Was tun - Naturfreunde ?

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    • Was tun - Naturfreunde ?

      Seit Wochen befindet sich bei uns unter der Holzverkleidung ,direkt über dem Hauseingang ein Nest von V.vulgaris.
      Bei jedem Schritt aus dem Haus oder in das Haus ,geht man mit dem Kopf in 30 cm Entfernung am Nesteingang vorbei.

      Sitzt man im sogenannten Biergarten beim Essen,Abendbrot oder was auch immer - sie sind dabei .
      Keine Flasche oder Glas ohne Deckel oder Verschluß .Vorsicht beim Zurücklehnen im Sessel man könnte ja eine drücken
      und schon hat man den Stich weg.

      Auch im Haus überall Wespen . Noch ist nichts passiert .

      Was würdet ihr an meiner Stelle tun ?
      beste Grüße Werner

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Werner von dr Alb ra ()

    • Lieber Werner,

      mit denen leben ist eins, das Zerstören des Nestes etwas anderes. Mein inzwischen verstorbener Freund war allergisch auf Wespenstiche und bat mich ein Nest über seinem Hauseingang zu entfernen.

      Ich habe die Dunkelheit abgewartet; die meisten sind dann im Nest, habe eine passende Plastiktüte über das Nest gestülpt und den Bau so abgenommen. Ab damit in die Mikrowelle und bei maximaler Leistung hört man das einige Sekunden knistern. Sobald Ruhe eingekehrt ist, kann die Tüte in den Mülleimer. So läßt sich so ein Nest ohne Einsatz von Gift sicher beseitigen.
      Ein ähnliches Nest haben wir derzeit unter einem kleinen Klapptisch auf dem Balkon. Die Wespen verhalten sich uns und zwei jungen Kätzchen gegenüber, die da drunter herumtollen neutral und so warten wir mit dem Tischtuchwechsel bis der Herbst das Problem löst. Das beginnt mit dem Verhaltenswechsel, wenn die anstatt Schinkenstückchen auch nach Süssigkeiten für den Eigenbedarf jagen und keine Brut mehr füttern brauchen und endet wann ? Bei euch würde man vermutlich mit dem ersten Frost sagen. Hier werde ich versuchen das herauszufinden.

      LG Lothar
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<
    • Werner schrieb:

      Seit Wochen befindet sich bei uns unter der Holzverkleidung ,direkt über dem Hauseingang ein Nest von V.vulgaris.
      Bei jedem Schritt aus dem Haus oder in das Haus ,geht man mit dem Kopf in 30 cm Entfernung am Nesteingang vorbei.

      Sitzt man im sogenannten Biergarten beim Essen,Abendbrot oder was auch immer - sie sind dabei .
      Keine Flasche oder Glas ohne Deckel oder Verschluß .Vorsicht beim Zurücklehnen im Sessel man könnte ja eine drücken
      und schon hat man den Stich weg.

      Auch im Haus überall Wespen . Noch ist nichts passiert .

      Was würdet an meiner Stelle tun ?
      Hallo Werner
      So wie du das beschreibst, würde ich das Nest fachgerecht entfernen (lassen).
    • Lothar Gutjahr schrieb:

      Ich habe die Dunkelheit abgewartet; die meisten sind dann im Nest, habe eine passende Plastiktüte über das Nest gestülpt und den Bau so abgenommen. Ab damit in die Mikrowelle und bei maximaler Leistung hört man das einige Sekunden knistern. Sobald Ruhe eingekehrt ist, kann die Tüte in den Mülleimer. So läßt sich so ein Nest ohne Einsatz von Gift sicher beseitigen.
      Hallo Lothar,

      Danke für den originellen Tip vom Techniker Leider kommt das in meiner Situation nicht in Frage.
      Das Nest sitzt - unfassbar - unter der Holzverkleidung und Mikrowelle hab ich auch keine. :D

      Uwe 58 schrieb:

      Hallo Werner
      So wie du das beschreibst, würde ich das Nest fachgerecht entfernen (lassen).
      Danke Uwe , du meinst also auch ,daß die Belästigung über einen Großteil des Sommers hinweg den Wespenvölkermord rechtfertgt ?
      Bin schon Deiner Meinung ,gebe aber Pardon bis zum ersten Stich.
      Meine Allergie bezieht sich bislang auf Biene.
    • Lieber Werner,
      das ist keine einfache Frage. Und es gibt wohl auch keine einfache Antwort. Ich selbst bin hochgradig allergisch gegen Wespengift. Irgendwann in den letzten drei Jahren hatten wir nach längerer Abwesenheit mehrere, riesige Wespennester unter der Dachverkleidung. Eines der Nester war, wie sich später herausstellte, über 50 cm breit. Und die Nester befanden sich im Einflugbereich von meinem Arbeitszimmerfenster. Ich stand also vor einer ähnlichen Frage wie ihr.

      Ich bin mir gar nicht sicher, ob die eigenmächtige Entfernung nach Lothars Masche in Deutschland überhaupt erlaubt wäre. Im Zweifelsfall würde ich das auch einer Fachfirma überlassen.

      Wir haben das so gelöst: Ich habe einfach die Fenster geschlossen gelassen, so dass keine Wespen ins Haus konnten. Und in der kalten Jahreszeit haben wir die Einflugmöglichkeiten von einer Baufirma abdichten lassen.

      Wenn euer Nest unter einer Verkleidung sitzt, dann müssen die Wespen aber trotzdem irgendwie dorthin gekommen sein. DAS wäre meiner Meinung nach zu eruieren und zu eliminieren.
      Ich weiß nicht, ob dir das nun hilft.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Sabine Flechtmann schrieb:

      Ich bin mir gar nicht sicher, ob die eigenmächtige Entfernung nach Lothars Masche in Deutschland überhaupt erlaubt wäre. Im Zweifelsfall würde ich das auch einer Fachfirma überlassen.
      Nein,meines Wissens nach ist das nicht erlaubt .

      Sobald das Nest -irgendwann vor Weihnachten verlassen ist ,werde ich natürlich die Zugänge ermitteln und verschliessen.

      Erfolgt vorher der erste Stich - erfolgt die weitere Vorgehensweise nach dem gesunden Menschenverstand - was immer das auch heissen mag. :D
    • Wir hatten ja auch viele Jahre unterm Flachdach ein Wespennest, gleich schräg über einen der Wohnzimmerfenster, ich hab sie gelassen, sie gehen im Herbst eh ein und dafür dieses Fenster nur zum putzen geöffnet.

      Wespen sind ja mehr Nützlinge als Schädlinge sie haben halt einen schlechten Ruf. Ich wollte sie damals auch entfernen lassen, habe dann aber im Netz eine interessante Seite vom Nabu entdeckt und seither haben wir mit den Wespen zusammen unter einem Dach gewohnt.

      nabu.de/tiere-und-pflanzen/ins…-und-hornissen/02624.html

      Wir haben hier aber immer Wespen und Hornissen im nahen Umfeld und jetzt in den heißen Wochen haben sie hier auch eine eigene Wasserstelle bekommen und daneben bekommen sie immer etwas Futter hingelegt, vom Katzenfutter bleibt eh immer was übrig.

      Seit dem kommt ab und an kommt noch mal ein penetrantes Wespentier auf den Gartentisch, aber ansonsten ist Ruhe.
      Gruß Elvi
    • Werner schrieb:

      Elvira B. schrieb:

      Seit dem kommt ab und an kommt noch mal ein penetrantes Wespentier auf den Gartentisch, aber ansonsten ist Ruhe.
      So lange es so moderat verläuft ,wie bis jetzt ,gibt es keinen Grund zu handeln.
      das Problem der Insektenbelästigung hat meine Frau mit einer Schale Katzenfutter gelöst und Mensch und Tier ist zufrieden. Ist biologisch wertvoll.

      Gruß Martin
    • Ich habe das befürchtet, dass die beschriebene Methode missfällt. Da ist ja noch zu erwähnen, dass das sowieso nur bei pflückbaren Nestern geht.So bei an einem Stängel aufgehängten Papierkugeln, wie sie hier gerne gebaut werden. Ansonsten leben wir hier auch mit den Tierlein zusammen und es gab noch nie Probleme.

      LG Lothar
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<
    • Ja Elvie,

      schon krass. Aber du wirst so schnell keine andere Methode finden, allesamt rasch von dem Zustand Leben in den Tod zu befördern und das ohne Gift. Ja auch die in der Aufzucht befindliche Brut eingeschlossen, was bei einer Vergiftung fraglich erscheint.

      LG Lothar

      mikroskopie-forum.de/index.php?topic=10722.0
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<
    • Lothar Gutjahr schrieb:

      Lieber Werner,

      mit denen leben ist eins, das Zerstören des Nestes etwas anderes. Mein inzwischen verstorbener Freund war allergisch auf Wespenstiche und bat mich ein Nest über seinem Hauseingang zu entfernen.

      Ich habe die Dunkelheit abgewartet; die meisten sind dann im Nest, habe eine passende Plastiktüte über das Nest gestülpt und den Bau so abgenommen. Ab damit in die Mikrowelle und bei maximaler Leistung hört man das einige Sekunden knistern. Sobald Ruhe eingekehrt ist, kann die Tüte in den Mülleimer. So läßt sich so ein Nest ohne Einsatz von Gift sicher beseitigen.
      Ein ähnliches Nest haben wir derzeit unter einem kleinen Klapptisch auf dem Balkon. Die Wespen verhalten sich uns und zwei jungen Kätzchen gegenüber, die da drunter herumtollen neutral und so warten wir mit dem Tischtuchwechsel bis der Herbst das Problem löst. Das beginnt mit dem Verhaltenswechsel, wenn die anstatt Schinkenstückchen auch nach Süssigkeiten für den Eigenbedarf jagen und keine Brut mehr füttern brauchen und endet wann ? Bei euch würde man vermutlich mit dem ersten Frost sagen. Hier werde ich versuchen das herauszufinden.

      LG Lothar

      Um die Frage nach der Zulässigkeit zu klären: es ist nicht zulässig. Warum auch immer, aber die Nester stehen unter Schutz. ABER: wo kein Kläger, da kein Richter.

      Um auf die originelle Art und Weise von Lothar zu kommen: schade, denn wenn er das Nest so entfernen kann, dann ist es das Nest einer Dolichovespula-Art. Und diese sind recht friedfertig, auch in Nestnähe. Ganz im Gegensatz zu Verspula vulgaris, die sich, wenn sie IN Häusern steckt, immer unter der Verkleidung von irgendwas nisten. Ein größerer Hohlraum hinter der Verkleidung ist dann obligat. Wir haben August und das Nest dürfte inzwischen recht groß sein..., nicht nur Volumenstechnisch, sondern auch von der Individuenzahl her. Ich würde es ohne jegliche Kenntnisse auf mindestens 3.-5.000 Individuen schätzen. Wenn die raus kommen, weil sie sich gestört fühlen, ist Panhas am Schwenkmast angesagt. Da musst Du keine Allergie mehr haben, um zu wissen, dass es um Leben und Tod geht, denn so lockere 300 und mehr Stiche verpackt man auch als Nichtallergiker nicht mehr ohne weiteres.

      Da Vespula vulgaris in Nestnähe aggressiv reagiert, und zwar auf die kleinsten Anlässe hin, kann man dieses Nest, auch als Natur- und Tierfreund nicht mehr dulden, denn man spielt mit der Gesundheit jedes einzelnen, der sich an dem Nesteingang vorbei mogelt. Die Frage ist, ob man sich an den NABU wendet, der sich vieler Orten dieses Problems annimmt (sollte um 80 bis 120 € kosten), oder ob man es selber macht. Selber machen sollte man nur, wenn man gut rennen kann. Soll heißen man nimmt ein Insektenspray, das man in den Eingang rein bläst und gibt Fersengeld, sobald die erste Wespe auftaucht. Das wird man einige male machen müssen und es wird einige Tage dauern, bis auch all die Rückkehrer nicht mehr zurück kehren..., ggfs. muss man es wiederholen.

      Wie gesagt, bin ich eigentlich gegen diese Maßnahme, aber alles hat seine Grenzen. Ich habe das letztes Jahr versucht und es ging bis etwa Anfang September gut. Dann waren es so viele Wespen (auch V. vulgaris), dass neben der Haustür keine Sekunde mehr Ruhe herrschte und Abends, wenn man die Haustür aufmachte und im Flur Licht an hatte, innerhalb kürzester Zeit diverse Wespen im Flur hatte. Da unser Nachbar zwei kleine Jungs hat (sechs und acht), war der Zustand ab dem Zeitpunkt für mich nicht mehr tragbar und ich habe schweren Herzens das nötige veranlasst.

      Liebe Grüße
      Klaas

      Edit: @'Lothar

      Wenn unter dem Tisch auch ein Kugelnest ist, müsste sich das eigentlich bis September erledigen. D. media verschwindet sehr früh, schon im ausklingenden Juni, die anderen, also sylvatica und norvegica meist im Laufe des August, kann sich aber auch bis September erstrecken.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Klaas Reißmann ()

    • Klaas Reißmann schrieb:

      Da Vespula vulgaris in Nestnähe aggressiv reagiert, und zwar auf die kleinsten Anlässe hin, kann man dieses Nest, auch als Natur- und Tierfreund nicht mehr dulden, denn man spielt mit der Gesundheit jedes einzelnen, der sich an dem Nesteingang vorbei mogelt.
      Hallo Klaas ,

      Du beschreibst hier exakt die Situation welche für uns hier zutrifft .
      Noch lassen sie uns ohne Angriff den Hauseingang passieren - es ist Vespula vulgaris.


      Klaas Reißmann schrieb:

      Wie gesagt, bin ich eigentlich gegen diese Maßnahme, aber alles hat seine Grenzen.

      Es freut mich,daß du trotz deines Engagements für Insekten das richtige Maß nicht verloren hast !

      Wenn es nicht schlimmer kommt ,mache ich zunächst nichts .Ich berichte weiter !
    • Es ist soweit !

      Heute bei der Resternte der 25 Brix aufweisenden ,Grünen Renekloden hat mich so ein Luder
      in den Finger gestochen.
      Selber schuld - weil ich beim Pflücken dieser sausüßen Dinger nicht aufgepasst habe.

      Reakion auf den Stich = 0

      Ob es an den montlichen Spritzen wegen meiner Anaphylaxie (Bienen) liegt ?

      Vespula vulgaris darf also vorest noch bleiben obwohl sie schon recht lästig sind.

      Gestern Abend haben sie mir meinen selbst gemachten "Obatzten" streitig gemacht.

      Kein Glas,keine Flasche ohne Deckel.
    • Hallo Werner
      Langsam verstehe ich dich nicht mehr! Ich hätte die schon lange in`s Jenseits befördert. Stell dir vor, du hast Besuch und Kinder reagieren etwas wild auf die Biester, oder stochern mal kurz dort herum. Dann kannst du hier schreiben, die Kinder sind auf der Intensivstation, den Wespen geht es gut!
      Ich bin da voll bei Klaas Reißmann. Und der ist auch Naturliebhaber!!!
      Ist aber nur meine persönliche Meinung und soll keine Einmischung sein.
    • Elvira B. schrieb:

      Interessant, dann gehe ich mal davon aus, das sich hier die Verspula vulgaris eingenistet hatte, denn sie waren unter der Verschalung vom Flachdach ;) wir sind aber trotzdem immer gut mit ihnen ausgekommen ;)
      Moin Elvi,

      ich habe kein Problem mit den Nestern und bin da völlig Deiner Meinung. Nur am Hauseingang, der eben von Menschen frequentiert wird, stellen sie aus meiner Sicht ein echtes Problem dar. Neben mir, meiner Lebensgefährtin und den Hunden, müssen sich an so was auch diverse Besucher vorbei mogeln. Nicht zu vergessen Postbote, Paketdienste und wer nicht sonst noch so an die Tür kommt. Die Tür der Nachbarn ist direkt neben der unsrigen (ich glaub knapp ein Meter zwischen deren und unserer Tür), so dass ich auch darauf Rücksicht nehmen muss. Und wie die rechtliche Lage ist, wenn dann was passiert..., ich habe keine Ahnung. Wie die moralische Lage ist, kann ich Dir aber nötigenfalls dezidiert auseinander fuseln.

      Viele Grüße
      Klaas
    • Uwe 58 schrieb:

      Hallo Werner
      Langsam verstehe ich dich nicht mehr! Ich hätte die schon lange in`s Jenseits befördert.
      Hallo Uwe ,

      Das geht nun schon seit Wochen über der Haustür . Beim Passieren unterhalb des Nesteingangs hat nie eine aggresiv reagiert.
      Heute war ich selbst schuld weil ich sich gedrückt habe.
      Glaub ja nicht ,daß ich die aus purer Naturliebe dort belasse ,es ist bis jetzt nur kein Handlungsbedarf .
      Ich meine außerdem ,daß wir auch ohne dieses Nest im Freien nicht unbelästigt bleiben.
      Die sind ja heuer überall.