auf und im Fels

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    • auf und im Fels

      Die Alb ist ja bekannt für ihre Schwammkalkfelsen ,welche wegen ihrer höheren Festigkeit der Erosion standgehalten haben und nunmehr
      an vielen Hangkanten aus dem Wald ragen.

      Auf unzugänglichen Absätzen brüten oft der Wanderfalke und noch häufiger der Uhu.




      bin gespannt ob sich da demnächst was tut





      Oft sind unter den Felsen kurze Höhlen zu finden .In diesem Loch war ich vor etwa 60 Jahren drin . Da muß man kriechen - ich erinnere mich wie
      heute an die Enge . Bin heute auch klaustrophober und würde da nicht mehr reingehen

      so gehts noch

      kaum 5 Meter lang von aussen

      aus diesen Puppenhüllen mit ihren Haarbüscheln daneben werde ich nicht schlau (ca.7 mm)

      die Große Höhlenspinne (Meta menardi)

      Decke



      fast 2 cm ohne Beine .Der Tisch ist in der Höhle reich gedeckt mit kleinen Mücken



      Höhlenlangbein (Amilenus aurantiacus)

      trotz Kälte ist es aussen angenehmer

      es gibt auch schmutzige Eiszapfen
      beste Grüße Werner
    • Lieber Werner,
      das ist ja spannend, was du alles entdeckt hast. Am spannendsten finde ich die Puppen. Eine vage Erklärungsmöglichkeit hätte ich: Kokons von Schlupfwespen als Parasitoide an Raupen. Wenn man von Schlupfwespen parasitierte Raupen findet, dann leben die zunächst oft innerhalb der Raupe bis sie sich im Kokon verpuppen. Diese Kokons sind (meist?) gleichförmiger breit als Puppen von Schmetterlingen (deren Puppen verjüngen sich an einem Ende). Die langen Haare könnten Überreste der Raupen sein. Oder es sind Puppen von Fliegen. Was mich an meinen Erklärungsversuchen noch "stört": Diese Puppen sind quasi zweigeteilt in einen dunkleren, matten Teil und einen helleren, glänzenden Teil - mit schräger Trennlinie. Vielleicht machst du aus dem Originalfoto mal ein paar Ausschnitte, damit man etwas mehr sieht.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Lieber Werner,
      Via Handy doch man sieht schon mehr. Die Kokons sind leer. Was ich oben schrieb von schräg verlaufender trennlinie ist der rand der ausschlupföffnung: wo wir die kokon-aussenseite sehen ist es dunkel, und der helle teil des kokons ist der blick ins etwas reflektierende Innere. Für mich scheinen Parasitoide immer noch plausibel. Das vorkommen in einer Höhle macht das noch spannender. Irgendwo gibts ne höhlenseite mit organismen die in Höhlen vorkommen. Hatte ich mal gefunden, als Meta menardi höhlentier des Jahres war.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Lieber Werner,

      mich schaudert es, wenn ich daran denke, wo du überall herumkriechst, bzw. hineingehst. Zum einen wäre mir das viel zu gefährlich und zum anderen gruselt mich der Anblick deiner teilweise extrem dicken Spinnen. Ui, du bist mutig! :thumbsup:
      Aber wahnsinnig spannend finde ich es, dort auch schauen zu dürfen, was da lebt. Ich bin baff, dass jetzt im Winter so viele Insekten in den Höhlen aktiv sind. Vor allem hätte ich nicht vermutet, dass dort kleine Mücken leben, die den Spinnen als Nahrung dienen.

      Sabines Fach-Überlegungen (und deine diesbezüglichen Fotos), um welche Insektenreste es sich bei den leeren Larvenhüllen und den Haarbüscheln handeln könnte, empfinde ich als ein besonderes Schmankerl für unser Naturforum.

      Auch deine Felsbilder finde ich eindrucksvoll. Das ist halt eine ganz eigene Welt, eine, die auch ihre ästhetischen Reize hat!
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Rosmarie schrieb:

      mich schaudert es, wenn ich daran denke, wo du überall herumkriechst, bzw. hineingehst. Zum einen wäre mir das viel zu gefährlich und zum anderen gruselt mich der Anblick deiner teilweise extrem dicken Spinnen.
      Liebe Rosmarie ,

      Mut braucht es hier nicht . Das Problem besteht eher darin als alter Sack dorthin zu kommen . Ziemlich boinig das herumkraxeln im Hang.
      So lange es sich aber nicht in Schmerzen , an der lumbalen Wirbelsäule äußert - ischs ja egal.

      Aufpassen muß man schon !
      Sogar Tiere können ausnahmsweise in solch steinigen Hängen verunglücken ,wie ich heute morgen erfahren mußte.

      Daß Rehe ,welche sich in der Deckung befinden ,dich ohne Flucht vorbeiziehen lassen ist bekannt .Wenn sie aber auf 8 Meter neben dir ,recht offen dastehen
      und dich auch noch die Kamera hochnehmen lassen - dann stimmt was nicht.

      Mit bloßem Auge meinte ich eine Schwellung rechts am Haupt zu sehen.Die Betrachtung des Bildes hat dies bestätigt.
      Ich zog mich vorsichtig zurück ,worauf der Bock ganz langsam hangaufwärts zog .Dabei sah ich ,daß der rechte Hinterlauf unter dem Sprunggelenk
      gebrochen war und herumbaumelte .
      Die Schwellung hatte ihre Ursache wohl in der Entzündung.
      Der Bock kann auch ein Verkehrsopfer sein.

      Ort markiert , zuständigen Jagdausübungsberechtigten ermittelt und informiert . Hoffentlich klappts mir der Erlösung.




    • Lieber Werner,

      dieses Rehbockschicksal geht mir ganz schön unter die Haut!
      Dabei ist es klar, dass auch Tiere immer wieder solche Unfälle erleiden müssen. Aber wenn man dann solch ein Opfer sieht und seine Verletzungen erkennt und sich denken kann, wie sehr es leidet, dann empfinde ich das schon als sehr traurig.
      Gut, dass du dem entsprechenden Jäger Bescheid gegeben hast!

      Und pass vor allem auch auf dich auf. Funktioniert bei euch an allen Stellen dein Handy? Hier gibt es oft große Bereiche, wo man auch in einer Notsituation keine Verbindung bekäme.
      (Natürlich laufe ich auch dort. Aber möglichst auf normalen Wegen und nicht in unfallträchtigem Gelände.)
      Herzliche Grüße Rosmarie

      "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)
    • Rosmarie schrieb:

      dieses Rehbockschicksal geht mir ganz schön unter die Haut!
      Liebe Rosmarie ,

      Auch mich dauert der kranke Bock schon die ganze Zeit .Wenn die Zuständigen ihn nicht erlösen konnten und die geschwollene Gesichtshälte
      nicht eine zusätzliche Verletzung im Kieferbereich ist -hat er sogar Chancen durchzukommen.

      Rosmarie schrieb:

      Und pass vor allem auch auf dich auf. Funktioniert bei euch an allen Stellen dein Handy? Hier gibt es oft große Bereiche, wo man auch in einer Notsituation keine Verbindung bekäme.
      Danke für Deine liebe Fürsorge ! Ja, die Funklöcher gibt es hier zu hauf und ich bin mir stets bewußt,daß das etwas gefährlich ist .

      Mein Großvater war der gleiche wie ich -immer draussen .Er ist an einer steilen Stelle im Wald tödlich abgestürzt.
    • Lieber Werner,
      der arme Rehbock, seine rechte Gesichtshälfte ist so stark geschwollen, dass sogar das Auge nach innen verschwindet.
      Meine Hinweise auf die Höhlenseite waren eigentlich für dich gedacht zum Weitersuchen. Hier ist die Seite:
      hoehlentier.de/vierfleck-hoehlenschlupfwespe/
      Und interessanterweise ist dor die Vierfleck-Höhlenschlupfwespe zum Höhlentier 2017 gewählt worden.
      Da überwintert das Weibchen in Höhlen. Ob das aber zu den von mir vermuteten Schlupfwespen-Kokons passt habe ich noch nicht herausgefunden. Bilder der Imagines gibt es viele, aber sonst...
      de.wikipedia.org/wiki/Vierfleck-H%C3%B6hlenschlupfwespe

      Ansonsten würde mich auch die Meinung von @Klaas Reißmann oder @Peter66 interessieren, die wissen doch immer fast alles.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Sabine Flechtmann schrieb:

      Ansonsten würde mich auch die Meinung von @Klaas Reißmann oder @Peter66 interessieren, die wissen doch immer fast alles.
      Mi au (mich auch )

      Danke für den Link .Überwinternde Höhlen-Wespen hab ich nicht gesehen .Aber jede Menge Mücken (keine Wintermücken)
      Die Puppenhüllen einem Insekt zuzuordnen wird wohl auch Klaas und Peter nicht gelingen. :99: (Lockversuch)
    • Einem Insekt nicht, aber zumindest einer Ordnung, denn es sind Dipteren-Puppen. Die haben typischerweise diese sogenannten "Tönnchenpuppen". Möglich, dass die großen Öffnungen auf Parasitenbefall hinweisen, aber nicht zwingend. Die können auch schon etwas älter und dann im Laufe der Zeit ein wenig gebrochen sein, so dass die Öffnung größer wird. Parasitenbefall erscheint aber wahrscheinlicher, denn die Puppenhüllen erwecken nicht den Eindruck, als würden sie schon länger dort hängen.

      Viele Grüße
      Klaas
    • Lieber Klaas,

      Klaas Reißmann schrieb:

      Dipteren-Puppen. Die haben typischerweise diese sogenannten "Tönnchenpuppen". Möglich, dass die großen Öffnungen auf Parasitenbefall hinweisen, aber nicht zwingend.
      also doch Fliegentönnchen. Wobei ich nicht davon ausgegangen bin, dass die Dipteren parasitoidiert sind, sondern selbst die Parasiten sind. Hast du eine Idee zu den langen Haaren, die doch auffällig um die Kokons herum angesiedelt sind?

      Eben habe ich noch etwas gefunden, wo Kokons von Fliegen (Raupenfliege) und Schlupfwespe direkt nebeneinander abgebildet sind:
      forst.brandenburg.de/media_fas…mnisse%20der%20Puppen.pdf
      die sehen schon recht ähnlich aus.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Lieber Werner,
      tolle Eindrücke aus geheimnisvollen und verborgenen Gefilden zeigt du uns - meinen herzlichen Dank dafür! :eek: Sowas sieht man schließlich nicht alle Tage. Aber auch die hervorragenden Fotos vom Rehbock sind sehenswert - ich bin gespannt, ob du etwas über sein weiteres Schicksal in Erfahrung bringen wirst!

      Lieber Gruß,
      Meinhard

      Die Menschheit gehört zur verrücktesten Spezies.
      Sie verehrt einen unsichtbaren Gott und zerstört die sichtbare Natur.
      Im Unbewussten darüber, dass diese Natur, die sie zerstören, der Gott ist, den sie verehren.

      -Hubert Reeves-