Prädatoren

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    • Hallo zusammen,

      das Thema "Zwei sind genau richtig" ist leider zu Ende. Zeit, eine neue Serie anzufangen. Auch hier spielen zwei eine Rolle, aber für einen leider immer tragisch. Dennoch hoffe ich, gefällt sie euch und hier und da habe ich, so denke ich, auch interessantes dabei. Ihr kennt das Thema von Sabine her, die jedes Jahr fleißig ihre Aufnahmen hier einstellt. Für die Neuen kurz die Erklärung, daß der Begriff Prädatoren für ein Lebewesen steht, welches ein anderes zu Nahrungszwecken tötet oder einfach ausgedrückt: Fressen und gefressen werden. Ich stelle die Fotos einfach wieder der Reihe nach des Aufnahmedatums her ein. Los geht's.

      Gewürfelte Tanzfliege Empis tessellata. Soweit man das auf dem Foto erkennen kann, vorsichtig gesagt, könnte es sich bei dem Opfer um eine Skorpionsfliege handeln.


      Liebe Grüße
      Sabine II
      Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
      müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
      (Noah)
    • Danke Klaas und Jürgen für eure Korrektur. Sicher war ich mir eh nicht.

      Und hier haben wir schon eine von den interessanten Aufnahmen. Rückenschwimmer haben wir alle schon gesehen. Doch noch nie zuvor (und auch danach) habe ich jemals einen beim fressen beobachtet. Opfer ist ein Stichling.



      Liebe Grüße
      Sabine II
      Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
      müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
      (Noah)
    • Liebe Sabine II,

      Natura schrieb:

      Rückenschwimmer haben wir alle schon gesehen.
      Ok, ich bin mal wieder nicht "alle". Ich wusste bis eben nicht mal von der Existenz der Rückenschwimmer. Wenn die Rückenschwimmer nur bis zu 16 mm groß werden, dann ist der Fisch auch nur ein ganz kleiner. Wie ich finde, eine absolut hammermäßige Beobachtung und Dokumentation. Einfach super!
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Das freut mich sehr, daß ihr diese Beobachtung auch so stark findet. Vielen Dank, und Sabine, entschuldige. :shy: Das kommt davon, wenn man in einer Großstadt wohnt, wo es viele Teiche und Tümpel gibt und man sie deshalb für völlig normal hält und ich daher dachte, die kennt jeder. Ja, Stichlinge sind winzige Fische. Die gibt es hier ebenfalls überall, wo es Wasser gibt. Den Namen haben sie von den drei Stacheln auf'm Rücken, die sie bei Gefahr aufrichten. Hat ihm hier aber auch nicht geholfen.

      Bleiben wir bei den Fischen. Der hier ist aber ne ordentliche Nummer größer. Laut eines Anglers handelt es sich bei der Beute um eine Barbe.

      Graureiher Ardea cinerea


      Liebe Grüße
      Sabine II
      Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
      müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
      (Noah)
    • Hallo Werner,

      aber gerne. Immer her mit deinen Aufnahmen. Dein Graureiher hat aber auch einen ganz schönen Happen erwischt. Eine wirklich sehr gelungene Aufnahme.


      Gleicher Tag, der selbe Graureiher und wieder mit einer fetten Beute. Dieses mal, laut des Anglers, handelt es sich um eine Schleie. Sie gehört zur Familie der Karpfenfische.


      Liebe Grüße
      Sabine II
      Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
      müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
      (Noah)
    • Danke, Sigurd. Das hört man gerne bzw. liest man gerne.

      Bei dem heutigen Foto würde ich denken, daß die Spinne dieses, für ihre eigene Körpergröße megagroßes Beutetier, nicht selber erlegt hat. Ich kann mich daran erinnern, daß Sabine vor Jahren auch mal so ein Foto eingestellt hat und sich das damals auch gefragt hat und der Meinung war, das ist wohl eher ein Zufallsfund der Spinne. Da ich 2011 aber nun auch so einen Moment festgehalten habe, frage ich mich, hat die winzige Spinne doch die Märzfliege erbeutet? Spinnen sind eigentlich auch gar keine Aasfresser und auf meiner Aufnahme sind auch ein paar Spinnfäden zu erkennen, tendiere ich nun zu der Behauptung, die Spinne hat diese überdimensional große Haarmücke tatsächlich erbeutet. Das würde zeigen, zu was diese Tiere in der Lage sind.

      Kräuselspinne (w) Nigma flavescens mit Märzfliege Bibio marci.


      Wie denkt ihr darüber?

      Liebe Grüße
      Sabine II
      Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
      müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
      (Noah)
    • Liebe Sabine II,

      Natura schrieb:

      Ich kann mich daran erinnern, daß Sabine vor Jahren auch mal so ein Foto eingestellt hat und sich das damals auch gefragt hat und der Meinung war, das ist wohl eher ein Zufallsfund der Spinne.
      Daran kann ich mich gar nicht erinnern. Ein ähnlicher Fall mit sehr kleiner Spinne und relativ großer Beute war in den Prädatoren 2013:



      Da Spinnen ihre Opfer aussaugen, müssen sie wohl die Beute frisch fangen. Ist jedenfalls eine schöne Dokumentation, Sabine.
      Liebe Grüße

      Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
      aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
      Immanuel Kant (1724 - 1804)
    • Spinnen sind durchaus in der Lage Tiere zu erbeuten, die deutlich größer sind als sie selbst. Zum einen hält das Netz sie fest, dass die Beute nicht flüchten kann, zum anderen besitzen sie meist Nervengifte, die ihre Beute innerhalb kurzer Zeit lähmen und/oder töten. Darüber hinaus sind Märzhaarmücken ausgesprochen filigran und nicht gerade die Kraft strotzenden Muskelpakete. Das Netz der kleinen Spinne hat möglicherweise nicht so gut gehalten, wie bei der Schwebfliege in Sabines Beitrag, aber die Spinne hat sie letzten Endes doch überwältigt.

      Ein Zufallsfund ist da wesentlich unwahrscheinlicher. Da Spinnen nicht auf den Fund von bereits toter Beute ausgelegt sind, müsste die Spinne rumwandern, um die Beute überhaupt rein zufällig zu finden. Allein diese Wahrscheinlichkeit, dass eine Netzspinne wandert, geht gegen Null. Das sie auf dieser Wanderung eine bereits tote Beute findet, geht noch mehr gegen Null und dass diese Beute noch so frisch wäre, dass die Spinne sie als Beute annimmt, geht noch mehr gegen Null. Hinzu kommt, dass Spinnen auf Bewegung reagieren. Das die Spinne also ein bereits totes Beutetier findet geht so was von gegen Null, dass ich die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Fall eintritt, in Zahlen nicht ausdrücken könnte. Oder zumindest nicht in Zahlen, deren Bezeichnung uns geläufig wäre, also in der Art von 1 : 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000..., Ihr versteht was ich meine. ;)

      Also, die Spinne hat die Bibio erbeutet, ebenso die andere die Schwebfliege.

      Viele Grüße
      Klaas