Ich könnte weinen: Er ist krank!

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    • Ich könnte weinen: Er ist krank!

      Mein Marder ist krank! Mein schöner, fast zahmer Erdnussknabberer ist krank. Ich fürchte, er hat die Fuchsräude.







      Schon vor Wochen fiel mir auf, dass er einen dünn-mickrigen Schwanz hatte und ein wenig zerzaust aussah. Aber ich dachte mir, das liegt am Fellwechsel im Frühjahr. Bis vor kurzem kam er zudem immer erst im Dunkeln oder in der Dämmrung. Richtig gut konnte ich ihn also erst heute im Hellen betrachten. Er ist zerzaust und sehr mager geworden. Am schlimmsten aber sehen seine fast geschlossenen Augen aus.
      Um diese Zeit war er zudem in den zwei vergangenen Jahren den Sommer über verschwunden und kam erst im Herbst zum Erdnussknabbern zurück. Ich ging davon aus, dass er irgendwo weiter weg im Wald Junge versorgte.

      Werner und Wannabee haben auch schon Marder mit einem geschlossenen Auge gezeigt. Vielleicht hatten die die gleiche Erkrankung?

      Mir ist zum Weinen. Mein schöner, interessanter Baummarder (Edelmarder) kommt seit vier Jahren. 2015 habe ich ihn zum ersten Mal als Jungtier entdeckt. Und jetzt kann ich ihm nicht helfen...

      Morgen werde ich bei meinem früheren Tierarzt anrufen und fragen, ob man ihm etwas gegen diese Räude-Milben (wenn es denn diese Krankheit ist) ins Futter tun kann.
      Bitte drückt dem armen Kerl und mir die Daumen!



      Obendrüber sitzt ein Dompfaff und wartet geduldig, aber auch kein bisschen ängstlich, darauf, dass er auch ans Futter kann.





      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rosmarie ()

    • Liebe Rosmarie,
      ach, das tut mir aber leid! Wirklich. Ich habe bei Tante Wiki
      de.wikipedia.org/wiki/Fuchsr%C3%A4ude
      nachgelesen, demnach ist das hochansteckend und kann auch beim Menschen Pseudokrätze verursachen. Ich weiß ja nicht, wie lange die krankmachenden Milben überleben. Aber ich würde den Tierarzt fragen, ob du an der besuchten Futterstelle irgendetwas unternehmen solltest/kannst, damit a) du dich nicht selbst ansteckst, b) sich andere Tiere nicht eventuell anstecken könnten.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Danke, liebe Sabine!

      Ich habe auch schon alles nachgelesen, was ich über die verschiedenen Räudeformen bei Wildtieren finden konnte.

      Dass ich mich anstecke, fürchte ich weniger. Aber ich habe schon überlegt, ob ich beim Säubern des Futterhauses besser Gummihandschuhe anziehen sollte. Untendrin habe ich immer Küchenkrepp unter dem Futter. Das wechsle ich alle paar Tage. Oben gehe ich mit Handfeger und Schaufel dran...
      Vögel scheinen sich nicht anzustecken.

      Vor der Pseudokrätze hätte ich weniger Angst. Sofort, wenn es bei mir zu jucken anfinge, wäre ich beim Arzt.
      Aber mein armer Marder tut mir unendlich leid. Wenn man dem nur helfen könnte!
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Das kann ich mir bestens vorstellen, wie dir zumute ist. Bei der Vorstellung, ihn zu verlieren, blutet dir das Herz. Wenn er wirklich die Staupe hat, muß du leider, leider damit rechnen. Es wird dann auch kein Trost sein, daß du 4 Jahre lang einen äußerst ungewöhnlichen und schon fast zutraulischen Gast auf deinem Balkon hattest und mit ihm viel Freude. Ich drück dir sooo fest die Daumen. Gibt es bei dir eine Tierrettung? Die kämen sofort und würden sich den Marder an Ort und Stelle anschauen und wenn notfalls auch einfangen, um ihn zu behandeln. Schau mal hier nach.

      Liebe Grüße
      Sabine II
      Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
      müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
      (Noah)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Natura ()

    • Hallo Rosmarie,

      leider kann ich Dir keinen Tipp geben oder irgendwie weiter helfen.
      Ich kann gut verstehen das Du an dem Tier hängst. Aber noch ist ja nicht sicher ob er tatsächlich die Fuchsräude hat.
      Einen Tierarzt zu fragen dürfte sinnvoll sein.
      Ich drücke euch die Daumen das es vielleicht doch etwas harmloseres ist bzw. das man etwas dagegen machen kann.

      Viele Grüße
      Frank
    • ...wie siehts denn aus, kann nich mal ein TA kommen, wenn er so zahm schon ist, könnte er doch mit nen Blasrohr betäubt werden und dann wird man sehen was ist.

      Unbehandelt führt die Fuchsräude zum Tot.

      Erkundige dich doch mal, meine TÄ machen sowas auch, vielleicht kannst du ja auch was über Futter eingeben, nur einfach zuschauen ist die schlechteste Lösung für alle, besonders für den Marder.

      kleintierpraxis-scheidegg.de/i…ma-des-monats-fuchsraeude

      Alles Gute für den kleinen Kerl.
      Gruß Elvi
    • Liebe Rosmarie,

      mir tut Dein Marder wirklich leid! ;(

      Auch ein Wildtier kann einem an das Herz wachsen, wenn es Dich regelmäßig besucht. Bei uns waren es die Igel, der laute Spatzenschwarm (der nun leider weg ist) oder eine stinknormale Schwarzdrossel mit weißen Schwanzfedern. Man vermisst sie, wenn sie weg sind.

      Ich würde versuchen, den Baummarder irgendwie dem Tierarzt vorzuführen. Leichter gesagt als getan, dafür muss er erstmal eingefangen werden. Allerdings ist ein Selbstschutz bei einer potentiell auf Menschen übertragbaren Krankheit oder eines Parasiten oberstes Gebot!

      Wenn ich mir aber überlege, was die Tiermedizin heute so alles auf Lager hat, gibt es vielleicht doch eine Behandlungsmöglichkeit.

      Viele Grüße
      Burkhard

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von burki () aus folgendem Grund: Steinmarder durch Baummarder ersetzt

    • oh nein! :(
      hoffentlich erreichst du was bei deinem tierarzt!

      falls der tierarzt nicht rauskommt, könntest du versuchen, ihn mit einer katzenfalle einzufangen und hinbringen.
      hier bei uns kann man sich katzenfallen beim tierschutzverein ausleihen.
      das würde allerdings eine menge streß für das arme tier bedeuten und eine gewisse verletzungsgefahr wäre bei seinen befreiungsversuchen da auch gegeben.

      du könntest auch nach einer wildtierrettung in deiner umgebung googeln.
      manche tierheime nehmen auch wildtiere auf wenn sie die möglichkeit dazu haben.
      und hier hab ich grad eine seite vom marderhilfsnetz gefunden ... da kannst du wildtierauffangstationen nach postleitzahlen sortiert finden. vielleicht ist da was in deiner nähe.
      marderhilfsnetz.de/
      ich drück dir und vor allem dem marder ganz fest die daumen!
      hier leb und knips ich  :)   http://de.wikipedia.org/wiki/Dr%C3%B6mling
    • Ihr Lieben,

      seid bitte nicht frustriert, dass ich mich nicht einzeln für eure lieben und weiterhelfenden Antworten bedanke. Ich bin einfach lädiert... Aber immerhin habe ich einen kleinen Hoffnungsschimmer.

      Ich bekam vom Tierarzt ein Mittel BravEcto, das einzige, das er hatte, das mit dem Futter aufgenommen werden kann. Es wirkt gegen alle möglichen Parasiten, auch gegen Milben. Es ist eine einzige Tablette, die dann einige Monate wirken soll (Die Details habe ich vor Aufregung vergessen und muss sie bei Bedarf nochmal nachlesen.).

      Diese Tablette habe ich heute in einen großen Kloß Rinderhack gepackt und dazu wieder ein paar Butterplätzchen (süß liebt er) und eine Dörrobstpflaume auf den üblichen Erdnussberg gelegt. Wie befürchtet, kam er bis 14 Uhr noch nicht. Dabei passte ich auf und guckte ununterbrochen hinaus...

      Dann musste ich mich noch ein wenig bewegen, weil ich morgens kaum gelaufen war. Als ich zurückkam, waren das Hackfleisch und ein Plätzchen weg. Gottseidank! Das muss er gewesen sein, denn eine Katze hätte das Plätzchen liegen lassen. Die Tablette hat er also mitgefressen.

      Jetzt hoffe ich und hoffe ich.

      An einfangen habe ich natürlich auch schon gedacht. Beim Nabu konnte man früher Marderlebendfallen leihen. Aber das und alle Folgeaktionen hätten ihn sicher wahnsinnig gestresst. Und das wollte ich ihm ersparen.
      Morgen kriegt er dann noch eine Entwurmungstablette.
      Außerdem werde ich ihm jetzt, so lange er so dünn und krank ist und mit seinen verklebten Augen kaum etwas fangen kann, Fleisch dazufüttern. Vielleicht kann ich ihm damit helfen, seine Abwehr zu stärken.

      Tiernotrettung gibt es hier nicht und den Tierarzt hierher zu bestellen, geht auch nicht. Der Hauptgrund ist, dass ich ja nie weiß, wann der Marder kommt. Früher kam er einmal in der Nacht, höchstens zweimal. Dann wochenlang schon abends gegen acht (vermutlich, um sich seine zwei Plätzchen abzuholen). Seit zwei Tagen habe ich ihn auch tagsüber gesehen. Gestern war es 14.15 Uhr. Heute war er aber nur nachts da und dann bis 16 Uhr noch nicht. Kein Tierretter der Welt und kein Tierarzt kann so lange bei mir herumsitzen und warten. Schon gar nicht im Freien. Wenn jemand aus den Innenräumen käme, müsste er die Balkontür öffnen und das würde knacken. Bin ich allein, bleibt er zwar meistens sitzen und frisst wieder weiter. Wäre aber irgendetwas ungewöhnlich, wäre er mit Sicherheit weg. Der ist nämlich extrem aufmerksam und vorsichtig.

      Nun hoffe ich einfach mal und hoffe.

      Wenn keine Besserung zu erkennen wäre, würde ich auf eure Tipps noch einmal zurückkommen.

      Ich danke euch allen für euer Mitdenken und Mitfühlen. Mir tut der arme Kerl wirklich leid. Einem Menschen würde ich die Räude, wenn sie nicht zu behandeln wäre, wirklich nicht wünschen...
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Liebe Rosmarie, ich hoffe so sehr für dich mit. Wollen wir auch hoffen, daß die Tablette wirkt, wenn es denn eine Milben/Parasitenerkrankung ist. Solange er noch frisst, ist das für mich ein hoffnungsvolles Zeichen.

      Liebe Grüße
      Sabine II
      Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
      müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
      (Noah)
    • Liebe Sabine und lieber Werner und alle,

      ja, noch frisst er. Als ich ihn gestern Abend zufällig auch wieder im Dunkeln sah (bei Balkonbeleuchtung) wirkte er vitaler als vorher tagsüber. Naja, er hatte ja auch einiges an Hackfleisch im Bauch. Vielleicht hilft ihm das ja auch....

      Dankeschön euch und auch allen vorherigen Schreibern. Es ist tatsächlich so, wie Burkhard es oben schreibt:

      burki schrieb:

      mir tut Dein Marder wirklich leid!

      Auch ein Wildtier kann einem an das Herz wachsen, wenn es Dich regelmäßig besucht. Bei uns waren es die Igel, der laute Spatzenschwarm (der nun leider weg ist) oder eine stinknormale Schwarzdrossel mit weißen Schwanzfedern. Man vermisst sie, wenn sie weg sind.
      Ich habe immer gedacht, wenn der mal nicht mehr lebt, wird er dir sehr viel fehlen. Es hat mich halt immer glücklich gemacht, ihn zu sehen und seine erstaunliche Intelligenz zu erahnen (er hat auf mich völlig anders reagiert als alle Eichhörnchen und Vögel und Co.).
      Was mir jetzt aber viel, viel mehr zu schaffen macht, ist, bei diesem Tier zuschauen zu müssen, wie es unter dieser elenden, juckenden, beißenden und zehrenden Krankheit leiden muss. Wie schlimm muss es sein, ein Raubtier zu sein, das jagen muss, und kaum mehr sehen zu können und keine Kraft mehr zu haben...

      Dankeschön! :arm:
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Liebe Rosmarie,
      mich beeindruckt an dieser Stelle wieder dein hohes Maß an Mitgefühl mit unsere tierischen Mitlebewesen. Ich wünsche dir sehr, dass die Tabletten vom Tierarzt helfen werden.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Dankeschön, liebe Sabine!
      Ich denke aber, dass es von uns hier jedem so gehen würde. Es ist eben ein Unterschied, ob man von solch einem Fall erfährt oder ob man tagtäglich zugucken muss, wie es so einem vorher so kraftvollen, wendigen Tier nicht gut geht.

      Momentan kommt mein Freund wieder nur in der Nacht. Das werte ich als gutes Zeichen. Dass er tagsüber erschienen war, hatte sicher damit zu tun, dass er wahnsinnigen Hunger hatte. Diese Krankheit hat auch einen erhöhten Energieverbrauch zur Folge. Gestern war das Hackfleisch nicht mehr ganz frisch (hatte aber noch keinen Schlag!). Da fraß er abends nur die Plätzchen und Erdnüsse. Ich denke, wenn er wieder wahnsinnigen Hunger gehabt hätte, hätte er das Fleisch auch gefuttert.
      Heute bekommt er frisches. Den Rest der Packung werde ich garen, so dass es noch zwei Tage hält.

      Wenn es etwas Neues gibt, werde ich euch das mitteilen. ;)
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)