Wie macht die das?

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    • Wie macht die das?

      Liebe Naturfreunde,
      wahrscheinlich kennen das schon einige von Euch, mir war das neu:
      ich sah am Dienstag eine Bernsteinschnecke, die sich anschickte, über einen Blattspalt (etwa 1cm) zu kriechen.
      Da ich mir laienweise vorstelle, dass das mit einem Haus auf dem Buckel nicht so einfach ist, hab ich das weiter beobachtet.




      Jetzt wirds spannend!


      Ach! da ist die Lösung: sie bleibt "angeleint"! Und hat das Haus leicht angehoben, zur besseren Gewichtsverteilung.


      Perfekt! Wieder was gelernt.


      Liebe Grüße
      Sigurd
    • Sigurd schrieb:

      Liebe Naturfreunde,
      wahrscheinlich kennen das schon einige von Euch, mir war das neu:
      ich sah am Dienstag eine Bernsteinschnecke, die sich anschickte, über einen Blattspalt (etwa 1cm) zu kriechen.


      Perfekt! Wieder was gelernt.


      Liebe Grüße
      Sigurd
      Hallo Sigurd,

      das wäre ein Übungsobjekt für den Raynoxvorsatz. Aber solche Motive muss man erstmal entdecken. Also weitersuchen.
      Vielen Dank für die interessante Bilderserie. Bei Bedarf werde ich es genauso machen, wie die Schnecke :D :alright:

      Gruß Martin
    • Lieber Sigurd ,

      Wunderbar beobachtet und dokumentiert .

      Sigurd schrieb:

      Ach! da ist die Lösung: sie bleibt "angeleint"! Und hat das Haus leicht angehoben, zur besseren Gewichtsverteilung.
      Da meine ich allerdings ,daß nicht der Schleimfaden die Schnecke am Abkippen hindert sondern ,daß der Fuß auf der anderen
      Seite schon so fest haftet,daß die Schnecke nicht kippen kann.
      Versuche mal eine Schnecke abzuheben ,die ist ganz ordentlich festgesaugt.
    • Hallo Sigurd,

      ob nun mit oder ohne Sicherheitsleine, jedenfalls eine reife Leistung der kleinen. Und schön dokumentiert. :alright:

      Ich selbst hätte jetzt gesagt das die Schnecke Anlauf genommen hat und gesprungen ist.
      Aber ich kenne mich bei den Schleimern nicht so gut aus. Viel zu hektisch diese Tierchen.
      Neulich wollte ich mal eine bei uns im Garten einfangen.
      Aber bis ich mich gebückt hatte war die schon weg gerannt. :D

      Viele Grüße
      Frank
    • Lieber Sigurd,

      du kannst dir denken, wie begeistert ich von deiner Beobachtung bin. :97: Das ist ja unglaublich, dass solch ein kleines Tierchen solch eine breite Schlucht überwinden kann! Aber wenn man bedenkt, wie viel verlorene Energie es die Schnecke kosten würde, außenherum auf das nächste Blatt zu klettern, kann man sich vorstellen, wie wichtig es für sie ist, eine solche Technik zu erlernen. Ob diese Strategie wohl schon genetisch vorgegeben ist oder ob dabei wirkliches Lernen mitspielt?

      Wenn man deine Schnecke betrachtet, sieht man nämlich, dass sie - wie du ja darauf hinweist - nicht nur ihr Haus senkrechter stellt, um ihren Schwerpunkt zu verlagern, sondern auch, dass sie seitlich an der Kante entlang schleimt. Mir scheint, dass sie dadurch weniger Gefahr läuft, dass das Blatt kippen könnte. Für ein Tier ohne hochentwickeltes Gehirn (?) finde ich diese Leistung einfach grandios!

      Und von dir finde ich es grandios, dass du diesen Vorgang so toll dokumentieren konntest. ^^
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Lieber Sigurd,

      naja, meine Überlegung dürfte für viele naiv sein. Aber mich treibt es tatsächlich öfters um, wie es wohl funktionieren mag, dass gehirnmäßig sehr einfache Tiere offenbar nicht allein nach genetisch engem, vorgegebenem Muster reagieren, sondern in bestimmtem Rahmen anscheinend lernfähig sind.

      Für mich ist das deshalb überlegenswert, weil ich es interessant finde, ob "Intelligenz" nicht auch unabhängig vom Gehirn zutage tritt. Und wenn sie das tut, wo spielen sich diese Prozesse ab?
      An der Stelle würde ich am liebsten noch weiter spekulieren. (So wie heute durchaus schon von einigen anerkannten Wissenschaftlern geforscht wird, ob das Bewusstsein nicht unabhängig vom Gehirn existiert.) Aber das erspare ich euch... :19:
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Ja Rosmarie,

      das kollekive Bewustsein wäre noch toller als das von mir etwas gehätschelte kollektive Unterbewustsein. Ich gebe letzterem allerdings die größeren Chancen. Unser Multiversum hat da offensichtlich schon noch Überraschungen parat.

      LG aus GR Lothar
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<
    • Lothar Gutjahr schrieb:

      das kollekive Bewustsein wäre noch toller als das von mir etwas gehätschelte kollektive Unterbewustsein. Ich gebe letzterem allerdings die größeren Chancen. Unser Multiversum hat da offensichtlich schon noch Überraschungen parat.
      Lieber Lothar,

      deine Antwort freut mich sehr. Denkst du beim kollektiven Unterbewussten an die Theorien C.G.Jungs, z.B. an die Archetypen? Die könnten für mich auch stimmig sein. Aber so ganz habe ich dazu noch keine Position bezogen.

      Wenn ich mich in meiner Antwort auf Bewusstsein, das möglicherweise im Gegensatz zur Überzeugung der bisherigen Mainstream-Wissenschaft außerhalb des Gehirns existiert, bezogen habe, dann dachte ich weniger an ein kollektives (wovon ich aber auch überzeugt bin - Richtung morphogenetische Felder nach Sheldrake), sondern an das individuelle Bewusstsein eines jeden.
      Aber solche Gedanken gehen ja über Biologie und Naturerscheinungen hinaus, so dass sie eigentlich hier im Forum nichts zu suchen haben. Aber ich vertraue mal darauf, dass Sigurd meinen "Missbrauch" seines wunderschönen Schnecken-Threads nicht so eng sehen wird.

      Deshalb noch einen Zusatz: Ich lese im Moment ein höchst interessantes Buch mit dem Titel "Illusion Tod", das aus Interviews und Vorträgen von anerkannten Wissenschaftlern verschiedener Gebiete besteht und die immer aus ihrer Fachbereichssicht darlegen, was für die These eines unabhängig vom Gehirn existierenden Bewusstseins spricht, bzw. aus deren Ausführungen der Leser selbst seine Schlüsse ziehen kann, die im weitesten Sinn zum Thema passen.
      Gerade bin ich bei Prof. Hans-Peter Dürr, dem Quanten-, bzw. Kernphysiker. Er hat noch unter Heisenberg gelernt und ist leider inzwischen verstorben. Er legt in wunderbar verständlicher Form dar, dass die moderne Physik im Gegensatz zur alten nicht mehr die Materieteilchen selbst in den Fokus nimmt, einfach weil die ja nicht in der Weise greifbar sind und sich nicht so beobachten lassen, wie man es früher annahm (du weißt tausendmal besser als ich, dass manche Teilchen mal Teilchen, mal Welle sind), sondern dass es auf das Dazwischen ankommt. Es geht nicht mehr um diese Materieteilchen selbst, sondern um das, was sie mal so und mal so erscheinen lässt oder um das, was zwischen ihnen passiert. Wenn ich das hier richtig sagen könnte, was ich natürlich nicht kann - dann ist es so, dass nicht die Materie selbst das Interessante ist, sondern das, wodurch die Materie zu bestimmten "Verhaltensweisen" oder "Eigenschaften", die sich auswirken, "gebracht" wird. Denn das ist nichts Materielles.

      Aber genug jetzt. Ich bin sowieso unfähig, das wiederzugeben, was ich beim Lesen nur in Form eines Erahnens brennend interessanter Erkenntnisse wahrgenommen habe.

      Lieber Sigurd und alle,

      mir ist in Bezug auf meine vermutete Lernfähigkeit deiner Schnecke eine ganz einfache Lösung für ihr schlaues Verhalten eingefallen.
      Vielleicht ist es ja auch "nur" so, dass kletternde Schnecken einen besonders gut funktionierenden Gleichgewichtsinn haben. Wenn sie also ihr Haus senkrechter stellt, damit sie ihren Schwerpunkt weiter nach vorn verlagert, so könnte das ja auch einfach auf einem Sinn für optimales Gleichgewichthalten beruhen.
      Wenn sie merkt, dass ihr neu erobertes Blatt besser zu bekriechen ist, wenn sie am Rand entlang kriecht und nicht einfach gerade in Richtung Mitte, dann muss sie dabei nicht gedacht haben, bzw. es muss nicht etwas in ihr gedacht haben. Denn vielleicht sagte einfach ihr Gleichgewichtssinn: Da wackelt etwas, gleich könnte das Blatt kippen, und sie kriecht automatisch dorthin, wo dieses Wackeln weniger wird.
      So kompliziert ich meinen Gedanken zu erklären versucht habe, so einfach ist vermutlich dieses Schneckenverhalten. Tja... :41:
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Rosmarie ()

    • Ick staune... würde der Berliner sagen.
      Was so ein Schneckenbild alles hergibt!

      Liebe Rosmarie,
      sehr interessante Ausführungen.
      Aber ich glaube, ich lasse es lieber bei der Ablichtung der "Objekte".
      Obwohl mich ein "tiefer-verstehen-wollen" zu den Aufnahmen gebracht hat.
      Werners Erläuterungen scheinen mir ganz plausibel. Und ob die Schnecke das bewusst, unbewusst gemacht hat oder aus dem
      kollektiven Bewusstsein geschöpft hat überlasse ich den Experten.
      Denn dafür ist mein Gehirnskasten wohl nicht groß genug.
      Aber ich finde es interessant, was bei so einem Beitrag mal wieder - wie schon so oft hier im Forum - an interessanten Beiträgen
      beigesteuert wird.
      Liebe Grüße
      Sigurd
    • Hallo Rosmarie,

      dem Zaiberingenieur der blauen Kammer, hat mir Hans Bender in die Widmung eines seiner mir geschenkten Bücher geschrieben. Die blaue Kammer war ein kleiner Raum tief im Fels der Eichhalde, den ich von elektromagnetischen Wellen recht gut abgeschirmt hatte und wo wir Probanden an ein EEG angeschlossen nach allen Regeln der damaligen "Kunst"
      beeinflussen konnten. Ja, du liest richtig, ich war etwa drei Jahre beim Gschbenster-Bender hospitoierend tätig und habe mich dort über vieles gewundert und C.G.Jung war mir als Laie noch der plausibelste. Mein Lieblingsmodel war damal Frau Dr. Inge Strauch, weil diese als einzige in der Lage war mit geöffneten Augen Alphawellen zu produzieren. Mein damals laufendes Lieblingsprojekt,Gehirnströme.Dann kam irgendwann die Herausforderung eine neue Generation Maschinensteuerung muss her und weder das Institut noch die Uni verfügten über das Geld mich in einem Angestelltenverhältnis ordentlich zu bezahlen, so blieb es die nächsten 20 Jahre bei F und E im Maschinenbau. Ab 1989 dann bis heute selbstständig im eigenen, jetzt stark verkleinerten Ideenlabor. Du siehst es ist nicht so weit her mit den großen Psychopäpsten.

      LG Lothar
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<
    • Lieber Sigurd,

      du bist wirklich eine Ausgeburt an Toleranz und Großzügigkeit, aber auch ein Meister der Diplomatie! :thumbsup:
      Du meine Güte, antwortest du freundlich-geschickt! So habe ich gleich in mehrerer Hinsicht meine helle Freude an deiner Antwort! :thumbsup:
      Ich danke dir für deine Großzügigkeit, mit der du meine ausufernden Gedanken toleriert hast.
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Lieber Lothar,

      was du alles schon gemacht hast, haut mich vom Sockel! Übrigens sagte mal ein Forenmitglied voller Respekt und im vollen Ernst: "Der Lothar ist ein Genie." Das sage ich dir nur, damit du weißt, dass es Leute gibt, die dein Wissen und deine Erfahrungen weit besser einschätzen können als ich. Aber auch mir ist von Anfang an gedämmert, dass die meisten von uns deine Kompetenzen nicht annähernd erahnen können.

      Lothar Gutjahr schrieb:

      Ja, du liest richtig, ich war etwa drei Jahre beim Gschbenster-Bender hospitoierend tätig und habe mich dort über vieles gewundert und C.G.Jung war mir als Laie noch der plausibelste.
      Bender habe ich früher gelesen bis zum Umfallen und natürlich auch die spektakulären Fernsehberichte von damals gesehen. Dass du durch deine Arbeit auf Ingenieursseite auch vieles andere von Benders Gedankenwelt und Grundlagenforschungen mitbekommen hast, muss spannend gewesen sein.

      Lothar Gutjahr schrieb:

      Mein Lieblingsmodel war damal Frau Dr. Inge Strauch, weil diese als einzige in der Lage war mit geöffneten Augen Alphawellen zu produzieren. Mein damals laufendes Lieblingsprojekt,Gehirnströme.
      In den Alphazustand zu kommen, habe ich eine Zeitlang auch probiert. Ob´s geklappt hat, konnte ich ohne EEG aber ja leider nicht wissen... :D
      Hast du dich mal getestet?

      Lothar Gutjahr schrieb:

      Du siehst es ist nicht so weit her mit den großen Psychopäpsten.
      Wie du das meinst, verstehe ich nicht richtig. Ich würde dir vielleicht blind den Satz unterschreiben. Aber so wie ich ihn unterschreiben würde, meinst du ihn vermutlich nicht.
      Wenn du damals doch geblieben wärest, wenn die Bezahlung besser gestimmt hätte, dann kann deine Meinung von den "Psychopäpsten" doch nicht so schlecht gewesen sein?

      Lieber Sigurd, ich hoffe, du tolerierst uns noch ein bisschen? ;)
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rosmarie ()

    • Guten Morgen Rosmarie,

      mit dem letzten Satz wollte ich zun Ausdruck bringen, das bei mir selbst wohl nicht viel hängen blieb.Ich will mal schauen, ob ich davon ein Foto finde, ich habe mal für eine Ausstellung ein Bild nach einem alten Foto vom Häuschen am See mit viel Phantasie gemalt. leider war es schon bei der Vernisage verkauft. Ich denke, da hättest du auch deine Freude mit gehabt.
      Ja die Alphawellen hatten es mir angetan. Ich habe mit einem einstellbaren Generator Lichtblitze in die Kammer gegeben und habe damit über die geschlossenen Augen die Alphawellen synchronisiert und beliebig rauf und runter gefahren. Da tauchten bei einem Probanden sogenannte Epilepsienadeln auf, was wohl ein Zeichen für einen bevorstehenden Ausbruch sein konnte. Diese sind mir von schwangeren Frauen her geläufig gewesen.

      Da ich gegackert habe wurden mir weitere Experimente nur noch mit ärztlicher Begleitung erlaubt und das war dann sozusagen das Ende dieser Versuche. A hatte ich es satt mir bei jedem neuen Begleiter den Mund fuselig zu reden und B war sonntags nie einer zu erreichen.Und gerade der Sonntag war der einzige Tag, wo man ungestört mal mit einer total schüchternen Nachbarin auflaufen konnte.
      Neben vielen anderen interessanten Dingen war damals das Stimmenphänomen aktuell. Und ich weiß aud deinem obigen Text, dass du mich gesehen hast. Ich war der vom ZDF gesponserte Techniker mit den Tektronixgeräten und den 9 unterschiedlich modifizierten Uher Bandmaschinchen. Habe zu der Technik in der ersten Sendung auch gesprochen.

      Leider hat der Regiseur eine von mir vorbereitete Erklärung zu dem Phämomen mit dem Kommentar "ich mache mir doch nicht meine eigene Sendung kaputt" abgelehnt, was unserem Chef gar nicht schmekte und zum spontanen Abbruch der Serie PSI führte. Das war so in etwa 1974<>75. Danach habe ich mich im Klöckner Maschinenbau ausgetobt. Denke das reicht für heute.

      LG Lothar
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<
    • Sigurd schrieb:

      Ick staune... würde der Berliner sagen.
      Was so ein Schneckenbild alles hergibt!
      lieber Sigurd ,

      Ich hoffe ,daß deine Frage über das Vorgehen der Schnecke nun hinlänglich beantwortet wurde.
      Selbst muß ich sagen ,ich habe das alles nicht verstanden !

      Nur eines bin ich mir sicher - wir wissen noch viel nicht und dürfen uns über neue Erkenntisse freuen oder auch nicht !
    • Lieber Lothar,

      leider konnte ich ein paar Tage nicht hier sein. Das habe ich sehr bedauert, da ich gerade deine Antworten sehr spannend finde. (Lieber Sigurd, sieh mir also bitte die Benutzung deines Threads noch ein bisschen nach.)

      Dass du auch mal gemalt hast, finde ich sehr interessant. Schade, dass dein Bild nicht mehr existiert, bzw. du vermutlich nicht mehr schnell und schmerzlos eine Kopie in deinen Unterlagen findest.

      Lothar Gutjahr schrieb:

      Ja die Alphawellen hatten es mir angetan. Ich habe mit einem einstellbaren Generator Lichtblitze in die Kammer gegeben und habe damit über die geschlossenen Augen die Alphawellen synchronisiert und beliebig rauf und runter gefahren. Da tauchten bei einem Probanden sogenannte Epilepsienadeln auf, was wohl ein Zeichen für einen bevorstehenden Ausbruch sein konnte. Diese sind mir von schwangeren Frauen her geläufig gewesen.

      Du meine Güte! Da warst du aber ganz schön risikofreudig. Wenn ich mir vorstelle, dass deine Steuerung der Alphawellen in den Gehirnen der Probanden einen epileptischen Anfall hätten auslösen können!
      Aber gut, hat sie ja nicht. Jedenfalls stelle ich mir deine Versuche wahnsinnig spannend vor und sehe dich regelrecht dein Gehirn zermartern, was deine Ergebnisse bedeuten, worauf sie hinweisen könnten und wie man die Versuche weiter ausbauen könnte. Klar, dass du "gackern" musstest. Bender und Co wollten natürlich über jeden Schritt und jedes Ergebnis informiert sein. Aber auch klar, dass dir dann ein medizinischer "Aufseher" zur Seite gestellt wurde... :D

      Lothar Gutjahr schrieb:

      Neben vielen anderen interessanten Dingen war damals das Stimmenphänomen aktuell. Und ich weiß aud deinem obigen Text, dass du mich gesehen hast. Ich war der vom ZDF gesponserte Techniker mit den Tektronixgeräten und den 9 unterschiedlich modifizierten Uher Bandmaschinchen. Habe zu der Technik in der ersten Sendung auch gesprochen.
      Ja, vermutlich habe ich dich im Fernsehen in Aktion gesehen. Nur leider, leider ist mein Gedächtnis so schlecht... Du hättest mir damals ja auch zuwinken und zurufen können: Rosmarie, merk dir das! In 50 Jahren möchtest du dich daran erinnern!" :D

      Lothar Gutjahr schrieb:

      Leider hat der Regiseur eine von mir vorbereitete Erklärung zu dem Phämomen mit dem Kommentar "ich mache mir doch nicht meine eigene Sendung kaputt" abgelehnt, was unserem Chef gar nicht schmekte und zum spontanen Abbruch der Serie PSI führte. Das war so in etwa 1974<>75.
      Ach! Das ist ja interessant. Davon hat man als popeliger Zuschauer ja nichts mitbekommen.

      Lese ich zwischen den Zeilen richtig, dass die Schlüsse, die du damals gezogen hast und deiner Erklärung gemäß veröffentlicht haben wolltest, nicht zu den Schlüssen passte, die Bender gern gehört hätte?

      Für alle, die nichts mit "Bender" anfangen können: Prof. Bender hatte an der Uni in Freiburg den ersten Lehrstuhl in Parapsychologie. Die war der Psychologie angegliedert. Einen solchen Lehrstuhl gibt es schon lange nicht mehr. Ich glaube, der wurde nach Bender nicht mehr besetzt (?). Heute gibt es zwar die parapschychologische Beratungsstelle in Freiburg, die durch Dr. Dr. Walter von Loucadou (Physiker und Psychologe) große Bekanntheit erreicht hat, die aber nicht mehr zur Uni gehört.

      Lieber Lothar, sicher hast du damals die richtige Entscheidung für deinen weiteren Berufsweg getroffen. Aber interessant bleibt dieser Abstecher in die Benderschen Welten sicher dennoch?
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Werner schrieb:

      Nur eines bin ich mir sicher - wir wissen noch viel nicht und dürfen uns über neue Erkenntisse freuen oder auch nicht !
      Lieber Werner,

      genau das ist es! Ich hoffe auch, in diesem Leben das eine oder andere zutiefst Erstaunliche und Unerwartete wenigstens in winzigen Ansätzen noch mitzubekommen.
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rosmarie ()