Burgwald - letztes Kapitel

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    • Burgwald - letztes Kapitel

      Der Burgwald ist eine Region nördlich von Marburg, deren Reiz in ihrer natürlichen und schlichten Schönheit liegt!

      Liebe Naturfreunde!
      Ich möchte Euch gerne an meinen Urlaubserlebnissen teilhaben lassen. Die Region, in der wir unterwegs waren, ist touristisch kaum erschlossen, wir hatten großes Glück, eine schöne Ferienwohnung in einer ehemaligen Mühle gefunden zu haben.
      Meine Fotos werde ich thematisch sortiert präsentieren, erstes Kapitel sind die Stimmungen der Landschaft, die wir mit unseren Fotos versucht haben, einzufangen. Spätere Kapitel, die noch kommen sollen, sind dann: Vögel, Falter, Insekten, anderes Getier und Pflanzen. Ich hoffe, dass meine Geduld zum Erstellen aller vorgesehenen Kapitel ausreicht...

      Kapitel 1 - Stimmungen:
      Ausgangspunkt unserer Unternehmungen: unser Hausberg bei Ernsthausen:

      Was uns am meisten begeistert hat, waren die wunderbaren blühenden Wiesen:












      Ungewollt hatten wir eine gute Zeit gewählt, denn gegen Ende unserer Urlaubszeit wurden immer mehr dieser Wiesen abgemäht:

      Touristisch beworben wird das Naturschutzgebiet "Franzosenwiesen", was auch hübsch war, aber nach unserem Geschmack kaum merklich schöner als der Rest der Landschaft:




      Wegebilder kommen bei uns immer wieder vor:












      Und zu guter Letzt kommen noch die Abendstimmungen, meist in den von der Unterkunft ausgehenden Abendspaziergängen aufgenommen:






      Gute Nacht!
      Herzliche Grüße
      Batia

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    • liebe Sabine, nach und nach werde ich die Tiere zeigen, die wir gefunden haben. Auch das vom Rätsel...
      Lieber Norbert, aha, du bist also nicht nur ein Mineralien- sondern auch ein Stimmunsfotofreund, dir hätte sicher auch der sandsteinbruch gefallen, an den wir aber nur von weitem rankamen. Da wir unseren Geologenhammer nicht mit dabei hatten, sind wir da aber nicht weiter rumgekraxelt.
      Herzliche Grüße
      Batia
    • Kapitel 2: Tagfalter

      Ich sortiere der Größe nach (habe aber nur abgeschätzt...) und schildere, wie oft wir die Art gesehen haben.
      Kaisermantel - sehr selten gesehen:
      Tagpfauenauge - häufig:
      Kleiner Fuchs - öfter mal gesehen:

      Landkärtchen, 2. Generation - einige Exemplare gesichtet:
      Schornsteinfeger bzw. brauner Waldvogel - wenige Exemplare gesichtet:
      Perlmutterfalter, vermutlich ein Kleiner - selten:

      Schachbrettchen - häufiger Gast auf den schönen Wiesen:
      Großes Ochsenauge (Maniola jurtina) an Sumpfschafgarbe - äußerst häufig:
      Malvendickkopffalter - nur ein einziges Mal
      Kleines Wiesenvöglein - sehr häufig:
      Kleiner Feuerfalter - einige Exemplare:
      Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling - selten, aber wenn immer gleich mehrere Exemplare (der Name weist auf eine interessante Verhaltensweise hin: Die Raupen fressen zunächst an den Blütenknospen des Großen Wiensenknopfs, lassen sich später fallen, imitieren Ameisenduft und werden dann von einer Ameisenart in deren Nest getragen, wo sie sich weiter entwickeln (Info aus Der Kosmos Tierführer):
      Dickkopffalter (hier brauche ich Bestimmungshilfe...) - sehr häufig:
      Hauhechelbläulinge - häufig:

      Das wars - natürlich gab auch massenweise Weißlinge zu sehen, aber die Fotos passten nicht so gut zu diesen hier gezeigten.
      Herzliche Grüße
      Batia

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    • Liebe Batia,
      eine schöne Vielfalt an Tagfaltern, da können wir aus dem Hamburger Raum schon neidisch sein.
      Dein Kleines Ochsenauge (Hyphonephele lycaon) ist aus dem Raum um Marburg nicht nachgewiesen, aber auch nach habituellen Merkmalen ist das ein Großes Ochsenauge (Maniola jurtina). Das Kleine Ochsenauge ist auf der Hinterflügel-Unterseite viel einfarbiger.
      lepiforum.de/lepiwiki.pl?Hyponephele_Lycaon
      lepiforum.de/lepiwiki.pl?Maniola_Jurtina
      Ein sehr feiner Fund ist der Malven-Dickkopf.
      Liebe Grüße

      Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
      aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
      Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)
    • Batia schrieb:

      Liebe Silke, die Bildgröße kommt natürlich von der 250KB Begrenzung und dadurch, dass ich nicht kontinuierlich anpassen kann (ein extra Programm wollte ich noch nicht installieren). Mit den Quadratischen Bildern ging es deutlich besser, und für Tiere eignen sie sich ja wirklich gut.
      Hallo Batia,

      nimm dieses Programm (Freeware, kostenlos, sicher, klein, einfach zu bedienen und schnell): Traumflieger Online-Picture (TOP)
      Das nutze ich auch. Das Programm verkleinert auf die vorgegebenen Größen (z.B. 1000x1000; 250 kb) und liefert eine sehr gute Qualität.

      Viele Grüße

      Dirk
    • Da bin ich wieder mit einem neuen Kapitel:

      Nachtfalter - allerdings schaffe ich es da nicht, mich auf 20 Fotos zu beschränken. Deshalb gibt es dieses Kapitel in zwei Abschnitten.

      Herrlich viele Wiesen waren voll mit Labkraut, was nicht nur schön aussieht sondern auch dazu führte, dass wir alle drei Labkrautspanner sichten konnten (Taschenlexikon der Schmetterlinge Europas Band Nachtfalter S.406 und 407 sind damit abgearbeitet - fehlen also nur noch die restlichen 718 Seiten :30: :(
      den Weißbinden-Labkrautspanner:

      den Fleckleib-Labkrautspanner:

      und den Graubinden-Labkrautspanner:

      Besonders schöne Funde waren der Braunbinden-Wellenstriemenspanner:

      sowie die Braune Tageule:

      Der ockergelbe Blattspanner passt zu den Wellen ganz schön - und auch wenn die fleckigen Blätter für die Fotooptik nicht so schön sind, deutet sich durch sie doch an, wie gekonnt sich all die Spanner tarnen:

      Statt Wellen Gitter zeigt uns der Gitterspanner - auch Kleespanner genannt:

      Die Gammaeule ist sicher nichts Besonderes, aber ihre ungewöhnliche Form erkennt man auf diesem Bild recht schön:

      Mit dem nur rasch noch im Flug erwischten Hummelschwärmer endet der erste Abschnitt des dritten Kapitels:
      Herzliche Grüße
      Batia
    • Abschnitt 2 beginnt mit den Widderchen, die wir mit großer Ungewissheit als Beilfleckwidderchen erkannt zu haben glauben:


      Die Federgeistchen, eventuell auch Schlehengeistchen waren das Highlight eines Urlaubstages - waren wir doch der Meinung, noch nie welche gesehen zu haben - (Sabine korrigiert: Federmotte)




      Beim Blassstirnigen Flechtenbärchen begeistert mich der Name fast mehr als sein Aussehen:

      Und zu guter Letzt zeige ich die Zünsler,

      von denen wir ständig die Geflammten Kleinzünsler antrafen:

      Bei Agapeta zoegana liefert das Taschenlexikon keinen deutschen Namen - wieso eigentlich nicht, bei dem hübschen Aussehen fielen mir sicher so einige ein, z.B. gelber Fransentupfzünsler... - wer darf eigentlich Falter benennen :91: ? Gibt es auch Patente für Falternamen 8o ? (Sabine informiert: Flockenblumen-Wickler)

      Den Olivenbrauner Zünsler haben wir auch häufig gesehen:

      Und bei Chrysoteuchia culmella lasse ich Euch beim Falternamenpatentamt mal den Vortritt: (Aber Sabine hat ja jetzt geklärt, dass jeder da jetzt zu spät käme :39: - es ist ein Rispengraszünsler)

      Mit einem abendlichen Zünsler-Stimmungsbild verabschiede ich mich für heute.

      Gute Nacht
      Herzliche Grüße
      Batia

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    • Liebe Batia,
      wow, das sind zwei Beiträge, die mich schier zum Träumen bringen. Welche Vielfalt in schönen Bildern!
      Für Chrysoteuchia culmella kenne ich den deutschen Namen Rispengraszünsler,
      und für Agapeta zoegana den Flockenblumen-Wickler.

      Batia schrieb:

      wer darf eigentlich Falter benennen ?
      Derjenige, der eine Schmetterlingsart (mit wissenschaftlichen Namen) erstbeschrieben hat, wobei hier nur binominale Namen gelten (die Linnaeus eingeführt hat). Und gültig ist dann immer die zum frühesten Zeitpunkt veröffentlichte Beschreibung. Die bei manchen Arten lange Liste an Synonymen deutet darauf hin, dass dieselbe Art von verschiedenen Autoren beschrieben wurde, und die Taxonomen dürfen dann klären, welche dieser Beschreibungen dieselbe Art meinen und wer der erste war. In diesem Sinne sind die deutschen oder landessprachlichen oder auch regionalen Namen Schall und Rauch.

      Die mit deutschem Namen bezeichneten "Labkrautspanner" gehören alle in die Gattung Epirrhoe.
      Zur Gattung gehören im deutschsprachigen Raum 7 Arten, von denen nur E. pupillata nicht in Hessen vorkommt:
      Epirrhoe alternata --- lepiforum.de/lepiwiki.pl?Epirrhoe_Alternata
      Epirrhoe galiata ------ lepiforum.de/lepiwiki.pl?Epirrhoe_Galiata
      Epirrhoe hastulata --- lepiforum.de/lepiwiki.pl?Epirrhoe_Hastulata
      Epirrhoe molluginata lepiforum.de/lepiwiki.pl?Epirrhoe_Molluginata
      Epirrhoe pupillata ---- lepiforum.de/lepiwiki.pl?Epirrhoe_Pupillata
      Epirrhoe rivata -------- lepiforum.de/lepiwiki.pl?Epirrhoe_Rivata
      Epirrhoe tristata ------ lepiforum.de/lepiwiki.pl?Epirrhoe_Tristata

      Epirrhoe hastulata ist eine sehr seltene, äußerst lokal vorkommende Art. Ihr habt also noch ein paar Labkrautspanner-Arten zu finden.

      Die Federmotte ist kein Schlehen(feder)geistchen (Pterophorus pentadactyla), die sind reinweiß. Und der deutsche Name Schlehenfedergeistchen ist doppelt doof, weil Pterophorus pentadactyla an Winden lebt und es auch eine Falterfamilie Federgeistchen (Alucitidae) gibt.

      Beim Widderchen sollte das Beilfleckwidderchen stimmen, der Beilfleck ist zwar recht untypisch, aber alle anderen Arten passen noch viel weniger.
      Liebe Grüße

      Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
      aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
      Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)