Kann man Feuersalamander umsiedeln?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Lieber Werner,

      beim Ahorn sind es in der Regel Milben die in den Gallen aufwachsen und leben. Schau mal nach Pediaspis aceris, die könnten für diese ca. 5mm großen Gallen auf der Blattunterseite verantwortlich sein. Nei hab kei Biologie schdudiert awer so manches find mer hit im Internet. :thumbsup:

      Scheene Oschdersunndig

      Lothar
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<
    • 1. Studium

      Es geht mir weniger um das wissen und die Reputation, als viel mehr um die unendlich vielen Kontakte, die man in seine Freizeit hätte rüber retten können. Erst dann kommt das wissen in einigen Bereichen, wobei zu meiner Zeit z.B. DNA-Analysen von Insekten nicht gemacht wurden. In so fern wäre das Studium für mich heute eher besser. ;) *rofl* Aber keine Sorge. Bisher bedauere ich meinen Lebensgang nicht wirklich.

      2. Gallen

      Die Larve gehört entweder zu einer Hymenoptera oder Diptera. Die Diptera auf dem einen Bild hat aber mit den Gallen nichts zu tun. Mir fällt der Name grade nicht ein, hab den nicht so auf der Pfanne, aber die fliegen zuweilen auch in der Wohnung rum, wenn man eingetopfte Pflanzen hat. Die entwickeln sich in der Erde. Aber ich komme nicht drauf, wie sie heißt.

      @Lothar Gutjahr

      Gallmilben sind auf Ahorn eine gute Option. Deren Gallen sind aber diese sehr schmalen, meist stark rot gefärbten (jetzt im Winter natürlich auch nicht rot, sondern gammelig braun, wenn denn überhaupt noch vorhanden), mehr oder weniger eiförmigen, wenige Millimeter großen. Ich gebe zu bedenken, dass Milben, wie alle Spinnentiere, eine unvollständige Entwicklung durchmachen, dass also das Puppenstadium fehlt, so dass die Larven den adulten Tieren sehr ähnlich sehen. Siehe dazu Werners Bild mit der Larve, die nicht wie eine Milbe aussieht. ;)

      Fund-Wiederfund

      Ich hätte natürlich noch erwähnen sollen, dass es hierbei auch um die Mobilität der Käfer geht. Man wird, vor allem auch bei flugfähigen Arten (also die meisten) relativ wenige Wiederfundereignisse haben, weil einfach ein großer Prozentsatz der Käfer abwandert und neue Biotope aufsucht. Und die Tatsache, dass in drei Jahren Elaphrus aureus Untersuchung nur einer wieder gefunden wird, belegt aus meiner Sicht die hohe Mobilität der Käfer, die sie auch nutzen. Und dabei gibt es viele andere Untersuchungen, bei denen die erstaunlichsten Dinge heraus kamen.

      So hat man im Ijsselmeer in Holland auf einer frisch dem Wasser abgerungenen Fläche eine Laufkäferuntersuchung gemacht. Ich bin mir bei der Art nicht sicher, aber unter anderem meine ich, wäre es Dyschirius thoracicus gewesen (auf jeden Fall eine der sehr häufigen Dyschirius-Arten, wenn nicht thoracicus), die man dort so ziemlich als erste Art fand. Der Dyschirius war als flugunfähig bekannt, weil keinerlei Alae (häutige Flügel) vorhanden sind. Beim Anheben der Flügeldecken fand man aber Alae. Bei vielen hundert Tieren und zu 100% in der Anfangsphase der Untersuchung. Im Laufe der Zeit nahm die Anzahl der flugfähigen Käfer immer weiter ab und die der flugunfähigen immer weiter zu. Das heißt, dass diese Dyschirius-Art in zwei Morphen vorkommt: eine flugfähige und eine flugunfähige. Die flugfähige besiedelt frisch entstandenen Lebensraum extrem schnell, verweilt hier eine gewisse Zeit und sorgt für Nachwuchs. Die zunehmende Populationsstärke wird dann, nach meiner Theorie, irgendwann Stress auslösen, für den die flugfähigen Käfer vermutlich sehr viel anfälliger sind, so dass diese auch sehr früh wieder abwandern, oder eben die flugfähigen Käfer der neuen Generationen. Man findet immer nur die flugunfähigen, weil die flugfähigen extrem unruhig und extrem mobil sind, vermutlich nur zu einem vergleichsweise geringen Prozentsatz innerhalb einer Population erscheinen, so dass sie kaum auffallen und wohl auch schnell abwandern.

      Liebe Grüße
      Klaas
    • Lothar Gutjahr schrieb:

      beim Ahorn sind es in der Regel Milben die in den Gallen aufwachsen und leben. Schau mal nach Pediaspis aceris, die könnten für diese ca. 5mm großen Gallen auf der Blattunterseite verantwortlich sein. Nei hab kei Biologie schdudiert awer so manches find mer hit im Internet.
      Lieber Lothar ,

      Diese spitzen ,roten Gallen an Ahorn hab ich schon sehr oft gesehen,daß da Milben ursächlich sind war mir nicht bekannt.
      Wensch au dir an scheana Oaschdersonndig.


      Klaas Reißmann schrieb:

      In so fern wäre das Studium für mich heute eher besser. *rofl* Aber keine Sorge. Bisher bedauere ich meinen Lebensgang nicht wirklich.
      Wunsch -Studium

      Wenn mir meine ,nein Berufswahl ist falsch ,mein Job nicht genügend Freiraum gelassen hätte und das eigentlich jeden Tag dann würde ich
      meinen Lebensgang bereuen .

      Ich meine auch,daß du so zufrieden sein kannst ,wie es ist .
      Wir jedenfalls sind sehr zufrieden mit dem Wissen - welches du uns übermittelst.

      Gallen

      Ich habe die Gallen mit nach Hause genommen und in einen geschlossenen Behälter getan - mal sehen was da schlüpft !
      Ich warte auch täglich auf den Weinschwärmer .

      Die Puppe zuckt noch -er lebt also !
    • Hallo Werner,

      danke für den Kurzbericht zur Puppe. Du hast dem ja mit viel Liebe eine schöne Startrampe gebastelt. An den Schwärmer habe ich gar nicht mehr gedacht. Da hat der tatsächlich überwintert. Hier in Griechenland haben die sich nach wenigen Wochen bereits aus dem Staub gemacht.

      LG Lothar
      Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<
    • Werner schrieb:

      Wir jedenfalls sind sehr zufrieden mit dem Wissen - welches du uns übermittelst.
      Lieber Werner, in Bezug auf deine Bemerkung Klaas gegenüber, muss ich unbedingt ausdrücklich zustimmen! :28: :28: :28: :28:

      Was deine Weinschwärmer-Puppe anbelangt, bin ich auch mächtig gespannt! Hoffentlich, hoffentlich klappt das! :ups:
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Rosmarie schrieb:

      Was deine Weinschwärmer-Puppe anbelangt, bin ich auch mächtig gespannt! Hoffentlich, hoffentlich klappt das!
      Also ,liebe Rosmarie ,mit der Gallwespe aus Eichengallen ,klappts wohl dieses Jahr nicht mehr .

      Das Tier hat die Galle längst verlassen und aus den Löchern blutet es (natürlich nicht).
      @Klaas Reißmann Die Galle hatte 2 gleich große Löcher gegenüberliegend,und war 1,5 cm im Durchmesser.
    • Lieber Werner,

      tolle Fotos sind das von deinen Gallen. Besonders das obere ist mit dem Blausternchen regelrecht malerisch!

      Hier habe ich bei meinen Gängen im Wald regelmäßig ähnliche Gallen auf dem Boden gesehen. Aber die sahen entweder schwarz-verfault aus oder sie hatten auch schon Löcher...
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Du kannst die Gallen übrigens auch schon im Herbst einsammeln, wenn sie mit den Blättern gerade fallen. Blatt und Galle mitnehmen und einfach in einen Behälter tun, wo sie trocken liegen und nicht schimmeln oder faulen können und dann warten. Aber dran denken: die Wintergeneration hat Flügel und kann fliegen. ;)

      Viele Grüße
      Klaas