Mord am Karpfenteich

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Mord am Karpfenteich

      Hallo Naturfreunde

      Vor nicht all zu langer Zeit war ich an einem stillen Plätzchen im friedlichen Wald.

      Doch was so friedlich wirkt ist eigentlich ein Tatort.


      Eine erste Spur waren diese merkwürdigen kleinen schwarzen Perlen.
      Zuerst konnte ich diese nicht einordnen.


      Doch dann wurde die Sache langsam klarer.
      Offensichtlich Laichschnüre von einer Kröte.


      Und dann fand ich auch die Reste von dem Opfer.
      Viel war da ja nicht übrig geblieben. Nur ein paar Knochen und die vermutlich wenig schmackhaften Eier.


      Aber nicht nur Kröten wurden hier gemeuchelt.


      Doch diese Tat lag schon länger zurück. Da war fast schon Gras über die Sache gewachsen.


      Mal sehen ob es Zeugen gibt.
      Der Schuppenkarpfen verriet mir schon mal nichts.


      Und auch der Spiegelkarpfen war stumm wie ein Fisch.


      Diese beiden gaben vor völlig ins Gespräch vertieft zu sein um nicht antworten zu müssen.


      Die beiden wollten ebenfalls nicht in ihrer trauten Zweisamkeit gestört werden.


      Völlig andere Probleme hatten die beiden.
      ( die Rätselfreunde kennen das und andere Bilder ja schon )


      Ich musste mich also etwas weiter weg von dem Karpfenteich nach dem Täter umsehen.
      Doch auch diese flatterhaften Gesellen wollten mir keine Auskunft geben.

      Teils waren sie noch mit aufwärmen beschäftigt.






      Oder sie wollten einfach nicht beim Frühstück gestört werden.




      Dann entdeckte ich diesen halb in den Boden eingelassenen Stahlträger.




      Ok, hier sollte man nicht zu viele Fragen stellen.
      Es wäre wohl besser ich würde den Kollegen hier nicht überstrapazieren.


      Der saß so müde in seiner Baumhöhle und schien überhaupt nicht darauf erpicht zu sein Überstunden für mich zu machen.


      Also tat ich als ob nichts geschehen wäre, zog weiter und genoss das schöne Wetter.
    • Und in der Tat gibt es ja so einiges im Wald zu sehen.

      Ein alter Baumpilz auf toter Birke.


      Oder eine Knolle an einer toten Kiefer.
      Ein überwachsener Aststumpf in diesem Fall


      Ein altes und baufälliges Haus ( Neuscharfeneck )


      Oder blühende Bäume


      Mit fleißigen Bienchen.


      Jemanden der seinen Platz zum Wurzeln schlagen gefunden hat.


      Oder Fangen spielende und raufende kleine Schweinchen.


      Doch wo die kleinen spielen sollte die Mama nicht weit sein.


      Die Wildschweine werden so ca 15 – 20 Meter entfernt gewesen sein und hatten mich noch nicht bemerkt.


      Und die Tante kam dann auch vorbei um sich den Nachwuchs anzusehen.


      Da wollte ich nicht weiter stören und ging leise weiter.

      Etwas weiter stand dann dieses Gefährt.
      Will mal hoffen das es nicht extra für die Wildschweinchen da hin gestellt wurde.
      ( mobiler Ansitz für den Jäger ? )


      Und damit bin ich dann auch am Ende.
      Ich hoffe das euch das eine oder andere Bild gefallen hat und wünsche euch noch schöne Stunden in der Natur.

      Viele Grüße
      Frank
    • Hallo Wannabee,

      freut mich sehr das Dir Krimi und das Bild mit dem Karpfen und der Kröte gefällt.
      In der Rätselecke Seite 2 Beitrag 31 sind weitere Bilder von den beiden.
      Ja meine Wildschweine waren nicht so entgegenkommend wie deines.
      Und um einen Zusammenstoß zu vermeiden habe ich auch die Distanz eingehalten.
      Ich glaube nicht das ein Zusammenstoß so glimpflich wie bei Dir ausgegangen wäre.

      Viele Grüße
      Frank
    • .

      lieber frank, ich finde es echt spannend, wie du den bericht über deine erlebnisse in einen krimi verpackt hast!!


      zum "stahlträger":

      Hufra64 schrieb:

      Ok, hier sollte man nicht zu viele Fragen stellen.
      ich fand mich bestens unterhalten!! *grins*

      und der "überwachsene aststumpf" sieht ja total kunstvoll aus - wahnsinn, was die natur so alles zaubert!

      das "fleißige bienchen" sieht auf den blüten vor dem "himmlischen HG" echt wunderbar aus!

      "jemand, der seinen platz zum wurzeln schlagen gefunden hat" <-- ein tolles makro!
      schön für uns, das du augen für solche kleine wunder hast - die meisten von uns
      würden sie in ihrer winzigkeit wohl nicht mal wahrnehmen...

      .
    • Vielen Dank für eure netten Antworten.

      Freut mich sehr das euch mein kleiner Krimi gefallen hat. :D

      @Silke: Ich kenne bei uns nur die stationären Hochsitze und Bauwagen für die Forstarbeiter.
      Anscheinend werden da neue Sitten eingeführt.

      @Wiltrud: die Wildschweinbegegnung hat mich sehr gefreut. Bedenken hatte ich da nicht.
      Die waren weit genug weg und hatten alle Fluchtwege offen.
      Ich wollte allerdings vermeiden das die Tiere erschrecken und in Panik flüchten.
      Denn bei einer wilden Flucht hätten die kleinen nicht mithalten können.

      @Werner: Als ich weiter ging wurde eine Bache auf mich aufmerksam und schaute in meine Richtung.
      Da ich ruhig meiner Wege ging und sie nicht beachtete haben sich die Wildschweine wohl etwas tiefer ins Unterholz verdrückt. Geflüchtet sind sie jedenfalls nicht. Das hätte ich gehört.
      Und Warnrufe gab es auch nicht. Ich gehe davon aus das die Tiere zwischen Spaziergängern und Jägern oder Hunden unterscheiden können. Ich denke je nachdem fällt dann die Reaktion der Wildschweine aus.
      Mich hatten sie offenbar nicht als gefährlich eingestuft.

      @Astrid: Ich denke so ziemlich alle hier im Forum haben Augen für solche Dinge.
      Auch wenn vielleicht jeder von uns seine eigenen Prioritäten hat.
      Sonst gäbe es hier nicht so viele tolle Bilder.

      Viele Grüße
      Frank
    • Hufra64 schrieb:

      Ich kenne bei uns nur die stationären Hochsitze und Bauwagen für die Forstarbeiter.
      Anscheinend werden da neue Sitten eingeführt.
      Freilich sind diese mobilen Ansitze alles andere als ein Zierde für die Landschaft .
      Wenn man aber weiss ,daß der Jagdausübungsberechtigte für den Wildschaden aufkommen muß,kann man verstehen
      daß solche Einrichtungen für ihn Sinn machen.
      Werden z.B. in einem dieser riesigen Maischläge - das ist ja die eigentliche Sauerei - Wildschweine bestätigt ,ist u.a.auch dieses Mittel recht
      um vielleicht den größten Schaden vermeiden zu können.
      Da kann man nicht schnell einen Hochsitz bauen und morgen an anderer Stelle den nächsten.
    • Lieber Frank,
      wer mit offenen Augen durch die Landschaft entdeckt auch viel - so wie du. Viele schnöne Bilder hast du mitgebracht. Der Knaller sind aber die ohhh wie süüüßen Frischlinge, eine Begegnung, um die ich dich ein wenig beneide.
      Edit: Der Pilz an Birke ist der Birkenporling Piptoporus betulinus.
      Liebe Grüße

      Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
      aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
      Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)
    • Lieber Frank,

      dein Bericht ist einfach umwerfend! Umwerfend dein Humor, umwerfend deine Beobachtungen und umwerfend deine Fotos davon.
      Boah, ist das alles spannend und beglückend! :ups:

      Die Kröte im Gesicht des Karpfens ist für mich trotz all der anderen Highlights das Lustigste. :25:
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Herzlichen Dank für eure Antworten Sabine und Rosmarie.

      Es freut mich sehr das euch mein Beitrag gefallen hat. ^^

      @Werner: Nicht nur in Maisfeldern werden Schäden angerichtet.
      Auch Wiesen, Weinberge und Äcker können unter den Wildschweinen leiden.
      Ich habe selbst schon Wiesen gesehen die fas wie ein frisch gepflügter Kartoffelacker ausgesehen haben.
      Neben den Wildschäden dürfte ein Grund für die intensivere Bejagung die Furcht vor der Schweinepest sein.
      Dazu kommt die durch den Klimawandel begünstigte hohe Reproduktionsrate.
      Ich habe da schon Verständnis für die Jäger und deren Probleme.

      Viele Grüße
      Frank
    • Hallo Lothar,

      obwohl auch dem besten Jäger mal ein Schuss daneben gehen kann waren es in diesem Fall das französische Militär.
      Die hatten anscheinend auf diesem Gelände früher einmal einen Schießplatz.
      Es verlaufen mehrere schnurgerade Hügel parallel auf dem Gelände. Die Hügel sind mittlerweile mit bäumen und Sträuchern bewachsen.
      Der mehrere Meter breite Streifen zwischen den Hügeln ist mit Gras bewachsen.
      Es gibt mehrere Hallen aus Beton.
      Das Gelande ist dürftig eingezäunt. Die Stahlträger stehen aber knapp außerhalb der Umzäunung.
      Ich gehe davon aus das der Schießplatz früher deutlich größer war.
      Geschossen wurde dort früher mit militärischer Munition.
      Heute schießt da aber nur noch der Jäger. Allerdings in die andere Richtung, also von den Stahlträgern weg.
      Da ein eventuell ansitzender Jäger nicht mit Zweibeinern rechnen dürfte sollte man auch heutzutage dieses Gelände nicht betreten.

      So richtig gute Bilder von dem Gelände habe ich dann auch nicht. Aber vielleicht kannst du ja erahnen wie es dort aussieht.


      Oben auf den sehr schmalen Hügeln


      Und an einer Holzhütte dieses Schild


      Da die Franzosen schon lange aus Landau abgezogen sind dürfte eine Kontaktaufnahme allerdings scheitern.

      Hoffe damit weiter geholfen zu haben.

      Viele Grüße
      Frank
    • Lothar Gutjahr schrieb:

      die Löchlein in dem Stahlträger wurden nicht mit Jagmunition erzielt oder ?
      Nein Lothar ,

      Ein Teilmantelgeschoss ,wie bei der Jagd verwendet ,würde keine solch runden Löcher machen.
      Der vordere Teil soll sich zerlegen ,um sofort zu töten ,während der hintere Teil den Ausschuß und somit Schweiß liefert.

      Ich konnte mir vorstellen ,daß das Vollgeschosse wie beim Militär verwendet ,waren.
    • Danke Framk und Werner,

      Ja Werner was wir in Texas mit "Silvertip-amo" bezeichneten. Die gab es auch für die alte armyrifle in 30/06, mit der ich mein erstes und letztes Reh geschossen habe. Ausschussloch etwa 30 bis 40 cm ( teilausgenommen )

      Da haben die wohl auf dem Stahlpfosten ausgeschossen, wer Kaffee kochen muss. :85:

      LG Lothar
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<