Zwieselwuchs

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    • Hallo,

      bei meinem heutigen Spaziergang durch einen Buchenwald sind mir
      unglaublich viele, nicht normal gewachsene Bäume aufgefallen.
      In belaubtem Zustand fällt das kaum auf.
      In den benachbarten Waldstücken muß man solche Bäume suchen.
      Bei Wikipedia habe ich gelesen so etwas könne auch an der Vererbung liegen. ?(

      Einige schon kurz über dem Boden verwachsen.




      Die überwiegende Anzahl in etlichen Metern Höhe.








      Grüßle Wiltrud
    • Liebe Wiltrud,
      aufmerksam beobachtet. Dass dieses Wachstumsphänomen Zwieselwuchs genannt wird, wusste ich nicht, wieder etwas dazugelernt. Diese Gabelungen kann man bei Buchen recht häufig beobachten. Ich bin aber noch nie auf die Idee gekommen, das zu fotografieren.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Sabine Flechtmann schrieb:

      Liebe Wiltrud,
      aufmerksam beobachtet. Dass dieses Wachstumsphänomen Zwieselwuchs genannt wird, wusste ich nicht, wieder etwas dazugelernt. Diese Gabelungen kann man bei Buchen recht häufig beobachten. Ich bin aber noch nie auf die Idee gekommen, das zu fotografieren.
      Liebe Sabine,

      diese Gabelungen bei Buchen kommen häufiger vor.
      Doch in diesem Waldabschnitt waren extrem viele Bäume betroffen.

      Grüßle Wiltrud
    • Moin,
      ich bin heute mal faul und zitiere nur aus der Wikipedia:

      "Manchmal wachsen zwei junge Bäume bereits am Boden mit den Stämmen zusammen oder der Haupttrieb eines jungen Baums wird beschädigt und bildet noch in Bodennähe zwei gleichmäßig dicke Seitentriebe aus (so genannter echter Zwiesel).
      Erbanlagen, Windbruch oder Insekten verursachen meist in größerer Höhe eine Stammteilung in zwei Seitentriebe."

      Interessant finde ich dann aber den nächsten Satz in dem Artikel:

      "Diese vor allem bei Buchen auftretende Doppelstammbildung nennt man auch unechter Zwiesel, den man auch Waldbraut nennt, da er in horizontaler Lage einer Frau („Braut“) ähnelt."

      :eek: :92:

      Wenn man Männer zu lange allein im Wald herumlaufen lässt ... =O

      Gruß
      Peter
    • Peter66 schrieb:

      Moin,
      ich bin heute mal faul und zitiere nur aus der Wikipedia:

      "Manchmal wachsen zwei junge Bäume bereits am Boden mit den Stämmen zusammen oder der Haupttrieb eines jungen Baums wird beschädigt und bildet noch in Bodennähe zwei gleichmäßig dicke Seitentriebe aus (so genannter echter Zwiesel).
      Erbanlagen, Windbruch oder Insekten verursachen meist in größerer Höhe eine Stammteilung in zwei Seitentriebe."

      Interessant finde ich dann aber den nächsten Satz in dem Artikel:

      "Diese vor allem bei Buchen auftretende Doppelstammbildung nennt man auch unechter Zwiesel, den man auch Waldbraut nennt, da er in horizontaler Lage einer Frau („Braut“) ähnelt."

      :eek: :92:

      Wenn man Männer zu lange allein im Wald herumlaufen lässt ... =O

      Gruß
      Peter
      Hallo Peter,

      also gibt es da verschiedene Meinungen,
      Erbanlagen,Windbruch,Insekten und wie Silke schrieb Wasseradern.
      Noch eine Theorie stammt von meiner Schwester,Stress während des Wachstums.

      Wenn man Männer zu lange allein im Wald läßt,
      entwickeln die anscheinend recht viel Fantasie.
      Also ich wäre da nicht draufgekommen. :91: :19: :19: :19:

      Grüßle Wiltrud
    • Peter66 schrieb:

      "Diese vor allem bei Buchen auftretende Doppelstammbildung nennt man auch unechter Zwiesel, den man auch Waldbraut nennt, da er in horizontaler Lage einer Frau („Braut“) ähnelt."



      Wenn man Männer zu lange allein im Wald herumlaufen lässt ...
      Ich lach mich krümelig! Du bringst es auf den Punkt, lieber Peter! :thumbsup:

      Liebe Wiltrud,

      Zwiesel sehe ich auch gelegentlich. Aber ich muss auch gestehen, dass ich so aufmerksam wie du noch nie war. Die unechten Zwiesel, also die, die weiter oben auseinander wachsen, habe ich noch nie bewusst als ungewöhnliche Wuchsform wahrgenommen.

      Da ich selbst einen Baum in einem Ruheforst habe, weiß ich von den dort Verantwortlichen, dass die Zwiesel die beliebtesten Bäume für Ehepaare sind.

      Dass Zwiesel angeblich durch Wasseradern im Boden entstehen könnten, habe ich auch noch nicht gewusst. Mir war nur bekannt, dass das angeblich die Ursache für Bäume ist, die im Stamm stark gedreht sind - oder irgendwelche Kraftlinien in der Erde. Aber ob das alles so stimmt? (Ich bin zwar offen für alles Mögliche, was zwischen Himmel und Erde so vorkommt, in Sonderfällen auch für das, was sich wissenschaftlich nicht beweisen lässt. Aber ob diese Wasseradern als Grund für eine Zwieselbildung nicht in den Bereich der Mythen gehören?
      Da fällt mir zu den Wasseradern ein, dass in dem Dorf meiner Verwandten angeblich zu Zeiten meines Großvaters alle Brunnen im Dorf von einem Nachbarn mit der Wünschelrute gefunden wurden - und zwar ohne jede Fehlbohrung.)
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Rosmarie ()

    • Liebe Rosmarie,

      das mit den Zwieseln im Ruheforst habe ich auch noch nicht gehört.
      Auf alle Fälle sind die verschieden Theorien höchst spannend,welche ist nun richtig?
      Das mit den Wünschelruten funktioniert tatsächlich.
      Unter unserem ehemaligen Gartengrundstück verliefen 2 Wasseradern.
      Dort wollten wir auch einen Brunnen bohren und ein ebenfalls alter Mann hat gesucht, und Wasser gefunden.
      Er meinte so zum Spaß ich solle das auch mal versuchen und auch bei mir hat das mit einer
      Weidenrute funktioniert.
      Dabei stellte er mir eine Frage,die ich hier nicht wiedergebe,aber beim Gedanken daran
      muß ich heute noch lachen.
      Tja die Männer eben,egal wie alt

      Grüßle Wiltrud
    • Liebe Wiltrud,

      über die Vorliebe von Ehepaaren für Zwiesel hatte ich mich auch gewundert. Andererseits leuchtet es mir ein, dass ein einziger Stamm unten, der sich dann in zwei gabelt und meist auch noch einen stärkeren und einen schwächeren Stamm/Zweig hat, für ein Doppelgrab große symbolische Wirkung haben kann. Ich kenne hier auch Nachbarn, die sich einen Zwiesel, sogar einen extra verknorzelten, zugelegt haben.

      Deine Erfahrungen mit dem Wünschelrutengehen finde ich sehr interessant. Mein Cousin hat mir das vor zig Jahren auch mal auf seinem Garten-Grundstück, auf dem eine uralte, verfallene Gipsmühle steht, vorgeführt. Die Rute hat bei ihm wie wild ausgeschlagen, ohne dass ich irgendwelche Zuckungen bei ihm hätte sehen können. Bei mir hat das nicht geklappt. Leider war ja nicht nachzuprüfen, ob seine Rute an richtigen Stellen ausgeschlagen hat.

      Was dein Rutengeher zu dir gesagt hat, würde mich natürlich interessieren. :D Aber ich kann dir nachfühlen, dass du das hier nicht ausbreiten willst. Auf jeden Fall muss es dich amüsiert haben. 8o Und die Wasserader hat er immerhin auch gefunden.
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)