Mein tägliches Viech 2021

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    • Ich denke, dass sich viele für Dein "Viech des Tages" interessieren. Die vielen Likes müssten hier eigentlich ein super Feedback sein für dich, denn ich denke, dass nicht jeder unbedingt was sagen kann oder will. Die spanische Fauna ist weit weg und sehr anders, als die heimische, auch wenn es zum Teil sehr gleich ist. Aber schaust Du z.B. Amphipyra..., die Gattung hätte ich sagen können, kenne aber nur A. pyramidea und berbera und weiß von denen schon, dass sie nicht leicht zu unterscheiden sind. Und getz och noch effusa. Da macht das kleine Hinr "tilt". ;)

      Wie auch immer: ich finde es ist eine schöne Idee und interessant allemale. Ich freu mich drauf hier das eine oder andere zu lesen oder zu sehen.

      Liebe Grüße
      Klaas
    • Wochenrückblick 22. - 28. Februar

      Der Frühling, der so vielversprechend mit dem Grüngestreiften Weißling angefangen hatte, hat erstmal eine Pause eingelegt. Das gute Wetter ist wohl alles zu euch gezogen und hier gab es "50 shades of grey".

      Montag, 22.2.
      Was ich häufiger an den Hauswänden sehe, sind diese netten Viecher. Felsenspringer heißen sie wohl (und ich dachte immer, das wäre eine kleine Antilopenart :shy: ) und wissenschaftlich kommt man scheinbar nicht weiter als bis Ordnung Archaeognatha, Familie Machilidae. Damit als Viech des Tages nicht geeignet.




      Dafür ist es dann diese große Heuschrecke geworden, eine der wenigen, die ich kenne; die Ägyptische Wanderheuschrecke (obwohl sie nicht "wandert")
      Anacridium aegyptium. Mir gefallen die gestreiften Augen so gut.




      Dienstag, 23.2.
      nix los... bis auf dieses Waldbrettspiel, Parage aegeria. Ich habe gelesen, es sei eine andere Unterart als bei euch.



      Mittwoch, 23.2.
      Eine Wespe bewegte sich mal nicht, so dass ich ihr ins Gesicht schauen konnte. Jetzt habe ich gelernt, dass Polistes dominula gelbe Wangen und schwarze Mandibeln hat, bei Polistes gallicus ist es umgekehrt. Wäre eigentlich ein Grund als Tier des Tages gelistet zu werden, aber dann wurde es doch der folgende Badegast.



      An einer größeren Pfütze hatte jemand abgeschnittene Olivenäste entsorgt. Den Samtkopfgrasmückenmann (Sylvia melanocephala) hat's gefreut, konnte er doch baden, während er hin und her durchs Geäst sprang. Mich eher weniger, aber zwei Fotos sind doch einigermaßen was geworden.





      Donnerstag, 25.2.
      Immerhin kann ich dank @Klaas Reißmann diese Marienkäfer als Henosepilachna angusticollis bezeichnen. Mehr gab's auch nicht.



      Freitag, 26.2.
      Ich dachte, der Park wäre schon wieder auf; dem war aber nicht so, so dass ich außenrum gegangen bin. Durch die Hecke und den Zaun schlüpfte ein Samtkopfgrasmückenweib (Sylvia melanocephala).



      Auf dem Weg war eine große Pfütze und ich sah schon etwas wegfliegen. Also habe ich mich oberhalb hingesetzt und geschaut, was sich so tut.



      Zuerst kamen ein Distelfink (Carduelis carduelis) und ein Zaunammernweib (Emberiza cirlus).



      Das Girlitzweib (Serinus serinus) hat richtig heftig geplanscht,



      der Zaunammernmann (Emberiza cirlus) hat nur ganz vorsichtig zwei Schlucke genommen und sich zwischendurch vergewissernd umgeschaut



      Und dieses Viech konnte ich erstmal nicht einordnen: bei grau gestrichelt und klobigem Schnabel dachte ich vor Ort an eine Grauammer. Am Computer habe ich dann aber festgestellt, dass der Schnabel nicht nur klobig ist, sondern gekreuzt!
      Nachgelesen, ja juvenile Fichtenkreuzschnäbel (Loxia curvirostra) tragen so ein Federkleid! *Freu, freu* Habe ich doch noch was Neues gefunden, denn alle anderen waren ja alte Bekannte.



      Samstag, 27.2.
      Immer noch alles grau in grau, aber die Vögel sind auf Frühling eingestimmt. Hier jetzt wirklich eine Grauammer (Emberiza calandra), lauthals singend. Sieht doch ganz anders aus.



      Im Pinienwald - ganz viele Stengel, aber erst ein blühender Asphodelus albus. Dann gibt's ja hoffentlich bald auch den dazugehörenden Käfer.



      Jetzt gab es nur einen kleinen Wickler (?) an einem Blatt - da wollten sich meine Spanier nicht zu äußern.



      Ich war immer noch so glücklich über meinen Fichtenkreuzschnabel, dass ich ohne Probleme diesen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) als Tier des Tages akzeptiert hätte. Ist ja auch ein hübsches Kerlchen.



      Aber es kam noch besser. Auf dem Rückweg durch die Stadt - es fliegen viele Tauben um den Kirchturm. Halt! das sind doch nicht alles Tauben?!
      Nein, waren es wirklich nicht. Ich bin dann stehen geblieben und habe länger geschaut - und tatsächlich, mindestens vier Rötelfalken (Falco naumanni) konnte ich sehen! Und ab und zu setzen sie sich, aber nur dieses Männchen so nahe!



      Sonntag, 28.2.
      An einer Hauswand ein Spanner, mittlerweile als Charissa mucidaria identifiziert.



      Und gegen mein "Meisentrauma" - dass ich kein vernünftiges Foto von Kohl-, Blau- oder Schwanzmeise hinbekomme, gibt es als Tier von heute diese Schwanzmeise (Aegithalos caudatus). Bei allen anderen Fotos ist das Gesicht hinter Zweigen versteckt.



      Eben gab es wieder einen Wolkenbruch. Wenn das Wetter mal langsam frühlingshaft wird, kann ich die Serie sicher fortsetzen.
      Liebe Grüße
      Susanne
    • Danke Claudia und Silke,

      ja, die Zaunammer finde ich auch besonders hübsch, aber mein Favorit ist eindeutig der Rötelfalke.
      Heute bin ich wieder an dem Kirchturm vorbei, habe aber nichts gesehen. Wenn die tatsächlich da brüten würden, das wäre natürlich klasse! Dann könnte ich auch noch bessere Fotos versuchen hinzukriegen.
      Liebe Grüße
      Susanne
    • Kasimir schrieb:

      Was ich häufiger an den Hauswänden sehe, sind diese netten Viecher. Felsenspringer heißen sie wohl (und ich dachte immer, das wäre eine kleine Antilopenart ) und wissenschaftlich kommt man scheinbar nicht weiter als bis Ordnung Archaeognatha, Familie Machilidae.
      Diesen Akrobaten hab ich erst einmal entdecken dürfen .
    • Liebe Susanne,
      wieder eine spannende Ausgabe deiner Wochenserie! Richtig, bei den Felsenspringern kommt man als Laie nicht zu einer Bestimmung auf Artniveau. Beneidenswert ist die Aufnahme vom Rötelfalken, aber auch die Heuschrecke hast du prima aufgenommen. Vom Waldbrettspiel ist in Spanien die Nominatunterart auf den Flügeln, also Pararge aegeria aegeria, während in Deutschland die Unterart tircis (Pararge aegeria tircis) fliegt. In meinem Faden über die Nachtfalter hast du dich darüber beklagt, dass du immer nur "graue" Falter findest, dabei ist dir mit dem Steinspanner Charissa mucidaria ein besonders schönes Exemplar vor die Linse gekommen. Steinspanner sind einfach ganz tolle Tiere. Herzlichen Glückwunsch zum Fichtenkreuzschnabel-Jungvogel.
      Liebe Grüße

      Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
      aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
      Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)