Was tun - Naturfreunde ?

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    • Klaas Reißmann schrieb:

      Elvira B. schrieb:

      Interessant, dann gehe ich mal davon aus, das sich hier die Verspula vulgaris eingenistet hatte, denn sie waren unter der Verschalung vom Flachdach ;) wir sind aber trotzdem immer gut mit ihnen ausgekommen ;)
      Moin Elvi,
      ich habe kein Problem mit den Nestern und bin da völlig Deiner Meinung. Nur am Hauseingang, der eben von Menschen frequentiert wird, stellen sie aus meiner Sicht ein echtes Problem dar. Neben mir, meiner Lebensgefährtin und den Hunden, müssen sich an so was auch diverse Besucher vorbei mogeln. Nicht zu vergessen Postbote, Paketdienste und wer nicht sonst noch so an die Tür kommt. Die Tür der Nachbarn ist direkt neben der unsrigen (ich glaub knapp ein Meter zwischen deren und unserer Tür), so dass ich auch darauf Rücksicht nehmen muss. Und wie die rechtliche Lage ist, wenn dann was passiert..., ich habe keine Ahnung. Wie die moralische Lage ist, kann ich Dir aber nötigenfalls dezidiert auseinander fuseln.

      Viele Grüße
      Klaas

      Hallo Klaas,

      js, ist alles richtig, kommt eben drauf an, wo das Nest ist, ich hab dann halt das Fenster unter dem Nest nicht aufgemacht, oder nur selten, wenn noch frisch war und das andere Fenster is 3m weg vom Nest, da hat sich ganz selten eine ins WZ verirrt, aber an in die Mikrowelle is halt krass, mann kanns auch fachgerecht umsetzen lassen.
      Gruß Elvi
    • Elvira B. schrieb:

      Klaas Reißmann schrieb:

      Elvira B. schrieb:

      Interessant, dann gehe ich mal davon aus, das sich hier die Verspula vulgaris eingenistet hatte, denn sie waren unter der Verschalung vom Flachdach ;) wir sind aber trotzdem immer gut mit ihnen ausgekommen ;)
      Moin Elvi,ich habe kein Problem mit den Nestern und bin da völlig Deiner Meinung. Nur am Hauseingang, der eben von Menschen frequentiert wird, stellen sie aus meiner Sicht ein echtes Problem dar. Neben mir, meiner Lebensgefährtin und den Hunden, müssen sich an so was auch diverse Besucher vorbei mogeln. Nicht zu vergessen Postbote, Paketdienste und wer nicht sonst noch so an die Tür kommt. Die Tür der Nachbarn ist direkt neben der unsrigen (ich glaub knapp ein Meter zwischen deren und unserer Tür), so dass ich auch darauf Rücksicht nehmen muss. Und wie die rechtliche Lage ist, wenn dann was passiert..., ich habe keine Ahnung. Wie die moralische Lage ist, kann ich Dir aber nötigenfalls dezidiert auseinander fuseln.

      Viele Grüße
      Klaas
      Hallo Klaas,

      js, ist alles richtig, kommt eben drauf an, wo das Nest ist, ich hab dann halt das Fenster unter dem Nest nicht aufgemacht, oder nur selten, wenn noch frisch war und das andere Fenster is 3m weg vom Nest, da hat sich ganz selten eine ins WZ verirrt, aber an in die Mikrowelle is halt krass, mann kanns auch fachgerecht umsetzen lassen.
      Na ja..., ich würde das noch ein wenig anders sehen. Einerseits ist die Idee recht innovativ. Das kann man nicht bestreiten. Wenn man aber in der Lage ist das Nest so einzusammeln, dass es in die Mikrowelle geht, dann ist es einfach das falsche Nest. Eine Wespe, die bei mir offen am haus (unter einem Vordach oder ähnlichem) baut, wird ihren Staat bis zum Ende führen können, denn dann ist es eine Art der Gattung Dolichovespula. Und diese sind unendlich viel friedfertiger als Vespula vulgaris. Dolichovespula würde nur auf direkte Störung reagieren, also wenn Du das Nest in Erschütterung versetzt. Vespula kommt auch schon mal, weil Dein Parfum intensiv riecht, weil man über den Tag geschwitzt hat und stärker nach Schweiß riecht und ähnliches. In so fern sehe ich da halt Unterschiede im Handlungsbedarf. ;)

      Viele Grüße
      Klaas
    • Lieber Werner,

      gerade habe ich dein Problem und all die interessanten Antworten dazu gelesen. Ich bin wahnsinnig gespannt, wie es weitergeht. Deine Langmut finde ich einfach toll, könnte sie in einem entsprechenden Fall aber nicht teilen.

      Ich würde einen Kammerjäger kommen lassen. Der kennt sich mit der Entfernung, aber auch mit den rechtlichen Voraussetzungen aus. Aber im Grunde ist das offensichtlich momentan gar nicht dein Problem. Du bist großzügig und naturliebend und versuchst zumindest, diese Wespenangelegenheit auszusitzen. Hut ab! :78:
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Rosmarie schrieb:

      Aber im Grunde ist das offensichtlich momentan gar nicht dein Problem.
      Liebe Rosmarie ,

      Da die diesjährige Belästigung durch V.vulgaris nicht schlimmer ist als in vergleichbar heissen Jahren ,ich erinnere mich an 2003
      und da hatten wir kein Nest ,aber vielleicht war es irgendwo im Umfeld,sehe ich keine Verbesserung durch Maßnahmen am Nest.
      Wenn die uns jetzt bei jedem Gang ins Haus attakieren würden ,wäre die Situation eine völlig andere.
      Jetzt nach dem Teststich in den Finger weiss ich auch ,daß bei mir keine Wespengiftallergie vorliegt.
      Alle Familienmitglieder reagieren auch recht gelassen wenn mal eine vom Essen etwas abhaben will ,doch vorsichtig sind wir alle.
      Immer erst trinken wenn sicher ist ,daß keine Wespe im Glas ist und den Mund nur soweit öffnen,daß gerade der Bissen hineinpasst. :D
      Kurz vor Weihnachten werden wir wohl Ruhe vor denen haben. :99:
    • Werner schrieb:

      Kurz vor Weihnachten werden wir wohl Ruhe vor denen haben.
      Hallo Werner
      Na ja, aber wir haben Klimaänderung! 8o Notfalls mußt du ein paar Weihnachsplätzchen zusätzlich backen! :26:
      Ich war vor ein paar Tagen in Greifswald und bin auf dem Wochenmarkt gegangen. Ein feiner Duft von Rauchwurst zog in meine Nase. Natürlich habe ich meinen Hunger gestillt. Nur das war nicht so einfach. Rauchwurst zieht Wespen an. :eek: Da hört für den Uwe dann doch der Spaß auf! :88:
    • Hallo Werner,

      euren Langmut den Wespen gegenüber finde ich gut. :alright:
      Im Garten hatten wir mal Erdwespen die uns aber nicht sonderlich belästigt haben. Ich hatte teilweise meine sonnenliege knapp einen Meter neben deren Bau aufgestellt.
      Ob ich das dulden würde wenn kleine Kinder im Garten spielen würden weiß ich allerdings nicht.

      Wespenbesuch am Essenstisch mag ich allerdings nicht. Trotzdem würde ich vermutlich ebenfalls versuchen die Tiere zu dulden.
      Das gestochen werden beim Obst pflücken kenne ich. Mich hat mal eine beim Mirabellen pflücken erwischt. Da stand ich gerade ganz oben auf der letzten Sprosse
      einer Leiter. Also da wo sich kein vernünftiger Mensch hin stellt. ( die besten Früchte hängen halt oft ganz oben )
      Da bin ich gleich doppelt erschrocken und habe bei den nächsten Mirabellen doch etwas mehr auf sicheren Stand geachtet.
      Der stich war sozusagen ein Augenöffner.

      Viele Grüße
      Frank
    • Hufra64 schrieb:

      Ob ich das dulden würde wenn kleine Kinder im Garten spielen würden weiß ich allerdings nicht.
      Mit einem Kleinkind sähe für mich das auch ganz anders aus.

      Hufra64 schrieb:

      Das gestochen werden beim Obst pflücken kenne ich. Mich hat mal eine beim Mirabellen pflücken erwischt. Da stand ich gerade ganz oben auf der letzten Sprosse
      Wenn ich bei dem Bienenstich am 7.7.16 auf der Leiter gestanden wäre und wäre nicht in 3 Minuten unten gewesen ,weil ich vielleicht weitergepflückt hätte dann wäre kurz darauf der Abstieg mit Erdbeschleunigung erfolgt.
    • Mittlerweile hat sich ein Kammerjäger eingestellt ohne ,daß ich ihn gerufen habe .
      In nur 1 Meter vom Wespenenst entfernt hat er sein Netz gespannt und das mit Erfolg.
      Daß sich die gefangenen Wespen zu befreien versuchen ,sieht man am stark mitgenommenen Netz.


      die lebt noch

      und da sitzt der dicke Brocken von einer Gartenkreuzspinne im Eck und hofft auf ihre 4.Wespe
    • Das Netz ist so arg mitgenommen, weil die Spinne die Wespen einwickelt und dazu teilweise die direkte Netzumgebung nutzt. Jedes Loch dürfte für eine Wespe stehen, die erwischt wurde und im Netz ihr Ende gefunden hat. Die wenigsten kommen da wieder raus, auch weil die Kreuzspinne ausgesprochen schnell reagiert und in dieser Jahreszeit groß und sehr hungrig sein dürfte (Eiproduktion!).

      Ich vermute, dass sie in spätestens einer Woche ein neues Netz gesponnen haben wird, es sei denn, dass ihr Vorratsspeicher proppevoll ist. ;)

      Viele Grüße
      Klaas
    • Spinnen gehen da entsprechend vorsichtig vor. Ich weiß nicht woran sie das merken, aber sie merken recht schnell, ob sie einen wehrhaften Gegner im Netz haben, oder etwas, was sie einfach so einwickeln können. Es erfolgt aber vorab immer eine Prüfung und irgendwas merken sie dann. Wespen werden entsprechend vorsichtig angefasst. Das heißt, dass die spinne sie immer nur kurz berührt und bei diesen kurzen Berührungen die Wespe mit ein paar Fäden einspinnt. Das wiederholt sie immer wieder, bis die Beute so gesichert ist, dass sie nicht mehr stechen kann. An der Stelle wird dann der Biss angesetzt. Dann wartet die Spinne ein wenig, um die Wespe komplett einzuspinnen und frißt dann entweder oder hängt sie als Vorrat auf, wenn sie +/- satt ist.

      Ein Spinnennetz wird sowieso alle paar Tage, je nach Beschädigungsgrad, abgebaut (die Spinnseide dabei gefressen, um die wertvollen Eiweiße nicht zu verlieren) und komplett neu gesponnen. Das passiert dann in der Regel über Nacht und am nächsten Tag hängt da ein komplett neues Netz.

      Viele Grüße
      Klaas
    • Klaas Reißmann schrieb:

      Ein Spinnennetz wird sowieso alle paar Tage, je nach Beschädigungsgrad, abgebaut (die Spinnseide dabei gefressen, um die wertvollen Eiweiße nicht zu verlieren) und komplett neu gesponnen. Das passiert dann in der Regel über Nacht und am nächsten Tag hängt da ein komplett neues Netz.
      Danke Klaas ,

      Da bin ich jetzt mal gespannt . Alle 3 Wespen sind ausgezuzelt und aus dem Netz geworfen .
    • Wow, interessant, was ich hier so sehe und lese. Ich habe zwar Schiss vor Spinnen, finde es aber dennoch sehr spannend, mehr über sie zu erfahren.

      Im Frühling konnte ich eine Wespe beim Bau ihres Nestes beobachten. Wahnsinn, was die können.

      Wir lassen die Nester hängen. Wenn sie um diese Jahreszeit lästig werden und wir aber unbedingt draußen essen wollen, stellen wir auch Futter für sie hin und haben weitgehend Ruhe während unserer Mahlzeit.

    • Maremma schrieb:

      Wir lassen die Nester hängen. Wenn sie um diese Jahreszeit lästig werden und wir aber unbedingt draußen essen wollen, stellen wir auch Futter für sie hin und haben weitgehend Ruhe während unserer Mahlzeit.
      Das ist vernünftig ! Auch bei uns hält sich die Belästigung in Grenzen,
      obwohl es mittlerweile bestimmt mehrere Tausend Individuen sind .

      Schöne Bilder vom Nestbau. :alright:
    • Lieber Werner,

      nun bin ich hellauf begeistert! Ich konnte ein paar Tage nicht kommen und habe nur kurz deinen Beitrag, dass sich ein Kammerjäger eingestellt hätte, ohne dass ihr ihn gerufen hättet, auf dem Handy gelesen. Darauf kann ich aber keine Bilder sehen und wusste nicht, was ich von seiner Technik halten sollte, ein Netz in ca. 1m Abstand gespannt zu haben...

      Und nun das! Der Kammerjäger ist eine Kreuzspinne! Das ist ja ein Ding. Ich habe noch nie beobachtet, dass in einem Radnetz eine Wespe oder auch nur eine Biene gehangen hätte.
      Das ist ja Wahnsinn! Deine Fotos sind wieder einsame Spitze. Besonders der Blickkontakt mit der Spinne auf Augenhöhe ist ein paar Gruselgefühle und viel, viel Staunen und Begeisterung wert.

      Danke auch an Klaas für seine sehr interessanten Ausführungen.
      Ich hatte mal auf meinem Balkon eine dicke Kreuzspinne. Die hat alle zwei, drei Tage über Nacht ihr Netz erneuert. Wenn es eine relativ warme Nacht war, war das Netz ganz fein und dicht gesponnen. War die Nacht relativ kalt, hatten die einzelnen Fäden einen viel größeren Abstand zueinander.
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Rosmarie schrieb:

      Ich hatte mal auf meinem Balkon eine dicke Kreuzspinne. Die hat alle zwei, drei Tage über Nacht ihr Netz erneuert. Wenn es eine relativ warme Nacht war, war das Netz ganz fein und dicht gesponnen. War die Nacht relativ kalt, hatten die einzelnen Fäden einen viel größeren Abstand zueinander.
      Liebe Rosmarie ,

      Das Netz verkommt immer mehr ,kein Wunder es hatte heute Nacht 8,6°C und die Spinne ist satt.
      Mal sehen wie es weitergeht.