TURDUSSE - Beerenschlucker

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    • TURDUSSE - Beerenschlucker

      Liebe Forumer

      Die Fensterscheibe ist unbeweglich. Willst du aus dem Zimmer heraus im Garten etwas fotografieren, könntest‘s der Ulrike, der Gartenfachfrau, das nachmachen, einfach die Scheibe als nicht existent ignorieren. Sie zeigte Anfang Oktober derart geschossene Bilder. Besonders beeindruckte mich das Foto mit dem Quellstein.

      Als es in diesen Tagen in meinem Garten mal wieder so schwirrte und sprintete, startete ich einen Versuch. Ein Eichhörnchen verharrte gerade auf dem Rasen. Mit meiner Kamera (Taschenformat) wurde es bis zum Anschlag rangezoomt. Das Ergebnis: erkennbar ist das Tierchen, aber Ulrikes Bilder sind schärfer; besonders das Bild mit der Mönchsgrasmücke. Und ein Männchen dieser Art turnte jetzt in den Staudenresten usw. im Garten umher, allerdings stumm wie z.Zt. alle Vögelchen. Mir wurd keine Chance geboten einigermaßen verwertbare Fotos zu bekommen.


      das Eichhörnchen zwar alltäglich, aber zur augenblicklichen Nußerntezeit gut in Futter // Schwenk nach rechts: Blütenangebot reichlich, doch Schmetterlinge nirgendwo




      Wenn schon keine Schmetterlinge oder sonstigen Vorzeigetierchen


      Nur so schaute ich in meinen gesammelten Werken nach:„Die Vögel Europas auf postalischen Stücken“, Briefmarken eingeschlossen.
      Die belgische Post verausgabte innerhalb Europas die meisten Briefmarken mit Abbildungen von Vogelarten; viele, viele. Aber nach der Mönchsgrasmücke suchte ich vergeblich.

      Mein Suchen setzte sich fort. ‚Vogelgäste im Ilex‘ nannte ich meinen vorigen Beitrag. Darin erwähnte ich einige Drosselarten.
      Das Zuschauen beim sich Bedienen einer Misteldrossel, deren Pflücken und Schlucken, hatte mich zum Berichten animiert.

      Die Misteldrosselist ist ebenfalls auf keiner Briefmarke abgebildet, wohl jedoch die Singdrosselund die Amsel.
      Die zur Haupterntezeit herbeifliegenden Wacholderdrosseln und Rotdrosseln zeige ich hier als Frankatur auf Briefen.

      Die plündern den gesamten Beerenbestand. Hoffentlich. In den Vorjahren geschah das so.


      Eine Eigenart der belgischen Marken sei noch erwähnt. Üblich ist es, die Marken mit den Namen der Vögel zu versehen, und zwar mit Landesnamen und wissenschaftlichem Namen. Bei den Belgiern sehen wir nur den flämischen und den französischen Namen.

      Bleibe ich bei den Drosselnamen. ‚TURDUS NAUMANNI‘.

      (Diese Drosselart wird nie in meinem Garten zu sehen sein. Von der Seltenheit ‚Zwerggans‘ las ich heute in einem Forumsbeitrag. Bei mir war es vor Jahren eine Ringdrossel, die sich als seltener, einmaliger Gartengast sehen ließ.)
      Aus Deutschland stammt der ‚Namensvater‘ der Naumanni- Drossel, genauer aus Köhten. Vor gut 200 Jahren lebte dort ein Vogelkundler, Friedrich Naumann sein Name. Dem fielen Drosseln auf, namenlose.
      Diese Art, aus Sibirien wintertags zu uns kommend, wurde nach ihm benannt.

      Auf Marken abgebildet wurde die Drossel nicht, wohl aber in einem Sonderstempel.


      Das für heute 10.10. 2020 (Erinnerungstag: 1943 wurde unsere Kleinstadt erstmals flächig bombardiert.)

      Gruß Hermann
    • Hermann,
      da habe ich Dich inspiriert?
      Wie schön!

      Durch eine Fensterscheibe ist interessant. Schöner waren die BIlder noch im Frühjahr, als meine Jüngste voe lauter LAngeweile die Fenster geputzt hat, um sich ein paar Kröten zu verdienen.
      Die kann ich mal raussuchen.
      Zu meinen Quellsteinbildern:
      Der steht ca. 6m weg vom Fenster, meine Objektive sind lange Teles, die dadurch die Scheiben optimal ignorieren :ups: .
      Dadurch entsteht der etwas weiche Look.
      Zum Winter muss meine Jüngste nochmal ein bissel Geld verdienen...

      LG Ulrike
      Begeisterte photographische Beobachterin der lebendigen Natur

      Gartenphilosophin, Autorin