Ich könnte weinen: Er ist krank!

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    • Hallo wannabee,

      bei uns haben die Mäuse einen schweren Stand, weil zu viele Jäger hinter ihnen her sind. Die Greifvögel weichen schon auf Singvogelnester aus. Neben die Greifvögel stellen auch die Graureiher und Hauskatzen den Mäusen nach. Dann gibt es auch noch das kleine Raubwild (Marder, Hermelin, usw.).

      Gruß Martin, der froh ist, dass so langsam wieder Rehwild in den Stadtwald einwandert. (Im Frühjahr wurde innerhalb der Jagdzeit eine mehrtägige "Beräumungsaktion" gestartet).
    • Liebe Wannabee,

      deine Informationen und Ausführungen sind keineswegs offtopic! Ich sehe sie als äußerst wichtig an. Auch wenn ich sie selbst nicht mehr ertrage, kann nicht genug auf derartige Missstände hingewiesen werden. Denn wer kriegt schon so etwas mit?
      In meinen Augen gibt es sowieso nichts Wichtigeres, als dass wir Menschen uns selbst und unser Tun erkennen lernen. Auch das sind wir - also die Menschen, die zusammen mit anderen Wesen diese Erde bevölkern...

      Tue dir also bitte keinen Zwang an und schreibe alles, was bei irgendwem zu mehr Information und in der Folge vielleicht zu mehr Verantwortungsgefühl führen könnte!

      Dir und Werner ein Extra-Dankeschön! :)
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Hallo wannabee ,

      Weisst du ,wie viele Jäger pro 1000 ha bei euch jagen ?
      Ich möchte vergleichen können.
      Bei uns waren es sieben.Da ist man sich lange Zeit nicht begegnet .

      Deine 60-80 Mäuselöcher /m² sind unglaublich ,im wahrsten Sinne des Wortes .Ich stelle fest ,daß die Mäusedichte
      bei uns rapide abgenommen hat.
      Auch die Fuchsdichte gegenüber den 80ern ist zurückgegangen. (geschätzt am Fuchskot /100m Kalkweg)
      So gesehen erübrigt sich bei uns auch der Fuchsabschuß.

      wannabee schrieb:

      und jetzt eben auch alles andere an raubwild.
      Was für ein unsinniger Stuß ! Gibt es denn bei euch so viele Marder ,Wiesel, Dachse ?

      Bei uns fordern manche Bauern vom Jagdpächter den Abschuß des Dachses weil er am Mais zu Schaden gehe !
      Das muß man sich mal vorstellen -Schaden am Mais .
      Oft hat der Landwirt bei der nächsten Jagdverpachtung mitzureden ,da tun sie ihm dann den Gefallen.

      Rosmarie schrieb:

      In meinen Augen gibt es sowieso nichts Wichtigeres, als dass wir Menschen uns selbst und unser Tun erkennen lernen. Auch das sind wir - also die Menschen, die zusammen mit anderen Wesen diese Erde bevölkern...
      Ja, liebe Rosmarie

      Die Erkenntnis des eigenen ,oft schädlichen ,Tuns ist das erste - die eigene Besserung ist das nächste und schwierigere .
    • Albwanderer schrieb:

      Die Erkenntnis des eigenen ,oft schädlichen ,Tuns ist das erste - die eigene Besserung ist das nächste und schwierigere .
      Lieber Werner,

      da sprichst du etwas Wahres aus!
      Ich muss gestehen, dass ich bei mir viele falsche, in Bezug auf die Umwelt schädliche, Verhaltensweisen erkenne, sie aber oft mangels einfacher Alternativen (manches ist mir zu umständlich und ich entschuldige mich vor mir selbst als zu müde oder kraftlos) nicht abstelle.

      Das ist die eine Seite.
      Die andere ist, dass ich - und andere auch - vieles einfach nicht mitkriege/n. Dazu zähle ich solche Informationen, wie sie Wannabee oben angesprochen hat, oder solche, wie du sie auch des Öfteren bringst. Solche Infos finde ich wichtig.
      Selbst wenn ich sie für mich als unerträglich empfinde, so bleiben sie doch wichtig und liefern vielleicht dem einen oder anderen Anregungen, die dazu beizutragen, dass Missstände wenigstens schon mal als solche erkannt werden.

      Deshalb freue ich mich auch, dass ihr dieses Thema hier besprecht.
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Rosmarie schrieb:

      Ich muss gestehen, dass ich bei mir viele falsche, in Bezug auf die Umwelt schädliche, Verhaltensweisen erkenne
      Liebe Rosmarie ,

      Ich bei mir auch ,denn ich müsste eigentlich meine Exkursionen ,zu welchen ich meist fahre ,mit einem SUV fahre ,sofort beenden und
      mein Naturerleben auf einen kleinen ,langweiligen Aktionsradius beschränken.

      Was den umweltzerstörenden Fleischkonsum angeht ,brauche ich nicht rot zu werden ,wenn alle so wenig rotes Fleisch verbrauchen würden wie
      ich ,könnten mehr Wiesen stehen bleiben.

      So kommt plus zu minus und unter dem Strich sollte eben nicht zu viel minus stehen.
    • phoenix66 schrieb:

      bei uns haben die Mäuse einen schweren Stand, weil zu viele Jäger hinter ihnen her sind

      ja, das ist ja die sorge, die ich habe ... dass die mäuseplage noch immensere außmaße annimmt wenn das raubwild weiterhin so stark dezimiert wird.
      einen vorgeschmack davon hab ich gestern bekommen als bei jedem schritt durchs brachland mäuse in alle richtungen vor mir wegsprangen.
      ob das nun WIRKLICH damit zusammenhängt, dass hier seit 2 jahren alles raubwild so stark bejagt wird, weiß ich zwar nicht mit sicherheit ... könnte es mir aber gut vorstellen.
      hier leb und knips ich  :)   http://de.wikipedia.org/wiki/Dr%C3%B6mling
    • wannabee schrieb:

      phoenix66 schrieb:

      bei uns haben die Mäuse einen schweren Stand, weil zu viele Jäger hinter ihnen her sind
      ja, das ist ja die sorge, die ich habe ... dass die mäuseplage noch immensere außmaße annimmt wenn das raubwild weiterhin so stark dezimiert wird.
      einen vorgeschmack davon hab ich gestern bekommen als bei jedem schritt durchs brachland mäuse in alle richtungen vor mir wegsprangen.
      ob das nun WIRKLICH damit zusammenhängt, dass hier seit 2 jahren alles raubwild so stark bejagt wird, weiß ich zwar nicht mit sicherheit ... könnte es mir aber gut vorstellen.
      Hallo wannabee,

      solche Verhältnisse kennen wir bei uns nicht. Zu einem Bild von einer Rötelmaus im Wald gehört großes Glück, weil dort nicht so viele Beutegreifer sind.

      Gruß Martin

      Rötelmaus
    • Rosmarie schrieb:

      Liebe Wannabee,

      deine Informationen und Ausführungen sind keineswegs offtopic! Ich sehe sie als äußerst wichtig an. Auch wenn ich sie selbst nicht mehr ertrage, kann nicht genug auf derartige Missstände hingewiesen werden. Denn wer kriegt schon so etwas mit?
      In meinen Augen gibt es sowieso nichts Wichtigeres, als dass wir Menschen uns selbst und unser Tun erkennen lernen. Auch das sind wir - also die Menschen, die zusammen mit anderen Wesen diese Erde bevölkern...

      Tue dir also bitte keinen Zwang an und schreibe alles, was bei irgendwem zu mehr Information und in der Folge vielleicht zu mehr Verantwortungsgefühl führen könnte!
      schön, dass du das so siehst :)
      obwohl ich denke, dass alle forumsmitglieder hier eh schon sehr verantwortungsvoll mit ihrer umwelt umgehen.

      der nabu ost befürwortet das projekt fellwechsel mit der begründung der nachhaltigkeit.
      sie schrieben, dass es für ein gesundes umweltbewußtsein spricht, wenn man fell aus *nachwachsenden ressourcen* trägt.
      ich hab das mal in sternchen gesetzt weil allein diese ausdrucksweise für tiere mich abgestoßen hat.
      für mich ist dieses projekt einfach ein unding!
      hier leb und knips ich  :)   http://de.wikipedia.org/wiki/Dr%C3%B6mling
    • phoenix66 schrieb:

      solche Verhältnisse kennen wir bei uns nicht.
      Hier auch nicht ! Nach meiner Beurteilung gibt es immer weniger Mäuse auf den Feldern.

      wannabee schrieb:

      der nabu ost befürwortet das projekt fellwechsel mit der begründung der nachhaltigkeit.
      sie schrieben, dass es für ein gesundes umweltbewußtsein spricht, wenn man fell aus *nachwachsenden ressourcen* trägt.
      Das verstehe wer will ! Was sind das für Leute welche bei so viel Mäusen die Bekämpfung der felltragenden Beutegreifer ,sofern man ihr Fell nicht verkommen lässt, befürwortet.
      Jetzt würde mich mal interessieren ,wie oft du Marder ,Wiesel ,Iltis etc. auf deinen Drömlingtouren siehst.
      Ich habe auf meinen fast 4000 Heimatkilometern in 6 Jahren kein Wiesel,ein Mauswiesel ,ein paar Steinmarder und einen Edelmarder
      gesehen .Bin oft früh unterwegs.
    • Albwanderer schrieb:

      Weisst du ,wie viele Jäger pro 1000 ha bei euch jagen ?
      Ich möchte vergleichen können.
      Bei uns waren es sieben.Da ist man sich lange Zeit nicht begegnet .

      tut mir leid, das weiß ich nicht weil ich nicht genau weiß, wie groß hier die reviere sind.
      ich werde aber mal meinen fotokumpel danach fragen wenn ich ihm wieder begegne. er ist selber 20 jahre lang zur jagd gegangen und war revierpächter.
      zwar auf niedersächsischer seite ... aber womöglich weiß er es dennoch.
      sollte das so sein, reiche ich dir die antwort nach :)


      Albwanderer schrieb:

      Deine 60-80 Mäuselöcher /m² sind unglaublich ,im wahrsten Sinne des Wortes .Ich stelle fest ,daß die Mäusedichte
      bei uns rapide abgenommen hat.
      Auch die Fuchsdichte gegenüber den 80ern ist zurückgegangen. (geschätzt am Fuchskot /100m Kalkweg)
      So gesehen erübrigt sich bei uns auch der Fuchsabschuß.
      da komme ich jetzt wieder ins grübeln ....
      wenn die fuchsdichte bei dir abgenommen hat, wie erklärt sich dann der rückgang der mäuse?
      habt ihr dafür jetzt mehr greifvögel?


      Albwanderer schrieb:

      Was für ein unsinniger Stuß ! Gibt es denn bei euch so viele Marder ,Wiesel, Dachse ?
      eigentlich gibts ja hier im drömling immer von allem viel :D
      aber mir fehlen zahlen und vergleiche mit anderen gebieten um das beurteilen zu können.
      mein fotokumpel, selber ehemaliger jäger, bedauert allerdings schon die ganzen 3 jahre die ich ihn kenne, dass soviele füchse geschossen werden. er meint, der bestand wäre gesünder gewesen als die noch nicht so stark bejagt wurden.
      ich selber habe wiesel und dachse bisher nur selten und wenn, dann flüchtig gesehen.
      was die marder angeht, da kenne ich inzwischen ein paar ecken, wo es welche gibt. da hab ich vor kurzem auch zum erstenmal im leben ein hermelin kurz sehen können.
      leider sind genau dort jetzt die ganzen fallen aufgestellt worden und ich darf da nicht mehr hin.

      Albwanderer schrieb:

      Bei uns fordern manche Bauern vom Jagdpächter den Abschuß des Dachses weil er am Mais zu Schaden gehe !
      Das muß man sich mal vorstellen -Schaden am Mais .
      Oft hat der Landwirt bei der nächsten Jagdverpachtung mitzureden ,da tun sie ihm dann den Gefallen.
      das ist hier auch so, dass die landwirte bei der verpachtung mitbestimmen.
      die begründung, dass der dachs dem mais schadet ist irgendwie genauso hirnrissig wie die tatsache, dass trotz totalem aussetzen der schonzeit die wildschweine immer mehr werden und die maisfelder verwüsten. kein wunder in dieser maiswüste, oder? :D
      hier leb und knips ich  :)   http://de.wikipedia.org/wiki/Dr%C3%B6mling
    • phoenix66 schrieb:

      Zu einem Bild von einer Rötelmaus im Wald gehört großes Glück, weil dort nicht so viele Beutegreifer sind.
      was für ein süßes bild :45:
      woher weißt du, dass das eine rötelmaus ist?
      ich hab ja gestern auch eine unmenge an mäusen gesehen, wie ich bereits schrieb, und an einem steinhaufen hatte ich dann auch die chance auf fotos.
      ich gehe davon aus, dass es feldmäuse waren. aber bestimmen könnte ich die niemals ... die sahen alle unterschiedlich gefärbt aus.
      da waren rötliche, hell- und dunkelbraune, hell- und dunkelgraue ... und manche von den ganz dunklen hatten sogar weiße flecken. letztere hab ich mit der kamera nur leider nicht erwischt :D
      hier leb und knips ich  :)   http://de.wikipedia.org/wiki/Dr%C3%B6mling
    • Albwanderer schrieb:

      Das verstehe wer will ! Was sind das für Leute welche bei so viel Mäusen die Bekämpfung der felltragenden Beutegreifer ,sofern man ihr Fell nicht verkommen lässt, befürwortet.
      Jetzt würde mich mal interessieren ,wie oft du Marder ,Wiesel ,Iltis etc. auf deinen Drömlingtouren siehst.
      Ich habe auf meinen fast 4000 Heimatkilometern in 6 Jahren kein Wiesel,ein Mauswiesel ,ein paar Steinmarder und einen Edelmarder
      gesehen .Bin oft früh unterwegs.
      ich bin immer nur nachmittags bis abends unterwegs.
      baummarder hab ich an ein und derselben stelle im letzten herbst mehrere tage hintereinander beobachten können. und das waren mindestens 3 unterschiedliche tiere. das weiß ich genau weil ich sie mal alle zusammen gesehen habe, allerdings jeweils mit abstand zueinander.
      den winter über hab ich dort dann keine marder mehr gesehen.
      erst wieder dieses frühjahr ... auch wieder an mehreren tagen hintereinander. diesmal waren es mindestens 2 unterschiedliche tiere.
      sie ließen sich nicht mehr blicken von dem zeitpunkt an wo der landwirt dort die wiese gegrubbert und anschließend mehrmals gründlich gejaucht hat.
      seither hab ich keinen marder mehr gesehen.
      mauswiesel in diesem frühjahr 2 ... aber nur kurz im vorbeihuschen.
      den letzten lebenden dachs hab ich glaub ich vor 2 jahren gesehen.
      einmal in diesem jahr ein hermelin.
      einen iltis hab ich noch nie gesehen.
      hier leb und knips ich  :)   http://de.wikipedia.org/wiki/Dr%C3%B6mling
    • wannabee schrieb:

      wenn die fuchsdichte bei dir abgenommen hat, wie erklärt sich dann der rückgang der mäuse?
      Es wird wohl umgekehrt sein ! Warum aber weniger Mäuse ,das könnte mit dem frühzeitigen Wegräumen der Wiesen zu tun haben.
      Vielleicht trägt auch die Spritzerei gegen "Unkraut "dazu bei ,aber das ist bei euch ja auch so.
      Turmfalken haben wir sehr viele ,sie sind auch sehr erfolgreich im Mäuse jagen und haben ,wenn die Wiese weg ist, leichten Zugriff.
      Der Bussard nimmt ab ,die Milane nehmen stark zu ,sind aber nach meinen Beobachtungen keine eifrigen Beutegreifer. Noch nie habe ich einen dieser zahlreichen Rotmilane Beute machen sehen.
      Die lungern lieber in der Nähe von Deponien rum.

      Danke für deine Raubwildzählung ,so üppig siehts ja nun auch wieder nicht aus .Handlungsbedarf zur Reduzierung besteht da eher gar keiner.
    • @Albwanderer ,
      ja, so rum klingt es logisch.
      allerdings scheint unseren drömlingsmäusen die giftspritzerei nicht viel auszumachen sonst müßten es ja irgendwann mal weniger geworden sein.

      turmfalken und rotmilane sind auch hier die greifvögel, die ich am häufigsten sehe.
      seit diesem jahr sehe ich sogar ab und an mal schwarzmilane. die sind bei dir wohl auch häufiger zu sehen wenn ich mich an vergangene beiträge von dir erinnere.
      für mich sind sie derzeit noch eine besonderheit.
      ich hab schon manchmal gesehen, wie sich ein rotmilan auf irgendwas draufgestürzt hat ... konnte aber nie erkennen, was es war.


      Albwanderer schrieb:

      Danke für deine Raubwildzählung ,so üppig siehts ja nun auch wieder nicht aus .Handlungsbedarf zur Reduzierung besteht da eher gar keiner.

      das ist eigentlich auch mein empfinden.
      obwohl ich natürlich nur aufzählen kann, welche tiere ich sehe .... wieviele ich NICHT sehe, weiß ich ja nicht :D

      die reduzierung ist allerdings tatsächlich auch eine begründung dafür, dass die tiere jetzt so stark bejagt werden.
      ich hatte da vor einigen wochen mal bei der naturparkverwaltung nachgefragt, die ja auch zum nabu gehört.
      da wurde mir gesagt, dass sie das raubwild am liebsten sogar GANZ weghaben wollen zum schutz der bodenbrüter.
      dass unsere bodenbrüter aber ganz sicher nicht vor den paar füchsen, mardern usw. geschützt werden müssen sondern viel eher vor den mähmaschinen und der gift- und gülle-spritzerei, da bin ich mir absolut sicher!
      das ist wirklich unfug!
      hier leb und knips ich  :)   http://de.wikipedia.org/wiki/Dr%C3%B6mling
    • Albwanderer schrieb:

      Weisst du ,wie viele Jäger pro 1000 ha bei euch jagen ?
      Ich möchte vergleichen können.
      Bei uns waren es sieben.Da ist man sich lange Zeit nicht begegnet .

      hierauf bin ich dir ja noch eine antwort schuldig ...
      leider konnte mein fotokumpel mir keine zahlen dazu nennen.
      er hat mir aber erklärt, dass der jagdverband hier eine riesige fläche gepachtet hat, die in ganz viele sehr kleine reviere aufgeteilt ist.
      die reviere sind unterschiedlich groß. aber er meinte, durchschnittlich hätten die etwa die größe wie unsere *marderwiese*.
      und die wiese, auf der wir des öfteren schon mal die marder beobachten konnten, kann ich nun wieder einigermaßen gut einschätzen ... sie ist nämlich etwa gleich groß wie die weide, die mein vater damals für seine schafe gepachtet hatte, nämlich 5 hektar.
      das sind also wirklich winzig kleine reviere. da muß ein jäger schon aufpassen, dass sein schuß nicht ins nachbarrevier geht :D
      dadurch ist die pacht für jeden einzelnen auch nicht der rede wert. zumal die jäger ja - trotz dieser winzigen reviere - auch noch begehungsscheine ausstellen für die ja auch wieder ein kleiner obulus zu bezahlen ist.

      also dass die einzelnen reviere hier nicht besonders groß sein können, das war mir irgendwie schon klar.
      aber dass sie sooooo winzigklein sind, hat mich nun doch überrascht :D
      hier leb und knips ich  :)   http://de.wikipedia.org/wiki/Dr%C3%B6mling
    • wannabee schrieb:

      dadurch ist die pacht für jeden einzelnen auch nicht der rede wert. zumal die jäger ja - trotz dieser winzigen reviere - auch noch begehungsscheine ausstellen für die ja auch wieder ein kleiner obulus zu bezahlen ist.
      Mit anderen Worten ,da wird intensiv gejagd und zwar die ganze Bandbreite (jagdbare Tiere).
      Andere Länder ,andere Sitten.
      Im vorigen Jahrhundert habe ich über 14 Jahre hinweg auf 250 ha nahezu allein gejagd ,da mein Försterfreund eher ein Holzingenier war
      und die Jagd für ihn ein notwendiges Übel.
    • allo miteinander,

      hier mal wieder ein paar neuere Bilder.

      Die letzten, schlechtesten zuerst. Sie haben mich regelrecht geschockt. Denn... diese beiden kamen gleichzeitig. Das Jungtier fraß im Vogelhaus und ein deutlich größeres Tier sicherte offensichtlich vom Gebüsch aus. Beide bewegten sich noch hektischer als meine üblichen Marder und machten riesige Sprünge vom Haus auf den Rasen...





      Diese Marder halte ich für Steinmarder. =O

      Daraufhin habe ich mich entschlossen, das Zusatzfüttern mit Hundeweichfutter einzustellen. Es gibt ja nun auch genug Mäuse. Hoffentlich. Ich möchte nicht zur Futtermutter von ganzen Generationen von Stein- und Baummardern werden... :D

      Hier noch ein paar Bilder von den jüngsten Baummardern von diesem Jahr. Ich finde sie einfach allerliebst. Aber jetzt sollen sie Mäuse fangen und wenn sie Hunger haben, sich halt an die Erdnüsse im Vogelhaus halten.










      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • So sicher bin ich mir jetzt gar nicht, ob das Baum- oder Steinmarder auf deinen neuen Bildern sind. Mal vorsichtig gesagt, könnten es tatsächlich Steinmarder sein. Wenn ja, könntest du eigentlich froh sein, zwei Marderarten bei dir beobachten zu können. Aber wirklich schön ist das nicht, da stimm ich dir zu. Es sind Wildtiere, die ihre Nahrung eigentlich in der Natur und nicht auf deinem Balkon suchen sollten. Du hast daher Recht, das Füttern einzustellen, wenn es immer mehr werden. Dir wird aber dann anfangs etwas fehlen.

      Liebe Grüße
      Sabine II
      Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
      müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
      (Noah)
    • Liebe Sabine,

      natürlich stimme ich dir zu. Wildtiere sollten sich ihr Futter selbst suchen können. Nur sind sie halt schlau und greifen auch gern mal auf etwas "Menschliches" zurück, was sich leichter "fangen" lässt. Erdnüsse laufen nun mal nicht weg...
      Hausmarder, also Steinmarder, hatten wir unter unserem Dach, bis wir vor zwei Jahren ein neues bekamen. Seitdem habe ich sie nachts nicht mehr über mir herumlaufen hören. Nun scheinen sie woanders zu wohnen, kommen aber wohl noch zu Besuch.

      Wenn ich recht unterrichtet bin, kann man die Marderarten am leichtesten an folgendem Merkmal unterscheiden:
      Der Edelmarder oder Baummarder hat einen ovalen Kehl-, bzw. Brustfleck.
      Der Steinmarder oder Hausmarder hat einen Kehlfleck, der sich noch nach unten hin bis in die Beine fortsetzt.

      Demnach müssten tatsächlich beide Marderarten hier vorbei kommen.

      Das Füttern mit Hackfleisch, bzw. später Hundeweichfutter, hatte ich ja nur angefangen, als ich die räudekranken und total abgemagerten Tiere im Frühjahr sah.
      Nun kommen nur noch Junge, bzw. ich sehe die anderen nicht mehr.

      Im späten Frühjahr sah ich ja noch ein altes Exemplar, das ich für "Meinen Marder", den relativ zahmen, ansah. Er hatte nach meinem Tierarztmedikament noch ein etwas lädiertes Fell, aber wieder offene Augen.
      Danach war er verschwunden. Und jetzt gibt es wie im letzten Jahr wieder Junge.
      Da ich Optimist bin, interpretiere ich das jetzt mal so: Meinem Marder ging es wieder besser und er verschwand wie im letzten Sommer im Wald. Offensichtlich hat er als fürsorgliches Elternteil wieder seine Jungen hierher gebracht.

      Ich bin gespannt, ob er im Herbst auch selbst wieder auftaucht. Ich wünschte es mir so sehr.

      Gestern Abend:
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)

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