Baumförmige Pfeifenblume Aristolochia arborea

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    • Hallo Herbert!

      Es ist schon Wahnsinn, welche evolutionären Anpassungen es gibt. Gerade in den tropischen Regenwäldern hat die Natur dies bis ins Extrem entwickelt.

      Schade, dass wir vieles davon in Zukunft nur noch in Zoos oder wie hier in botanischen Gärten bewundern können. Wieviele Arten bereits ausgerottet wurden, bevor wir sie überhaupt endeckt haben, weiss kein Mensch:

      Zitat aus Wikipedia zu Aristolochia arborea:
      "Es liegen nur Berichte über sieben Fundorte der Aristolochia arborea in der Natur vor, so dass allgemein angenommen wird, dass die Art sehr selten oder in Freiheit schon ausgestorben ist, wobei der Rückgang der mittelamerikanischen Regenwälder als Hauptbedrohung der Art gilt."

      Viele Grüße
      Burkhard
    • burki schrieb:

      Es ist schon Wahnsinn, welche evolutionären Anpassungen es gibt.
      Moin Burkhard,

      vielen Dank für deinen Bericht.
      Dennoch ist es immer wieder erstaunlich, welche Taktiken Pflanzen entwickelt haben, um bestäubt zu werden.

      Hier noch weitere Beispiele:

      Betrügende Blüten und betrogene Insekten

      Pfeifenwindenart nach Dresdner Professor benannt


      Folterpflanze, Araujia sericifera


      Axinaeapflanzen schießen mit Pollen auf ihre Bestäuber
      Liebe Grüße
      Frank


      Die meisten Menschen wissen gar nicht,
      wie schön die Welt ist,
      und wie viel Pracht in den kleinsten Dingen,
      in irgend einer Pflanze, einem Stein, einer Baumrinde oder Birkenblatt sich offenbart.

      Rainer Maria Rilke (1875-1926)
    • Hallo Frank!

      Die Anpassung an ökologische Nischen hat in manchen Habitaten (Z.b. den tropischen Urwäldern oder den Korallenriffen) über manchmal hundertausende Jahre Evolution zu wundersamen und teils kaum zu glaubenden Formen geführt.
      Insbesondere die Koevolution von Pflanzen mit Insekten, Vögeln, Fledermäusen etc. war Antrieb für immer speziellere Abhängigkeiten.

      Deine Beispiele oben zeugen ja davon!

      Und auch hier bei uns kommen diese Mechanismen zu tragen, ohne das wir begreifen (wollen), dass wir etwas zerstören,
      von dem wir vielleicht mehr abhängig sind, als wir bereit sind zu glauben. Und auf die, welche etwas Ahnung haben, wird nicht gehört.

      Mein Beitrag oben war also mehr nachdenklich gemeint.

      Viele Grüße
      Burkhard

      PS: Ich werde mir mal ein paar Samen der Folterpflanze (Araujia sericifera) bestellen, falls ein Nachbar mal wieder dummes Zeug über "unordentliche" Gärten labert. Vielleicht gibt es die ja auch in größer. ;)
    • Whow.... die schaut ja toll aus....

      Was die Bestäubungstechniken angeht, spannend. Danke Frank für Deine Links, die werd ich mir anschauen.

      In der Schule hab ich mal einen Doku über solche Bestäubungstechniken gesehen, der war Hammer. Hab schon gesucht, aber ich finde nix, ich weiss auch nimmer, wie der geheißen hat.... hat da jemand von Euch vielleicht einen Tip?
      LG Silke
    • burki schrieb:

      Mein Beitrag oben war also mehr nachdenklich gemeint.
      Hallo Burkhard,

      das habe ich schon verstanden....
      Aber leider ist es ja derzeit so, dass alles, was wir unternehmen, um den Zerstörungsprosess
      der Natur aufzuhalten zum Scheitern verurteilt ist.
      Solange Regierungen in Kooperation mit der Industrie die Zerstörungen in rasanter Form derart
      vorantreiben - mit den schizophrensten Slogans wie Nachhaltigkeit, Bio, Öko, Nachwachsend etc. -
      dass jeder kleine Teilerfolg, den wir für uns verbuchen können, leider zum Scheitern verurteilt ist.
      Rein rechnerisch können wir da leider nicht mehr gegensteuern, da die Zerstörung ein riesiges
      Vielfaches der zurückgewonnenen Flächen ausmacht.
      Als Fazit kann ich nur feststellen, dass Evolution ein fortlaufender Prozess ist, der auch ohne uns
      Menschen wirksam ist.
      Liebe Grüße
      Frank


      Die meisten Menschen wissen gar nicht,
      wie schön die Welt ist,
      und wie viel Pracht in den kleinsten Dingen,
      in irgend einer Pflanze, einem Stein, einer Baumrinde oder Birkenblatt sich offenbart.

      Rainer Maria Rilke (1875-1926)
    • Lieber Herbert,
      die Pflanze sieht total schön aus. Besondere Bestäubungsanpassungen gelten auch für unsere heimischen Orchideen.
      Liebe Grüße

      Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
      aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
      Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)