Mein tägliches Viech 2021

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    • Ich finde gerade die Theraphosidae absolut geil. Übrigens die Familie unter den Vogelspinnen, aus der die größten Arten Spinnen überhaupt kommen, wie z.B. Theraphosa blondi, mit einem Radiusdurchmesser bei gestreckten Beinen von 30 cm und mehr. Leider gleichzeitig eine der aggressivsten Vogelspinnen überhaupt. Wenn ich die fände, würde ich sie möglicherweise lebend mit nach hause nehmen... ;)

      Liebe Grüße
      Klaas

      Edit: Ich möchte auch mal erwähnen, dass dieser Thread ein unglaublich toller ist. Zum einen kriegen wir Tiere zu sehen, welche die wenigsten von uns, wenn nicht sogar keiner von uns, je selbst und live und in Farbe gesehen hat. Zum anderen sind ausgesprochene Raritäten dabei, so wie absolut schöne und/oder faszinierende Arten. Ich möchte auch mal dazu anmerken, welche Mühe und Zeit es Susanne-Kasimir kostet/gekostet hat

      1. die Bilder zu machen und zu bearbeiten
      2. zuhause zu recherchieren, welche Arten sie da hat

      Vor allem Punkt 2 ist etwas, was sich Susanne in vielen Jahren zum Teil durch Kleinstarbeit und Freude zum Detail, so wie ihr absolut offenes Wesen und Kontaktfreudigkeit zu Spezialisten aus unterschiedlichsten Ländern erarbeitet hat. Ich kenne Susanne jetzt ein paar Jahre und sie hat in den paar Jahren unglaublich an Wissen regelrecht aufgesogen, was sie hier an uns weiter gibt. Ich möchte auch nicht unerwähnt lassen, dass sie ein recht hohes Ansehen bei +/- lokalen Spezialisten genießt, die aus ihren Funden zum Teil Berichte geschrieben haben, mit Meldungen wenigstens regionaler Neufunde. Nur damit man mal einschätzen kann, was sie hier leistet.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Klaas Reißmann ()

    • Klaas Reißmann schrieb:

      Vor allem Punkt 2 ist etwas, was sich Susanne in vielen Jahren zum Teil durch Kleinstarbeit und Freude zum Detail, so wie ihr absolut offenes Wesen und Kontaktfreudigkeit zu Spezialisten aus unterschiedlichsten Ländern erarbeitet hat. Ich kenne Susanne jetzt ein paar Jahre und sie hat in den paar Jahren unglaublich an Wissen regelrecht aufgesogen, was sie hier an uns weiter gibt. Ich möchte auch nicht unerwähnt lassen, dass sie ein recht hohes Ansehen bei +/- lokalen Spezialisten genießt, die aus ihren Funden zum Teil Berichte geschrieben haben, mit Meldungen wenigstens regionaler Neufunde. Nur damit man mal einschätzen kann, was sie hier leistet.
      Klasse, danke dass du das hier erwähnst. Susanne ist vermutlich gerade um 5 cm gewachsen. Hut ab vor so viel Ausdauer!
      Liebe Grüße

      Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
      aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
      Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)
    • Sabine Flechtmann schrieb:

      Klaas Reißmann schrieb:

      Vor allem Punkt 2 ist etwas, was sich Susanne in vielen Jahren zum Teil durch Kleinstarbeit und Freude zum Detail, so wie ihr absolut offenes Wesen und Kontaktfreudigkeit zu Spezialisten aus unterschiedlichsten Ländern erarbeitet hat. Ich kenne Susanne jetzt ein paar Jahre und sie hat in den paar Jahren unglaublich an Wissen regelrecht aufgesogen, was sie hier an uns weiter gibt. Ich möchte auch nicht unerwähnt lassen, dass sie ein recht hohes Ansehen bei +/- lokalen Spezialisten genießt, die aus ihren Funden zum Teil Berichte geschrieben haben, mit Meldungen wenigstens regionaler Neufunde. Nur damit man mal einschätzen kann, was sie hier leistet.
      Klasse, danke dass du das hier erwähnst. Susanne ist vermutlich gerade um 5 cm gewachsen. Hut ab vor so viel Ausdauer!
      ich würde ihr eine virtuelle Krone schicken! :alright: :thumbsup:

      Gruß Martin
      Kamera Fuji S 1, Nikon P 900, Panasonic Lumix G 81
      PC BS Linuxmint-20 cinnamon 64bit, Firefox, DSL 6000 LAN
    • @Klaas Reißmann, du machst mich ganz verlegen. :shy:
      Relativierend kann ich anfügen, dass es eigentlich nur ein Spezialist ist; na ja, ich habe halt das Glück, dass es hier eine mit Spezialisten gesegnete Facebook-Gruppe gibt, die sich auch nicht zu schade sind, Neulingen auf die Sprünge zu helfen.
      Und es gibt auch nur eine Veröffentlichung, die ± auf einem Fund von mir beruht; eine weitere hat man mich dann gezwungen selber zu schreiben (zum Glück auf Englisch) ;)
      Liebe Grüße
      Susanne
    • 1. gibt es keinen Grund verlegen zu sein. Ehre, wem Ehre gebührt und ich weiß halbwegs wie oft Du Dir Deinen A... krumm gelegt hast und wieviel Zeit und Mühen in all den Bildern stecken.
      2. Schön. Dann war es nur ein Experte, der einen Bericht über Deinen Fund geschrieben hat und einer, der Dich gedrängt hat selbst einen Bericht zu schreiben. Egal ob auf Englisch, Deutsch, Serbokroatisch oder was auch immer für eine Sprache.

      Ich bleibe dabei, ohne Abstriche und ohne Wenn und Aber.

      Liebe Grüße
      Klaas
    • Wochenrückblick 3. - 9. Mai 21

      Guten Abend, liebe Leute,
      da hatte ich gedacht, ich wäre heute mal früher dran, aber dann habe ich mich in Bestimmungen vertieft...

      Egal, von Anfang an:
      Montag, 3. Mai
      Hier sieht man jetzt in vielen Blüten die Roten Weichkäfer Rhagonycha fulva sitzen. In D zeigt er ja angeblich den Anfang des Endes der Käfersaison an, hier kann man das nicht behaupten.



      Dienstag, 4. Mai
      Thymelicus acteon heißt auf Deutsch Mattscheckiger Dickkopffalter, erkennbar an dem hellen "U". Das, was wie eine Schramme aussieht, sind Duftschuppen, ist also ein Männchen.



      Mittwoch, 5. Mai
      Es ist übrigens immer noch grau und trübe; ich befürchtete schon, ich müsste auf eine Joker-Wanze zurückgreifen, da fand ich auf dem Nachhauseweg mitten in der Stadt einen Roten Palmrüssler Rhynchophorus ferrugineus. Neben einem schönen Tier des Tages konnte ich gleich zwei gute Taten tun: ihn (genauer: sie) für Klaas einsammeln und damit eine Palme retten. Die legen ihre ca. 200 Eier in die Palmen, wo die Larven den Vegetationskegel abfressen und damit die Palme zum Absterben bringen. Da ich keine Palmen habe, kann ich mich einfach an diesem imposanten Viech erfreuen.





      Donnerstag, 6. Mai
      Heute war ich am Bach in der Nähe des Industriegebiets, wo ich im letzten Jahr verschiedene Libellen gesehen hatte (allerdings später im Jahr). Eine Prachtlibelle flatterte an mir vorbei, die wollte sich aber nicht ablichten lassen. Da habe ich mich mit Disteln beschäftigt. Eines Tages mache ich vielleicht doch mal ein Projekt "Disteltiere". Da fand ich Odontotarsus grammicus #Neu4me Gibts wohl (nur?) in Frankreich und Spanien und hat keinen deutschen Namen.



      Freitag, 7. Mai
      Der Wetterbericht kündigte 27° und Sonne an, ich dachte das wäre ideal um an den künstlichen Teichen des Golfplatzes nach Libellen zu suchen. Also eine 15 km-Runde Tagestour. Aber wie das so ist, Libellen habe ich nur zwei gesehen und die ließen sich nicht fotografieren. Es war so heiß! Ganz bestimmt deutlich über 30° und natürlich kein Schatten. Aber auf dem Weg dahin in der Nähe eines ehemaligen Klosters, heute 5 Sterne-Hotel, hörte ich doch die unverkennbaren Rufe von Bienenfressern! Und sah sie dann auch über mir rumfliegen.
      Die Bruthöhlen waren in einer kaum 2 Meter hohen Wegböschung! Der Weg führte durch Olivenhaine; ich habe mich dann unter einen Olivenbaum gekauert, richtig gemütlich war es nicht, aber immerhin schattig. Das Gelände war etwas abschüssig und wenn ich lag, konnte ich nicht über die Böschung zur anderen Seite schauen, wenn ich hockte rutschten mir immer die Füße weg.



      Ich habe keinen Vogel im Loch verschwinden sehen, wahrscheinlich war ich doch zu nah - und wer Bienen im Flug sehen kann, kann mich auch zwischen Olivenzweigen erkennen. Jedenfalls flogen sie über mir und setzten sich ab und zu in die Bäume gegenüber. Für meine Kamera und ohne Tarnzelt ist das wohl das Optimum.





      Da habe ich mich bestimmt eine Stunde aufgehalten, aber es war ungefähr auf der Hälfte der Strecke. Ich musste ja auch wieder nach Hause.
      Eine Samtkopfgrasmücke gab es auch mal wieder.



      Und schon auf der Zielgerade nach Hause, d.h. auf einem gepflasterten Bürgersteig am Stadtrand flitzte diese Ameisenwespe. Ich habe ihr mit dem Fuß den Weg verstellt und sie versteckte sich unter meinem Schuh. Vorsichtig zur Seite und so blieb sie sitzen und konnte fotografiert werden.
      Ronisia barbarula, die Art hatte ich letztes Jahr schon bestimmt.



      nach 8 Stunden endlich unter die Dusche! (Und dann musste ich Fotos bearbeiten)

      Samstag, 8. Mai
      Schwül und bewölkt, einkaufen muss auch mal sein. Auf einem Alleeebaum sitzt dieser Amselhahn und beweist, dass er auch mit vollem Schnabel Warnrufe ausstoßen kann.



      In einer Einkaufsstraße werden Sonnensegel gespannt.



      Dann zu einer meiner Lieblingsstellen in der Nähe. Schon wieder eine Ameisenwespe, eindeutig eine andere Art. Und ein Disteltier. Sie rannte wie suchend die Distel auf und ab. Die hat mir heute viel Kopfzerbrechen bereitet, kam also für das gestrige Tier des Tages nicht in Frage. Mittlerweile bin ich mir aber ziemlich sicher, dass es sich um Tropidotilla litoralis handelt. Leider habe ich noch niemanden gefunden, der mir das bestätigen kann. Edit: bestätigt!



      Verschiedene Schmetterlinge hatte ich schon gezeigt, ein anderer war ein ernsthafter Kandidat, aber dann wurde es dieses Vögelchen. Da wusste ich zuerst nur, das ist #Neu4me ! Es stellte sich dann als Wellenastrild Estrilda astrild raus, ein tropischer Prachtfink, der lokal eingebürgert ist. So bin ich immerhin auch schon bei Vogelart Nr. 73 in diesem Jahr.



      Sonntag, 9. Mai
      Nachts hatte es geregnet, heute war es teilweise bewölkt und schwül. Ich wollte wieder mal zum Pinienwald, kam aber nur bis kurz davor, denn da blühten viele große ???. Auch das hat mich viel Bestimmungsarbeit gekostet, ich denke Riesenfenchel, der mir bei iNat vorgeschlagen wurde, passt mit den Blättern nicht und ich bin jetzt bei Thapsia villosa. Immer noch mit Fragezeichen.



      Botanik, wenn es für Insekten interessant ist, muss mich auch interessieren. Und da saßen vor allem Schwebfliegen, Goldwespen, andere "Wespen" evtl. Gattung Sceliphron und Weichkäfer dran. Als Viech des Tages habe ich etwas leicht zu Bestimmendes gewählt: Cetonia aurata, den Goldglänzenden Rosenkäfer.



      Bis nächste Woche
      Liebe Grüße
      Susanne

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kasimir ()

    • Wieder wunderbare Eindrücke Susanne und für mich ein wunderbarer Morgenspaziergang durch Andalusiens Schönheiten! Danke! :35:
      Die Tiere hast Du so wunderbar abgelichtet und Deine Erlebnisse kurzweilig und sehr interessant verarbeitet! Man konnte sich so richtig vorstellen, dabei zu sein!

      Viele Grüße
      Addi
      Ein glänzender Stein am Wegrand. So klein – und doch so schön.
      Ich hob ihn auf. Er war so schön!
      Ich legte ihn wieder zurück und ging weiter.

      (Calvin O. John, Ute-Navajo)
    • Liebe Susanne,
      du hast wieder ein hitverdächtige Woche hinter dir. Beeindruckend finde ich deine Ausdauer, bei 30 Grad einen ganzen Tag unterwegs... Dafür hast du wieder Prachtvolles mitgebracht. Auch wenn der Käfer ein Palmenschädling ist, der Palmrüssler sieht einfach ganz toll aus. Sehr schön geworden ist auch das Foto von der Samtkopfgrasmücke. Für die beschriebenen Schwierigkeiten mit den Bienenfressern kannst du dich über die Qualität deiner Fotos nicht beklagen. Bei Thymelicus acteon habe ich mich schon lange gefragt, welche Unterscheidungsmerkmale wichtig sind, da habe ich wieder etwas gelernt - die Art ist in Schleswig-Holstein nicht nachgewiesen. Deine Ameisenwespe erinnerte mich spontan an Buntkäfer (Cleridae), die teilweise ebenfalls eine Ameisen-Mimikry aufweisen.
      Herzlichen Glückwunsch auch zu deinen beiden Erstbegegnungen mit der Schildwanze und dem Wellenastrild.
      Nun heißt es wieder eine Woche warten auf die neue Folge.
      Liebe Grüße

      Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
      aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
      Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)
    • Liebe @Addi und Silke @Seide,

      freut mich, dass euch meine Woche wieder gefallen hat.

      Liebe @Sabine Flechtmann
      dir natürlich auch Dank aber vor allem einen Schlüssel für die drei spanischen Thymelicus-Arten (acteon, sylvestis, lineola). Der ist zwar in Spanisch, aber mit Fotos und Pfeilen auf die Merkmale, da kommst du sicher auch mit klar (und wenn nicht, kannst du mich ja fragen ;) )

      Ja, ich finde den Palmenrüssler auch klasse und es hat mich besonders gefreut, dass ich ihn jetzt Klaas schenken kann.

      Eigentlich finde ich 30°noch ganz ok, aber am Freitag war's mir auch zuviel - aber half ja alles nicht, ich musste ja wieder nach Hause. Heute sind's wieder nur noch 19°, komisches Wetter in diesem Jahr.

      Ihr müsst wieder eine Woche warten; ich gehe jetzt bald los, um was Neues zu finden.
      Liebe Grüße
      Susanne
    • Cetonia aurata ist feiner und weniger dicht punktiert, besonders der Halsschild. Hier ergibt sich auch der Unterschied, dass aurata eine, wie die Literatur so schön sagt, angedeutete punktfreie Mittellinie auf dem Halsschild hat. Soll heißen, dass diese Mittellinie vorhanden ist, jedoch nicht von Basis zum Vorderrand reicht, sondern etwas vor der Basis beginnt und etwas vor dem Vorderrand endet. Wenn Du Dir Fotos von Cetonia aurata und Cetonia carthami vergleichend anschaust, fallen Dir die viel dichtere Punktierung und die fehlende Mittellinie von carthami sofort auf. Das Bild prägt sich ein, wenn Du es ein halbes Dutzend mal gemacht hast. Dann schaust Du auf die Käfer und denkst "Dat is' doch enne carthami!?". Du siehst es, kannst es aber nicht begründen. Dann schaust Du dir die Merkmale noch mal an "Wat wurret denn?" und dann kannst Du es auch greifen. ;)

      Liebe Grüße
      Klaas
    • Liebe Susanne,
      dankeschön für den Link zur Bestimmung der Thymelicus-Arten. Meine Grundkentnisse in Spanisch reichen nicht ganz, um alles zu verstehen, aber so annähernd geht es.
      Liebe Grüße

      Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
      aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
      Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)