Nördliche Weinstraße und Schneckental

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    • Nördliche Weinstraße und Schneckental

      Hallo miteinander,

      gestern war ich mal wieder in meinem alten Spazier-und Schneckengebiet, im Berntal bei Kallstadt an der Nördlichen Weinstraße.
      Es war begnadet schönes Wetter und ich konnte die herrliche Weinstraßen-Atmosphäre wieder einmal genießen.





      In den Dörfern reifen noch Feigen und Zitronen.





      Die meisten Weinberge sind bereits abgeerntet. Aber in einigen sind die Erntemaschinen noch unterwegs.



      Langsam verfärbt sich bereits das Weinlaub.



      In den Gebüschen zwischen den Weinbergen wachsen auch Speierlinge.



      Ihre Blätter sind denen der Vogelbeere sehr ähnlich. Aber ihre Früchte sind wesentlich größer. Sie werden in Hessen noch heute hochwertigem Apfelwein zugesetzt, um die erwünschte herbe Säure zu erzielen.



      Der Speierling hat es in unseren Wäldern schwer. Die Samen in seinen Birnchen keimen erst nach starkem Frost. Keimt doch mal ein Bäumchen, freut sich das Rotwild.



      Auch die Mandeln reifen. Die Weinstraße (Rand zum Pfälzerwald) ist zusammen mit der Bergstraße (Rand zum Odenwald auf der anderen Seite des Rheintales) bekannt für ihre Mandelblüte im Frühling. Entlang der Straßen blühen dann über und über die rosa Mandelbäume und erfreuen Tausende von Touristenherzen.



      Die reifenden Früchte verkommen. Denn erstens sind viele der auf Blüte gezüchteten Mandeln zu bitter zum Essen und zweitens brauchte man fast einen Presslufthammer, um die eisenharten Dinger zu öffnen.



      Später folgt noch meine Schneckensuche im angrenzenden Berntal.
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Rosmarie ()

    • Liebe Rosmarie,

      goldener Oktober,diese Stimmung hast du mit deinen wunderschönen Fotos
      traumhaft eingefangen.
      Beim Anblick der reifen Trauben läuft mir das Wasser im Munde zusammen.

      Was mich ganz besonders freut ist der Speierling.
      Ein ganz selten gewordener Baum den ich dieses Jahr auch an einem Parkplatz gesehen habe.
      Offensichtlich von der Stadt gepflanzt.
      Meine Mutter,inzwischen eine alte Dame,erzählt oft von einem Speierlingsbaum in ihrem Heimatort.
      Als Kinder mußten sie für den Opa immer die Früchte für den Most sammeln.
      Ach was hat sie sich gefreut als ich ihr ein paar "Birnchen" mitgebracht habe.

      So und jetzt bin ich auf deine Schnecken neugierig.

      Grüßle Wiltrud
    • Tigerface schrieb:

      Das ist wie ein Kurzurlaub in den Weinbergen.
      Liebe Annette,

      Dankeschön! Ja, es war tatsächlich wie ein Kurzurlaub in den Weinbergen. Das Wetter hat aber auch noch einmal alle Register gezogen... ^^
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)

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    • Werner schrieb:

      ...Es ist schon ein besonders schöner Landstrich.
      Die Speierlingsfrüchte sind ja gewaltig groß ,wie ich sie noch nie gesehen habe.
      Lieber Werner,

      herzlichen Dank! Um ehrlich zu sein, war ich auch überrascht, dass diese mir früher so vertraute nördliche Weinstraße genauso warm und schön ist wie die mir nun nähere südliche Weinstraße. Die ist von der Landschaft her aber eindrucksvoller.

      Wie groß Speierlingsfrüchte normalerweise sind, weiß ich gar nicht. Aber ich liebe Speierlinge seit Jahrzehnten und kannte einige Bäume in einem Park in Trier und einen alten großen Baum auf einem Schulgelände im Odenwald.
      Deren Früchte waren genauso groß.
      Allerdings dürfte es sich bei diesen Speierlingen auch alle um angepflanzte Bäume handeln.
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Natürlich schrieb:

      Was mich ganz besonders freut ist der Speierling.
      Ein ganz selten gewordener Baum den ich dieses Jahr auch an einem Parkplatz gesehen habe.
      Offensichtlich von der Stadt gepflanzt.
      Meine Mutter,inzwischen eine alte Dame,erzählt oft von einem Speierlingsbaum in ihrem Heimatort.
      Als Kinder mußten sie für den Opa immer die Früchte für den Most sammeln.
      Ach was hat sie sich gefreut als ich ihr ein paar "Birnchen" mitgebracht habe.
      Liebe Wiltrud,

      herzlichen Dank! Offensichtlich habe ich in dir noch eine ausgesprochene Speierlings-Freundin gefunden!

      Diese seltenen und bedrohten Bäume sind einfach besonders. Dass sich deine Mutter über die von dir mitgebrachten Speierlings-Birnchen sehr gefreut hat, kann ich gut nachvollziehen.
      Toll, dass sie sich noch an ihre Kinderzeiten erinnert, als sie diese Früchte als Zugabe zum Most gesammelt hat.

      Mir ist zwar schleierhaft, wieso man in Most extra solch krachsauren Speierlinge hineingeben mag. Aber offenbar haben die Apfelweintrinker einen anderen Geschmack als ich.

      Meine Speierlingsliebe geht soweit, dass ich mir wieder eine Handvoll Früchte mitgenommen und eingefroren habe. Die werde ich dann irgendwo - vielleicht einzelne in unserem Gemeinschaftsgarten, andere im Wald - unterbringen. Das habe ich früher schon getan. Aber die Stellen im Wald habe ich dann vergessen... :D
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • phoenix66 schrieb:

      … "Speierlingen". Die sind für mich eine absolute "Neuheit". Du hattest wieder tolle Motive. Hat man die Atmosphäre wenigstens "geschmeckt"?
      Lieber Martin,

      dankeschön! Das finde ich auch an unserem Naturforum toll, dass ich immer wieder auf Dinge stoße, die mir noch nie über den Weg gelaufen sind.

      "Geschmeckt" hat mir die Weinstraße gut. Ich war mal wieder in unserem früheren Ausflugslokal.
      Da jetzt Weinlese ist und jede Menge Touristen unterwegs sind, gibt es überall neuen Wein. Der ist zuckersüß (bzw. durchgegoren, wenn man das vorzieht). Ich habe ihn mir aber verkniffen, weil ich ja mit dem Auto unterwegs war.
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Mineralienfreund schrieb:

      Speierlinge kannte ich bisher auch nicht.Was es nicht alles gibt.
      Lieber Norbert,

      Dankeschön! Ja, so geht es mir auch. Ich staune fast täglich von Neuem, was es alles gibt.
      Wenn ich allerdings in deine Threads gehe, dann staune ich nicht nur einmal am Tag... :thumbsup:
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Seide schrieb:

      Ich bin total überrascht, dass in Deutschland Zitronen und Feigen wachsen....
      Liebe Silke,

      herzlichen Dank! Ehrlich gesagt, staune ich auch.
      Das klappt ganz sicher nur an geschützten Stellen. Die Feigen wachsen fast immer vor Hauswänden und Mauern, die vor Wind schützen und die gleichzeitig der vollen Sonne ausgesetzt sind.
      Dass der Zitronenbaum in seinem geschützten Hof aber so riesig geworden ist und derartig voll Früchten hängt, das hat mich auch zutiefst überrascht.
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Rosmarie schrieb:

      Liebe Annette,
      Dankeschön! Ja, es war tatsächlich wie ein Kurzurlaub in den Weinbergen. Das Wetter hat aber auch noch einmal alle Register gezogen... ^^


      nein es war fuer mich beim Ansehen ein Kurzurlaub ;)


      Speierlinge kannte ich auch nicht und habe gegoogelt und dass in Deutschland Zitronen wachsen, wusste ich auch nicht. Feigen ja, ich habe ein Baeumchen, welches aber voruebergehent im grossen Speisskuebelwohnt. Ich aergere mich regelmaessig ueber einen Buerger hie im Dorf, der seine Feigen jetzt nicht pflueckt, weil sie angeblich ungeniessbar sind. @#$%^&@
      Lieber Gruss Annette

      Fachwissen ist keine Entschuldigung fuer schlechtes Benehmen!

      Ignoranz tötet!
    • Liebe Annette und liebe Astrid,

      ja, ich finde es auch erstaunlich, dass an der Weinstraße große Zitronen und Feigen wachsen. Aber sie stehen halt immer an geschützten Stellen.
      Vielleicht würden sie entsprechend geschützt auch woanders gedeihen?
      Nur lebt die Weinstraße halt von ihrem Image, eine sehr warme Region in Deutschland zu sein. Schließlich will man seinen Wein verkaufen und dafür ist der Ruf, dass die Trauben viel Sonne abbekommen haben, schließlich wichtig. Und was könnte solch einen "Ruhm" besser unterstreichen, als dass in diesem Land die Zitronen blühen - und auch noch reifen! :D

      Lieber Martin,

      irgendwas muss ich verwechselt haben. Ich glaube, nicht der Speierling hat Beine, sondern ich kriegte welche, wenn ich solch eine krachsaure Frucht essen müsste... :19:
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Liebe Rosmarie,
      deine Fotos zeigen den Goldenen Herbst von seiner schönsten Seite. Wenn ich an unseren Urlaub in der Pfalz denke, dann kann ich mir gut vorstellen, wie schön es dort auch im Herbst sein muss.
      Speierling sagte mir schon etwas (Baum des Jahres 1993), aber ich habe noch nie so schöne Fotos von diesem seltenen Gehölz gesehen!
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Sabine Flechtmann schrieb:

      Wenn ich an unseren Urlaub in der Pfalz denke, dann kann ich mir gut vorstellen, wie schön es dort auch im Herbst sein muss.
      Liebe Sabine,

      ja, der Herbst ist hier DIE Jahreszeit. Die Trauben werden geerntet, der süße, neue Wein fließt in Strömen. Die Wanderer genießen die letzten warmen Sonnenstrahlen in den Weinbergen und im Wald...

      Sabine Flechtmann schrieb:

      Speierling sagte mir schon etwas (Baum des Jahres 1993),
      Ach, wie mich das freut! Ich erinnerte mich zwar genau daran, dass der Speierling vor vielen Jahren Baum des Jahres war. Aber wann, das wusste ich nicht mehr. Damals bin ich erst auf ihn aufmerksam geworden und habe systematisch nach ihm gesucht. Dass relativ nah bei uns an der Weinstraße Speierlinge wachsen, wusste ich aber nicht. Die habe ich erst viel später entdeckt. Dabei gibt es dort eine ganze Reihe.
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)