Einige Neobiota (Gebietsfremde Pflanzen, Tier und Pilze)

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    • Noch ein Neubürger: der Feigen-Spreitzflügelfalter (Choreutis nemorana). Er stammt aus dem Mittelmeerraum und ist wohl über die Schweiz in den Südwesten Deutschlands eingewandert, immer auf den Spuren von Feigenbäumen. Im Jahre 2010 wurde er in Neustadt (Pfalz) gesichtet und ist mittlerweile hier etabliert. Großen Schaden richtet dieser Falter offenbar nicht an.
      Liebe Grüße
      Klaus

    • Liebe Ssbine,
      vielen Dank für deine netten Worte; ich habe mich sehr darüber gefreut.
      Feigen-Spreitzflügelfalter waren in den letzten paar Jahren regelmäßig in unserem Mannheimer Garten zu sehen, meist auf den Blättern unseres Feigenbaumes. Jetzt bin gespannt, ob sie sich 2019 wieder sehen lassen: unser Feigenbaum im unserem Garten ist weg, aber in unserer Wohngegend gibt es ganz viele davon.
      Liebe Grüße
      Klaus
    • Noch ein Neubürger/ Fastneubürger: die Rotwangen-Schmuckschildkröte: (Trachemys scripta elegans). Diese Schmuckschildkröte stammt aus Nordamerika (Mississippi-Gebiet) und wird dort millionenfach gezüchtet und als Haustier weltweit verkauft. Wenn diese anfänglich ca. 10 cm großen „Haustierchen“ dann größer werden hört die Tierliebe oft auf: die Schilkröten werden verbotenerweise in einem nahegelegenen Teich oder See ausgesetzt und richten dort ggf. nicht unerheblichen Schaden an. Nachdem diese Schildkröten rund 80 Jahre alt werden können und bei den immer milder werdenden Wintern auch immer mehr dieser ausgesetzten Tier den Winter überleben, droht alleine schon deshalb ein ernstes Problem mit diesem potenziellen Neubürger. Im Rekordsommer 2003 hat man nun bei uns, so habe ich gelesen, auch die Schlüpfung kleiner Rotwangen-Schmuckschildkröten beobachtet. Damit verschärft sich die Situation und damit könnte diese Schildkrötenart nun zum vollen Neubürger bei uns werden, mit allen negativen Folgen für die betroffenen Gewässer. Da hilft es u.U. wenig, dass es wohl seit 1997 ein EU-weites Einfuhrverbot für dies Schildkröten gibt: das sprichwörtliche Kind liegt möglicherweise bereits im Brunnen.
      Liebe Grüße
      Klaus





    • Lieber Klaus,
      aber vom Aussehen her sind das schon interessante Tiere, die du auch prima fotografiert hast. Habt ihr in Mannheim ein Vorkommen davon? Die würde ich auch gern mal sehen.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Klaus B. schrieb:

      Noch ein Neubürger/ Fastneubürger: die Rotwangen-Schmuckschildkröte: (Trachemys scripta elegans). Diese Schmuckschildkröte stammt aus Nordamerika (Mississippi-Gebiet) und wird dort millionenfach gezüchtet und als Haustier weltweit verkauft. Wenn diese anfänglich ca. 10 cm großen „Haustierchen“ dann größer werden hört die Tierliebe oft auf: die Schilkröten werden verbotenerweise in einem nahegelegenen Teich oder See ausgesetzt und richten dort ggf. nicht unerheblichen Schaden an. Nachdem diese Schildkröten rund 80 Jahre alt werden können und bei den immer milder werdenden Wintern auch immer mehr dieser ausgesetzten Tier den Winter überleben, droht alleine schon deshalb ein ernstes Problem mit diesem potenziellen Neubürger. Im Rekordsommer 2003 hat man nun bei uns, so habe ich gelesen, auch die Schlüpfung kleiner Rotwangen-Schmuckschildkröten beobachtet. Damit verschärft sich die Situation und damit könnte diese Schildkrötenart nun zum vollen Neubürger bei uns werden, mit allen negativen Folgen für die betroffenen Gewässer. Da hilft es u.U. wenig, dass es wohl seit 1997 ein EU-weites Einfuhrverbot für dies Schildkröten gibt: das sprichwörtliche Kind liegt möglicherweise bereits im Brunnen.
      Liebe Grüße
      Klaus
      Da hilft nur eins Schildkrötensuppe :plate: :99:
    • Erstaunt schaute ich mir ein Beitrag nach dem anderen an. Die eine oder andere Art unter den Insekten hätte ich nie als Fremdling erkannt. Weil mir das Wissen fehlt, hätte ich gedacht, sie sind heimisch.

      Da schau ich doch mal mein Fotorchiv durch, ob ich da was finde.

      Liebe Grüße
      Sabine II
      Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
      müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
      (Noah)
    • Da können wir uns dann zusammen tun, Klaus.

      Hab schon was gefunden, die Südliche Eichenschrecke Meconema meridionale (Männchen). Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Ist von dort aus Mitte des letztwn Jahrhundert nach Deutschland eingewandert.




      Liebe Grüße
      Sabine II
      Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
      müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
      (Noah)
    • Gilt auch ein Wanderfalter? Der Wander-Gelbling Colias croceus oder auch Postillon, ist ebenfalls im Mittelmeerraum heimisch, wandert je nach Klima in einzelnen Jahren aber nach Deutschland ein und legt hier auch Eier ab. Die daraus schlüpfenden Falter fliegen dann im Herbst zurück ans Mittelmeer.



      Liebe Grüße
      Sabine II
      Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
      müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
      (Noah)
    • Lieber Klaus,

      über dein Portrait der Rotwangen-Schmuckschildkröte freue ich mich besonders. Tolle Bilder und einen informativen Text stellst du uns vor!

      Dass ich mich über diese Schildkröte in einem nahen Weiher freue, mag ich nach dem, was sie an Schaden alles anrichten kann, gar nicht mehr sagen. Aber es ist so. Ich kenne ein bestimmt ca. 25 cm großes Exemplar seit ein paar Jahren. Es ist nicht immer da, aber oft monatelang.

      Liebe Sabine,

      wenn du wieder in meine Gegend kommst, werde ich vorher und auch dann Ausschau halten, ob sie sich auf ihrem Lieblingsstamm sonnt. Es würde mich sehr freuen, wenn sie sich dir präsentieren würde!

      Meine Fotos sind schlecht, ich weiß. Aber als Beleg können sie hoffentlich dienen.

      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Liebe Rosmarie,

      Rosmarie schrieb:

      wenn du wieder in meine Gegend kommst, werde ich vorher und auch dann Ausschau halten, ob sie sich auf ihrem Lieblingsstamm sonnt. Es würde mich sehr freuen, wenn sie sich dir präsentieren würde!
      oh, das wäre super! Ist das der Weiher am Ortseingang?
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)