Was tun - Naturfreunde ?

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    • Lieber Lothar,

      das glaube ich dir sofort. Ein Spinnenleben ist sicher weit mehr gefährdet als unseres. Ich kann mir gut vorstellen, wie viele nächtlichen Jägern zum Opfer fallen. Fledermäuse müssten solch eine Spinne auch gut orten können?

      Ich denke, dass gemeint war, dass Gartenkreuzspinnen, die nicht gefressen werden, zwei Jahre alt werden.
      Wie niedrig der Prozentsatz in Bezug auf geschlüpfte Jungspinnen wohl sein wird?

      Was schätzt ihr?

      (Ich: Vielleicht 1%?)
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Liebe Rosmarie,

      auch ohne meine irreführende Zusatzbemerkung des Gefressenwerdens beharre ich auf einjähriger Lebenserwartung. Mehrjährige kenne ich nur bei Laufspinnen, wie unsere vor dem Umzug verschenkte mex. Rotknievogelspinne.

      LG Lothar
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<
    • Lothar Gutjahr schrieb:

      Aus meinem Erfahrungsschatz heraus wehre ich mich gegen eine zweijährige Lebenserwartung für Radnetzspinnen aller Art.
      Hallo Lothar,

      Was man mit eigenen Augen gesehen hat - das glaubt man nicht ,das weiß man ! :alright:

      Ich kann dir da auch nicht widersprechen zumal ich nur die letzten 2 Monate im Leben einer Radnetzspinne beobachtet habe.
      Dein Wissen über Pholcus bestätigt,daß du schon einiges mit Spinnen zu tun hattest.
    • Lieber Werner,

      als langjähriges Mitglied im Spinnenforum, mag ich deine Vermutung bestätigen. Leider lotts bi mir gwaltig und ich halte mich mit meinem Äußerungen daher weitgehend zurück. Ja vor 10 Jahren hatte ich ein Schlägle und vereint mit dem Älterwerden hast dann halt schon so eine kleine Macke. Überdies kommt noch ein gewaltig Quäntchen angewöhnte Faulheit hinzu. Ebenso läßt die für mich typische angeborene Neugier nach, was ich für ein schlechtes Zeichen halte.Ja so könnte man weiterjammern nur bringt das ja gar nichts. Der Rückblick zeigt auf, dass die Zeit viel zu schnell dahinrauscht um nun eine verbleibende Restzeit zu erhoffen oder gar zu definieren Irgendwann kommt der Beinerkarle und man fehlt halt.

      Noch kann ich hoffen hier im Forum noch eine Weile mitzulesen und mich über eure Beiträge zu freuen.

      LG Lothar
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<
    • Lieber Lothar,

      deine Werner gegenüber geäußerte Sichtweise beeindruckt mich sehr.
      Aber: So lange deine Selbstbeobachtung noch so gut funktioniert, bist du vielen von uns immer noch um eine Riesenstrecke voraus. Objektivität in den Dingen und klares Urteil hat nämlich immer auch viel damit zu tun, wie genau man fähig ist, sich selbst anzuschauen.

      Ansätze deiner Selbstbeobachtung kann ich an mir auch schon bemerken. Du bist ein Vorbild für mich.
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Ich muss gestehen, dass ich bis heute hinter die Bedeutung der Aussage "einjährige" und "zweijährige" "und so weiter jährige" nicht so recht kommen mag. Ich glaube aber inzwischen verstanden zu haben, dass man unterscheiden muss zwischen "zweijährige Lebensweise" und "Lebensdauer zweijährig".

      Der Punkt ist der, dass die Kreuzspinnen ihre Eier gelegt haben und vielleicht noch legen. Alle im Jahr 2018. Die Jungspinnen, auch Spiderlinge genannt" schlüpfen noch in diesem Jahr. Sie überwintern und setzen ihre Entwicklung im kommenden Jahr mit Ansteigen der Temperaturen fort (wenn sie nicht sogar wenigstens teilweise winteraktiv sind). Damit entwickeln sie sich und vollenden ihre Entwicklung 2019, also sozusagen im zweiten Jahr. Ich halte den Ausdruck "zweijährig" für sehr unglücklich gewählt und irreführend. Denn die Lebenserwartung von Kreuzspinnen ist nach meiner Erfahrung ein knappes Jahr, also +/- 12 Monate. Da aber bereits im Vorjahr geschlüpft, wird von Autoren die Entwicklung dann gerne als zweijährig bezeichnet, was eigentlich völliger Unfug ist und nur verwirrt, bzw. in die Irre führt.

      In so fern habt Ihr wohl alle Recht. ;)

      Was den Prozentsatz der überlebenden Spinnen betrifft, liebe Rosmarie, kannst Du davon ausgehen, dass Dein anvisiertes, eines Prozent, ziemlich der Realität entsprechen dürfte. Die Mortalität, insbesondere unter den Jungtieren im ersten Entwicklungsstadium, ist bei allen Invertebraten ausgesprochen hoch und die meisten enden in irgendeiner Form auf dem Speisezettel einer anderen Art. Bei den Fledermäusen erlaube ich mir aber in gewissen Grenzen zu widersprechen. Fledermäuse sind mit Sicherheit grundsätzlich in der Lage Kreuzspinnen zu orten. Dafür dürfte ihr Ultraschall mehr als fein genug sein. Jedoch werden sie diese nur orten können, wenn sie gewissermaßen frei in ihrem Netz sitzen und nichts anderes vorhanden ist, was den Schall reflektieren kann. Mit Sicherheit landet so manche Kreuzspinne im Magen einer Fledermaus, aber sie dürften auf dem Speisezettel der Insektivoren Arten unter den Fledermäusen eine absolut untergeordnete Rolle spielen.

      Liebe Grüße
      Klaas
    • Hallo zusammen,

      Klaas Reißmann schrieb:

      Alle im Jahr 2018. Die Jungspinnen, auch Spiderlinge genannt" schlüpfen noch in diesem Jahr. Sie überwintern und setzen ihre Entwicklung im kommenden Jahr mit Ansteigen der Temperaturen fort (wenn sie nicht sogar wenigstens teilweise winteraktiv sind). Damit entwickeln sie sich und vollenden ihre Entwicklung 2019, also sozusagen im zweiten Jahr.
      ich kann die Argumentation von Klaas sehr gut am Beispiel der Bachforelle nachvollziehen, mit deren Zucht ich mich ganz so nebenbei ^^ auch noch beschäftige. Die Forellen schlüpfen meist im Dezember/Januar aus dem Laich. Im September/Oktober des Folgejahres sind sie also zwar fast ein Jahr alt, werden aber als "einsömmerig" bezeichnet (BF1 - Anm.: Die Ziffer "1" sollte tiefgestellt werden). Im zweiten Sommer nach dem Schlupf gelten sie dann in der Fischereibiologie als "einjährig" (Bezeichnung: BF1+).

      Vielleicht am Anfang etwas verwirrend, aber für mich logisch.

      Viele Grüße
      Jürgen
    • Klaas Reißmann schrieb:

      Der Punkt ist der, dass die Kreuzspinnen ihre Eier gelegt haben und vielleicht noch legen. Alle im Jahr 2018. Die Jungspinnen, auch Spiderlinge genannt" schlüpfen noch in diesem Jahr. Sie überwintern und setzen ihre Entwicklung im kommenden Jahr mit Ansteigen der Temperaturen fort (wenn sie nicht sogar wenigstens teilweise winteraktiv sind). Damit entwickeln sie sich und vollenden ihre Entwicklung 2019, also sozusagen im zweiten Jahr. Ich halte den Ausdruck "zweijährig" für sehr unglücklich gewählt und irreführend.
      Lieber Klaas, lieber Jürgen, lieber Lothar, lieber Werner und alle,

      heute unterwegs fiel mir genau das ein, was Klaas oben so einleuchtend erklärt. Diese zweijährige Lebensdauer ist eine irreführende Ausdrucksweise.
      Es ist aber auch klar, wieso es dazu kommt. Denn auch in dem von Peter genannten Artikel steht ja nur drin, dass die Jungspinnen noch in diesem Jahr schlüpfen und den Winter noch in gemeinsamer Nähe verbringen.

      Lieber Klaas, danke für deine verständlichen Ausführungen! :28:
      Und dir, lieber Jürgen, auch! :28:
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • danke Rosmarie,

      deine Zeilen sind erhebend und somit hilfreich. Das mit dem Vorbild solltest du aber noch mal gut überlegen :26:
      Zu den zwischenzeitlich erstellten Beiträgen kann ich nur sagen, dass ich das Leben einer Radnetzspinne erst mit dem ersten selbst hergestellten Fangnetz zur Kenntnis nehme und so bleibt es auch bei dem innerhalb eines Jahres abgespulten Verhalten. Die Spiderlingszeit im Vorjahr könnte sonst locker für eine zweijährige Lebensdauer herangezogen werden, die aber nicht zur Diskusion stand. Liebe Rosmarie heute ist mir aufgefallen, dass von meinen früheren Aktivitäten noch mehr übrig ist als ich dachte. Schau mal bei lothars-spielwiese.de rein. Da kannst du so in etwa sehen, mit was ich so unterwegs war.

      LG Lothar
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<
    • Zur Altersbenennung der Tierwelt aus der gefiederten Ecke noch ein Wort. So verrückt es klingen mag, auch in der Ornithologie werden an Neujahr alle Vögel "ein Jahr älter".
      Zum Glück gibt es dort die geregelte Ausdrucksweise "Kalenderjahr" (KJ), sodass man zwar gerade um die Jahreswende bei der Altersbenennung immer etwas aufpassen muss, aber einheitlich geregelt ist, dass ein zwölfmonatiger Seeadler sich schon im KJ 2 befindet.
      Beste Grüße,
      Stefan

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      Lifelist:
      Vögel (D):225, Kurzschnabelgans
      - (Welt): 248, Kurzschnabelgans
      - (Garten): 92, Löffelente
      - (2018): 209, Raubwürger
      Wirbeltiere (außer Vögel): 60, Schweinswal
      Wirbellose (nur extern bestätigte Lebendfunde): 338, Großer Frostspanner
    • Lothar Gutjahr schrieb:

      ... heute ist mir aufgefallen, dass von meinen früheren Aktivitäten noch mehr übrig ist als ich dachte. Schau mal bei lothars-spielwiese.de rein. Da kannst du so in etwa sehen, mit was ich so unterwegs war.
      Lieber Lothar,

      manchmal richtet man seinen Blick nicht klar genug auf das Positive, das bleibt, bzw. das geblieben ist. Schön, dass dir wieder bewusst wurde, was alles noch gegenwärtig ist.
      (Und das mit dem Vorbild steht!)

      Auf deine "Spielwiese" werde ich gern gehen und freue mich darauf, all das zu sehen, wovon ich zwar nicht den blassesten Schimmer habe, an dessen Anblick ich mich aber mit Gewissheit erfreuen werde.
      "Werde", weil ich morgen für eine Woche in die Eifel fahre. Ich möchte die seltene Gelegenheit wahrnehmen, meine Nichte mit Familie und meine Schwester wiederzusehen.
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • _Stefan_ schrieb:

      Zum Glück gibt es dort die geregelte Ausdrucksweise "Kalenderjahr" (KJ), sodass man zwar gerade um die Jahreswende bei der Altersbenennung immer etwas aufpassen muss, aber einheitlich geregelt ist, dass ein zwölfmonatiger Seeadler sich schon im KJ 2 befindet.
      Lieber Stefan,

      das ist interessant! :28:
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Liebe Rosmarie,

      da wünsche ich ganz schnell noch einen wunderbaren "Eifelurlaub" oder ich schreibe vielleicht besser "gehabt zu haben" falls du das erst nach Rückkunft liest. Zuletzt war ich dort in den 60.ern und erinnere mich an steile Hänge, wo es ziemlich müüselig war, meinen ältesten Sohn began zu schieben. Solche Wochenendausflüge machten wir damals von Aachen aus. Da war ich vorübergehend als Sectionchief ORD 6 im Flugkörperleerbataillon tätig.

      LG Lothar
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<
    • Lothar Gutjahr schrieb:

      da wünsche ich ganz schnell noch einen wunderbaren "Eifelurlaub" oder ich schreibe vielleicht besser "gehabt zu haben" falls du das erst nach Rückkunft liest. Zuletzt war ich dort in den 60.ern und erinnere mich an steile Hänge, wo es ziemlich müüselig war, meinen ältesten Sohn began zu schieben. Solche Wochenendausflüge machten wir damals von Aachen aus. Da war ich vorübergehend als Sectionchief ORD 6 im Flugkörperleerbataillon tätig.
      Lieber Lothar,

      in den 60igern warst du schon etabliert und hast schon was geleistet! :ups:
      Wir hätten uns damals in Aachen übrigens treffen können, denn ich habe ab 65 in Aachen drei Jahre an der PH studiert (Grundschullehrerin).

      Du hast dich beim Schieben des Kinderwagens an steilen Hängen geplagt? Ich nicht ganz so sehr. Denn mein Sohn war 67 auch schon dabei. Aber den habe ich noch im Bauch vor mir hergeschoben. :D
      Du meine Güte, vergeht die Zeit!
      Aber weißt du, wenn man mal von Gedanken an die Zukunft absieht, geht es mir heute besser als damals.

      Danke für deine guten Wünsche zu meiner Eifelreise. Ich fahre hin, um ein Familientreffen zu ermöglichen. Mir graut zwar ein bisschen vor dem Umstand. Aber ab einem gewissen Alter sollte man Möglichkeiten, die sich noch bieten, auch wahrnehmen.
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Rosmarie schrieb:

      Lothar Gutjahr schrieb:

      da wünsche ich ganz schnell noch einen wunderbaren "Eifelurlaub" oder ich schreibe vielleicht besser "gehabt zu haben" falls du das erst nach Rückkunft liest. Zuletzt war ich dort in den 60.ern und erinnere mich an steile Hänge, wo es ziemlich müüselig war, meinen ältesten Sohn began zu schieben. Solche Wochenendausflüge machten wir damals von Aachen aus. Da war ich vorübergehend als Sectionchief ORD 6 im Flugkörperleerbataillon tätig.
      Lieber Lothar,
      in den 60igern warst du schon etabliert und hast schon was geleistet! :ups:
      Wir hätten uns damals in Aachen übrigens treffen können, denn ich habe ab 65 in Aachen drei Jahre an der PH studiert (Grundschullehrerin).

      Du hast dich beim Schieben des Kinderwagens an steilen Hängen geplagt? Ich nicht ganz so sehr. Denn mein Sohn war 67 auch schon dabei. Aber den habe ich noch im Bauch vor mir hergeschoben. :D
      Du meine Güte, vergeht die Zeit!
      Aber weißt du, wenn man mal von Gedanken an die Zukunft absieht, geht es mir heute besser als damals.

      Danke für deine guten Wünsche zu meiner Eifelreise. Ich fahre hin, um ein Familientreffen zu ermöglichen. Mir graut zwar ein bisschen vor dem Umstand. Aber ab einem gewissen Alter sollte man Möglichkeiten, die sich noch bieten, auch wahrnehmen.
      Liebe Rosmarie,

      danke für deine lieben Zeilen. Deinen letzten Satz habe ich mir hinter den Spiegel gesteckt. Damit lässt es sich hier unten ein wenig besser leben.
      Du kannst ja mal in Mannem mal etwas nach meinen Großeltern recherchieren . Das wäre der Andreas Gutjahr II. Damals wohnhaft in B6, was immer das heißt. Sein Vater und er haben Schifffahrt betrieben und in Mannheim einiges bewegt. Mein Vater war Trübnerschüler und ist in den Schwarzwald gezogen, wo er abzüglich der beiden Weltkrige sein Leben als Schwarzwaldmaler verbrachte. Ich muß zu meiner Schande gestehen, den Mannheimer Aktivitäten keine Bedeutung beigemessen zu haben. Als Kind desinteressiert und später gab es niemand mehr. Die badisch rheinische Schiffahrtsgesellschaft ging in der Inflationszeit an Thyssen und andere betuchtere Kandidaten. Für mich gab es daher auch keinerlei Gründe, schwimmen zu lernen. Der Gumpen in Furtwangen war dazu auch von der Temperatur her ungeeignet. Hier in GR hilft eine leere PETflasche in der Badehose das Gruseln vor 450m Wassertiefe vollkommen zu ignorieren.

      LG Lothar
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<