Naturschutz in den Alpen

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    • Klaas Reißmann schrieb:

      Es handelt sich dabei um eine so genannte Malaisefalle, eine Falle, die im Gelände erstmal wirkt wie ein zu klein geratenes Zelt.
      Hallo Klaas,
      Es ist natürlich begrüßenswert, dass ein einheitliches bundesweites Monitoringsystem mit diesem Fallentyp initiert werden soll!
      Das Problem für mich dabei ist, dass nur zukünftige Entwicklungen abgebildet werden können. Was früher mal da war, bleibt immer noch im Dunkeln. Ein Beweis für den großen Schwund an Insektenmasse bzw. -arten der letzen Jahrzehnte kann so nicht erbracht werden.
      Das widerum entkräftet nicht die Angriffspunkte für gewisse Interessensgruppen, die sagen, so schlimm war das die letzen Jahre vielleicht gar nicht und wenn, dann nur an den wenigen Stellen, an denen überhaupt ein Monitoring stattfand. Auf ganz Deutschland sei das nicht übertragbar.

      Viele Grüße
      Burkhard

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von burki ()

    • Hallo Pulsatilla 100,

      wenn wir nicht chinesische Zwangsgrößen für Familien vorgeben wollen, dann erleben wir auch hier vor Ort und um uns herum, dass die menschliche Population wächst. Diese ist aber zumindest noch nicht mit chinesischen Heerscharen vergleichbar. Nein, noch wächst daraus konsumorientierte, meist gebildete weitere Bevölkerung heran, die wie viele von uns auch die Angebote für Sport und Freizeit annehmen werden.
      So wird auch der Bedarf an zusätzlichen Freizeitflächen gleichmäßig mit der Vermarktung solcher wachsen müssen.
      Unsere Gewohnheiten an Entwicklungsländer weiterzugeben, wie es alleine durch die erweiterten Kommunikations - möglichkeiten unserer Jetztzeit getriggert wird, führt dann zu einer Vervielfachung benötigter Resourcen.

      Ich will damit zum Ausdruck bringen, dass es fast egal ist, ob in China ein Sack Reis umfällt oder hier weitere Verkehrsverbindungen kreuz und quer durch die Alpen entstehen.

      Vermutlich empfindet der Normalverbraucher das heute schon ein wenig so und sagt daher eher "Abwarten und Tee trinken" als sich auf Kommando vor irgendein "Naturschutzkarren" spannen zu lassen.


      My two cents to your wishes


      Lothar
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<
    • pulsatilla100 schrieb:


      Etwas drastischer fällt das zweite Beispiel aus: Es betrifft die Lamprohiza, die Leuchtkäfer. Sie sind in Tirol nur mehr Teil der Erinnerung.
      Die Annahme, dass sie sich in anderen Gegenden außerhalb unseres Landes noch finden, empfinde ich als schwachen Trost. Dort kann sich ihr Schicksal nur wiederholen, zumal eine Änderung des menschlichen Verhaltens nicht in Sicht ist und nicht wenige Wissenschaftler die Problemlage in Bezug auf den Artenschwund völlig falsch einschätzen.

      Woher nehmen sie diese Behauptung? Lamprohiza splendidula ist mit Abstand die häufigste der drei in Mitteleuropa vorkommenden Arten der Familie Lampyridae (Leuchtkäfer). Die Art kommt in jedem feuchten Wald vor und kann da in solcher Anzahl gefunden werden, dass man damit die Ernährungsprobleme Afrikas lösen könnte. Ich hege maximale Zweifel an der Richtigkeit ihrer Aussage und hätte hierfür gerne die Quelle, aus der diese Aussage stammt, oder die Daten, aus denen sie das ableiten.
    • pulsatilla100 schrieb:

      Wissenschaftlichkeit, Herr Reißmann, ist nicht alles im Leben. Wenn ich die Wahl zwischen einem Bergbauern und Wissenschaftler habe, um die Nachhaltigkeit auf meinen Wiesen zu gewährleisten, ist es keine Frage für mich, wenn ich vorziehe. Zum Erfassen der Abläufe in der Natur gehört neben dem Wissen und der Bereitschaft, die Sinne einzusetzen, auch das Gefühl....
      Aha, Sie haben also gar keine Quelle, nach der Sie Herr Reißmann gefragt hat, sondern es nur im Gefühl, daß keine Leuchtkäfer mehr zu finden sind. Interessant.
    • pulsatilla100 schrieb:

      lol.
      Lieber Lothar Gutjahr, so abgebrannt werden Sie doch hoffentlich nicht sein.



      Dann meinetwegen verdoppeln auf 4 !

      (Davon abgesehen handelt es sich um eine international übliche Redewendung.)

      LG Lothar
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<
    • pulsatilla100 schrieb:

      In Tirol sind keine mehr zu finden. In anderen Worten: Wenn Sie 10 Leute nach ihnen fragen, werden 10 antworten, dass ihnen hier keiner mehr seit vielen Jahren untergekommen ist. Wissenschaft hin oder her. Abgesehen davon: donauauen.at -

      "Gefährdung und Schutzstatus
      Der Kleine Leuchtkäfer war früher weiter verbreitet, sein Vorkommen ging in den letzten Jahrzehnten aber stark zurück. Die Faktoren die den Glühwürmchen das Leben schwer machen sind vielfältig. Insekten- und Schneckengifte können sie direkt oder indirekt schädigen, Bodenverdichtung und -bearbeitung beeinträchtigen Gelege und Larven."


      Persönlich bin ich zur Ansicht gekommen, dass die überbordende Verkehrsbelastung (vor allem der Schwerverkehr) den Tierchen hier den Garaus gemacht haben.
      Deutsches Sprache, schweres Sprache!?? Ich habe nicht darum gebeten mir ein Zitat zu liefern, dessen Aussage mit meiner Frage nichts zu tun hat.

      Es ist schön, dass sie mir eine Seite verlinken, deren Inhalt neben sprachlicher Mängel auch sonst noch in Teilen zu wünschen übrig lässt. Davon abgesehen bin ich zwar kein Österreicher, aber auch als Deutscher weiß man, dass Donauauen (Niederösterreich) und Südtirol (je nach Definition ein Teil des Bundesland Tirol in Österreichs, oder eben in Italien) nichts miteinander zu tun haben, sondern ein paar hundert Kilometer auseinander liegen. Wo liegt das Problem mir die Quelle zu nennen, aus der sie entnommen haben, dass Lamprohiza splendidula aus Südtirol verschwunden (man nennt es verschollen/ausgestorben) ist? Ich will lediglich die Quelle wissen.

      Ihre Rückschlüsse auf Ursachen für ein seltener werden der Art sind unbrauchbar. Sie haben keine Grundlage für ihre Annahme, keine Erfahrungswerte, nicht mal subjektive Daten, die ihre Meinung auch nur ansatzweise stützen. Und ich kann ihnen aus eigener Erfahrung sagen, dass sie mit dieser Theorie sehr einsam auf weiter Flur stehen und immer stehen werden.

      Ich bitte nochmals um Nennung der Quelle, aus der sie die Erkenntnis ziehen, dass Lamprohiza splendidula in Südtirol verschollen/ausgestorben ist.
    • Erschließung in Tirol 1
      1.  
        Dafür (1) 100%
      2.  
        Dagegen (0) 0%
      Hallo Lothar,

      wie soll ich denn können? Soll ich jetzt etwa mit einem Schreibblock von Haustür zu Haustür rennen, um eine Unterschrift zu erbetteln?
      Diejenigen, die mich nicht sofort abwimmeln, werden natürlich wissen wollen, wofür und wozu das denn bitteschön. Aber mit dem was bislang hier vorgetragen wurde, dürften die Aussichten eher gering sein, daß die Zettel voll werden. Aber ich kann ja mal folgende Umfrage starten, wenn wir die Möglichkeit hier schon haben:
    • pulsatilla100 schrieb:

      Aus verschiedenen Gründen wird dieser Eintrag der letzte von mir sein. Er nimmt zu den Inhalten der Beiträge von Lothar und Klaas Reißmann
      Stellung.

      Zu Lothars Kritik:

      Klar, die ist gefordert. Aber nicht in der Weise, wie sie von mir am 28. Jänner am Beginn dieses Threads eingebracht wurde. Es gibt nun mal auch nicht wenige Flaschen im Bereich der Wissenschaft.

      Zu Klaas Reißmanns Einwand:

      "Die Art kommt in jedem feuchten Wald vor und kann da in solcher Anzahl gefunden werden, dass man damit die Ernährungsprobleme Afrikas lösen könnte." (So, 15:12)

      Mein Verweis auf die Donauauen sollte eine Hilfe darstellen, Sie hinkünftig vor Übertreibung zu bewahren. Das Gebiet, welches man wohl als ideal für die Lebensgrundlage der Käfer ansehen kann, ist leider auch mit der Tatsache konfrontiert, dass deren Anzahl "stark" rückläufig ist.
      Offenbar wollen Sie das nicht wahrhaben und löffeln statt des Müsli weiterhin die Kompliziertheit in all ihren Facetten zum Frühstück.

      Ich denke aber, ich kann Abhilfe schaffen und halte folgendes Rezept dazu bereit: Tun Sie sich bitte mit Noctilux und Lothar zusammen und leiten Sie eine Unterschriftenaktion in die Wege. Das Ergebnis Ihrer Bemühungen soll bewirken, dass der Erschließungswahn in Tirol ein Ende hat. Tirol braucht diese Hilfe aus dem Ausland dringend. (Muster: https://mein.aufstehn.at/.../nein-zur-zerstorung-von-feldringer-boden-und-schafjoch)

      Erst so kann der systematischen Zertrümmerung der alpinen Landschaft Einhalt geboten werden.

      Ich bedanke mich für Ihre wertvollen Beiträge und hoffe darauf, dass ich spätestens bis zum Februar 2020 aus den Medien vom "Einwand des Auslandes" erfahre.

      Nun, das fasse ich mal so auf, dass sie nicht in der Lage sind ihre Behauptungen zu untermauern. Hätte mich auch gewundert, denn ich habe hervorragende Kontakte zu den Österreichern. von den dortigen Kollegen, die mit Sicherheit um ein vielfaches umtriebiger sind als sie, habe ich erfahren, dass es einen Nachtragsband zur Faunistik Südtirol gibt. Dieser Nachtrag stammt aus dem Jahre 2016 und führt Lamprohiza splendidula auf. Also nix mit ausgestorben, verschwunden oder sonst was von ihrem Märchen. Der Kollege betonte auch, dass ihn das wundern sollte, wo die Art dort doch so häufig ist.

      Sie schweifen erneut in die Donauauen ab, obwohl ich um Nennung ihrer Quellen gebeten habe. Da sie die Quelle nicht nennen wollen und auf meine Hartnäckigkeit hin lieber ihren Rückzug verkünden, ihre Antworten definitiv dauern, muss ich wohl davon ausgehen, dass der Verdacht, der hier geäußert wurde, dass sie in Tirol auf der Alb leben und nur Internetzugang haben, wenn sie ins Tal marschieren, der Wahrheit wohl sehr nahe kommt. Und entsprechend tun sich hier Abgründe auf, die vermuten lassen, dass es ihnen gar nicht um den Erhalt der Tiroler Alpen geht, sondern wohl nur um ihr eigenes Fleckchen grün in den Bergen, über das nun Sessellifte gebaut werden sollen. Und das versuchen sie nun vermutlich mit allen Mitteln zu verhindern. Aber genau ihr Verhalten ist es, dass vernünftige Naturschutzgedanken immer wieder konterkarieren und den Naturschutz unendlich schwer machen, weil man glaubt mit allen Mitteln kämpfen zu dürfen. Wenn dann aber die Lüge ins Spiel kommt, machen sie alles kaputt und sind ihrem Ziel ferner denn je, denn dann glaubt ihnen von den Leuten, die wichtig sind, kein Aas mehr, was sie von sich geben.

      Hören sie auf mit ihrem Scheiß. Hören sie auf den echten Naturschützern das Leben schwer zu machen. Hören sie auf den Naturschutzgedanken zu verunglimpfen und halten sie sich einfach aus Sachen raus, von denen sie nicht mal im Ansatz eine Ahnung haben. Ziehen sie weiter, aber halten sie ihre Nase aus allen Foren dieser Welt raus, ebenso aus sozialen Netzwerken und allem, wo sie ihre kruden Thesen sonst noch zu verbreiten gedenken. Sie erschweren nur unsere Arbeit und bringen einfach nur Naturschutzprojekte zum scheitern, die ohne sie funktionieren würden.
    • Uwe 58 schrieb:

      Hallo
      Für alle mal etwas zum Insektensterben:
      ndr.de/nachrichten/mecklenburg…ortlich,windkraft988.html
      Erst mal danke für den Link. Interessante Sache und, wenn wirklich so realistisch, erschreckend und eigentlich ein Grund die Dinger sofort abzuschalten.

      Aber es wurde auch im Bericht gesagt, dass die Erfassung Mängel hat. Und die hat sie. Es stellt sich die Frage, wie genau diese Rechnungen sind, denn vernünftige Zahlen, auf deren Grundlage man das errechnen könnte, gibt es nicht. Schwankungen werden nicht oder kaum berücksichtigt etc. pp. Ich kann mir z.B. nicht vorstellen, dass man mal so eine Windkraftanlage bei Fertigstellung erst mal entsprechend überprüft hat. Würde für mich bedeuten, dass man nach 24 Stunden zwingend die Insektenleichen von den Rotorblättern absammeln müsste, um deren Masse zu ermitteln. Geht das überhaupt??? Wenn ja, müsste man das mindestens einmal pro Woche machen, um feststellen zu können, ob und in welchem Maße es Schwankungen im Auftreten der Insektenmassen gibt. Des weiteren müßte man eine Methode entwickeln, mit deren Hilfe man die Insekten erfasst, die nicht an den Rotorblättern kleben bleiben, aber nachweislich durch die Rotoren ihr Leben gelassen haben. Ich bin recht einfallsreich, habe aber grade keine Ahnung, wie man das bewerkstelligen könnte.

      Wie auch immer, der Bericht sagt das richtige: es ist wichtig da weiter zu forschen und das ganze sehr genau zu untersuchen.

      Viele Grüße
      Klaas
    • Klaas Reißmann schrieb:

      es ist wichtig da weiter zu forschen und das ganze sehr genau zu untersuchen
      Guten Abend Klaas,

      ich versuche mal was philosophisches.
      Wenn ich mir überlege, an was wir alles forschen müssen, um unsere Lebensgrundlage zu erhalten:
      Jetzt an den Windrädern, am Klimawandel, an den Einträgen von Gift und Dünger, an Flächenversiegelung und Überbauung, an der industriellen Landwirtschaft mit Massentierhaltung und Vernichtung von Lebensräumen in großem Maßstab, an der Überfischung und Versauerung der Meere, am Plastikmüll, an der Rodung tropischer und borealer Urwälder, an der Überbevölkerung (vor allem der 3. Welt) und deren Ausbeutung und und und ...
      Wenn ich mir das genau überlege, brauchen wir nur an einer Ursache zu forschen: Unserem jetzigen Lebensstil. Und damit nehme ich mich ausdrücklich nicht aus.
      Ich denke, ein bisschen weniger von allem wird keinem den Lebensstandard vermiesen. Aber es beruht halt alle wirtschaftliche Entwicklung, alle soziale Absicherung auf einem System des endlosen Wachstums. Von daher sind diese Verluste an Windrädern nur ein Teilaspekt eines viel größeren Zusammenhanges und ein Preis, den wir zukünftig noch öfter zahlen müssen.

      Viele Grüße
      Burkhard

      Ach ja, morgen gibt es bem Discounter bei uns lecker Spargel aus Peru! :thumbup:

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    • Klaas Reißmann schrieb:

      Interessante Sache und, wenn wirklich so realistisch, erschreckend und eigentlich ein Grund die Dinger sofort abzuschalten.
      Hallo Klaas
      Die Dinger können unsere Energieversorgung sowiso nicht schaffen. Schau mal das Video bis zum Ende an:
      youtube.com/watch?v=rV_0uHP3BDY

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Uwe 58 ()

    • Inwieweit die Dinger zur Energieversorgung beitragen, ist wohl wieder eine andere Geschichte.
      Mich würde mal viel eher interessieren, wie die auf 1200 Tonnen toter Insekten kommen. Zufällig bin ich auch von einigen Windrädern umgeben, aber mir sind noch keine LKWs aufgefallen, die da was abtransportieren. Und wie kommt es denn zu der angegebenen Leistungsminderung? Und wie groß ist dazu im Vergleich das Gewicht der toten Insekten an den Winschutzscheiben im Sommer? Die lassen sich natürlich viel einfacher abkratzen und abwiegen als vom Windradflügel. Und so ein kleines Auto müßte ja gegenüber so einem Riesen-Windrad erst recht zum stehen kommen.
      Es ist eben immer wieder interessant zu beobachten, was auf der einen Seite prompt abgeschmettert und auf der anderer Seite ehrfürchtig geschluckt wird.