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    • Hut ab, lieber Bernd,
      entweder hast du das gelesen oder prima recherchiert.
      Und lieber Frank, ein Rätsel, wie es für dich kaum typischer sein könnte.
      Die Pflanze auf dem zweiten Foto müssten Dornige Gänsedisteln (Sonchus asper) sein. Aber das willst du gar nicht wissen.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Nun mal langsam, liebe Sabine,
      den Hut lass mal besser noch aufgesetzt. Also auf den ersten Blick erscheint die Umgebung schon stark nach einem ausgetrocknetem Flussbett, ein wenig ungewöhnlich dazu eben die Tomaten. Aber der Artikel dazu läßt sich schnell recherchieren und somit kommt die Elbe als mögliche Lösung in Betracht. Genausogut kann es sich aber um einen anderen Fluß handeln, der durch die Dürre gerade ausgetrocknet ist. Selbst der Rhein soll betroffen sein. In einem anderen Artikel steht übrigens, daß die Tomaten giftig sein könnten. Vom Verzehr wäre also abzuraten. Interessant sind solche Aufnahmen aber schon, sie haben halt etwas nicht Alltägliches.
    • Hallo Rätselfreunde,

      anscheinend gibt es keine Einwände gegen Bernds Vermutung ich würde in einem Flussbett herum laufen und Tomaten knipsen.
      Es war zwar nicht die Elbe sondern der Rhein aber mir ging es ja hauptsächlich darum ob ihr erkennt das ich mich in einem Flussbett befinde wo normalerweise keine Tomaten wachsen sollten sondern Fische herum schwimmen.

      Damit: Herzlichen Glückwunsch Bernd. :18:

      Sabine Flechtmann schrieb:

      Die Pflanze auf dem zweiten Foto müssten Dornige Gänsedisteln (Sonchus asper) sein. Aber das willst du gar nicht wissen.
      Doch Sabine, eine Bestimmung interessiert mich schon. Sie ist mir allerdings nicht so wichtig wie manch anderen hier in diesem Forum. ^^
      Ich selbst muss nicht unbedingt alles katalogisieren. Und ich kann mir das auch gar nicht alles merken.
      Jeder soll das so machen wie er das für richtig hält und mag.
      Trotzdem freue ich mich über jede Anmerkung und Bestimmung. Und auch andere lesen diese ja und können für sich einen Nutzen daraus ziehen.



      Und für diejenigen die es interessiert wie es derzeit am Rhein bei Maxau aussieht hier noch mehr Bilder.

      An dieser Stelle des Rheins ist das Wasser noch fast auf ganzer Breite zu sehen.
      Aber die Buhnen ( die langen Streifen aus grobem Geröll die in den Fluss hinein laufen )
      ragen schon komplett aus dem Wasser und Kiesbänke sind zu sehen.
      Links am Bildrand sieht man am Grasbewuchs wie hoch das Wasser des öfteren steht.
      Bis dahin können sich keine Landpflanzen behaupten.
      Der mit Gras bewachsene Deich und die Straße stehen nur bei Hochwasser unter Wasser.


      Ein paar Meter weiter sieht es dann schon etwas anders aus.
      Hier ist auch der Bereich zwischen den Buhnen weitgehend trocken.


      Und das anscheinend schon etwas länger den einige Pflanzen versuchen diesen neuen Lebensraum zu erobern.




      Die Buhnen selbst werden nicht nur von Tomaten besiedelt.


      Der Boden ist großteils so weit aus dem Wasser das er selbst durch die Wellen der vorbeifahrenden Schiffe nicht mehr erreicht wird.
      Diese dürfen zwar bisher noch fahren, haben aber sicherlich hinsichtlich der Beladung schon Einschränkungen.
      Außerdem kann ich mir vorstellen das es auch in der Fahrrinne etwas enger geworden ist.
      Diese beiden kommen sich so wie es aussieht schon recht nahe.


      Etwas eiliger hat es die Feuerwehr die im übrigen durchaus ordentlich Wellen macht.


      Doch egal wie sehr die Schiffe Wellen schlagen.
      Für diese Muscheln ist alles zu spät.
      Für die betroffenen Muscheln zwar eine Tragödie aber der Großteil hat sich ins tiefere Wasser retten können da der Wasserstand langsam und über einen längeren Zeitraum gesunken ist.


      Vom Altrheinarm ist nur ein mickriges Rinnsal übrig geblieben.


      So manches versunkene taucht wieder auf.


      Und mancher Heimlichtuer offenbart seine Anwesenheit.
      Schwer zu erkennen welche Spuren zusammen gehören und wer sie hinterlassen hat.


      Hier sind neben den Pfoten auch Schleifspuren vom Schwanz zu erkennen.
      Meine Vermutung wäre ein Nutria.


      Dazu würden diese in der Bildmitte passen falls ich mich nicht täusche und tatsächlich Schwimmhäute zu erkennen sind.
      Den Abdruck links würde ich am ehesten einem kleinen Hund zuordnen.


      Bei den Spuren links wäre meiner Meinung nach ebenfalls Hund aber auch Fuchs möglich.
      Die beiden deutlichen Abdrücken mit den langen Zehen könnten dann von den Vorderpfoten eines Nutrias stammen.


      Hier wären dann im wechsel die kleineren Vorder- und die größeren Hinterpfoten zu sehen.
      Allerdings vermisse ich da Schleifspur vom Schwanz und Schwimmhäute an den Hinterpfoten.
      Allerdings möglich das diese nicht sichtbar sind da der Untergrund nicht weich genug war.


      Ich hoffe mal das ich mit Nutria richtig liege und nicht ein Waschbär sein Unwesen treibt.
      Dessen Spuren kenne ich nun überhaupt nicht.

      Hier käme bei den großen Spuren ein Reiher in Betracht. Mehr würden mich die sehr kleinen
      Abdrücke mit den anscheinen nur 3 Zehen interessieren.
      (Rechts unten und oben links der Bildmitte )


      Falls jemand zu den Spuren mehr sagen kann würde ich mich über Bestätigung oder Korrektur sehr freuen.

      Zum Abschluss für die daran interessierten noch etwas Statistik zum Rheinpegel Maxau.
      Die Werte stammen vom Hochwasserdienst Rheinland Pfalz und Baden Würtemberg.

      Wasserstand Rhein am Pegel Maxau am 17.10.2018 betrug 3,25 Meter
      Am 24.01.2018 waren das noch 8,58 m

      Niedrigster Wasserstand ( 2003 ) 3,20 m
      100 jährlicher Hochwasserstand 9,39 m, Abfluss 5300 m³/s
      Mittelwert niedrigster Wasserstände 3,78 m, Abfluss 638 m³/s
      Mittelwert Wasserstand 5,16 m, Abfluss 1265 m³/s

      http://www.hvz.baden-wuerttemberg.de/cgi/peg_info.pl?id=9016

      ich schätze wenn es im Einzugsgebiet des Rheins nicht bald des regnet könnte es einen neuen Niedrigwasserrekord geben.
      Und bei den meisten Flüssen in Deutschland dürfte es ähnlich aus sehen.

      Viele Grüße und Herzlichen dank für euer Interesse.
      Frank
    • Lieber Frank,

      ist das ein tolles Rätsel! Das ist viel mehr als ein Rätsel, es ist eine einprägsame Dokumentation eines extremen Niedrigwassers mit all seinen Folgen. :ups:
      Ist das interessant!

      Vor ca. zwei Wochen war ich an einer ähnlichen Stelle bei Maxau am Rhein. Die Buhnen schauten auch schon aus dem Wasser heraus. Aber die Zwischenräume waren immer noch mit Wasser gefüllt. Nur zwischendrin schauten schon Sandbänke heraus. Die waren bevölkert mit einer Unmenge von durchziehenden Wasservögeln.

      In deinem Bericht finde ich vieles spannend, auch die verschiedenen Spuren. Toll, wie du die lesen kannst! Dass die eine Spur eventuell vom Waschbären stammen könnte, glaube ich nicht. Ich meine, die von Werner schon mehrfach gezeigten Spuren hätten nicht solch gespreizte Finger gehabt. Aber auf mein Gedächtnis kann man sich nicht verlassen.

      Deine entdeckten Tomaten sind irre. Hast du dich getraut, mal eine zu essen? Ob das verwilderte Gartentomaten sind?
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Hallo Frank ,

      Bin leider zu spät - hätte Rhein bei Karlsruhe geschrieben ! Du wohnst ja in der Nähe.

      Dein Bericht zu der Situation am Rhein ist sehr interessant ,mich wundert daß die überhaupt noch fahren ohne aufzusitzen.
      Auch deine Entdeckungen auf den trocken gefallenen Ufern sind klasse.

      Den Waschbär kann ich dir nicht ersparen - auf Bild 14 neben dem Hund (nicht Fuchs)

      zu Bild 15

      wie groß waren denn die Trittsiegel ?

      Mit Nutria und Biberspuren kann ich aus eigener Erfahrung nicht dienen ,obwohl der Biber vorkommt.
    • Liebe Frank,
      ein klasse Rätsel! Du bist schon mit sehr offenen Augen unterwegs und entdeckst Dinge, über die sich viele andere Menschen überhaupt keine Gedanken machen würden. Eindrucksvoll finde ich die ganzen Spuren/Trittsiegel. So wenig Wasser im Rhein, ich habe das gar nicht so recht mitbekommen. Und du hast eine große Gabe, auch solche Ereignisse ins rechte Fotolicht zu sezten.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Herzlichen Dank für eure netten Worte. :D

      @Rosmarie: Die Bilder sind ja bei Maxau entstanden. Gut möglich das wir an der selben Stelle waren.
      Und die Tomaten habe ich nicht probiert auch wenn ich vermute das die durchaus essbar wären.
      Bernd hat in der ersten Antwort einen lesenswerten Artikel zu solchen Tomaten verlinkt.
      Und mein Spuren lesen ist eher ein Spuren raten.

      @Annette: Die Tomaten sollten eigentlich essbar sein.
      Schließlich wird das Wasser im Rhein gut überwacht und die im Rhein gefangenen Fische sind zum Verzehr frei gegeben.
      Lediglich bei Aalen wurde zumindest noch vor einigen Jahren von übermäßigem Verzehr abgeraten.
      Trotzdem hat mich der Standort auch nicht zum testen eingeladen.
      So hat der niedrige Wasserstand auch schon negative Folgen für die Industrie da Frachtkosten steigen und Kraftwerke ihre Leistung drosseln müssen.

      @Wiltrud: Ja ein niederschlagreicher winter würde der Natur ganz sicher gut tun.
      Hoffen wir mal das beste.

      @Werner: Du hättest recht gehabt. Die Stelle ist gegenüber dem Rheinhafen Karlsruhe.
      Die Spurenbilder habe ich von einer Brücke aus gemacht weil ich nicht in die Pampe steigen wollte.
      Ich würde da ganz sicher ziemlich tiefe Spuren hinterlassen. Daher kann ich natürlich keine genauen Größenangaben machen.
      Ich denke Waschbär und Nutria werden sich von der Größe eh nicht viel geben. Bieber würde ich ausschließen da ist mir nicht bekannt das der bei uns vor kommt.
      Waschbär ist allerdings in einem Naturschutzgebiet mit seltenen Vögeln sehr ungünstig.
      Dazu würde aber auch ein Totfund an einer Straße in der Nähe passen.

      @sabine:so hat halt jeder seine Prioritäten wenn er in der Natur unterwegs ist. Was der eine nicht sieht, da läuft der andere einfach dran vorbei. :D

      Viele Grüße
      Frank

    • Hufra64 schrieb:

      so hat halt jeder seine Prioritäten wenn er in der Natur unterwegs ist. Was der eine nicht sieht, da läuft der andere einfach dran vorbei.
      :D

      Sabine Flechtmann schrieb:

      Du bist schon mit sehr offenen Augen unterwegs und entdeckst Dinge, über die sich viele andere Menschen überhaupt keine Gedanken machen

      Ja,Frank - ist mir auch schon aufgefallen -du gehst mit sehr wachen Augen durch die Landschaft !
    • Tigerface schrieb:

      Die Rheinschiffe fahren aktuell mit max. 1/3 Ladung!
      Inzwischen ist der Rhein noch einmal etwas gesunken ( Pegel Maxau aktuell 3,10 Meter ) und neben den Auswirkungen auf die Natur gibt es auch Auswirkungen auf die Wirtschaft.
      Habe heute gesagt bekommen das die Heizölhändler in der Region Schwierigkeiten haben ihre Kunden zu beliefern.
      Wartezeiten von 4 Wochen und ein Preisunterschied von 20 Cent/Liter im Vergleich zu Deutschland zu Norddeutschland wurden mir genannt.
      Die Frachtkosten für 1 Tonne sind zum Teil 5 mal so hoch wie normal.
      Logisch, es müssen mehr Schiffe mit weniger Ladung fahren. Teilweise fahren gar keine Schiffe mehr weil es zu gefährlich wird.
      Und es wird ja nicht nur Heizöl auf den Flüssen transportiert. Es hat schon einen Grund warum sich zu Beispiel die Chemische Industrie gerne an großen Flussläufen ansiedelt.
      Die Bahn ist so langsam am Ende ihrer Transportkapazitäten und das mit LKW auszugleichen wird auch immer schwieriger.

      Ob das wohl den Politikern, Lobbyisten und Industriemanagern zu denken geben wird? :92:
      Nachdenkliche Grüße
      Frank
    • Hallo Frank,

      das sieht bei euch genauso aus wie bei uns in Duisburg! Auch hier wachsen dieses Jahr reichlich Tomaten am Rhein, sogar eine Netzmelone hat es auf eine stattliche Größe gebracht. Und dem Stechapfel scheint das Wetter auch gut bekommen zu sein, so zahlreich und stattlich war der noch nie. Ein Bootswrack kommt hier auch ungewöhnlich weit raus, und ich konnte letztens sogar ein neolithisches Steinbeil finden. Trotzdem wäre es für alle besser, wenn der Pegel so langsam mal wieder steigen würde...

      Beste Grüße

      Markus
      In girum imus nocte et consumimur igni
    • Lieber Frank,

      nach all den Nachrichten aus den Medien wegen der leer gekauften Tankstellen, dachte ich mir heute nach meiner Rückkehr aus der Nordeifel: Tanke mal lieber gleich, bevor du nichts mehr kriegst und hier von deinem Dorf aus die 5 km zu Fuß ins nächste zum Einkaufen laufen musst...
      Im Gegensatz zum letzten Wochenende gab es heute noch genug Benzin und Diesel... Aber wer weiß? So schnell kann sich der Rhein ja nicht erholen, schon gar nicht nach den fünfeinhalb Tropfen, die hier bisher gefallen sind.

      Waldgänger schrieb:

      Ein Bootswrack kommt hier auch ungewöhnlich weit raus, und ich konnte letztens sogar ein neolithisches Steinbeil finden.
      Lieber Markus,

      DAS wäre ein Traum für mich!

      Ich kannte mal jemanden, der hatte ca.1950 als junger Mann in der Nähe eines Hügelgrabs eine Bootsaxt gefunden. Bootsaxt hieß das Ding wegen seiner bootartigen Form und nicht, weil es zum Bau eines Bootes benutzt worden wäre.
      Solche neolithischen Funde finde ich wahnsinnig interessant und ansprechend. Wenn man sich überlegt, wie lange vor unserer Zeit diese Menschen damals solche perfekten Prachtteile hergestellt haben!
      Die Bootsaxt habe ich mir immer wieder zeigen lassen und habe sie stundenlang in den Händen gehalten. Sie war wundervoll glatt geschliffen und schien mir formal einfach perfekt.

      Magst du uns dein Steinbeil mal zeigen?
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Tigerface schrieb:

      Unsere Politiker und nachdenken - das Eine schliesst das Andere aus
      Unsere Politiker wollen doch immer nur unser bestes. Und wie sie das bekommen, darüber denken sie ständig nach.
      Und was ist mit dem Weihnachtsmann ?
      Jetzt sage bitte nicht das er krank ist und dieses Jahr nicht zu mir kommen kann. =O

      @Waldgänger: Also ein Fund aus der Steinzeit oder ein Mammutzahn ( wie eine Spaziergängerin ) hätte mir auch besser gefallen als ein paar Tomaten.

      @Rosmarie: und ich hab noch nicht mal einen Reservekanister im Kofferraum. Aber ich schätze mal das der Sprit noch nicht in der ganzen Stadt ausverkauft sein wird.
      Und wenn das Bootsaxt von deinem Bekannten perfekt erhalten war und keine Abnutzungsspuren hatte wäre es gut möglich das diese eine Opfergabe gewesen sein könnte.
      Solche Gegenstände wurden öfters speziell für solche Anlässe hergestellt.

      Der Pegel Maxau hat inzwischen schon wieder 3,5 Meter erreicht. Bleibt zu hoffen das wir noch etwas mehr Regen bekommen.
      Der Natur würde das sicherlich gut tun.
      Heute stand in unserer Regionalzeitung der Rheinpfalz am Beispiel der BASF was es bedeutet wenn der gesamte Lieferverkehr per LKW abgewickelt werden müsste.
      Bei normalem Wasserstand laufen täglich 20 Schiffe die BASF an. Ein großes Rheinschiff entspricht ca 80 LKW.
      Das wären dann also rund 1600 LKW täglich mehr auf unseren Straßen. Das hochgerechnet auf alle Wasserstraßen und Firmen wäre dann wohl ein gigantischer Superstau.
      Da würde in Urlaub fahren per PKW ganz sicher keinen Spaß mehr machen. :undec:

      Also wünschen wir uns einen verregneten Herbst und viel Schnee im Winter. :D
      Oder ?

      Auf jeden Fall viele Grüße aus der Pfalz
      Frank
    • Rosmarie schrieb:


      Waldgänger schrieb:

      Ein Bootswrack kommt hier auch ungewöhnlich weit raus, und ich konnte letztens sogar ein neolithisches Steinbeil finden.
      Magst du uns dein Steinbeil mal zeigen?

      Hallo Rosemarie,

      aber gerne doch!

      Das gute Stück ist durch all die Jahre im Rheingeschiebe leider etwas verschliffen, aber immer noch gut als bearbeitet zu erkennen. Die zentrale Produktionsstätte ein paar Meter weiter ist auch bekannt.

      "Auf einem zentral gelegenen Werkplatz im Gelände wurden Beilklingen aus Felsgestein hergestellt. Dafür wurden insbesondere Flussgerölle aus grau-grünlichen Silitstein (sic!) verwendet. Die Gesteinstücke wurden mithilfe von Schlagsteinen in die gewünschte Form gebracht und abschließend auf Quarzitblöcken, sogenannte "Schleifwannen", überschliffen. Es fanden sich sehr zahlreiche Schlagsteine und Trümmer der Schleifwannen. Beilklingen dieser Produktion sind möglicherweise auch an neolithische Siedlungsstellen im weiteren Umland weiter ausgetauscht worden. Belege von Beiklingen aus Siltstein fanden sich u. a. in neolithischen Fundzusammenhängen bei Düsseldorf-Angermund und Düsseldorf-Kalkum." wikiwand.com/de/Serm_(Duisburg)




      Und wo wir schon mal bei neolithischen, spitznackigen Steinbeilen sind - das hier lag am Ackerrand in Echternacherbrück, als ich durch die Südeifel gewandert bin. Ich kann halt an keinem gepflügten Acker vorbeigehen, ohne genauer hinzuschauen. :P




      Beste Grüße

      Markus
      In girum imus nocte et consumimur igni
    • Lieber Markus,

      meine Güte, wie ich dich beneide! So etwas Tolles, Steinzeitliches, würde ich auch gern mal finden! :28:
      Ich habe nämlich auch immer in die gepflügte Erde auf Äckern geguckt. Allerdings eher nach alten Scherben. Eine keltische Goldschüssel-Münze hätte ich allerdings auch nicht verschmäht.

      Aber ehrlich, so ein mühselig glatt geschliffenes Steinbeil würde ich noch lieber finden.

      Interessant finde ich auch deinen erklärenden Text. Man kann sich so richtig vorstellen, wie unsere Uralt-Ahnen tagelang an solch einem Werkzeug gehauen und geschliffen haben. Und ein paar 1000 Jahre später findet Markus das Teil! Einfach toll! :18:

      Dein zweites Steinbeil, bzw. dein erstes, ist nicht weniger eindrucksvoll!
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)