Eigenfunde von der Johanneszeche

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    • Eigenfunde von der Johanneszeche

      Als der Specksteinabbau in der Johanneszeche im Fichtelgebirge noch rege betrieben wurde,war das meine Lieblingsfundstelle.
      Nur 15 Minuten mit dem Auto von mir weg und fast immer fündig! Auf den Halden wurde das Sammeln in der arbeitsfreien Zeit
      geduldet, und für den Tagebau hab ich - durch Beziehungen zu einem Verein - zwei-dreimal im Jahr eine Genehmigung zum Betreten
      und Mineraliensuche bekommen.
      Leider ist der Betrieb dort schon seit Jahren eingestellt,sodass keine Funde mehr möglich sind.

      Meine Eigenfunde von der Johanneszeche stammen aus den Jahren 1994 - 2005.
      Es gab dort vor allem Quarz in verschiedenen Varietäten,Calcit in unterschiedlichen Kristallformen und Dolomit als rhomboedrische
      Kristalle zu finden. Natürlich auch Steatit (Speckstein) in interessanten Sammlerstücken. Speckstein ist eine dichte Form des Minerals
      Talk,der in der Johanneszeche abgebaut wurde.

      mineralienatlas.de/lexikon/ind…rsgr%C3%BCn/Johanneszeche

      Mit dem Quarz,des Sammlers liebstes Kind :) , fang ich da mal an:

      Kantengefärbter Rauchquarz:


      Morion (dunkler Rauchquarz):




      Leicht trübe Quarzkristalle:









      Nadelquarz:




      Sternquarz:




      Durch Talkeinschlüsse lauchgrün gefärbter Quarz:

      Bilder
      • Morion Johanneszeche.JPG

        122,95 kB, 640×426, 0 mal angesehen
      Kein der Geometrie Unkundiger trete ein.(Platon)
    • Lieber Norbert,
      solch schöne Stufen selbst gefunden zu haben, da würde ich mir über jede einzelne ein Loch in den Bauch gefreut haben. Rauchquarz gehört zwar für mich persönlich nicht zu den besonders geliebten Mineralien, aber deine Stufe ist besonders schön. Noch besser, wegen der strahlenförmigen Anlage der Kristalle, gefällt mir der Sternquarz. Den Begriff habe ich noch nie gehört oder gelesen. Aber das Stück hat wirklich was!
      Liebe Grüße

      Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
      aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
      Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)
    • Hallo Sabine,

      die Vorsilbe "Stern" bei radialstrahlig (sternförmig) ausgebildete Kristalle gibt es eigentlich auch bei anderen Mineralarten.
      Man kennt z.B.auch Sterngips. Für die Johanneszeche ist Sternquarz eine besonders typische Ausbildung.

      Ich mach jetzt mal weiter mit Calcit. Wie bei allen Lagerstätten weltweit kommt auch hier das Calcium-Karbonat sehr
      formenreich vor.

      Langprismatische Kristalle auf Steatit:


      Isometrische Kristalle in zwei unterschiedlichen Kristallformen:


      dickprismatisches Prisma:



      Dicktafeliger Kristall aus drei verschiedenen Perpektiven unter`m Mikroskop aufgenommen:
      Ob es sich bei diesen gekrümmten Rhomboedern um einen Zwilling handelt ist noch nicht geklärt.
      Sieht aber so aus.
      Kein der Geometrie Unkundiger trete ein.(Platon)
    • Kommen wir nun zum Magnesium-Karbonat Dolomit. Ähnlich häufig wie Calcit,aber nicht so formenreich.
      Dolomit kristallisiert in Rhomboedern,die gekrümmte oder gerade Flächen haben.







      Auch Speckstein (Steatit) in nierigen Aggregaten gehört zu den sammlerisch interessanten Stücken:


      Auf dieser Kleinstufe sitzt Steatit pustelförmig auf Dolomitkristallen:


      Im Gegensatz zum Steatit, der dichten Varietät des Talks, kommen Talkkristalle nur selten vor.
      Bei dieser Stufe kleiden winzige Talkkriställchen eine Dolomitdruse aus:


      In der Johanneszeche wurde zwar nur Speckstein gewonnen, es treffen in dieser Lagerstätte aber mehrere
      Gesteinsarten aufeinander,sodass es auch Mineralien gab,die man eher in Granitsteinbrüchen vermuten würde.
      Unter anderem Feldspat...


      ... und schwarzen Turmalin:
      Kein der Geometrie Unkundiger trete ein.(Platon)
    • Lieber Norbert,

      wenn man deine in der Johannesgrube gefundenen wunderschönen Stufen betrachtet, so ist es zum Heulen, dass es für dich und alle Sammler keine Möglichkeiten mehr gibt, dort hineinzukommen. Aber für den Besitzer der Grube wird es eine Frage der Absicherung sein, dass dort niemand mehr hinein darf. Es wird wohl um befürchtete Regressansprüche gehen, falls jemandem beim Betreten etwas passiert?
      Wie schade!
      Zum Glück hast du ja früher noch eine Menge an Schönheiten dort herausholen können.
      Ich staune immer wieder, wie verschieden Mineralien geformt sein können und in welch verschiedenen Farbvarianten sie vorkommen.
      Aber am meisten erstaunt mich immer wieder, wie du erkennen kannst, was du da gefunden hast!
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Hallo Rosmarie,

      der ehemalige Tagebau ist inzwischen mit Grundwasser vollgelaufen. Nachdem die Pumpen abgestellt wurden,
      die das Wasser unter Kontrolle hatten, hat das nur wenige Wochen gedauert.
      Die Halden sind auch heute noch zugänglich. Für einen botanisch Interessierten oder Insektenexperten könnte
      sich dort ein Besuch lohnen. Nur Steine findet man bei all dem Grün nicht mehr. :)

      Gruß Norbert
      Kein der Geometrie Unkundiger trete ein.(Platon)
    • Mineralienfreund schrieb:

      der ehemalige Tagebau ist inzwischen mit Grundwasser vollgelaufen. Nachdem die Pumpen abgestellt wurden,
      die das Wasser unter Kontrolle hatten, hat das nur wenige Wochen gedauert.
      Lieber Norbert,

      daran habe ich überhaupt nicht gedacht! Klar, Stollen unter Tage laufen voll Wasser.

      Dass auf den ehemaligen Halden inzwischen viele spezialisierte Pflanzen wachsen und sich in der Folge auch ein interessantes Tierleben eingestellt hat, das kann ich mir gut vorstellen. :)
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)