Was ist das? (Und von wem?)

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    • Lieber Peter,
      du solltest das noch eine Weile so stehen lassen. Meine Antwort kann dann als Anknüpfpunkt genommen werden für diejenigen, die mit dem hochgeworfenen Stichwort selbst suchen mögen.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Liebe Naturfreunde,
      ich weiß nicht, ob jemand von euch noch an dem Foto herumrätselt. Ich will daher schon mal mit seiner Geschichte beginnen. Zuvor: Nein, ich habe keine Ligusterhecke im Garten. Aber der Reihe nach:

      Im Sommer bei schönem Wetter sind wir gern auf unserer Terrasse. Die Terrassennutzung beginnt täglich damit, dass gekehrt wird. Normalerweise sind die Bestandteile des Kehrichts nicht von Interesse. Aufmerksamkeit erregte jedoch die Tatsache, dass täglich an der derselben Stelle der Terrasse irgendwelche schwarzen Krümel lagen. Mit den Tagen formte sich im Kopf die Erinnerung: das kenne ich doch irgendwie. Wer öfter Sträuße aus dem Garten oder von einem Spaziergang im Haus hat, sieht manchmal direkt unter dem Strauß kleine schwarze Krümel (die oft mit der Zeit sogar größer werden). Sicher macht es jetzt Klick: da muss irgendwo eine Raupe sein!

      (Fortsetzung folgt heute Abend)
      Liebe Grüße, Peter
    • Lieber Peter,

      dein Rätsel ist spitze!
      Auf das Auflösungsfoto freue ich mich schon! :ups:

      Liebe Sabine,

      normalerweise schwärme ich nicht für Liguster, kann es also gut haben, wenn er gefuttert wird - nur eben nicht von Kindern, d.h. von Menschenkindern. :D
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Liebe Naturfreunde,

      hier die weitere Geschichte und die Auflösung des Rätsels. Nachdem uns klar war, auf dem hohen, alten und schon etwas schütteren Flieder, der sich stellenweise über die Terrasse beugt, muss eine Raupe sitzen und zwar eine ziemlich große, wenn man die Kotkrümel so betrachtete, stellten wir uns (meine Frau und ich) an der Stelle unter den Flieder, wo wir die Quelle der Krümel vermuteten und suchten senkrecht nach oben, bis meine Frau, die die besseren Augen hatte, am trockenen Ast die leuchtend grüne Raupe entdeckte. Flugs die Stehleiter und den Fotoapparat geholt, das Zoomobjektiv ausgefahren und fotografiert. Wie schon einige von euch richtig geraten haben: eine ausgewachsene Raupe des Ligusterschwärmers. Ich habe sie noch etwa 2 Tage lang gesehen, dann war sie weg, entweder in einem Vogelmagen oder im Verpuppungsversteck.

      Und wo bleibt jetzt der Liguster? Der steht als kleiner Baum etwa 3 m vom Flieder entfernt, keine Raupe darauf, keine Fraßschäden, keine Kotkrümel.

      Zu guter Letzt: Ich bin nach wie vor überrascht, dass die Kotpakete der Raupe so akkurat und gleichmäßig aussehen, geradezu wie geschnürt. Ich stehe mal wieder staunend vor den Wundern der Natur.

      Liebe Grüße, Peter

    • Lieber Peter,
      eine nette kleine Geschichte um die Entdeckung der Raupe. Die Kotballen sind schon echt markant, leider habe ich weder diese, noch die Raupe noch einen fertigen Falter der Art gesehen. Aber wenn man die Ballen schon mal auf einem Foto gesehen hat, das vergisst man nicht, diese schick geschnürten Pakete prägen sich gut ein.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Das ist der übliche Weg um die Raupen des Ligusterschwärmers zu suchen. Man "patrouilliert" gewissermaßen die Ligusterhecken in der Nachbarschaft ab, in dem man auf den Bürgersteig schaut. Wenn irgendwo genau diese Krümel unter der Ligusterhecke liegen, geht es mit den Drücken weiter. Welche Kotpille ist die weichste, denn ziemlich direkt darüber muss irgendwo die Raupe sitzen. In meiner Jugend habe ich auf diese Art und Weise von der Entdeckung der Kotpille bis zum Finden der Raupe maximal 10 Minuten gebraucht. Und es hat die Erkenntnis gebracht, dass die Eier zwar bevorzugt an die Ligusterhecken gelegt werden, aber auch Stecheiche, Hasel und vieles mehr wurde genutzt.

      Viele Grüße
      Klaas