheinlich eine Larve von etwas, von einem der Marienkäfer...?





      Dann entdeckte ich diesen vorrübergehenden Lebensraum. "Idyllisch" gelegen unter der A 1 die zu der (irgendwann gebauten) neuen Rheinbrücke führt...



      nahe links daneben wo ein Sonderkommando das Terrain schon lange nach Weltkriegsbomben sondiert...






      Jedenfalls wurden meine Vorahnungen erfüllt! Zum einen sah ich die Bauten der Schornsteinwespen...







      und die zu erwarteten Gegenspieler, die Goldwespen! Die Biester flogen aber dermaßen schnell und setzten sich kaum hin, so dass es schwierig war, sie vernünftig zu fotografieren...



      Und eine andere Art, aber beide konnte ich nicht identifizieren... Vielleicht waren es auch nur Männchen und Weibchen der gleichen Art...?





      Gleich geht es weiter...

      Viele Grüße
      Addi
      Ein glänzender Stein am Wegrand. So klein – und doch so schön.
      Ich hob ihn auf. Er war so schön!
      Ich legte ihn wieder zurück und ging weiter.

      (Calvin O. John, Ute-Navajo)
    • Eine der Goldwespen meinte dann, in einen der "Schornsteine" klettern zu müssen...



      Was sich die Wohnungsinhaberin allerdings nicht bieten ließ und nach vorne schoß (so schnell konnte man gar nicht gucken!).





      und wieder rein...



      Zur Entspannung (für den Zuschauer) eine Biene mit rotierenden Flügeln an anderer Stelle...



      Und dann stieß ich wieder auf Neues. Und zwar auf einen Befall von vielen Raupen auf einer Erle. Ich habe mich zu Hause dann schlau gemacht und meine, dass es sich hier um die Raupe des Blauen Erlenblattkäfers handeln müsste... Jedenfalls waren viele Blätter des Baumes von ihm befallen und ordentlich kahlgefressen...!



      Ob das kleine Schwarze Ausscheidungen sind oder ganz kleine Raupen... - keine Ahnung.





      Und hier hat sich die Gesellschaft erweitert. Vielleicht sind es ihre Freßfeinde...?



      Und hier wird es bunt...



      Vielleicht ist das ja eine Vorform der schwarzen Raupen... Jedenfalls sehr interessant und sehr neu für mich.

      Viele Grüße
      Addi
      Ein glänzender Stein am Wegrand. So klein – und doch so schön.
      Ich hob ihn auf. Er war so schön!
      Ich legte ihn wieder zurück und ging weiter.

      (Calvin O. John, Ute-Navajo)
    • Liebe Addi,

      idyllisch vielleicht nicht im klassischen Sinne, aber zumindest nicht so oft durch "Touristen" gestört hat die Ecke als Lebensraum ja trotzdem Qualität.
      Zu deinen Tierchen, flotten Falter halte ich für den Ockergelben Blattspanner Camptogramma bilineata.
      Darunter haben zwei Köcherfliegen und anschließend zwei Schnaken (Tipulidae) sich lieb. Sieht auf jeden Fall sehr entspannt aus. :thumbsup:
      Deine "Marienkäferlarve" verwandelt sich eines Tages in eine Florfliege.
      Die Erzwespen, also die Goldwespen finde ich wunderschön, nur fotografiere ich sie nie, weil bei meiner Fotoqualität meist eh nur Bestimmungsfotos herauskommen. Und da sich Besagte nicht bestimmen lassen (jedenfalls so gut wie immer)...
      Die Larven des Erlenblattkäfers würde ich auch so bestimmen. Die kleinen hellen Larven sind glaube ich die kleinen Geschwister. Hellere Tiere können auch einfach frisch gehäutet sein. Dazu kann ich dir also letzten Endes auch nichts Sicheres sagen.
      Danke für die Eindrücke.
      Beste Grüße,
      Stefan

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      - Deutschland: 260, Schneesperling
      - Welt (2021): 272 (194), Schneesperling (Nebelkrähe)
      - (Garten): 98, Gartenrotschwanz
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    • Kasimir schrieb:

      Am besten gefällt mir, wie die Goldwespe in den Schornstein kriecht. da ist doch mal was los!
      Da war wirklich was los! :) Ich hatte Glück, dass ich meine Aufmerksamkeit gerade in dieser Richtung hatte. Ich hatte noch gedacht, "na, ob das gut geht", so schnell konnte ich gar nicht gucken, wie sie rausgeschmissen wurde!

      Danke Stefan für die Bestimmungen!

      _Stefan_ schrieb:

      Deine "Marienkäferlarve" verwandelt sich eines Tages in eine Florfliege.
      :eek: Das hätte ich jetzt nicht gedacht... Man sollte nicht alles glauben, was man im Internet findet!

      _Stefan_ schrieb:

      aber zumindest nicht so oft durch "Touristen" gestört hat die Ecke als Lebensraum ja trotzdem Qualität.
      Nee, wirklich nicht! Vor wenigen Jahren hätte ich auch noch nicht gewusst, dass dieser Lebensraum einer ist und eigentlich ein Besonderer und wäre gar nicht auf die Idee gekommen, dort einmal gucken zu gehen. Ich habe zum ersten Mal Goldwespen "live" gesehen! :) Wenn das Wetter passt, also ordentlich Sonnenschein auf das Hügelchen, werde ich noch einmal hingehen.
      Ich freue mich auch immer sehr über Brachgelände, wo die Sukzession langsam fortschreitet und hoffe, dass nicht so schnell dort etwas gebaut wird!

      Die Larven des Erlenblattkäfers waren auch eiine neue Entdeckung für mich. Ich fand aber nichts darüber, dass sie den Baum nachhaltig schädigen würden. Das wundert mich eigentlich. Denn anfangs leben sie in Grüppchen zusammen (wie ich es ja gesehen habe) und später verteilen sie sich. Bei der Menge, die ich gesehen habe, werden von dem Baum wohl keine Blätter übrig bleiben...

      Viele Grüße
      Addi
      Ein glänzender Stein am Wegrand. So klein – und doch so schön.
      Ich hob ihn auf. Er war so schön!
      Ich legte ihn wieder zurück und ging weiter.

      (Calvin O. John, Ute-Navajo)
    • Addi schrieb:

      Das wundert mich eigentlich.
      Ja, das mag auf den ersten Blick erstaunlich wirken, aber ich denke, die Natur hat dort ihr Gleichgewicht gefunden. Wir haben hier in Schleswig-Holstein dank des vielen Wassers auch viele Erlen und noch viel mehr Blaue Erlenblattkäfer. Da fällt mir ein, dazu wollte ich mal einen Beitrag verfassen, aber das Rohmaterial liegt noch herum.
      Aber es werden ja nicht alle Larven auch wirklich zu Käfern. Dasselbe habe ich übrigens beim Schneeball-Blattkäfer (Phyrralta viburni) beobachtet. Die haben tatsächlich ganze Büsche leergefressen, sodass diese später komplett neu austreiben mussten. Aber meines Wissens steht der Busch noch heute und lebt weiter. Also wird es wohl ein Mix aus rechtzeitigem Abwandern, genügend Fressfeinden und Widerstandsfähigkeit der Pflanzen sein. Es wäre ja auch nicht "nachhaltig", wenn die Käfer ihre eigenen Futterpflanzen vernichten würden. Dann gäbe es in Zukunft wohl automatisch auch weniger Käfer.
      Ich möchte dir natürlich herzlich zu deinen Erstsichtungen gratulieren, auch wenn du wie ich noch eher am Anfang deiner Entdeckungsreise in die Natur stehst und dadurch noch sehr viele Neufunde "feiern" kannst. Nichtsdestotrotz ist alles Entdeckte ja auch immer etwas Besonderes, vor Allem wenn man jahrelang direkt daneben gelebt hat und es nicht kannte.
      Beste Grüße,
      Stefan

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      Wirbellose, nur extern bestätigte Lebendfunde: 859, Otiorhynchus geniculatus
    • _Stefan_ schrieb:

      Ich möchte dir natürlich herzlich zu deinen Erstsichtungen gratulieren, auch wenn du wie ich noch eher am Anfang deiner Entdeckungsreise in die Natur stehst und dadurch noch sehr viele Neufunde "feiern" kannst. Nichtsdestotrotz ist alles Entdeckte ja auch immer etwas Besonderes, vor Allem wenn man jahrelang direkt daneben gelebt hat und es nicht kannte.
      Danke!
      Stimmt, ich kann noch viele Neufunde feiern. Eigentlich fast sogar noch auf jedem meiner Ausflüge... Und gerade, das jahrelange daneben gelebt zu haben und nicht zu wissen, was da alles los ist!

      Ich denke (und hoffe) auch, dass die Natur sich selber in Balance hält. Das ist dort ein Bereich an der Dhünn, wo nur Hundespaziergänger langgehen und Menschen die Bäume nur angehen, wenn sie "verkehrsgefährdend" werden.
      In manchen Jahren habe ich anderswo schon Gespinnstmotten gesehen, die die Bäume kahl gefressen haben. Die haben sich im Jahresverlauf aber wieder erholt und neu ausgeschlagen.

      Viele Grüße
      Addi
      Ein glänzender Stein am Wegrand. So klein – und doch so schön.
      Ich hob ihn auf. Er war so schön!
      Ich legte ihn wieder zurück und ging weiter.

      (Calvin O. John, Ute-Navajo)
    • Addi schrieb:

      Eigentlich fast sogar noch auf jedem meiner Ausflüge...
      Geht mir (vor allem in der Hochsaison der Krabbeltiere) auch immernoch so, ich krieche mittlerweile im dritten Jahr durch die Büsche um unseren Ort.
      Beste Grüße,
      Stefan

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    • So richtig aktiv mache ich es ja erst seit diesem Frühling! Da werde ich sicher noch viele tolle neue Sichtungen haben bzw. Beobachtungen von Insekten, die ich inzwischen kennen gelernt habe, aber dann vielleicht in besonderen Situationen (Ameisen tragen Ameisen, die Goldwespe dringt in fremde Gemächer ein usw.) Ich freue mich drauf!

      Viele Grüße
      Addi
      Ein glänzender Stein am Wegrand. So klein – und doch so schön.
      Ich hob ihn auf. Er war so schön!
      Ich legte ihn wieder zurück und ging weiter.

      (Calvin O. John, Ute-Navajo)