Alm 2018 querbeet

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    • Seide schrieb:

      Die Fichtenkreuzschnäbel sind so schön.... und ich mag ihr zwitschern, wenn sie fliegen....
      Und ich hab sie schon gehört und gesehen -konnte aber noch keinen aufs Bild bekommen.
      Diesen Winter muß es klappen .

      Seide schrieb:

      @Werner: viele Zäune hier in den Bergen sind fürs Vieh gedacht...
      Ja viele ,aber viele auch um den Menschenstrom zu lenken.
    • .

      liebe sabine, die Wiesenflockenblume vom 24.10. hast du besonders fotografiert. vor allem das zweite foto mit der seitenansicht und der freistellung gefällt mir außerordentlich gut.

      deine makros des Haarschuppen Zahnspinners bewundere ich sehr! diese falter mit ihren langen "haaren" (bei denen die augen meist gar nicht zu finden sind, so versteckt und tief drinnen sitzen die) sind für mich oft so schwer zu fotografieren. und es ist wirklich eine hübsche art - vor allem, weil sie von dir sehr "hübsch" fotografiert wurde!!!

      .
    • Liebe Silke, Werner und Astrid,
      dankeschön Silke für deine wohlwollenden Anmerkungen. Fichtenkreuzschnäbel habe ich öfter gesehen. Aufnehmen ist schon schwierig, ich muss ja mit dem Makroobjektiv so dicht heran.
      Aber Werner, du hast noch keinen Fichtenkreuzschnabel aufgenommen? Hattest du nicht vor geschätzten 4 - 6 Jahren mal ein Rätsel dazu gemacht?
      Sehr freue ich mich auch über deine begeisterten Wortbeiträge, Astrid. Du hast offenbar sehr genau geschaut und dir viel Zeit genommen. Der Zahnspinner hat es dir offenbar recht angetan. Dankeschön!
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Liebe Sabine,

      auch dieses Jahr habe ich es wieder geschafft,deinen Alm-Beitrag erst anfangs dieser Woche nach dem Verschieben ins "normale" Forum zu entdecken. :33: :29:
      Nun habe ich ihn mir ganz in Ruhe ein zweites mal angeschaut.
      Deine Bilder machen mich einerseits wütend und traurig (betreffs der in meinen Augen völlig sinnlosen Zerstörung wertvollster Natur) und sie lösen andererseits (vor allem die Falter und Pilze) große Freude und Begeisterung in mir aus.

      Ein zerbröckelndes Paradies mit (noch) sehr schönen Resten,so würde ich es empfinden.

      Beim Betrachten deiner Bilder habe ich mir ab und zu ein paar Notizen gemacht.

      Zuerst zu den Pilzen:
      Es ist ein großer Genuss,den gezeigten Pilzreichtum betrachten zu dürfen.Wenn ich so an meine diesjährige Pilzsaison denke ...
      Den Zaunblättling kannte ich bisher noch nicht. 8o
      Und den Blauen Träuschling hätte ich sicherlich mit dem Grünspanträuschling verwechselt.Der Hinweis auf die Farbe der Lamellenschneiden als ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist super.

      Zu den Faltern:
      Zum Glück ergibt deine Statistik noch keinen extremen Rückgang an Arten,aber eben doch schon spürbare Veränderungen.
      Kletteneule,Quellhalden-Goldeule,Weißdorneule mit den Detailaufnahmen,Wickler Acleris hastiana,Grauer Wacholder-Nadelholzspanner und die wunderschöne Weißgerippte Lolcheule (mit Ei!) und die vielen anderen Nacht-u.Tagfalter.Welch eine Freude,sie (in hervorragender Bildqualität festgehalten) zu betrachten. :thumbsup:

      Die Postillonbilder,ein Traum! :alright: :alright: :alright: :alright: :alright:

      Und über den Fund des Gelblichgrauen Höhlenspanners freue ich mich mit dir.Erstfund für die Salzburger Schieferalpen-meine Gratulation dazu.
      Das der so groß ist,hätte ich auch nicht gedacht.

      Die Wanzeneier an der Kiefer muß man auch erst mal entdecken,da braucht`s schon ein geschultes Auge. :thumbup:

      Den Haarschuppen-Zahnspinner habe ich im vergangenen Jahr gesehen,dieses Jahr leider noch nicht.
      Deine Fund-Nr. 797-was für eine beeindruckende Zahl! Die 800 ist in greifbarere Nähe,zumal du noch nicht alle abschließend bestimmt hast.
      Auch deine Statistik der letzten 11 Jahre Alm,in der du 512 Nachtfalterarten+40 Tagfalter (davon 95 Erstnachweise u.98 Wiederfunde verschollener Arten!) eintragen konntest,ist für mich mehr als eindrucksvoll.

      Und wie nun weiter?
      Es wird dir leider nicht erspart bleiben,in den nächsten Jahren einen weiteren Rückgang zu dokumentieren.
      Ich hoffe sehr,daß die Liste der Nichtwiedergefundenen nicht zu lang wird.
      Eventuell kommt es sogar zu einer kleinen Verschiebung der Artenvielfalt,einige verschwinden,andere noch nicht beobachtete tauchen auf?

      Die Hoffnung stirbt zuletzt!

      Zum Schluß möchte ich dir für diesen schönen Beitrag danken und für meine sehr verspätete Reaktion darauf um Nachsicht bitten.

      Und das Falterjahr ist noch nicht vorbei,nächste Woche soll es wieder sehr mild werden.Einige fliegen noch! :D
      Viele Grüße
      Uwe

      "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






    • Lieber Uwe,
      du glaubst gar nicht, welche Freude mir deine so lange, ausführliche und überdachte Antwort macht.

      Moosfreund schrieb:

      Ein zerbröckelndes Paradies mit (noch) sehr schönen Resten,so würde ich es empfinden.
      Das hast du sehr feinfühlig ausgedrückt, aber die Wahrheit ist noch nüchterner. Nach den Resten muss man suchen - jedenfalls vor der Haustür. Oder man muss ein Stückchen laufen, dann kommt einem wieder alles altbekannt vor.

      Moosfreund schrieb:

      Es ist ein großer Genuss,den gezeigten Pilzreichtum betrachten zu dürfen.Wenn ich so an meine diesjährige Pilzsaison denke ...
      Wir hatten dieses Jahr ein ca. zweieinhalb Wochen dauerndes "Pilzjahr". Wir konnten massenweise ernten. Immer im Rahmen des gesetztlich erlaubten. Das lag glaube ich einerseits an ein paar Regentagen, aber durch die stillgelegte alte Seilbahn kamen auch nur wenige Wanderer. Wir mussten auch neue Stellen suchen, weil gute Fundstellen im Wald mit dem Wald verschwunden sind (wie oben auf den Fotos gezeigt).

      Moosfreund schrieb:

      Kletteneule,Quellhalden-Goldeule,Weißdorneule...
      Die Kletteneule ist dort etwas "Besseres", die Weißdorneule ist vor Ort relativ häufig.

      Moosfreund schrieb:

      Und über den Fund des Gelblichgrauen Höhlenspanners freue ich mich mit dir.
      Wenn du nicht in deinen Höhlen den kleineren Höhlenspanner gezeigt hättest und Werner dazu animiert hättest, danach zu suchen, wäre ich mit Sicherheit nicht so "vorbereitet" gewesen. Aufgrund deiner Anmerkungen hatte ich mich ja doch sehr zufällig intensiv mit der Unterscheidung der drei Arten auseinandergesetzt und wusste deshalb Abends sofort, was ich da vor mir hatte. Jo, das war der Knallerfund des Aufenthalts.

      Moosfreund schrieb:

      Es wird dir leider nicht erspart bleiben,in den nächsten Jahren einen weiteren Rückgang zu dokumentieren.
      Damit hast du vermutlich leider recht.
      Liebe Grüße

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      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Sabine Flechtmann schrieb:

      Nach den Resten muss man suchen - jedenfalls vor der Haustür.
      Liebe Sabine,

      du hattest im vergangenen Jahr aufgrund der Bauaktivitäten und Rodungen das sofortige Verschwinden des Weißtannen-Nadelholzspanners (Thera vetustata) befürchtet.
      Ist dies eingetreten oder konntest du ihn auch dieses Jahr finden?
      (Oder habe ich ihn im Beitrag übersehen?)
      Viele Grüße
      Uwe

      "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






    • Lieber Uwe,
      dass du dich daran erinnerst! Nein, du hast Thera vetustata nicht übersehen, er ist nicht mehr am Haus aufgetaucht. Bei einer Pilzpirsch allerdings schon. Da hatte ich gerade eben einen Nadelbaum als Weißtanne ausgemacht, da flog ein Weißtannen-Spanner an mir vorbei und ließ sich am Hang nieder. Leider war ich nicht schnell genug bzw. statt eines Belegfotos wollte ich zu dicht heran. Immer dasselbe.
      Liebe Grüße

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      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
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    • Sabine Flechtmann schrieb:

      Leider war ich nicht schnell genug bzw. statt eines Belegfotos wollte ich zu dicht heran. Immer dasselbe.
      Liebe Sabine,
      das passiert mir auch häufig.Noch ein Stück weiter ran,der Aufnahmewinkel stimmt auch noch nicht,also weiter korrigieren und jetzt passt`s.Aber dem Falter nicht,weg ist er.
      Schön,das du den Weißtannen-Nadelholzspanner noch gefunden hast.
      Viele Grüße
      Uwe

      "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






    • Liebe Naturfreunde,
      ich habe noch Nachträge zu den Funden aus 2018. Kurz vor der Abfahrt sah ich eine Sackträger-Raupe auf der hölzernen Wand herumspazieren. Das war für für die Alm eine neue Art.

      Algen- Zwergsackträger - Dahlica lichenella
      Sacklänge 7 mm, Sack im Querschnitt dreieckig; Kopfkapsel, Nackenschild und Brustbeine schwarz (bei Dahlica triquetrella braun).


      Erpelschwanz-Raufußspinner - Clostera curtula
      Am 19.09.2018 hatte ich nachts eine Raupegefunden: entweder vom Erpelschwanz-Raufußspinner oder vom Kleinen Raufußspinner (Clostera pigra). Die Raupen sind nach äußeren Merkmalen nicht unterscheidbar, man muss sie durchzüchten. Ein Salzburger Kollege hat sie in Obhut genommen, und letzte Woche ist dann ein Erpelschwanz-Raufußspinner geschlüpft.




      Und der (für mich) spannendste Fund hat sich als etwas recht Besonderes herausgestellt. Der vermutete
      Kreuzkraut-Plattleibfalter - Agonopterix senecionis
      Sitzlänge 10 mm konnte inzwischen bestätigt werden. Diese Art wurde im Bundesland Salzburg überhaupt nur zweimal gefunden: 1909 und 1948. Beide Funde lagen in den Zentralalpen, in der Grauwackenzone wurde er bisher gar nicht nachgewiesen. Ein richtiger Freu-Fund.



      Liebe Grüße

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    • Liebe Silke und Sigurd,
      vielen lieben Dank für eure Worte. Mit der Raupe haben wir einfach Glück gehabt, die kleine Flachleibmotte war aber für mich der beste Fund vom letzten Aufenthalt auf der Alm.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Liebe Sabine,

      was für interessante Nachträge! :alright:

      Sabine Flechtmann schrieb:

      Diese Art wurde im Bundesland Salzburg überhaupt nur zweimal gefunden: 1909 und 1948. Beide Funde lagen in den Zentralalpen, in der Grauwackenzone wurde er bisher gar nicht nachgewiesen. Ein richtiger Freu-Fund.
      Eher doch ein "Ganz-laut-Jubel-Fund"! :18:
      Ich gratuliere dir herzlichst dazu und hoffe,dieser Falter hilft dir ein ganz klein wenig dabei,die Zerstörungen der Natur auf der Alm zu verkraften.
      Auf die diesjährigen Ergebnisse bin ich schon sehr gespannt.
      Viele Grüße
      Uwe

      "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






    • Lieber Uwe,
      ich danke dir für deine "Anteilnahme" an diesem besonderen Fund.

      Moosfreund schrieb:

      Eher doch ein "Ganz-laut-Jubel-Fund"!
      Ja, da hast du schon recht, aber es liegt mir nicht, so eine große Welle daraus zu machen.
      Es gibt übrigens eine neue Studie, an der auch Salzburger Vereinskollegen beteiligt waren, die behauptet bzw. belegt, dass die eigentlich als ökologische Wüsten eingestuften Skipisten eine erstaunliche Biodiversität aufweisen können - vorausgesetzt, sie werden extensiv gepflegt. Leider kenne ich den genauen Titel der Studie nicht, ich habe in den Pinzgauer Nachrichten Ausgabe 28.03.2019 darüber gelesen.
      Na, dann darf man mal gespannt sein, was sich auf der Alm tut.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Sabine Flechtmann schrieb:

      Es gibt übrigens eine neue Studie, an der auch Salzburger Vereinskollegen beteiligt waren, die behauptet bzw. belegt, dass die eigentlich als ökologische Wüsten eingestuften Skipisten eine erstaunliche Biodiversität aufweisen können - vorausgesetzt, sie werden extensiv gepflegt.
      Liebe Sabine,

      das wäre doch ein Hoffnungsschimmer!
      Ich finde uns Menschen zwar eine garstige, egoistische und gedankenlose Art. Aber ich glaube dennoch ganz fest an ein gewisses Maß an Lernfähigkeit von uns.
      Vielleicht erlebt ihr ja schneller, als ihr es je erhofft hättet, doch noch eine Besserung! :/
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)