Tremella fuciformis ? ===> Spätherbst-Sternenrotz

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    • Tremella fuciformis ? ===> Spätherbst-Sternenrotz

      Gestern auf einem Baumstumpf gesehen .


      Jetzt im Dezember scheidet Sternenrotz aus .Es sind auch keinerlei dunkle Einschlüsse zu sehen.

      Die Tatsache ,daß diese Masse auch auf dem Blatt liegt und scheinbar keine Verbindung zum Holz hat,
      lässt mich auch zweifeln ,ob das der vermutete Pilz ist.
      beste Grüße Werner
    • Moin, Werner,
      ein Silberohr (Tremella fuciformis) ist das sicher nicht, der wächst blattartig und kommt in subtropischen Ländern (fast ausschließlich an Mangoholz) vor.
      123pilze.de/DreamHC/Download/Silberohr.htm

      Meiner Meinung nach geht das eher in Richtung Drüsling (Exidia spec.). In Frage kommen könnten:
      Weißlicher Drüsling Exidia thuretiana 123pilze.de/DreamHC/Download/Weissdrues.htm
      Kerndrüsling Exidia alboglobosa 123pilze.de/DreamHC/Download/Kerndruesling.htm

      oder die weiße Varietät des Zitterlings: Kristallzitterling Tremella mesenterica f. crystallina 123pilze.de/DreamHC/Download/Zitterlingweiss.htm

      Ich bin auch nicht sicher, ob man die alle makroskopisch unterscheiden kann: Der jung ebenfalls ähnliche Knorpelige Drüsling Exidia cartilaginea ( 123pilze.de/DreamHC/Download/KnorpeligerDruesling.htm ), den ich selbst schon gefunden habe, musste mikroskopiert werden.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Hallo Werner
      Das würde ich als Drüsling ansehen. Kerndrüsling eher nicht, weil keine Kerne sichtbar sind. Den Kerndrüsling hatte ich schon gefunden und die Kerne kann man sehen.
      dann eher der Weißliche Drüsling (Exidia thuretiana). Aber der ist jung sehr ähnlich dem Knorpeligen Drüslings (Exidia cartilaginea).
      Zitterling ist es nicht. Die haben andere Oberfläche und Form.
      Also nur mit Drüsling liegst du immer richtig! ;)
      Und schreibst du Weißlicher Drüsling, kann dir keiner das Gegenteil beweisen! 8o :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Uwe 58 ()

    • Liebe Sabine ,lieber Uwe ,

      Danke für eure Bestimmung !

      Wenn es der Weißliche Drüsling (Exidia thuretiana) ist ,dann muß er bereits
      stark zersetzt sein weil ,von der Form kaum noch etwas zu erkennen ist.(es heisst - später gelatinös)
      Beim Kristallzitterling steht ,daß er im Alter in eine formlose Masse zerfliesst.
      Warum soll das nicht auch beim Weißen Drüsling so sein ?

      Mich irritiert noch ,daß da ein Blatt zwischen Substrat und Pilz ist.
    • Werner von dr Alb ra schrieb:

      Mich irritiert noch ,daß da ein Blatt zwischen Substrat und Pilz ist.
      Ja der "ungläubige" Werner. Wegen seiner Hartnäckigkeit etwas auszudiskutieren, bin ich ja neulich ausgestiegen, aber hier in der Hoffnung wieder dabei, nicht tagelang und haufenweise Vermutungen be- und zerreden zu müssen.
      Das ist schon "Sternenrotz", ausgewürgt von irgendwelchen Beutegreifern. Der Laich ist im Herbst schon ausgebildet, wann sollten das denn die heimischen Amphibien sonst machen wenn nicht in der energie- und nahrungsbietenden Zeit. Im zeitigen Frühjahr zu Laichablage geht es lediglich noch um die Befruchtung. Die "dunklen Einschlüsse" (das Ei) und die schützende Gallerte sind vor der Ablage noch getrennt, oft liegt noch ein Ballen der schwarzen Eier bei der aufgequollenen Masse. Der Begriff "Sternenrotz" wird auch, schon länger als für Laich, einem Cyanobakterium- Nostoc- zugeschrieben, eigentlich gut bekannt und in Feuchteperioden in Gärten und anderswo das "Sommerglatteis" schlechthin.
      VG Paul.

    • Silvester schrieb:

      Ja der "ungläubige" Werner. Wegen seiner Hartnäckigkeit etwas auszudiskutieren, bin ich ja neulich ausgestiegen, aber hier in der Hoffnung wieder dabei, nicht tagelang und haufenweise Vermutungen be- und zerreden zu müssen.
      Wo - wenn nicht hier - sollte so etwas möglich sein ?

      was zum alten Thema :

      Mit dem ungläubigen Werner hast du schon recht. Warum ich bei der Jungfichte dicke untere Äste zunächst nicht für möglich gehalten habe,
      ist ,wenn du die Beiträge nach deinem Ausstieg noch gelesen hast,bestimmt einleuchtend.
      Bei der Nachsuche in natürlicher Fichtenverjüngung hat sich mir das Bild von ,Fichten ohne Äste im unteren Bereich ,eingeprägt.

      Was die vermuteten Wurzeln anbelangt - das war ein Irrtum meinerseits den ich gestern mit einem Bild von der Stammbasis ausräumen konnte.
      Was ich mit eigenen Augen sehe ,das glaube ichviel leichter . :D

      zum Sternenrotz :

      In geschätzten 500 Metern vom Ort des " Erbrechens " liegt eine Hülbe ,welche zahlreiche Frösche beherbergt .Daß dort jetzt noch welche von Vögeln
      gefangen werden können hätte ich wieder mal nicht geglaubt.Erdkröten sind doch auch nicht mehr unterwegs -oder ?

      Der Ort des Erbrechens ist die gesägte Schnittfläche eines 1,7 Meter hohen ,30 cm dicken Baumstumpfes welcher im ziemlich dichten Bestand steht.
      Der dort an der Hülbe schon oft gesehene Reiher scheidet aus (wenig Platz,Anflug).Eine Eule welche doch noch Erdkröten erbeutet hat, käme in Frage .

      Silvester schrieb:

      Das ist schon "Sternenrotz", ausgewürgt von irgendwelchen Beutegreifern. Der Laich ist im Herbst schon ausgebildet, wann sollten das denn die heimischen Amphibien sonst machen wenn nicht in der energie- und nahrungsbietenden Zeit.
      absolut einleuchtend ! Dann auch ohne dunkle Bestandteile ?

      Silvester schrieb:

      Der Begriff "Sternenrotz" wird auch, schon länger als für Laich, einem Cyanobakterium- Nostoc- zugeschrieben
      Nostoc commune hatten wir hier schon einige Male .Sommerglatteis passt !

      Wenn also jetzt noch Amphibien von Beutegreifern erbeutet werden können -was ich noch nicht so richtig glaube :D - oder aber Sternenrotz eine lange Haltbarkeit aufweist - rückt der Sternenrotz wieder in den Bereich des Möglichen.
    • Hallo Werner,
      zu den Beutegreifern gehören ja auch Marder, Wiesel etc. Diese weiden Amphibien wahrscheinlich aus wie der Schlachter, da bleibt das nicht Schmackhafte auch liegen, braucht auch nicht erbrochen zu werden, um so aufzuquellen. Und Frösche können schon 'was aushalten, der Grasfrosch sitzt auf dem Eis eines noch zugefrorenen Weihers und hält mich für einen Konkurenten. Der Erdkrötenmann schaut auch recht aggresiv, ob Kröten überhaupt genießbar sind ? Müßte man 'mal die Franzosen fragen, momentan aber lieber nicht
      wegen der Gelbbäuche. <X
      VG Paul.

    • Silvester schrieb:

      Ja der "ungläubige" Werner. Wegen seiner Hartnäckigkeit etwas auszudiskutieren, bin ich ja neulich ausgestiegen, aber hier in der Hoffnung wieder dabei, nicht tagelang und haufenweise Vermutungen be- und zerreden zu müssen.
      Hallo Paul,

      da auch ich mit Herzblut bei dieser Diskussion beteiligt war und bin, auch von mir ein Wort zu deiner in meinen Augen abwertenden Bemerkung: Du solltest bedenken, dass du es hier mit Laien zu tun hast. Ich kenne dich nicht, vielleicht bist du ja ein Fachmann. ??? Solltest du einer sein, hättest du dies ja kurz klar stellen können. Aus deiner Argumentation konnte ich dies nicht entnehmen. Dann hätte ich dich als Autorität erkennen können und mir meine weiteren Überlegungen und Anstrengungen erspart.

      Laien können immer nur von ihren eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen ausgehen. Wenn diese aus der Sicht eines Fachmanns Stuss sind, so erhoffe ich mir in einem solchen Forum wie diesem hier, dass er auf meine Überlegungen eingeht und sie entkräftet.
      Hat er dazu weder Zeit noch Lust, so fände ich es nur fair, dass er wenigstens keine abwertenden Bemerkungen von oben herab macht (und das sogar noch einmal in einem neuen Thread, in dem es um etwas völlig anderes geht).
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Werner von dr Alb ra schrieb:

      In geschätzten 500 Metern vom Ort des " Erbrechens " liegt eine Hülbe ,welche zahlreiche Frösche beherbergt .Daß dort jetzt noch welche von Vögeln
      gefangen werden können hätte ich wieder mal nicht geglaubt.Erdkröten sind doch auch nicht mehr unterwegs -oder ?

      Der Ort des Erbrechens ist die gesägte Schnittfläche eines 1,7 Meter hohen ,30 cm dicken Baumstumpfes welcher im ziemlich dichten Bestand steht.
      Der dort an der Hülbe schon oft gesehene Reiher scheidet aus (wenig Platz,Anflug).Eine Eule welche doch noch Erdkröten erbeutet hat, käme in Frage .
      Lieber Werner,

      du wirst es nicht glauben, ich habe heute auch so etwas wie du gefunden. Aber ob man auf den versuchten Fotos von mir etwas erkennen kann, weiß ich noch nicht.
      An sich wollte ich an einem bemoosten Baumstumpf einen Schleimpilz fotografieren, bei dem ich den Eindruck hatte, dass er Moos frisst.

      Plötzlich entdeckte ich den Glibber oben auf der alten Schnittfläche auf dem Moos. Mein Glibber ist auch wasserähnlich durchsichtig und formlos.

      An Amphibieninnereien habe ich auch Zweifel, weil es momentan hier recht kalt ist und ganz sicher keine Amphibien mehr unterwegs sind. Die Landschaft allerdings hätte gestimmt (links Hang mit Wald, rechts Tal mit Sumpf).

      Bis später. Drück mir die Daumen, dass man meinen Sternenrotz überhaupt erkennen kann.
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Lieber Werner und alle,

      hier mein "Sternenrotz" von heute.





      Wenn es sich auch hierbei um Amphibien-Inneres handeln sollte, müsste man nicht doch hier und da im Glibber einen dunklen Punkt finden? Müssten nicht Spuren des Greifvogels oder des Marders auf dem Baumstamm zu sehen sein?
      Ich glaube nicht so recht an diese Theorie, jedenfalls nicht jetzt Mitte Dezember.

      Als ich den Schleimpilz entdeckte (setze ich später extra ein), dachte ich bei dem Glibber auch an einen Schleimpilz, bzw. an eine Sonderform, in der er vielleicht auch vorkommen könnte.
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Lieber Werner,

      meine "grüne Grütze" war nicht grün. Sie war durchsichtig wie Wasser. Das Grün entsteht nur durch den Moosuntergrund. Sie war definitiv durchsichtig weiß.

      Strukturlos war sie.
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Lieber Werner,
      was mir noch zu deinem Sternenrotz einfällt: Pilze wären ja am Substrat angewachsen und Sternenrotz ließe sich auf dem Substrat verschieben. Du hast offenbar gar nicht geprüft, ob angewachsen oder beweglich. Das wäre für künftige Fälle etwas, was ausprobiert werden sollte.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Lieber Werner, liebe Sabine und alle,

      mein Glibber ist offensichtlich etwas anderes als deiner, lieber Werner. Ich tippe am ehesten auf Uwes Weißlichen Drüsling (Exidia thuretiana). Auf der Wikipedia-Seite ist ein Bild, auf dem die Oberfläche an einer Stelle offenbar verwittert ist. Untendrunter sieht das Material aus wie meines.

      Nostoc commune ist es meiner Meinung nach eher nicht, da wasserklar, nicht grün, strukturlos. Ich glaube, ich habe solche Bakterienflächen früher schon mal gefunden. Dass die bei Zersetzung solche farblosen Gallerthäufchen bilden wie bei meinem Fund halte ich für eher unwahrscheinlich.

      Liebe Sabine, den Hinweis mit der Verschiebe-Probe finde ich sehr wichtig.
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)