Naturschutz in den Alpen

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    • Naturschutz in den Alpen

      Hallo, liebe Leser. Ich bin heute zum ersten Mal hier und möchte Euch gleich mit einem brisanten Thema konfrontieren. Es betrifft den geplanten Zusammenschluss der Schigebiete von Kappl und St. Anton. Konkret, eine Stelle aus dem Bescheid zu diesem geplanten Zusammenschluss. Hier
      die Stelle:

      "Aus dieser Beobachtung kann geschlossen werden, dass eine unbefristete Dauerhaftigkeit der Seilbahnanlage, aber auch die dauernde Betriebssicherheit n i c h t gewährleistet werden kann. Erosionsprozesse und Nachbrüche treten im Zuge von extremen Niederschlagsmengen
      und bei Schneeschmelze auf. Das heißt, die Dauerhaftigkeit und die Betriebssicherheit kann auch mittels Nebenbestimmungen n i c h t erreicht werden." (Zitat Ende)

      Es versteht sich, dass der Bescheid vermutlich aufgrund der Geldflüsse und politischen Einflussnahme positiv ergehen musste und erst durch
      das Bundesverwaltungsgericht zu Fall gebracht wurde. Meine zeitgerechte Eingabe als Person ohne Parteienstellung dürfte doch auch etwas
      Aufmerksamkeit erregt haben. Naturschutz = Sisyphusarbeit.
    • Lieber Peter,

      Peter66 schrieb:

      Fehlt eigentlich nur der Werbelink ...
      den habe ich auch gesucht, aber nicht gefunden.

      Das kommt dabei raus, wenn man etwas gut meint, es aber nicht gut macht.
      Es geht um zwei Skigebiete in Österreich, Bundesland Tirol: St. Anton am Arlberg und Kappl im Paznauntal (in dem auch der bekannte Ort Ischgl liegt, aber auch Galtür) sollten durch eine Schischaukel miteinander verbunden werden. Die Pläne waren von den Naturschutzbehörden abgesegnet worden, sind aber vom Oberverwaltungsgericht in Österreich gekippt worden.
      Siehe auch Tiroler Tageszeitung vom 01.12.2018
      tt.com/politik/landespolitik/1…kappl-st-anton-einen-korb

      Diesem Artikel ist zu entnehmen, dass die Schischaukel durch das Malfon-Tal gehen sollte.
      Siehe auch Wikipedia, Abschnitt "Projekte"
      de.wikipedia.org/wiki/Skigebiet_Ski_Arlberg



      Der österreichische Alpenverein
      siehe hier (sehr informativ!):
      alpenverein.at/portal/natur-um…rojekte/StAnton-Kappl.php
      schildert das Malfon-Hochtal als hervorragendes Beispiel für unerschlossene Landschaft, die frei von jeglicher Infrastruktur ist. Der Malfonbach sei einer der wenigen Gewässer in Österreich, die in ökologisch sehr gutem Zustand sind und den Zielwerten der EU-Wasserrahmenrichtlinie entsprechen.

      Aus eigenen Erkenntnissen aus meiner Wahl-Zweitheimat weiß ich, dass es in Österreich einen Unterschied macht, ob vorhandene Skigebiete erweitert werden (ohne verbindliche Umweltverträglichkeitsprüfung) oder neu erschlossen werden (mit UVP). Ich vermute, dass es an dieser Stelle Interpretationsmöglichkeiten geben könnte, ich kenne die Gesetzeslage in Österreich nicht ausreichend.
      Was auch nur eine (kleine) Skigebietserweiterung an Schäden an den Habitaten mit sich bringt, das haben wir vor der eigenen Haustür im Herbst erlebt. Deswegen fühle ich mich nun doch ermutigt, dem Ersteller des Eingangsbeitrages zu antworten, auch wenn er/sie den Leser weder abholt noch mitnimmt.

      Auch die parteiungebundene Privatinitiative ist lobenswert.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Nun ja,

      wollen wir hoffen, dass pulsatilla 100 bei bester Gesundheit ist und lediglich die Technik versagte.

      tirol.orf.at/news/stories/2950514/

      unter obigem link zu Radio Tirol findet man die gerichtliche Entscheidung über den erfolgreichen Ausgang des Verfahreen.
      Hoffe damit ein wenig geholfen zu haben.

      LG aus GR

      Lothar
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<
    • Ganz allgemein gilt: Wer den Naturschutz leben will, muss selbst aktiv werden. In anderen Worten: Ich habe bewusst diesen Einstieg gewählt, welcher mir gleich fünf Reaktionen dazu einbrachte. - Peter 66 ist aktiv geworden.
      Das von mir eingebrachte Zitat soll veranschaulichen, dass der Stellenwert des Naturschutzes als sehr gering einzustufen ist, wenn der Stellenwert der persönlichen Sicherheit bereits so niedrig angesetzt angesetzt ist. Ich danke Peter66 für seinen Einsatz. PS: Dass der Link nicht mehr auffindbar ist, liegt in der Natur der Sache.
    • noch mal "Naturschutz in den Alpen"

      als Person ohne Parteienstellung dürfte doch auch etwas

      Aufmerksamkeit erregt haben.


      In der Natur der Sache liegt wohl auch, dass dir das Ganze ein wenig in den Kopf gestiegen ist. Deine beiden ersten Beiträge im Forum sind doch reine Statements wie ich sie eher in einem Werbeblock antreffe. Normale Forenbeiträge kannst du dir hier genügend ansehen.

      Tschüss
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lothar Gutjahr ()

    • Sehr geehrter Herr Gutjahr,

      ich bedanke mich für Ihren Beitrag und nehme gleich dazu Stellung:

      a) Ich weiß nicht, ob mein Schreiben an den Verwaltungsgerichtshof Aufmerksamkeit erregt hat. Dieser Umstand lässt sich auch nicht aus dem
      Inhalt des Antwortbriefes von dort ableiten. Ich habe mich lediglich über mehrere Punkte des Bescheides in meinem Schreiben an den Gerichtshof geäußert. Die eingangs zitierte Stelle war mir dabei ein besonderes Anliegen. Sie lässt einen nur den Kopf darüber schütteln, dass einem die Sicherheit von z.B. deutschen Schifahrern so wenig wert ist.
      Die Medien hierzulande (Tirol) sind der Seilbahnlobby ergeben. Von einer kritischen Auseinandersetzung mit meinem Einwand haben sie bisher nichts wissen wollen.
      b) Sehr geehrter Herr Gutjahr, mir steigt nichts in den Kopf. Ich bin nämlich mit allen Wassern gewaschen. Über 45 Jahre Tätigkeit im Naturschutz (unentgeltlich) haben mir eine dicke Haut verliehen. Ich hoffe daher, dass Ihnen bei Ihren bisher eher unqualifizierten Kommentaren zu meinen Einträgen nichts weiter in den Kopf steigt.
    • oha,
      nach dem überaus qualifiziert vorgetragenen Anliegen im Eingangsbeitrag, das von der Mehrheit der geneigten Leserschaft nicht verstanden wurde, hat Lothar wenigstens einen Link zum Hintergrund herausgesucht.

      pulsatilla100 schrieb:

      Ihren bisher eher unqualifizierten Kommentaren zu meinen Einträgen
      Das ist allerdings ein Novum in diesem seit über 10 Jahren bestehenden Forum, dass schon mit dem dritten Beitrag eine ausgewählte Antworte als "eher unqualifiziert" dargestellt wird.
      Das kommt gar nicht gut an.
      Ein weiteres Interesse an Ihrem Anliegen und weitere Antworten dürften wohl ausbleiben.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Gut Ding braucht Weil´. Ich schlage vor, wir betrachten die Dinge nun mal etwas genauer, ohne uns etwas in den Kopf steigen zu lassen.
      Wie sieht die Situation derzeit in den Alpen aus? Das Beispiel aus Tirol soll Aufschluss dazu geben.

      Derzeit herrscht im Lande der Erschließungswahn. Er bringt eine große Anzahl von Bescheiden hervor, wie sie nicht akzeptiert werden können. (S. dazu das eingangs erwähnte). Zu den bereits bestehen Nordtiroler 1.100 Liftanlagen sollen neue hinzukommen. Zahlreiche Projekte werden zur Begutachtung eingereicht. Und - falls das Karussell sich so weiter dreht wie bisher - auch genehmigt. Die weitere Zertrümmerung der alpinen Landschaft steht somit auf der Tagesordnung. Riesige Flächen werden gerodet, zersprengt, autobahnmäßig zu Schiabfahrten anplaniert, Teiche für die Beschneiung errichtet, Rohre verlegt, etc., etc..
    • Lieber Bernd,

      vom richtigen Blickwinkel betrachten ! Ja ich sage das so einfach aus meinem bescheidenen "Erfinderruhestand" aber für mich sind seit Beginn dieser Diskussion die Alpen wieder zu dem geworden, was sie tatsächlich sind. Als Bergwachtler in meiner späteren Jugend hatte ich noch große Schwierigkeiten, das zu verstehen.

      Aber heute als vielgereister sehe ich es leichter. Diese wunderschöne Landschaft ist ohne die Schneebedeckung ein karger Schutthaufen, der aus der wundersamen Plattenverschiebung entstanden ist. Man wird sich dessen auch bewußter, wenn man sieht, dass an manchen Stellen nach geringfügiger Erwärmung ganze Hänge zu Tale rutschen.

      Daher sehe ich den ganzen "Zirkus" auch mit Gelassenheit und kann nur den Kopf schütteln, wenn sich die Leute darum zanken da und dort noch ein Bähnle unterzubringen. Hier stossen wir auch an das Ende von falsch verstandenem Naturschutz. Anstatt sollten die sich lieber mit der Eindeichung von ins Meer fliessenden Gewässern und dem drohenden Landverlust durch den Meeresanstieg kümmern.So gesehen gibt es doch tatsächlich wichtigeres zu tun; oder ?

      LG Lothar
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<
    • Danke für Ihre wertvollen Beiträge, zu denen ich gleich Stellung nehmen darf.

      Ob es denn Wichtigeres zu tun gibt? Ich denke, dass der Schutz der alpinen Landschaft unter allen Umständen gewährleistet werden sollte.

      Stellen Sie sich vor, dass Sie z.B. in Rosenheim leben. Im Nachbarstaat werden wieder einmal an mehreren Stellen Wälder abgeholzt, um neue Liftanlagen zu bauen. Gebiete, die oberhalb der gerodeten Wälder liegen und vielfach eine einzigartige Flora und Fauna aufweisen, sind bedroht. Sie werden im Regelfall den Erfordernissen mit Baufahrzeugen angepasst. Es fällt Schnee. Viel Schnee. Drei bis vier Meter, um konkret zu sein. Das Frühjahr kommt. Es regnet zur Abwechslung längere Zeit. Die Wassermassen donnern zu Tal, unaufgehalten von Wäldern, über-schwemmen Gebiete im Tal im Nu, vermuren sie, erreichen ungehindert Rosenheim, ....

      Ohne Frage, ein etwas drastisch gezeichnetes Bild, werden Sie jetzt meinen. Aber - Ist die Wirklichkeit diesem Bild nicht schon sehr nahe gekommen?
    • pulsatilla100 schrieb:

      Ohne Frage, ein etwas drastisch gezeichnetes Bild, werden Sie jetzt meinen. Aber - Ist die Wirklichkeit diesem Bild nicht schon sehr nahe gekommen?
      Bis jetzt habe ich noch kein Bild gesehen. Aber das läßt sich ja noch nachträglich hochladen über den Reiter Dateianhänge.
      Falls es verlorengegangen ist, ist hier ausführlich beschrieben wie man es korrigiert:
      das-neue-naturforum.de/index.p…rlorene-bildanh%C3%A4nge/

      Mich würde es schon interessieren wie es in der Gegend so ausschaut. Wollte dort auch mal gerne hin, leider noch nicht dazu gekommen.
    • Liebe Kuhglocke und lieber Bernd,

      normalerweise Kuhschelle, ich weiß, aber angesichts der Tatsache, dass mein Wohnsitz nicht in Rosenheim sondern im Landkreis Berchtesgaden liegt spendier ich die Glocke. Und Bernd, du warst ja eingeladen. Kann dir aber gern mit Fotos aushelfen. Derzeit haben wir nicht vor, Griechenland den Rücken zu kehren und wenn bleibt es bei Stipvisiten für Amtsbesuche oder ähnlich wichtige aber kurzfristige Dinge.
      Momentan überlege ich, wie weit ins Land hinein ein nicht in einer Schlucht ins Meer fliessender Strom einzudeichen wäre und wie hoch so ein Gebilde dann würde.

      LG Lothar
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<
    • Herr Gutjahr, zu Ihrem Schlagwort vom Meeresanstieg meine Sichtweise. Verrückt? Ich weiß. Bekomme dafür sicherlich keine Pluspunkte.

      Eine Achterbahnfahrt im Klimawandel (2009 veröffentlicht)

      Schlägt man Internetseiten unter dem Begriff „“Weltklima““ auf, finden sich immer wieder Sätze wie diese: „Die Meeresspiegel steigen in diesem Jahrhundert voraussichtlich zwischen 18 und 59 Zentimeter.“
      Ich stelle die obige Annahme in Frage und lade den Leser zu einem zugegebenermaßen gewagten Ausflug ein, dessen Ergebnis bis dato erstaunlicherweise niemandem außer mir seit etwa zehn Jahren zu schaffen macht.
      Es wird wohl so sein, dass die meisten von uns sich zu Beginn dieses Ausfluges etwas schuldbewusst einräumen müssen, heute abermals mit dem Pkw zur Arbeitsstätte gekommen zu sein. Eine Vielzahl von Autos steht bereits in der Tiefgarage und wartet darauf, erneut in Betrieb genommen zu werden. Die überwiegende Mehrheit dieser Fahrzeuge wird mit einem gängigen Treibstoff betrieben, ein Umstand, der von Wissenschaftlern u. a. als eine Ursache für die Erderwärmung angesehen wird. Lassen wir diese Tatsache aber etwas beiseite und denken wir zunächst an alle Verkehrsmittel auf der Welt, die mit einem der gängigen Treibstoffe in Betrieb genommen werden. Eine unvorstellbare Summe stellt sich ein. Der Treibstoff-verbrauch für deren Inbetriebnahme dürfte wohl die Milliarden-Tonnen-Grenze alljährlich locker überschreiten. Das Material für diese Treibstoffe stammt bekanntlich aus dem Inneren der Erde.
      Hängt man diesem Gedanken weiter nach, wird man feststellen, dass in unserem Planeten riesige Hohlräume entstanden sein müssen, deren ursprünglicher Inhalt zu Plastik, Benzin, Heizöl oder zu einer Unmenge anderer Produkte geworden ist. Nochmals die eine oder andere Milliarde jährlich. Und das schon seit vielen Jahrzehnten.
      Was geschieht jedoch in diesen Hohlräumen? Die Annahme, dass sie zu einem Gutteil mit Wasser aufgefüllt werden, scheint vertretbar. Sollte diese Mutmaßung zutreffen, wäre erklärt, weshalb die Bewohner zahlreicher Küstengebiete bislang nicht Tauchgänge im Keller haben vornehmen müssen. Das beruhigt vorerst.
      Von den Folgen verschont bleiben wird man, so fürchte ich, dennoch nicht. Der Grund liegt wohl in der Konsistenz der neu entstandenen Masse. Diese ist mit der ursprünglichen logischerweise nicht ident. Mögliche Folgen: Instabilität im Erdinnern, welche nach meiner Auffassung – wie jüngst auf dem südamerikanischen Kontinent – etwa zum „unerklärlichen“ Verschwinden von Seen führen kann; Verlagerung des magnetischen Pols in Richtung Osten; Änderung des Tempos seiner Wanderung; Umgestaltung der Meeresströmungen; Beeinträchtigung der Windsysteme, etc., etc.
      Ich denke, ich sollte hier meinen Beitrag beenden und dessen Inhalt kurzerhand dem Reich einer gnadenlos blühenden Phantasie überantworten. Das garantiert zumindest den Schlaf.