an der Bühler

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    • an der Bühler

      Gestern ,auch wieder war Aglia tau im Hinterkopf treibend,waren wir an der Bühler .Die Bühler ist ein Nebenfluß des Kochers und bildet ein bezauberndes Tal.
      Da gibt es eine flußgeschichtliche Besonderheit .In der Nähe von Wallhausen (nördl.Crailsheim)verschwindet ein Bach plötzlich in einem Schluckloch .
      Dieses Wasser fliesst unterirdisch unter der Jagst ,welche etwa parallel zum Kocher verläuft ,hindurch und tritt im Bühlertal zu Tage.
      Unglaublich was es alles gibt.die Bühlerdie Wiesen werden aus Futtermangel bereits gemäht obwohl sie wegen der trockenen Witterung kaum ihre halbe Wuchshöhe erreicht haben@Peter66 war so freundlich mir diese Pfeilkresse zu bestimmen ,sie begegnet mir hier zum ersten mal. Die Verbreitungskarte weist sie auch für die Alb nur sehr spärlich aus.eine @Hornisse :D deckt an der Quelle oberhalb des Weges ihren Wasserbedarf1,2,3,4,5,6 Finger - ja ein Schwarzer Milan (Milvus migrans)und da fliegt dieser direkt auf mich zu - große Freudegroß wie die Abortdeckel früherer Plumpsklozeiten - da brauche ich Hilfehalt - hier gehts nicht weiter !nur ein paar Meter weiter hat so einer zwar nicht den Kopf aber den Schwanz verloren :D
      beste Grüße Werner

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Werner ()

    • Natürlich schrieb:

      das mit dem Bach ist ja interessant.
      Ja,liebe Wiltrud ,

      Auch unser Untergrund ist Bestandteil der Natur und er bestimmt ,wie eine Landschaft aussieht.
      Diese Flußunterquerung ist schon was besonderes .

      Natürlich schrieb:

      Der Pilz ist ein Schuppiger Stielporling,die können so groß wie Klodeckel werden.
      Danke für deine Bestimmung .Kennst dich auch in Pilzen recht gut aus ! :alright:
    • Lieber Werner,

      heute rede ich mal nicht viel (bin zu müde). Aber die Flußunterquerung ist für mich auch etwas ganz Ungewöhnliches. Einem anderen als dir würde ich das nicht glauben!

      Deine Klodeckel sehen noch ganz frisch aus. Dass die schon im Frühjahr so groß sind!

      Dass es Pfeilkresse gibt, wusste ich nicht mal. In meiner Unwissenheit hätte ich das für Gänsekresse gehalten.
      Was ist denn meines dann? Hilfst du mir weiter?




      Nach einiger Suche im Netz bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Gänsekresse ein Oberbegriff ist, der auch viele Gartenpflanzen beinhaltet.
      Kann es sein, dass meine Blumen auch Pfeilkresse sind?
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Rosmarie schrieb:

      Kann es sein, dass meine Blumen auch Pfeilkresse sind?
      Ja,liebe Rosmarie

      Rosmarie schrieb:

      Einem anderen als dir würde ich das nicht glauben!
      Durch den Bezug zweier ,monatlich erscheinender Broschüren, hab ich einiges hinsichtlich meiner Heimat erfahren.
      Unter anderem auch das mit der Flußunterquerung.
      Ganz neu entdeckt habe ich die Archivauszüge über eine Mühle in welcher einer meiner Vorfahren ab 1670 Müller war ,wo er auch namentlich erwähnt ist.
      Und zwar mußte er an einer Zarge am oberen Mahlgang nacharbeiten .Vermutlich hat er zu seinem Vorteil gemogelt.
      Es ist jetzt 350 Jahre her und nach soviel Generationen hab ich bestimmt nicht viel an Eigenschaften von ihm geerbt.
      Aber mit dem glauben wäre ich vorsichtig ! :D
    • Werner schrieb:

      Rosmarie schrieb:

      Kann es sein, dass meine Blumen auch Pfeilkresse sind?
      Ja,liebe Rosmarie

      Rosmarie schrieb:

      Einem anderen als dir würde ich das nicht glauben!
      Durch den Bezug zweier ,monatlich erscheinender Broschüren, hab ich einiges hinsichtlich meiner Heimat erfahren.Unter anderem auch das mit der Flußunterquerung.
      Ganz neu entdeckt habe ich die Archivauszüge über eine Mühle in welcher einer meiner Vorfahren ab 1670 Müller war ,wo er auch namentlich erwähnt ist.
      Und zwar mußte er an einer Zarge am oberen Mahlgang nacharbeiten .Vermutlich hat er zu seinem Vorteil gemogelt.
      Es ist jetzt 350 Jahre her und nach soviel Generationen hab ich bestimmt nicht viel an Eigenschaften von ihm geerbt.
      Aber mit dem glauben wäre ich vorsichtig ! :D
      Lieber Werner,

      wurde in der Broschüre auch erwähnt seit wann die Flußunterquerung bekannt ist?

      Grüßle Wiltrud
    • Natürlich schrieb:

      wurde in der Broschüre auch erwähnt seit wann die Flußunterquerung bekannt ist?
      Liebe Wiltrud ,

      Es sind Stapel dieser Bröschüren .Welche jetzt den Beitrag enthält ,da müßte ich jetzt jede aufschlagen und das
      Inhaltsverzeichnis lesen.
      Diese Flußunterquerung wird aber auch in "Geologie und Landschaft der Hohenloher Landes" auf S.171 behandelt.
      Das Buch stammt von 1985 ,wann das entdeckt wurde ,steht leider nicht drin.

      Es ist der Weidenbach ,der 1 km nördlich von Wallhausen versickert.
    • Lieber Werner,
      das mit der Flussunterquerung ist sicher der Erwähnung wert. In den Alpen scheint es so etwas öfter mal zu geben, zumindest so, dass ein Gewässer verschwindet und an anderer Stelle wieder zu Tage tritt. In einem Filmbericht hatte man dieses Phänomen vermutet, und man hat an der Stelle, wo der Gebirgsbach verschwindet, Farbe ins Wasser gemischt. Es ist an der vermuteten Stelle wieder herausgekommen.

      Dein Pilz sollte der Schuppige Stielporling (Polyporus squamosus) sein. Beachte den dezentralen Stiel.
      123pilze.de/DreamHC/Download/SchuppigerPorling.htm
      Ein Foto der Unterseite wäre gut gewesen.

      Die Zauneidechse ist klasse!
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Werner schrieb:

      Ganz neu entdeckt habe ich die Archivauszüge über eine Mühle in welcher einer meiner Vorfahren ab 1670 Müller war ,wo er auch namentlich erwähnt ist.
      Und zwar mußte er an einer Zarge am oberen Mahlgang nacharbeiten .Vermutlich hat er zu seinem Vorteil gemogelt.
      Es ist jetzt 350 Jahre her und nach soviel Generationen hab ich bestimmt nicht viel an Eigenschaften von ihm geerbt.
      Aber mit dem glauben wäre ich vorsichtig !
      Lieber Werner,

      solch eine Entdeckung möchte ich auch mal gern machen (Aber wer zu faul zum Graben ist, muss sich nicht wundern, wenn er keinen Schatz findet. :D )
      Für dich finde ich eine solche Entdeckung großartig! Ich hätte jedenfalls gern einen Vorfahren von vor ein paar hundert Jahren, der Müller war, auch wenn er ein bisschen gemogelt hätte. Die Müller waren ja bekannt dafür, dass manche von ihnen ein bisschen mehr in die eigene Tasche gewirtschaftet haben, als ihnen zustand. Dafür waren viele recht wohlhabend...

      Gibt es das Mühlengebäude von damals noch - oder Reste davon?
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Rosmarie schrieb:

      Gibt es das Mühlengebäude von damals noch - oder Reste davon?
      Leider ist es durch einen häßlichen Klotz von Wohnhaus ersetzt worden - liebe Rosmarie.
      In dem Beitrag ist aber noch ein altes Bild auf welchem man sieht ,daß das Wasser über eine hölzerne Rinne
      einem oberschlächtigen Wasserrad zugeführt wird.
      Der Vater dieses Müllers ist bei einem Fuhrdienst für die Herrschaft ,in welchem er Wein aus dem Remstal holen mußte,
      im Feb.1661 in der Rems ertrunken .
    • Werner schrieb:

      In dem Beitrag ist aber noch ein altes Bild auf welchem man sieht ,daß das Wasser über eine hölzerne Rinne
      einem oberschlächtigen Wasserrad zugeführt wird.
      Der Vater dieses Müllers ist bei einem Fuhrdienst für die Herrschaft ,in welchem er Wein aus dem Remstal holen mußte,
      im Feb.1661 in der Rems ertrunken .
      Lieber Werner,

      solche Berichte über frühere Schicksale und Leben berühren mich immer. Dir wird es mit diesen "Entdeckungen" über Vorfahren von dir ähnlich gehen.

      Man muss sich da mal hineinversetzen. Da hat ein Fluss vielleicht Hochwasser, ist gefährlich reißend. Aber der Landesherr verlangt, dass man ein oder mehrere Fässer transportiert - mit dem Fuhrwerk ganz in der Nähe des Flusses, bzw. mit dem Kahn. Man würde selbst diesen Transport nie zu dieser Zeit vornehmen. Aber man hat keine Wahl, denn man ist verpflichtet. Dann läuft etwas schief und man ertrinkt. Die Familie des Müllers hat ihren Haupternährer verloren. Was für eine Katastrophe!

      Überleben hatte früher weit weniger als heute mit vielleicht verlorenen Träumen zu tun, sondern mit dem gnadenlosen Kampf um das tägliche Brot.
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Rosmarie schrieb:

      Man muss sich da mal hineinversetzen.
      Und das ist Dir trefflich gelungen !

      Der Ort des Geschehens war die Kreuzmühle ,unterhalb von Schwäbisch Gmünd .
      Ich könnte mir vorstellen daß,wie du schon schreibst ,Hochwasser herrschte und die Rems über eine Fuhrt
      überquert werden mußte.
      Wäre ich der Ahn gewesen,hätte ich für diesen lästigen Job wohl einen kräftigen Schluck vom besseren Wein der Herrschaft
      zu mir genommen und wäre vielleicht im Suff ersoffen. :30:
    • Werner schrieb:

      Wäre ich der Ahn gewesen,hätte ich für diesen lästigen Job wohl einen kräftigen Schluck vom besseren Wein der Herrschaft
      zu mir genommen und wäre vielleicht im Suff ersoffen.
      Tztztzzzzz! :D Aber wer weiß. Die Menschen früher hatten vermutlich die gleichen Gedanken und Bedürfnisse wie wir heute. Ich glaube sogar, dass sie bauernschlauer waren als wir. Schließlich mussten sie in ihren unfreien, festgelegten Lebensbereichen sehen, wo sie blieben. Wein und Most zählten sicher zu den tröstenden Freuden.

      Ich bin früher oft im Wald bei Bad Dürkheim an einem "Brunnen" vorbeigekommen, einer aufwändig mit Seitenarmen gefassten Quelle. Dort wurden angeblich leere Weinfässer, die von irgendwoher antransportiert wurden, sauber gemacht. In der Gegenrichtung machten die Fuhrleute mit den vollen Fässern gern Rast und füllten die fehlende Menge Wein in den Fässern nach.
      Eine ähnliche Quelle mit entsprechender Informationstafel hab ich auch mal im Odenwald gesehen. Dort ging das Treiben über einen sehr langen Zeitraum gut. Dann passten die Fuhrleute mal nicht auf und eine Maus geriet in den Wein. Daraufhin wurden sie ertappt und dieser Brauch gnadenlos abgestellt.

      Ich könnte mir also durchaus denken, dass dein Urahn schon die gleiche Idee wie du hatte. Trotzdem glaube ich, dass der Wein am Kentern des Fuhrwerks nicht schuld war. Es gab früher ja weit mehr Unfall-Fallen als heute.
      Ohmann, bin ich froh, in der heutigen Zeit zu leben!
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Rosmarie schrieb:

      Tztztzzzzz! Aber wer weiß. Die Menschen früher hatten vermutlich die gleichen Gedanken und Bedürfnisse wie wir heute. Ich glaube sogar, dass sie bauernschlauer waren als wir. Schließlich mussten sie in ihren unfreien, festgelegten Lebensbereichen sehen, wo sie blieben. Wein und Most zählten sicher zu den tröstenden Freuden.
      Liebe Rosmarie ,

      Ich denke ,von nichts kommt nichts .Um ihr schweres Tagwerk zu verrichten mußten sie essen und zwar viel.
      Und weil man auch mal was gutes essen wollte wanderte das eine oder andere Stück Wild oder Fisch auf den Teller.
      Nur nicht erwischen lassen ,sonst wurde es eng um den Hals.