Was tun - Naturfreunde ?

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    • Die Wespen sind seit 10.09.nicht mehr da - die Spinne sitzt noch in ihrem Eck und hatte gestern
      noch die 12. Wespe in der Mache.

      Fazit:

      Es ist halb so wild mit der Agessivität von Vespula vulgaris ,solange man sich nicht am Nest zu schaffen macht.
      Auch die Belästigung hilt sich in Grenzen .Ins Haus geflogene Wespen ,liessen sich durch öffnen eines Fensters
      problemlos hinaus komplimentieren.

      Jetzt müßte sich auch die mitttlerweilen riesige Spinne bald aus dem Staub machen.
    • Lothar Gutjahr schrieb:

      ich denke eher, dass sich deine Spinne bald an den Kokonbau macht und Eier legen wird. Eventuell mehrere Kokons, wobei sie dann an Entkräftung gestorben über dem letzten kokon hängt.
      Es wäre schön, sie auf dem Kokon wiederzufinden.

      Hallo Lothar,

      Du hast doch mal von den ,im Haus alles beherrschenden Zitterspinnen erzählt .Sie scheinen ja keine anderen Spinnen zu dulden.
      Was glaubst du ,würde die riesige Kreuzspinne machen,wenn ihr so eine ins Netz geraten würde ?
    • Sie gerät nicht ins Netz. Jedoch hat die Kreuzspinne keine Chance, wenn es zur Konfrontation kommt, da die Zitterspinne wesentlich wirksamere gifte besitzt. Könnten Zitterspinnen die menschliche Haut durchdringen, wären sie sogar für den Menschen gefährlich. Dies und aufgrund ihrer wesentlich höheren Wendigkeit verschafft der Zitterspinne derart Vorteile, dass eben jede andere Spinne verloren hat. Selbst die sehr unbeliebten Tegenaria-Arten werden von Zitterspinnen angegangen.

      Viele Grüße
      Klaas
    • Klaas Reißmann schrieb:

      Sie gerät nicht ins Netz.

      Da es im UG genügend dieser Zitterer gibt,welche ich gelegentlich von der Decke sauge ,wollte ich wissen
      was passiert ,wenn ich der Kreuzspinne eine ins Netz gebe.




      Die Kreuzspinne hat sich beim Einwurf der Zitterspinne ins Netz ,nicht aus ihren Eck gerührt ,was sie bei einer Wespe sofort getan hätte.
      Die Zitterspinne spazierte ohne irgendwie kleben zu bleiben aus dem Netz und verschwand .
    • Hallo Werner,

      diese mehr als lästige Spinnenart braucht einer anderen Spinnenart nur etwas in eines der zahlreich vorhandenen Beine zwicken und schon gilt der Fall als erledigt. Dein Experiment ist also aus Kreuzspinnensicht ein Mordversuch.Diese Polcusarten sind bei uns im Hause auch für den Staubsauger freigegeben. Die angesprochenen Tegenariaarten scheinen weitgehend ausgerottet, schade!


      lG Lothar
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<
    • Lothar Gutjahr schrieb:

      diese mehr als lästige Spinnenart braucht einer anderen Spinnenart nur etwas in eines der zahlreich vorhandenen Beine zwicken und schon gilt der Fall als erledigt.
      Hallo Lothar ,

      Ich verstehe aber nicht wieso die mit ihren Klauen nicht durch menschliche Haut kommt ,aber in der Lage ist, das Exoskelett ihrer Beutetiere zu durchdringen.
      Sie wird da wohl an den ungeschützten Gelenken einspritzen ?
    • Die menschliche haut ist schlicht und ergreifend dicker, als die Kiefer der Spinne lang sind, einerseits. Andererseits ist menschliche Haut elastisch. Das bedeutet, wenn die Spinne da rein beißt, gibt die menschliche Haut nicht in der Form nach, dass die Kiefer eindringen, sondern sie sinkt nach unten und zur Seite weg. Die spinne muss deutlich mehr Kraft aufbringen, um uns beißen zu können. Kraft, die sie nicht hat. Durch das Chitin hingegen kommt sie mühelos durch.

      Siehe auch Hummeln: Hummeln können stechen, haben einen richtig schönen, schlanken Stachel, sind aber nur in der Lage und Menschen zu stechen, wenn sie sich irgendwo gegen stützen können, da die Muskulatur um den Stechapparat zu schwach ist. Bienen und Wespen hingegen haben genug Kraft, um uns ihren Stachel einfach so rein drücken zu können.

      Ist bei der Schwarzen Witwe (Latrodectus ssp.) übrigens ähnlich. Die Männchen besitzen zwar das gleiche Gift wie die Weibchen, sind für den Menschen aber aufgrund ihrer Größe völlig harmlos.

      Viele Grüße
      Klaas
    • .

      die von klaas beschriebene, elastische haut bei uns menschen ist zb auch der grund, warum bienen nach einem stich in unsere haut sterben. weil sie den stachel nicht mehr herausziehen können - der "verhakt" sich sozusagen und reißt sie dadurch mitten entzwei. andere insekten mit chitinpanzer können von bienen sogar mehrmals gestochen werden, und sie können den stachel immer wieder ohne probleme herausziehen. die beschaffenheit des chitinpanzers und unserer menschlichen haut macht da den unterschied.

      und zitterspinnen ernähren sich von anderen insekten (die ich unter umständen auch weit weniger gern in meiner wohnung hab). deshalb dürfen die gerne bei uns wohnen und uns andere insekten vom leib halten...

      .
    • @strid schrieb:

      weil sie den stachel nicht mehr herausziehen können - der "verhakt" sich sozusagen und reißt sie dadurch mitten entzwei.
      Es bleibt der Stachel mit Giftblase in der Haut hängen .Wie es scheint ,pumpt die Blase noch weiter .
      Bei meinem Ko-Stich konnte ich das noch beobachten,bevor ich ins Taumeln geriet.

      @strid schrieb:

      und zitterspinnen ernähren sich von anderen insekten (die ich unter umständen auch weit weniger gern in meiner wohnung hab). deshalb dürfen die gerne bei uns wohnen und uns andere insekten vom leib halten...
      Also ich mag die Asseln lieber ,sie machen keine Decken überziehende "Netze" und sind bei uns die häufigsten Opfer.
      Jetzt nach dieser Wespenschwemme wurde keine zum Opfer der Zitterspinnen.
      Da lob ich mir meine tüchtige Kreuzspinne.
      Wenn es überhand nimmt ,sind diese Zitterspinnen schon recht lästig !
    • Hallo Astrid,

      die ersten Zitterspinnen fielen mir so um 1990 herum in S.A. auf. Da gab es aber noch Tegenarias. Hier in Griechenland habe ich die dann 2000 wieder erlebt und dachte zunächst wir hätten die in unserem Umzug eingeschleppt.

      Mich würde hier jede Antwort freuen, die zum Thema Zitterspinnen gepostet wird.

      LG Lothar
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<
    • Lieber Werner,

      deine Nachrichten von den Wespen und der Kreuzspinne und das interessanten Gespräch, das sich daraus entwickelt hat, selbst dein "Mordversuch" an der Kreuzspinne, besonders aber Klaas` ausführlichen Informationen sind brennend interessant!

      Dieser Thread macht nicht nur Spaß, er erweitert auch deutlich meinen Horizont. Vielen Dank!
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Es gibt Neuigkeiten !

      Heute Morgen ,ich war tolal überrascht weil die Spinne sich die letzten Tage kaum bewegt hat - da sah ich ihre nächtliche Arbeit .
      Sie hat doch noch den Kokon angelegt .

      So sah sie am 14. September -da war sie noch in ihrer Ecke - aus. Prallefett

      und das war heute Morgen,sie hat den Kokon freundlicherweise an den Deckel geheftet.
      Sie ist deutlich schlanker geworden ,jetzt wird sie wohl sterben.

      mal sehen wie das mit den Jungspinnen weitergeht
    • Lieber Werner,

      Mann, war das spannend, deine Spinne samt ihrer fliegenden Nahrung mitbeobachten zu dürfen!

      Deine Bilder sind einfach umwerfend!

      Der letzte Akt dieses Spinnenlebens berührt mich sehr. Aber so ist es halt.
      Ich hoffe, dass diese Spinne, bei der wir daran Anteil nehmen durften, wie sie alles, aber auch alles gegeben hat, um ihrem Nachwuchs die besten Chancen zu geben, dass sie nun einfach unmerklich hinüberdämmern darf - und sich ihre Kinderchen später gut entwickeln...
      Ob wir durch dich dann die nächste Generation beobachten dürfen?

      Für mich sind wenige Threads so spannend, wie dieser es war! DANKE! :18:
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)