vergebliche Suche nach dem Tannenbärlapp

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    • Rosmarie schrieb:

      Oder ist es so, dass sich der einstmals dünne Astansatz im Inneren des damals noch dünnen Bäumchens nur deshalb so dick und lang auswächst, um den erwachsenen Baum stabiler gegen Windbruch zu machen?
      Liebe Rosmarie,

      Ob ein idealer Stamm Jahresringzylinder in Jahresringzylinder ohne diese unterbrechenden "Innenästchen" instabiler wär oder nicht ,sei dahingestellt.
      Mich würde jetzt noch interessieren wie es aussieht ,wenn man einen gesunden Stamm vorsichtig schält - wie sieht es unter der Rinde aus .
      Dann mehrere dünne Schwarte längs absägen ,um zu sehen wo diese "Innenästchen beginnen .

      Auf deinen Bildern sieht man zwar den zufälligen Schnitt quer durch die Ästchen ,man sieht aber nicht genau wie weit die nach aussen gehen.
      Für die Stabilität der Baumes wäre es wichtig das aussen ein durchgehender intakter Zylinder möglichst dick den Abschluß bildet.
      Vielleicht sehen wir mal zufällig einen Stammquerschnitt an einem Stapel frischen Holzes der durch diese Ästchen geht.
    • Lieber Werner,

      deine Überlegungen leuchten alle ein. Ich habe zwar gestutzt, dass du meinst, dass es eine Fichte standhafter machen müsse, wenn die äußeren Zylinderschichten unbeschadet, also nicht unterbrochen durch Astlöcher, wären. Aber nach einigem Nachdenken teile ich deine Meinung.
      Aber so ein Baum ist ein langes Teil. Wer weiß, ob ab einer gewissen Länge und extremen Kräften, die an dem Baum rütteln, nicht doch gewisse "Zwischenstablisierungen" von Vorteil sein könnten?

      Grashalme haben doch angeblich deshalb in bestimmten Abständen Knoten, damit der Halm nicht nur flexibel, sondern auch stabil bleibt.

      Übrigens habe ich vor kurzem von Peter Wohlleben gehört, dass früher die meisten Bäume gedreht waren. Das hätte erheblich zur Stabilisierung beigetragen. Solche Bäume wären im Sturm elastischer und würden nicht so leicht brechen.
      Aber für die Forst- und Holzwirtschaft seien gedrehte Bäume natürlich ein großer Nachteil. So hätten wir heutzutage halt geraderes, weil verarbeitungsmäßig vorteilhafteres Holz. Das aber sei gegen Windbruch empfindlicher.

      Hier habe ich noch zwei Bilder, die zwar nicht genau das zeigen, was du dir gewünscht hast. Aber doch etwas in der Nähe. Beim ersten Stamm konnte ich außen nichts von Astlöchern entdecken.



      Bei diesem Stamm konnte ich außen zwar nicht richtig gucken. Aber meiner Meinung nach ist klar, dass sich die angeschnittenen Zapfen bis nach außen hin fortgesetzt haben.



      Heute im Wald ist mir klar geworden, dass die unteren Zweige junger Fichten keinesfalls von den Fortwirten abgeschlagen werden. Nein, die fallen von ganz allein ab.
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Liebe Rosmarie ,

      Genau das wollte ich sehen und ich kann mir das Aufsuchen eines geeigneten Stapels sparen. Danke ,sehr aufmerksam !
      Im letzten Bild sieht man an 4 "Astseelen" ,wie soll ich das sonst nennen ,daß sie nach aussen durchgehen ,also (noch) nicht überwachsen sind.
      Die restlichen 2 könnten ,weil sie schief zum Sägeschnitt stehen, nach hinten aussen auch ganz durch die Borke gehen.
      Das gleiche könnte fürs 1.Bild zutreffen.

      Ob diese ehemaligen Äste ,wenn der Baum dicker wird ,noch aussen überwachsen,wissen wir aber anhand dieser Bilder immer noch nicht.
      Wie dick waren diese gut 40 jahre alten Stämme ?
      Aber egal ,diese Astseelen sind die Zapfen im oberen Teil des hohlen morschen Stammes ,da waren also schon mal richtig dicke Äste.
      Ein Rätsel bleiben die Zapfen an der Basis ,fast auf Bodenniveau .Da waren in der Jugend des Baumes nur dünne Ästchen .Woher kommen aber die
      dicken Zapfen an dieser Stelle.
      Das mit der erhöhten Stabilität verdrehter Stämme ist ohne Zweifel so.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Werner von dr Alb ra ()

    • Werner von dr Alb ra schrieb:

      Im letzten Bild sieht man an 4 "Astseelen" ,wie soll ich das sonst nennen ,daß sie nach aussen durchgehen ,also (noch) nicht überwachsen sind.
      Die restlichen 2 könnten ,weil sie schief zum Sägeschnitt stehen, nach hinten aussen auch ganz durch die Borke gehen.
      Das gleiche könnte fürs 1.Bild zutreffen.
      Lieber Werner,

      es freut mich, dass ich noch diese zwei Bilder hatte und dass du sie für unsere Fragestellung als einigermaßen geeignet ansiehst.
      Mir geht es wie dir, ich habe mir fast die Augen ausgeguckt - übrigens auch schon am realen Stapel.

      Werner von dr Alb ra schrieb:

      Ob diese ehemaligen Äste ,wenn der Baum dicker wird ,noch aussen überwachsen,wissen wir aber anhand dieser Bilder immer noch nicht.
      Wie dick waren diese gut 40 jahre alten Stämme ?
      Für mich ist es eigentlich egal, ob man die Stellen der abgefallenen Äste unter oder gar außen an der Borke noch erkennen kann.
      Die Stämme waren ungefähr 35 cm dick, vielleicht etwas mehr.

      Mein Problem liegt eher da:

      Werner von dr Alb ra schrieb:

      Ein Rätsel bleiben die Zapfen an der Basis ,fast auf Bodenniveau .Da waren in der Jugend des Baumes nur dünne Ästchen .Woher kommen aber die
      dicken Zapfen an dieser Stelle.
      Du sagst es: Da wo außen mit Sicherheit nur dünne Ästchen waren, wachsen innen manchmal auch Seelen und zwar richtig dicke, stabile Zapfen.
      Dessen bin ich mir inzwischen ganz sicher.
      Warum aber lässt der Baum diese ehemaligen Ästchen, nachdem sie längst abgefallen sind, innen zu solchen dicken Zapfen wachsen?
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Rosmarie schrieb:

      Für mich ist es eigentlich egal, ob man die Stellen der abgefallenen Äste unter oder gar außen an der Borke noch erkennen kann.
      Für mich war die Aussage von Paul siehe Zitat.....

      Silvester schrieb:

      Irgendwann sterben die unteren Äste ab oder werden abgeschlagen, der Baum wächst weiter und überwächst so die Bruchstelle, von Aussen ist dann nichts mehr zu sehen. Spätestens beim Zuschneiden von Brettern sieht man diese "Äste"
      .....schon interessant ,vor allem im Hinblick auf die Stabilität des Baumes .Ob es so ist ,werden wir vielleicht noch sehen.

      Rosmarie schrieb:

      Du sagst es: Da wo außen mit Sicherheit nur dünne Ästchen waren, wachsen innen manchmal auch Seelen und zwar richtig dicke, stabile Zapfen.
      Dessen bin ich mir inzwischen ganz sicher.
      i au ! :D
    • Lieber Werner,

      heute Morgen kam mir die Idee, dass der Grund für die dicken Zapfen vielleicht ein ganz einfacher ist.

      Als die Fichte noch jung war, hatte sie entsprechend ihres dünnen Stämmchens auch dünne Äste. Die wurden wie alles vom Kambrium (hoffentlich heißt die dünne Nährschicht unter dem Bast, also weit außen, wirklich so) ernährt. Als der Stamm dann dicker wurde, fielen die unteren Äste ab, da sie zu wenig Licht bekamen. Als er noch dicker und dicker wurde, war außen von den ehemaligen Ästen nichts mehr zu sehen. Aber innen wuchsen diese "Astwurzeln" mit dem Stamm weiter in die Dicke. Sie wurden entsprechend des Stammumfangs richtig groß und stabil.
      Fault irgendwann das Kernholz heraus, bleiben diese Zapfen oder Seelen, wie du sie nennst, erhalten.
      Eine Aufgabe müssen sie deshalb aber nicht gehabt haben.

      Was meinst du?
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Rosmarie schrieb:

      Eine Aufgabe müssen sie deshalb aber nicht gehabt haben.
      Liebe Rosmarie ,

      Ich meine in der Natur wird keine Energie für etwas verschwendet - das keine Aufgabe hat.
      Es sei denn ,dieses Weiterwachsen im Innern bringt mehr Stabiliät als ungestörte Jahresringzylinder.

      Hätte ich nur diesen Scheiss- Baumstumpf nicht aufgenommen. :D
    • Werner von dr Alb ra schrieb:

      Hätte ich nur diesen Scheiss- Baumstumpf nicht aufgenommen.
      Lieber Werner,

      dass in der Natur keinerlei Energie ohne Sinn verpulvert wird, darin stimme ich natürlich mit dir überein. Aber mit deinem Abschlusssatz nicht: Denn ich finde deine aufgeworfene Fragestellung höchst spannend!

      In der Pfälzerwaldhütte, in der ich oft am Wochenende einkehre, machen auch manchmal zwei Förster ehrenamtlich Dienst. Wenn ich mal wieder einen sehe, werde ich ihn zu löchern versuchen...

      Übrigens - auch auf deinen letzten Satz bezogen - haben wir noch ein ungelöstes Rätsel. Erinnerst du dich? Mistelkotz und -kack.
      Es scheint wieder los zu gehen.





      Das obere Bild zeigt meiner Meinung nach eindeutig Kotz, beim unteren bin ich mir nicht so sicher.

      Aber wer die Verursacher dieser Flatscher sind, haben wir immer noch nicht herausgefunden.

      Vielleicht erbarmt sich jetzt ja noch jemand mit einer Theorie?
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Rosmarie schrieb:

      Übrigens - auch auf deinen letzten Satz bezogen - haben wir noch ein ungelöstes Rätsel. Erinnerst du dich? Mistelkotz und -kack.
      Es scheint wieder los zu gehen.
      Liebe Rosmarie ,

      Zum Kotzen (ich meine unser Thema) :

      Ich habe dieses Rätsel nicht vergessen und habe schon 2015 nochmal davon angefangen.
      Leider fehlte bislang der weisse Verräter (Schnee) um eindeutig den Täter zu ermitteln.
      Ich habe seither keinen solchen Kotz mehr gesehen.

      Misteln werden bei Sturm zwar auch mal am Boden liegen ,die Regel ist das aber nicht.
      Im Albvorland gibt es Weißtannen ,wenn sie gefällt werden ,hätten auch Nichtkletterer wie der Fuchs Zugang.

      Ist das aber nicht der Fall käme bei den Säugern nur der Baum oder der Steinmarder in Frage.

      Deine Mistelkotzbeeren sehen aus wie am Boden gekotzt weil der Batzen nicht zerfledert ist.
      Welcher Vogel kommt zum Kotzen auf den Boden ?

      Mistelbeeren werden - so heisst es- auch hinten ausgeschieden .
      Daß es auch anders geht ,habe ich mit dem Versuch an meinem Apfelbaum bewiesen .
      Fruchtfleisch weg - Samen auf den Ast und schon werden die Haustorien in den Ast getrieben.

      Haustorium

      **************************************************

      und jetzt wieder zum Baumstumpf :

      Ich muß mich da hinsichtlich der unbeasteten , bodennahen Jungfichtenstämmchen korrigieren.
      Auch in diesem ursprünglich angepflanzten Fichtenaltholz war so viel Platz,daß sich ein Fichtchen
      wie ein Christbaum entwickeln konnte und Christbäume haben ganz unten recht dicke Äste wie jeder beim
      Montieren des Christbaumständers schon erfahren hat.

      Nur beim natürlichen Anflug wo Fichten aus dem Samen aufgehen ,stehen die Bäumchen so hageldicht ,daß
      nur dünnste Ästchen an der Basis entstehen können.

      Gehen wir also davon aus ,daß genug Platz für christbaumartiges Wachstum vorhanden war - ist der Fall klar.
      Es wächst kein unterer Ast mit dem Stamm in die Höhe (siehe Rosmarie) also bleibt er da wo er ist und wird
      vom Dickenwachstum verschluckt.

      In jeder großen Fichte die viel Platz zum wachsen hatte ,stecken ganz unten noch die Äste des Christbaums :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Werner von dr Alb ra ()

    • Lieber Werner,

      herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort, ja, für deine tollen zwei Antworten!

      Aber heute schaffe ich es nicht mehr, darauf einzugehen. Doch eins vorweg: Ich freue mich sehr über deine Argumentationen! :28:
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rosmarie ()

    • Liebe Rosmarie ,

      Mach dir keinen Stress !
      Ich war heute das erste mal wieder unterwegs und habe natürlich auch die Augen offengehalten um unsere Frage
      endgültig zu klären.

      1. zurückrudern ohne hölzerne Wurzel. :D

      Die Zapfen (Seelen) welche ich im morschen Stumpf auf Bodenniveau gesehen habe ,sind entgegen meiner ursprünglichen Annahme
      keine Wurzeln,man würde die an diesem bodennahen Schnitt sehen.

      komplett überwachsen ,also komplett vom Dickenwachstum verschluckt ,hab ich noch keinen gefunden ,da müßte er vorher abgstorben oder
      abgesägt worden sein .Auch dieser Ast existierte bis zur Fällung

      die folgenden Bilder sind von Fichten welche dicht an dicht aus Samen aufgegangen sind.Da herrscht so wenig Licht,daß sich die unteren Äste
      nicht entwickeln können.Solche Bäume haben im unteren Bereich auch keine Asteinschlüsse.

      Wächst eine Fichte aber freistehend (wie ein Christbaum) sind diese "Aststerne" im Innern auch weit unten zu sehen .
    • Werner von dr Alb ra schrieb:

      Ist das aber nicht der Fall käme bei den Säugern nur der Baum oder der Steinmarder in Frage.

      Deine Mistelkotzbeeren sehen aus wie am Boden gekotzt weil der Batzen nicht zerfledert ist.
      Welcher Vogel kommt zum Kotzen auf den Boden ?
      Lieber Werner,

      hier gibt es im Gegensatz zu Lampertheim mit seinen tausenden von Kiefernmisteln auch nur selten Mistelkotz oder -kack. Umso verblüffter war ich, dass ich an dem einen Tag gleich drei Flatscher gefunden habe.
      Deine Argumentation leuchtet mir in jedem Punkt ein.

      Ich hatte früher immer an irgendwelche großen Vögel gedacht. Aber welcher Vogel kommt zum Kotzen auf den Boden? Vermutlich keiner. Damit triffst du ins Schwarze.
      Edelmarder klingt für mich auch am wahrscheinlichsten.
      Mein Erdnussfreund kommt nun seit Jahren fast jede Nacht (außer im Sommer). Da er leidenschaftlich gern Erdnüsse frisst, vermute ich, dass ihm auch Mistelbeeren schmecken könnten.

      Jetzt hat er wieder sein schönes, puscheliges Winterfell mit dickem Schwanz.


      Als wir hier in der Nähe noch die Reiherkolonie hatten, wunderte mich im letzten Anwesenheits-Frühjahr, dass ich immer wieder große Eierschalen (etwas Gänseeigröße, aber farbig) unter den Bäumen liegen sah. Plötzlich waren die Reiher verschwunden. Erst dachte ich, die leeren Schalen seien die Reste vom Brüten. Aber nachdem die Reiher plötzlich ihre Kolonie aufgegeben haben, vermutete ich als Übeltäter Baummarder.
      Wer weiß, ob mein süßer Erdnussknabberer nicht auch daran Mitschuld trug... :D

      Werner von dr Alb ra schrieb:

      Mistelbeeren werden - so heisst es- auch hinten ausgeschieden .
      Daß es auch anders geht ,habe ich mit dem Versuch an meinem Apfelbaum bewiesen .
      Fruchtfleisch weg - Samen auf den Ast und schon werden die Haustorien in den Ast getrieben.
      Kackflatscher habe ich selten gefunden. Auch da käme für mich der Baummarder in Frage.

      Denn auch hier gilt: Vögel werden für solche Erleichterungen sicher nicht extra auf den gefährlicheren Boden fliegen. Im übrigen sind diese Flecken so groß, dass es fliegende Jungschweine geben müsste.

      Deine Versuche, Mistelsamen zum Keimen zu bringen, danken wir dir - deine Bäume vermutlich weniger. Aber es soll ja so sein, dass Misteln einem Baum nur sehr wenig schaden.

      Danke, dass du den Link gesetzt hast! Wie ist es denn mit deinen Mistelkindern weitergegangen? Leben die heute noch? Wie groß sind sie?

      PS: Auf die Seelenfrage bei Bäumen gehe ich erst morgen ein. Heute bin ich sesselreif... ||
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Rosmarie ()

    • Werner von dr Alb ra schrieb:

      Gehen wir also davon aus ,daß genug Platz für christbaumartiges Wachstum vorhanden war - ist der Fall klar.
      Es wächst kein unterer Ast mit dem Stamm in die Höhe (siehe Rosmarie) also bleibt er da wo er ist und wird
      vom Dickenwachstum verschluckt.

      In jeder großen Fichte die viel Platz zum wachsen hatte ,stecken ganz unten noch die Äste des Christbaums
      Lieber Werner,

      deine Beobachtungen und darauf beruhenden Gedanken sind meiner Meinung nach alle zutreffend, auch die in Beitrag Nr. 32.
      Es leuchtet mir absolut ein, dass aus Samen natürlich gewachsene Bäume, die ursprünglich sehr dicht standen, unten außen keine Äste mehr haben und nicht mal mehr ihre Spuren in der Borke zu erkennen sind.
      Deine Bilder belegen das sehr anschaulich.

      Was ich nur aber gern wüsste, ist, ob letztlich allein das Dickenwachstum des Stammes dafür verantwortlich ist, dass die ursprünglichen Astansätze im Innern zu solch dicken Zapfen heranwachsen.

      Außer in Fichte, Douglasien und Kiefern (wobei ich mir nicht sicher bin, ob es wirklich Kieferstämme waren) habe ich solche Zapfen noch in keinem Holz gefunden. Vielleicht ist es eine Fichtenspezialität, solche zu bilden. Doch wozu? Ein Fichte ist nicht döfer als andere Bäume. Und sie wird ihre Kraft genauso wie die anderen nicht einfach für etwas völlig Unnötiges verpulvern. Warum also bildet sie solche Zapfen?
      Eine Antwort kriegen wir hier offensichtlich nicht. Was vermutest du denn? Vermutest du irgendetwas oder hältst du das nur für Zufall?
      Oder ist die Fragestellung falsch?
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Rosmarie schrieb:

      dass die ursprünglichen Astansätze im Innern zu solch dicken Zapfen heranwachsen.
      Liebe Rosmarie ,

      Ich meine ,die Äste wachsen nicht innen weiter sondern sie wachsen solange sie grün ,also mit Rinde umgeben sind,gleichzeitig mit dem Stamm nach aussen
      weiter und liegen dann nach Jahren innen.

      Diese Skizze soll nur das Prinzip zeigen ,nicht die richtigen Proportionen.
      Das dünne Christbäumchen steht rechts schraffiert. Nach 4 Jahren liegt der Ast um das Maß X innen im Stamm.



      Rosmarie schrieb:

      Außer in Fichte, Douglasien und Kiefern (wobei ich mir nicht sicher bin, ob es wirklich Kieferstämme waren) habe ich solche Zapfen noch in keinem Holz gefunden.
      Bei Bäumen deren Äste im Laufe des Stammdickenwachstums nicht absterben ,müßten eigentlich auch diese Zapfen im Stamm zu sehen sei.
      Wenn wir demnächst wieder unterwegs sind,schauen wir mal nach gesägten Stämmen anderer Arten zum Beispiel Buche .Es müßte ,wenn der Sägeschnitt
      durch einen Astansatz geht ,weiter innen im Stamm auch was zu sehen sein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Werner von dr Alb ra ()

    • Lieber Werner,

      auch wenn ich scheinbar zum Thema schweige, so ist mir diese Fragestellung doch ständig im Kopf herumgegangen.
      Inzwischen glaube ich, dass ich dich auch endlich richtig verstanden habe. (Danke für deine erhellenden Skizzen!)
      Inhaltlich schließe ich mich dir nun voll an.

      Ich habe heute auch noch mal Baumstämme von Fichten betrachtet, auch gefällte mit angeschnittenen Zapfen und außen noch sichtbaren Astlöchern. Dort wo dicke Äste waren, sind innen auch Zapfen sichtbar.
      Was mir noch nicht ganz klar ist, ist, ob diese dicken Seelen wirklich nur dort gewachsen sind, wo außen einmal dicke Äste waren.
      Aber mit der Zeit werden wir mehr Beobachtungen machen und vielleicht auch noch eindeutig dahinter kommen, wie die dicken Zapfen in Bodennähe entstanden sind.
      Für deine Theorie spricht, dass diese dicken Seelen im unteren Teil des Stammes keineswegs die Regel zu sein scheinen, sondern eher Ausnahmen.

      Wie weit sich z.B. auch bei Buchen dicke Äste bis ins Innere des Kernholzes fortsetzen, werden wir noch ergründen. Allerdings treibt mich das nicht mehr so um wie unsere bisherige Frage. Denn ich könnte mir denken, dass die innere Dicke von Ast-Zapfen auch von der jeweiligen Baumart abhängt. In meinen Buchenmöbeln, die ich mir für diese Wohnung anfertigen ließ, sind nirgendwo Astlöcher zu sehen. In meiner Nadelholzdecke (ca. Baujahr 73) liegt ein Astloch neben dem anderen.
      Nun wünsche ich dir erst mal Atemholen für neue Energie in der Weihnachtszeit!
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Rosmarie schrieb:

      Was mir noch nicht ganz klar ist, ist, ob diese dicken Seelen wirklich nur dort gewachsen sind, wo außen einmal dicke Äste waren.
      Liebe Rosmarie ,auch wenn sich ein dünnes Ästchen über Jahre grün gehalten hat ,sieht man das was einmal an der Luft war ,als dünne "Seele"
      vom Stamm überwachsen.
      Hier waren z.B. nur dünne Ästchen vorhanden.

      und hier ist noch ein dicker Ast der sich bis zur Fällung gehalten hat .Man sieht die angeschnittene "Seele"


      Rosmarie schrieb:

      Für deine Theorie spricht, dass diese dicken Seelen im unteren Teil des Stammes keineswegs die Regel zu sein scheinen, sondern eher Ausnahmen.
      Genau davon konnte ich mich heute überzeugen.
      Im alten Revier stand bis zum Sturm Wibke im Früjahr 1990 ein Fichtenaltholz .Nach dem Sturm stand nahezu keine dieser großen Fichten mehr.
      In 28 Jahren sind dort Jungfichten dicht auf dicht aus Samen aufgegangen.Sie standen so dicht ,daß sich im unteren Bereich wegen Lichtmangel keine bzw.
      wenig dicke Äste entwickeln konnten.
      Jetzt wurde da so richtig durchforstet und die Stapel liegen am Weg .Ich schätze 50 Meter Stapellänge .
      Was fällt auf ? Es sind so gut wie keine oder nur dünne "Seelen "zu sehen.Daß die zufällig dran vorbei gesägt haben, ist unwahrscheinlich


      Werner , wir brauchen noch einen Christbaum, am besten eine Fichte - für unser Seelenheil . :cursing: :cursing: Nix Christbaum -Fichte ,Seelen -ich kanns nicht mehr hören !