Der Zahn der Zeit ..

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    • Albabsucher schrieb:

      Ganz toll !Ich suche in meiner Heimat jetzt schon 48 Jahre nach ihr .
      Danke! Heute Abend lief im NDR ein Film über die Südheide. Hier lebe ich. Meine Heimat. In dem Film wurde auch die Kreuzotter gezeigt. Sie hat hier eines ihrer größten Verbreitungsgebiete innerhalb Deutschlands. Der Film wird morgen früh um 06:35 Uhr für Frühaufsteher noch mal gezeigt, läuft aber auch in der Mediathek des NDR. Verfügbar bis 19.02.2020.


      Expeditionen ins Tierreich
      Die Südheide - Wälder, Wiesen, weites Land


      [...] Wichtiger Bestandteil der Südheide sind die unzugänglichen Moore, in denen Kraniche, gut geschützt vor Feinden, ihren Nachwuchs großziehen. Kreuzotter und die selten gewordenen Birkhühner hingegen fühlen sich auf den sandigen Heideflächen wohl, die der Region ihren Namen verdankt. [...]


    • Hallo Peter,

      den Film über die Südheide habe ich auch gesehen. Ich fand ihn sehr gelungen.

      Vor zig Jahren habe ich öfters Urlaub in Wesel in der Nähe von Wilsede gemacht. Die Heide fasziniert mich sehr. Ich würde gern wieder hin. Wenn´s nicht so weit wäre...
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Rosmarie schrieb:

      Vor zig Jahren habe ich öfters Urlaub in Wesel in der Nähe von Wilsede gemacht. Die Heide fasziniert mich sehr. Ich würde gern wieder hin. Wenn´s nicht so weit wäre...
      Moin Rosmarie,

      Wilsede liegt in der Nordheide, also dem nördlichen Teil der Lüneburger Heide und unterscheidet sich deutlich von der Landschaft hier bei uns. Im Norden findet man die typischen, großen Heideflächen in bewegtem Gelände rund um den Wilseder Berg.

      Dagegen ist die Südheide wie auch im Film sehr gut beschrieben, mit viel Wald, vielen kleinen Heidebächen und Flüssen (Aller, Örtze, Lutter, Fuhse) in einer weitläufigen, von vielen unterschiedlichen Mooren gekennzeichneten, eher flachen Landschaft geprägt.

      Mal schauen, was Du sagst, wenn Deine Augen wieder fit wie die eines Bussards sind. Vllt. möchtest Du ihnen dann noch einmal den Anblick der Nord - u. Südheide gönnen. Ich wünsche es Dir von ganzem Herzen. P.S. Melde Dich mal via PN falls es soweit ist... ;)
    • Danke, lieber Peter!
      Du hast völlig Recht, in war immer in der Nordheide. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich von dort aus auch einmal die Südheide besucht. Ich meine mich an einen Gedenkstein für Hermann Löns und ebenfalls große Heideflächen zu erinnern. Aber womöglich war das auch noch in der Nordheide.
      Ich weiß nicht, wie es heute um die Heideflächen bestellt ist. Auch damals schon ist mir aufgefallen, dass die Wald-, bzw. die Graslandanteile deutlich größer waren als die eigentlichen Heideflächen. Aber auch diese Gebiete sind sehr abwechslungsreich und wunderschön. Moore liebe ich auch...
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Rosmarie schrieb:

      Ich meine mich an einen Gedenkstein für Hermann Löns und ebenfalls große Heideflächen zu erinnern.
      Hallo Rosmarie,

      also Lönssteine gibt es hier geradezu inflationär :D . Viele Gemeinden wollen sichn damit "schmücken". Auch in meinem Heimatort steht einer. Auf der Heidefläche bei Müden (Örtze) steht auch einer. Ebenso bei Walsrode. Das sind nur drei, die mir so spontan einfallen. In letzter Zeit gibt es aber auch Distanzierungen von Hermann Löns, weil irgendwelche Paranoiker ihn unbedingt mit rechtem Gedankengut in Verbindung bringen wollen. Der gute Mann ist im 1. (i.W. ersten) Weltkrieg gefallen. Wird aber jetzt des Populismus verdächtigt. Das ist so lächerlich, daß man sich pausenlos den Wilseder Berg hinunterrollen lassen könnte... :79:

      Mal im Ernst. Hermann Löns, das ist für mich Naturweisheit:

      Höret
      Es gibt nichts Totes auf der Welt,
      hat alles sein´ Verstand,
      es lebt das öde Felsenriff,
      es lebt der dürre Strand.

      Laß deine Augen offen sein,
      geschlossen deinen Mund
      und wandle still, so werden dir
      geheime Dinge kund.

      Dann weißt du, was der Rabe ruft
      und was die Eule singt,
      aus jedes Wesens Stimme dir
      ein lieber Gruß erklingt.
      Hermann Löns
    • Waldgeist schrieb:

      Dagegen ist die Südheide wie auch im Film sehr gut beschrieben, mit viel Wald, vielen kleinen Heidebächen und Flüssen (Aller, Örtze, Lutter, Fuhse) in einer weitläufigen, von vielen unterschiedlichen Mooren gekennzeichneten, eher flachen Landschaft geprägt.
      Ich habs gesehen - wunderbare Landschaft .Hast du schon Birkhühner gesehen ?
    • Waldgeist schrieb:

      In letzter Zeit gibt es aber auch Distanzierungen von Hermann Löns, weil irgendwelche Paranoiker ihn unbedingt mit rechtem Gedankengut in Verbindung bringen wollen. Der gute Mann ist im 1. (i.W. ersten) Weltkrieg gefallen. Wird aber jetzt des Populismus verdächtigt. Das ist so lächerlich, daß man sich pausenlos den Wilseder Berg hinunterrollen lassen könnte...
      Mein Gott ,was gibt es blos für Pfeifen auf dieser Welt.

      In meinem alten Jagdrevier ,fernab seiner Heimat ,gibt es sogar eine Lönshütte .
    • Albabsucher schrieb:

      Ich habs gesehen - wunderbare Landschaft .Hast du schon Birkhühner gesehen ?
      Gesehen leider noch nicht. Aber vor ein paar Jahren konnten meine Frau und ich sie deutlich hören. Es war an der Grenze zum Ostenholzer Moor. Zwischen uns war noch ein Wassergraben und danach begann das Sperrgebiet. Das ist alles Truppenübungsgelände und darf nicht betreten werden. Das mag aber auch der Grund sein, daß sie dort überleben können. Außerdem habe ich gehört, daß es dort auch Kreuzottern in "Ausreißergrößen", so um einen Meter bis 120 cm Länge geben soll, weil sie dort ein reichliches Nahrungsangebot haben sollen und keinerlei Störung bekommen. Ein nach dem Moor benanntes Wolfsrudel ist dort ebenfalls unterwegs.


      Wenn Du mal hier bist, ziehen wir uns Camouflage-Klamotten an, streichen uns Kohle ins Gesicht und maschieren da einfach mal rein :loneranger:
    • Albabsucher schrieb:

      Waldgeist schrieb:

      Wenn Du mal hier bist, ziehen wir uns Camouflage-Klamotten an, streichen uns Kohle ins Gesicht und maschieren da einfach mal rein
      Wäre ganz nach meiner Art ,dieses Refugium mag fantastisch sein aber ich muß wegen meines "Laufwerks"auf nicht absehbare Zeit solche Streifzüge unterlassen.
      Ich hoffe sehr für Dich, daß bald mal der "Gordische Knoten" von den Ärzten gefunden und gelöst wird. Und falls es der Liebe Gott gut mit Dir meint (wovon ich mal ausgehe), stärken wir uns mit echtem Heidehonig (o. lieber Heidschnucken-Ragout ?) und schauen uns das mal genauer an.
      Ich war übrigens einmal ganz legal dort quer durchs Gebiet unterwegs. Und zwar veranstaltet die Bundeswehr manchmal eine geführte Motorrad-Tour. Sani-Wagen und Feldjäger mit dabei. Die paßten aber auch auf wie ein Schießhund, daß du dich nicht zurückfallen läßt, um eigene Wege zu fahren. Ich hab´s mit meiner Kawasaki Enduro ein paar mal probiert... keine Chance... :D
    • Waldgeist schrieb:

      Ich hoffe sehr für Dich, daß bald mal der "Gordische Knoten" von den Ärzten gefunden und gelöst wird.
      Der Knoten scheint gefunden ,aber schlag doch einen Knoten aus Drahtseil mit dem Schwert durch ! :D

      Waldgeist schrieb:

      Und falls es der Liebe Gott gut mit Dir meint (wovon ich mal ausgehe), stärken wir uns mit echtem Heidehonig (o. lieber Heidschnucken-Ragout ?)
      "Darf Herr Albsucher noch etwas Honig ?" (Loriotstil) .Nein Honig darf er nicht ,auch nicht dieses bestimmt köstliche Schnucken-Ragout.

      Waldgeist schrieb:

      Und zwar veranstaltet die Bundeswehr manchmal eine geführte Motorrad-Tour. Sani-Wagen und Feldjäger mit dabei. Die paßten aber auch auf wie ein Schießhund, daß du dich nicht zurückfallen läßt, um eigene Wege zu fahren. Ich hab´s mit meiner Kawasaki Enduro ein paar mal probiert... keine Chance...
      Wenn da rumgefahren werden darf ,hätte ich schon gar keine Hemmungen in dieses tolle Gebiet zu spazieren.

      Aber weisst du ich bin der Albabsucher weil ich Raritäten meiner Heimat suche.Daß ich die Kreuzotter irgendwo finde ist so sicher
      wie die Anakonda irgendwo am Orinoco. :D
    • Albabsucher schrieb:

      Aber weisst du ich bin der Albabsucher weil ich Raritäten meiner Heimat suche.Daß ich die Kreuzotter irgendwo finde ist so sicherwie die Anakonda irgendwo am Orinoco. :D
      Schau mal Werner, ich habe hier eine ältere Abhandlung zur Kreuzotter in BW im Allgemeinen und der Alb im Besonderen gefunden:

      [...]
      1.2 Schwäbische Alb
      Das Kalkgebirge der Schwäbischen Alb weist eine deutlich geringere Höhenlage und
      weniger Niederschläge auf als der Schwarzwald. Das raue und kontinental geprägte
      Klima sagt der Kreuzotter jedoch zu. Der westliche Teil der Alb ist kühler und feuchter,
      in den Trockentälern der östlichen Alb herrschen für die Kreuzotter weni er günstige
      Bedingungen Die historische Daienlage insbesondere aus dem 19. Jahrhundert ist
      vergleichsweise gut.
      Die nördlichsten Kreuzotter-Fundorte in Baden-Württemberg befinden sich im
      Härtsfeld am Rand der östlichen Alb. Die letzten Meldungen datieren aus den 1970er-
      Jahren. Eine Verbindung von der Ostalb über das Nördlinger Ries zur Fränkischen Alb
      besteht nicht mehr. Von der mittleren Alb sind viele alte Fundorte verbür t; leider sind
      aktuelle Nachweise z. B. im oberen Filstal durch W. Lissak) selten. Die nördliche
      Albtraof ante bildet eine scharfe Grenze zum warmen Neckarraum. Die Nachweise auf
      der südlichen Albabdachung zum Donautal liegen zerstreut. Erfreulich ist eine
      Häufung von zum Teil aktuellen Nachweisen zwischen Riedlingen und Albstadt. Weit
      verbreitet, aber nicht häufig ist die Kreuzotter auf der westlichen Alb, wo sie im
      Killertal, im Raum Albstadt und Messtetten bis Sigmaringen und Tuttlingen vor¬
      ko mt. Ara südwestlichen und süd tlichen Rand der Sch äbischen Alb reichen
      Funde bis ins Donautal hinab, die Verbindung zu den Kreuzotter-Populationen der
      Moorgebiete Oberschwabens südlich der Donau ist wohl abgebrochen. [...]

      Quelle: researchgate.net/publication/3…1758_in_Baden-Wurttemberg
    • Waldgeist schrieb:

      Der westliche Teil der Alb ist kühler und feuchter,
      in den Trockentälern der östlichen Alb herrschen für die Kreuzotter weni er günstige
      Bedingungen
      Ja,so kenne ich das auch ! Bin auf der Ostalb .

      Waldgeist schrieb:

      Die nördlichsten Kreuzotter-Fundorte in Baden-Württemberg befinden sich im
      Härtsfeld am Rand der östlichen Alb. Die letzten Meldungen datieren aus den 1970er-
      Jahren.
      Das ist exact mein östliches Streifgebiet ,und ja, dort habe ich die letzte 1972 gesehen.

      Für die westliche Alb gilt das gleiche wie für die Südheide ,sie gehören nicht zu meiner näheren Heimat.
      Albabsucher müßte korrekt Ostalbabsucher heissen mit Radius 30 km um den Wohnort.

      Das ,obwohl nicht ganz der Radius von 30 km sind die gemessenen 4200 km querfeldein auf denen mir die Vipera berus
      seit Okt 13 nicht begegnet ist.
      Aufgerollt reicht das bis hinter den Ural.

      comp_Unbenannt.jpg
      hier könnte sie noch vorkommen ,eine Feuchtwiese mitten im Wald ,da ist aber die Annäherung wegen des schwingenden Bodens
      schwierig.x.jpg