Sollinger Pilze August 2017

    • Hallo Sabine,

      wunderschöne Pilze zeigst Du, von denen ich die meisten nicht kenne. Umso besser kenne ich aber "meinen" Solling, denn er ist wundervoll und auch mystisch und mein "Hausgebiet". Vor allem jetzt kann man wieder die Eulen hören und mit Glück auch sehen.
      Zwei Arten greife ich hier mal auf:
      Der Rauhfußkauz - beste Hör-, bzw. Beobachtungsmöglichkeit bei Torfhaus an der Straße zwischen Silberborn und Dassel, nach den Forsthaus auf der linken Seite geradeaus durch die Scharfe Kurve und nach ca. 200 mtr. ist rechts ein kleiner Parkplatz.
      Der Sperlingskauz - beste Hör- und Sichtmöglichkeit am Lakenteich und Neuer Teich. Wie oben, jedoch der Straße weiter folgen.

      Zusätzlich sollte man auch bedenken, dass die lange ausgestorbenen großen Beutegreifer Luchs und Wolf genau in dem Gebiet wieder leben. Also beim Pilze sammeln auch mal auf das Knacken im Unterholz achten.... :D Während beim Wolf der erste Wurf im Frühjahr des letzten Jahres stattgefunden hat und es nur noch eine Frage der Zeit ist bis das Rudel größer wird (im Moment nur 2 Tiere), so hat der Luchs im Solling bereits mehrfach Junge großgezogen. Durch die Medien ging vor allem das Bild vom "Jäger auf des Jägers Platze": stern.de/panorama/wissen/natur…hochsitz-aus-3949478.html

      LG,
      Oliver
    • Hallo Oliver,
      @dotterel
      oh, das ist interessant zu lesen, dass es neben meinem Freund Holger einen weiteren guten Kenner im Solling gibt. Danke für die Beobachtungs- und Lauschtipps für Vögel. Aber da muss ich sagen, in der Vogelwelt kenne ich mich nicht gut aus. Und Rauhfußkauz und Sperlingskauz würde ich nicht erkennen können und auch nicht auseinanderhalten können. Da bin ich die totale Niete. Noch wenige wüßte ich, wie die sich anhören. OK, kann man im Internet finden, beide Stimmen sind in der Wikipedia hinterlegt. Für beide Arten steht bei Tante Wiki, dass man ihn schon ab Oktober und Februar/März hören kann. Ich wohne in Schleswig-Holstein und bin im Solling immer nur im Urlaub - und eben nicht in den Rufzeiten. Wobei mich aber auch deine Angabe wundert, dass man am Neuen Teich "hörig" werden kann, denn dort sind doch oft viele Leute, insbesondere eine beliebte Ecke, um Hunde auszuführen.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Sabine Flechtmann schrieb:

      Wobei mich aber auch deine Angabe wundert, dass man am Neuen Teich "hörig" werden kann, denn dort sind doch oft viele Leute, insbesondere eine beliebte Ecke, um Hunde auszuführen.
      Hallo Sabine,
      danke für deine Anmerkungen. Das schöne an den Naturbegeisterten ist, dass jeder "sein" Spezialgebiet hat. Bei mir sind es die Vögel, die es mir besonders angetan haben. Seit nunmehr über 40 Jahren...
      Am Neuen Teich wird man nur mit Glücl den Sperlingskauz wahrnehmen, da dort die Strasse von Uslar nach Dassel verläuft. Geht man jedoch die Strasse zum Lakenteich hoch, bzw. runter hat man - in Anbetracht der Seltenheit - relativ gute Möglichkeiten, zumal der Sperlingskauz teilweise tagaktiv ist. Beim Rauhfußkauz ist eine Sichtung durch die Nachtaktivität nahezu unmöglich. Lediglich mit einem Trick kann man die Populationsdichte feststellen: Zur Brutzeit an den Stamm der Bruthöhle klopfen. Ist er bewohnt, so wird sich der Kauz verschlafen am Höhleneingang zeigen. Die weiteren brutbiologischen Möglichkeiten im Anschluss erläutere ich hier nicht weiter, da es leider zu viele "Naturforscher" gibt die sich dann zwecks Foto oder ähnlichem nicht an die Naturschutzregeln halten. Das so eine Aktion immer Stress für die Vögel bedeutet sollte klar sein. OberlehrerModus aus.... :D
    • Hallo Oliver,
      ach, das hat gar nichts mit Oberlehrermodus zu, ich hätte nachschlagen müssen, ob die beiden Vogelarten tag- oder nachtaktiv sind. Bin aber von überwiegender Nachtaktivität ausgegangen. Außerdem habe ich mich oben vertan, ich meinte eigentlich den Lakenteich. Im Herbst ziemlich gut besucht, weil auch die archäologische Grabungsstätte eine Attraktion ist. Aber auch dort gibt es zu viele unangeleinte Hunde.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Bei Arenborn und am Güntershagener Bach

      Liebe Naturfreunde,
      weiter geht es.
      Aufgrund der rötlichen Hutfärbung und der Anwesenheit von Kiefernnadeln tendiere ich zum
      Kiefernsteinpilz - Boletus pinophilus
      und nein, ganz sicher bin ich nicht. Der Fruchtkörper war noch sehr jung und nur 4 cm hoch.


      Hier dann der "richtige" Steinpilz
      Fichten-Steinpilz - Boletus edulis


      Marone - Imleria badia
      mal wieder direkt auf Holz


      Kleiner Nesterdstern - Geastrum quadrifidum






      Grauer Langfüßer - Helvella macropus
      zwei verschiedene Exemplare, 3 cm und 5 cm hoch.




      Weißer Polsterpilz - Oligoporus ptychogaster
      Diese nur auf Nadelholz fruktifizierende Art hat zahlreiche Synonyme, und der aktuell gültige Artname wechselt ständig.
      Synonyme: Ceriomyces albus (Corda) Sacc. 1888 Anamorphe, Oligoporus ustilaginoides Bref. 1888, Polyporus ptychogaster F. Ludw. 1880, Postia ptychogaster (F. Ludw.) Vesterh. 1996, Ptychogaster albus Corda 1838, Ptychogaster flavescens Falck & O. Falck 1937, Ptychogaster fuliginoides (Pers.) Donk 1972 Anamorphe, Ptychogaster pulverulentus (Sowerby) Stalpers 2000, Tyromyces ptychogaster (F. Ludw.) Donk 1933


      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Hallo Sabine
      Sehr gute Bilder!
      Besonders gut gefällt mir die Marone, so schön auf dem Stubben! Aber in Wahrheit wächst die Marone nicht wirklich auf dem Stubben. Der ist schon sehr vermorscht und auf dem "Humus" wächst das Myzel.
      Ich habe schon viele Polsterpilze gefunden, aber noch keinen so schönen Fruchtkörper mit den roten Tropfen. Eine sehr schöne Aufnahme!
    • Liebe Naturfreunde,
      auch bei den Sollinger Pilzfunde geht es jetzt zu Ende.

      Kastanienbrauner Porling - Polyporus badius #ungeniessbar




      Marone - Imleria badia #essbar

      Fligenpilz - Amanita muscaria #giftig





      Schiefknolliger Anisegerling - Agaricus essettei #essbar


      Flaschen-Stäubling - Lycoperdon perlatum #essbar




      Schönfuß-Röhrling - Caloboletus calopus #giftig




      Strubbelkopf-Röhrling - Strobilomyces strobilaceus im Prinzip #essbar aber nicht wirklich empfehlenswert #ungeniessbar





      Buchen-Schleimrübling - Oudemannsiella mucida #ungeniessbar


      Und zu guter Letzt mein Lieblings-Speisepilz
      Fichten-Steinpilz - Boletus edulis #essbar




      Ende
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)