Mein tägliches Viech 2021

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    • Seide schrieb:

      Und mir gehts wie Stefan, so manche Art macht mich neidisch... Ich hab hier ja nicht mal einen See mit Seeadler in der Nähe, geschweige denn Limikolen oder viele Arten von Kleinvögeln... hier ist es immer das gleiche..
      da sag ich nur Wiede,wiede hopf,hopf,hopf .....

      Wenn es irgenwo so richtig bekackt ist dann bei uns hier.Bin heute durch 40 cm Schneewehen gefahren als ich am Weiher nach den Kröten schauen wollte.
      Zugefroren und aufs Eis geschneit - kein Schwanz zu sehen,selbst wenn die einen hätten.
    • Werner schrieb:

      Seide schrieb:

      Und mir gehts wie Stefan, so manche Art macht mich neidisch... Ich hab hier ja nicht mal einen See mit Seeadler in der Nähe, geschweige denn Limikolen oder viele Arten von Kleinvögeln... hier ist es immer das gleiche..
      da sag ich nur Wiede,wiede hopf,hopf,hopf .....
      Wenn es irgenwo so richtig bekackt ist dann bei uns hier.Bin heute durch 40 cm Schneewehen gefahren als ich am Weiher nach den Kröten schauen wollte.
      Zugefroren und aufs Eis geschneit - kein Schwanz zu sehen,selbst wenn die einen hätten.

      Der Wiedehopf war ein glücklicher Zufall nach vielen Jahren Wunsch...

      Hier hats heute richtig schneegestürmt, man hat teilweise fast nix gesehen, aber komischerweise bzw. zum Glück ist nix liegen geblieben...
      Der Weiher wieder zugefroren - und das mitten in der Laichzeit? Ob da was überlebt? :(
      LG Silke
    • @Seide

      Auf jeden Fall. Die ersten Laicher sind in der Regel Grasfrösche und Moorfrösche. Die Erdkröten folgen etwas später. Aber alle sind so früh dran, dass sie auf nochmals folgende Fröste relativ gut eingestellt sind. Es wird allerdings nicht ohne Verluste gehen. Aber mich würde wundern, wenn die Gewässer richtig bis zum Grund durchfrieren. Der tiefer liegende Laich wird also wohl durchkommen. Der höher, an der Wasseroberfläche liegende Laich vermutlich nur zum Teil oder gar nicht.

      Liebe Grüße
      Klaas
    • Wochenrückblick 5. - 11. April

      Ostermontag, 5. April war hier kein Feiertag, deshalb habe ich es gewagt auf einem ausgewiesenen Wanderweg zu gehen. Feiertags sind doch zu viele Leute unterwegs, auch wenn die meisten nicht um die Mittagszeit spazieren gehen.
      Gleich am Anfang begegnete mir dieses Pärchen Algerische Sandläufer - Psammodromus algirus (auf Spanisch Langschwanzeidechse). Eigentlich sollten die Männchen in der Paarungszeit eine orangerote Kehle haben, aber offensichtlich findet man auch eine Partnerin ohne sich in Galauniform zu werfen.



      Ich hatte ja @_Stefan_ schon erzählt, dass die Samtkopfgrasmücke - Sylvia melanocephala dem Schwarzkehlchen als Lieblingstier Konkurrenz macht, allerdings ist es viel schwerer sie zu fotografieren. Hier ist es mir mal gelungen. :)



      Dienstag, 6. April Als ich dieses Tier des Tages gewählt habe, habe ich an @Sabine Flechtmann gedacht, die ja den Westlichen Resedaweißling - Pontia daplidice schon vorher für würdig befunden hatte. Aber ich wollte die Unterseite zeigen, wo man die Mickey-Maus-Köpfe sehen kann. Wer hier keine Mickey Maus findet, möge sich die Abbildungen in diesem spanischen Blog anschauen. So ist er auf jeden Fall eindeutig von den anderen grün-weißen Weißlingen zu unterscheiden.



      Am Mittwoch, 7. April war nichts Neues im Pinienwald zu finden. Auf dem Hinweg blühten in einem Feld große rosa Blumen - Gladiolus italicus



      Wenn schon sonst nix los ist, fotografiere ich auch mal Blumen. Schließlich fand ich an einem kleinen Weißdornbusch jedoch gleich vier dieser Klopse Pfirsichprachtkäfer - Capnodis tenebrionis. Auf der anderen Seite vom Weg stand ein richtig großer Busch - da war kein einziger. Mittlerweile hat mir @Klaas Reißmann bestätigt, dass die Käfer erkennen können, wenn ein Baum geschwächt ist und dann an diesem ihre Eier legen.



      und damit man auch was vom Gesicht sieht:



      Am Donnerstag, 8. April war auf der Brachfläche der Distelfalter - Vanessa cardui der Hauptdarsteller. Ich habe eine Collage aus verschiedenen Ansichten erstellt.



      Freitag, 9. April. Schon wieder ein Schmetterling, aber ein besonders schöner, wie ich finde. Von den drei Melanargia-Arten, die es hier gibt, hat Melanargia ines die schönsten Punkte auf der Unterseite. Er kommt nur auf der Iberischen Halbinsel und in Nordafrika vor.



      und von unten:



      Samstag, 10. April. Auf der Wanderung am Montag hörte ich wieder Bienenfresser und beschloß zu schauen, ob ich die wiederfinde. Der Weg ging am Hang entlang und auf der gegenüberliegenden Seite der Schlucht meinte ich sie zu sehen. Und da schien auch ein Weg entlang zu führen.
      Dieses Foto ist vom Montag.



      Diese Gegend habe ich aufgesucht, es ging zuerst auf einem geschotterten Feldweg durch Olivenhaine. Und dann hörte ich schon dies glucksenden Töne über mir. Da saßen mehrere Bienenfresser auf einer Stromleitung. Ein paar Mückenschiß-Fotos konnte ich machen, dann kam ein knatterndes Motorrad und alle waren weg.

      Ich bin den Weg weiter gegangen, er wurde zu einem schmalen Trampelpfad


      Daneben verlief ein Bewässerungskanal bzw. -rohr, der das Wasser aus dem Bach, der ganz unten plätschert, ableitet. (Deshalb wurde der Weg wahrscheinlich auch angelegt.) Jedenfalls endete er plötzlich an einer Art Damm, danach war es nur noch für Steinböcke zu begehen; ich habe mich jedenfalls nicht getraut. Am Bach wäre ich fast draufgetreten, auf die Maurische Bachschildkröte - Mauremys leprosa!



      Ich dachte, wenn ich mich ein bisschen zurückziehe, setzt sie sich vielleicht dekorativ in die Sonne und setzte mich etwas weiter weg unter einen Baum. Da wurde ich dann allerdings abgelenkt, als es über mir laut zu singen anfing. Tatsächlich, eine Nachtigall - Luscinia megarhynchos! Sie flog dann in den nächsten Baum, wo ich sie erwischen konnte. Das Tier des Tages! Übrigens ist es Tier und Tag # 100. :D
      Als ich wieder nach der Schildkröte schaute, war sie verschwunden.



      Auf dem Rückweg an einer Hauswand fand ich noch eine wirklich hübsche graue Eule. Mittlerweile wurde sie mir als Hecatera weissi bestimmt. Kommt nur ums Mittelmeer herum vor.



      Heute, Sonntag, 11. April musste ich natürlich weiter Bienenfresser - Merops apiaster suchen. Sie saßen wieder auf den Leitungsdrähten und ich schlich mich zwischen Olivenbäumen an. Einige blieben sitzen.



      Das muss aber noch besser gehen. Ich habe noch nicht rausgefunden, wo ihre Brutkolonie ist.

      Im Gras saß ein Spanner, Aspitates ochrearia. Von dieser Seite auch ganz originell.



      Dann hörte ich wieder die Bienenfresser - und sah sie auch - wieder auf der gegenüber liegenden Seite der Schlucht, bloß viel weiter unterhalb von dem echten Wanderweg. Das muss ich am nächsten Wochenende erforschen. Für sie ist es ja auch kein Problem mal eben hin und her über die Schlucht zu fliegen. Ich kann da nicht folgen.



      Aber als ich da durch die Zweige spähte, saß viel dichter ein anderer hübscher Vogel Rotkopfwürger - Lanius senator. Ein Foto gestattete er, bevor er mich wahrnahm. Das Tier des Tages. :love:



      Und damit ist die Woche vorbei und ich kann langsam die 200 anpeilen.
      Liebe Grüße
      Susanne

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Kasimir () aus folgendem Grund: Tippfehler im wiss. Namen

    • Liebe Susanne,
      dieser Faden mit deinen täglichen Viechern ist wirklich etwas ganz Besonderes. Es geht querbeet durch alle Tier- und Pflanzengefilde, und du kannst mit tollen Funden überraschen, die im deutschsprachigen Europa nicht möglich sind.
      Besonders gut gefallen mir der Mickey-Mouse-Weissling und die Eule Hecatera weissi. Die Unterseite vom Spanner-Männchen ist genial. Die wunderschön gefärbten Augen von Melanargia ines können es locker mit tropischen Faltern aufnehmen.
      Großartig wäre für mich, auch einmal einen Bienenfresser zu sehen.
      Deine Bachschildkröte hätte ich gern im Ganzen gesehen, vielleicht gelingt dir auf einem deiner nächsten Ausflüge ein Bild.
      Liebe Grüße

      Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
      aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
      Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)
    • Liebe Sabine,

      danke für dein Lob.

      Ich muss gestehen, ich hätte im Januar, als ich das anfing, nie gedacht, dass ich wirklich jeden Tag etwas Neues finden würde. Und richtig neu war für mich in dieser Woche die Eule. Überhaupt, das Anschauen von jeder Häuserwand bringt auch was, allerdings habe ich noch nicht so was wie deinen Garagenhof entdeckt, wo man davon ausgehen kann, dass Nachtfalter angelockt werden. ich versuche immer zu überlegen, warum ein Falter nun gerade da sitzt, wo er sitzt, kann aber kein Schema entdecken.

      Bachschildkröten habe ich schon häufiger gesehen, aber noch nie so nah. Die dachte wohl, sie wäre im Gras gut genug getarnt.
      Hier ist sie im Ganzen, aber die erwische ich sicher mal dekorativer.

      Liebe Grüße
      Susanne
    • Wie immer sehr geile Bilder. Eine Korrektur: Capnodis tenebrionis. Da ist Dir ein Tippfehler unterlaufen. Was die Psammodromus algirus betrifft, muss ich gestehen, dass meine Kenntnisse um diese Art gleich null sind. Nach einem Abgleich mit Fotos im Net würde ich aber anregen mal zu prüfen, ob die Tiere wirklich in Paarung waren, denn sie sehen für mich beide nach Weibchen aus und es ist nichts ungewöhnliches, dass sich Reptilien nach dem Winter zusammen finden und gemeinsam in der Sonne aufwärmen. Also mal prüfen, auch wenn es auf dem Foto sehr nach Paarung aussieht.

      Liebe Grüße
      Klaas
    • Danke, @Klaas Reißmann, den Capnodis habe ich korrigiert, Namen sollte man schon richtig schreiben. Ich habe mich schon zu Tode gegoogelt, um ein Viech zu finden, bis ich schließlich rausfand, dass mir der Name falsch gesagt worden war.

      Und zu den Echsen - ehrlich gesagt, hatte ich diese Möglichkeit gar nicht in Betracht gezogen. Aber ich habe jetzt jemand gefragt, der sich damit auskennt. ;)
      Edit: da hattest du den richtigen Riecher, es sind tatsächlich zwei Weibchen. (Verdammt, da kennt sich der Käferfuzzi auch noch mit Reptilien aus! :twisted: ) Nein, vielen Dank!

      Und auch dir danke Claudia @maischo. Ja, der Eulenfalter (damit es keine Verwechslungen gibt ;) ) macht sich auch gut als dezent-elegantes Schalmuster.
      Liebe Grüße
      Susanne

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kasimir ()

    • Hallo Werner,

      das liest sich gerade nicht gut:

      Werner schrieb:

      Hier trapst vor Kälte nicht mal ein beschissener Mistkäfer,die Blüten sind teils erfroren und in Summa
      ist nicht viel geboten.
      Und darunter steht: Kasimir gefällt das. So habe ich das nicht gemeint! Hier soll es die nächsten Tage auch wieder kälter werden.

      Den einzigen Trost, den ich dir geben kann: wenn bei mir alles heiß und vertrocknet ist, geht bei euch so richtig die Post ab! :)
      Liebe Grüße
      Susanne
    • Wochenrückblick 12 . - 18. April

      Montag, 12.4.
      Das fing schon mal gut an, endlich habe ich meinen Lieblingskäfer wieder gesehen. Dass er dann trotzdem nicht Tier des Tages wurde, lag an dem Flockenblumen-Scheckenfalter, Melitaea phoebe. Der deutsche Name spricht ja dafür, dass es ihn auch bei euch gibt; ich sehe ihn nicht besonders häufig.
      Von oben:



      und na ja, einigermaßen von unten:



      Dienstag, 13.4.
      Selbes Gebiet wie am Tag zu vor, jetzt aber: Alphasida holosericea! Samt mit Nadelstreifen und endemisch für die Provinz Málaga. :love:



      Auserdem gab's noch einen hübschen Spanner: Scopula decorata



      Mittwoch, 14.4.
      Nieselregen. In Abwandlung des englischen Spruchs sage ich mal: a nice day for snails. Viele juvenile für mich nicht bestimmbare und immerhin eine adulte Gefleckte Weinbergschnecke Cornu aspersum.



      Donnerstag, 15.4.
      Schon wieder Nieselregen ( es hatte zwischendrin aufgehört). Eine nasse Krabbenspinne Thomisus onustus ist zu kalt zum Flüchten, da gelingt mir ein Makro.



      Der häufige Rüsselkäfer Lixus pulverulentus könnte aus dieser Perspektive auch fast als Ameisenbär durchgehen. ;)



      Freitag, 16.4.
      Fast befürchtete ich, ich müsste auf einen Wanzen-Joker zurückgreifen, da fand ich auf dem Rückweg diese Schmalflügelige Erdeule Agrostis puta. #Neu4me



      Samstag, 17.4.
      Mal wieder im Pinienwald. Schon auf dem Hinweg traf ich "meinen" Perleidechserich wieder. Er war ja schon Tier des Tages. Er wohnt unter einem Stein in der Nähe des Pfads, der zum Pinienwald führt. Er heißt jetzt Don Timon, El de Antequera. (El de Antequera war der Beiname von Fernando I, nachdem er 1410 Antequera zurückerobert hat.)
      Perleidechse Timon lepidus



      Das Tier des Tages war auch ein Highlight, die Haubenfangschrecke Empusa pennata. Ich lag eine ganze Weile auf dem nur wenig steinigen Untergrund und habe sie beobachtet, wie sie sich mit ihren dünnen Beinchen schwankend durchs Gras hangelte. Das Fokussieren von grashalmdünnen Beinen ist auch nicht leicht. Das ist übrigens eine weibliche Nymphe.



      Sonntag, 18.4.
      lange unterwegs gewesen auf der erfolglosen Suche nach den Bienenfressern. Kann das sein, dass die noch gar nicht brüten, sondern sich einfach umschauen? Heute hier, morgen dort...
      Zum Tier des Tages würde ich gerne eine der beiden Neuzugänge küren; sie sind aber leider noch unbestimmt. Das Falterchen mit dem gestreiften Abdomen könnte Gattung Pyrausta sein...



      und bei der hübschen Wanze komme ich nur bis Mirinae.



      Ansonsten wird es doch der Südliche Sonnenröschen Bläuling Aricia cramera. Den habe ich auch von oben



      und von unten



      So weit für diese Woche. Es muss ja auch noch was zum Wünschen übrig bleiben. Mal schauen, ob ich in der nächsten Woche Bienenfresser finde.
      Liebe Grüße
      Susanne

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kasimir ()