Hallo liebe Naturfreundinnen und Naturfreunde,
am Pfingstmontag, den 25.05.26 habe ich das Kaiserwetter genutzt und mal wieder eine Exkursion durch die nördlichen Stadtteile von Hagen unternommen. Wie immer habe ich für die heimischen und eingebürgerten Arten Häufigkeit und Blütezeit angegeben, für fremdländische Zierpflanzen nur die Blütezeit. Den Schlüssel zu meinen Angaben findet Ihr ganz am Anfang meiner Exkursionen auf Seite 1 ganz oben.
Dem Exkursionsbericht habe ich in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil findet Ihr die einheimischen und eingebürgerten Arten, im zweiten Teil die fremdländischen Zierpflanzen. In jedem Teil sind die Pflanzen alphabetisch nach den Wissenschaftlichen Pflanzennamen sortiert. Als letztes Bild habe ich noch einen Schmetterling abgebildet, der mir heute (Donnerstag, den 28.05.26) an die Terrassentür geflogen ist.
Teil 1: heimische und eingebürgerte Arten:
Die Fleischrote Rosskastanie (Aesculus x carnea) (HA: 0, D: z, B:5(-6)) ist eine fruchtbare Hybride aus der Gewöhnlichen Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) und der Pavie (Aesculus pavia). Sie ist ein beliebter Allee- und Straßenbaum.

Der Acker-Gauchheil (Anagallis arvensis) (HA: z, D: g, B: (5-)6-10) ist ein Archäophyt aus dem Mittelmeergebiet. Da er giftig ist, wird er in der Landwirtschaft als lästiges Unkraut angesehen.

Bei der Hainbuche (Carpinus betulus) (HA: h, D: h, F: 9-10) sind schon Früchte zu sehen. Sie sind aber noch nicht reif. Die Hainbuche ist eine beliebte Heckenpflanze.

Die Berg-Flockenblume (Centaurea montana) (HA: s, D: z, B: 5-7(-8)) ist eine beliebte Zierpflanze. Sie verwildert sehr leicht.

Der Wiesen-Pippau (Crepis biennis) (HA: z, D: h, B: 5-8(-9)) wird von den Bauern nicht gern gesehen, da er hartes Heu liefert.

Das Orangerote Habichtskraut (Hieracium aurantiacum) (HA: z, D: z, B: 6-8) wird aufgrund seiner Blütenfarbe in Gärten als Bodendecker verwendet.
Das Gefleckte Habichtskraut (Hieracium maculatum) (HA: z, D: 0, B: (5-)6-8) ist in der Botanischen Literatur teilweise gar nicht enthalten. Leider habe ich nicht feststellen können, unter welchem Wissenschaftlichen Namen die Pflanze noch bekannt ist. Insgesamt sind die Habichtskräuter für den Botaniker eine extrem schwierige Gattung, da sie eine unübersehbare Formenvielfalt zeigen.

Die Mäusegerste (Hordeum murinum) (HA: z, D: h, B: 6-9(-11)) ist ein gefürchtetes Unkraut, da die Grannen - vor allem bei Haustieren - Schleimhautreizungen hervorrufen können.

Die Breitblättrige Platterbse (Lathyrus latifolius) (HA: s, D: z, B: 6-8) ist als Zierpflanze weitgehend aus der Mode gekommen.
Beeren und Blätter des Ligusters (Ligustrum vulgare) (HA: z, D: h, B: 6-7(-8)) sind giftig. Der Strauch wird gerne in Hecken angepflanzt.

Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) (HA: z, D: h, B: 5-7(-9)) braucht als Heilpflanze nicht mehr vorgestellt zu werden. Sie wurde als erste Pflanze 1987 zur Heilpflanze des Jahres gewählt. Sie ist an ihrem typischen Geruch und dem hohlen Köpfchenboden zu erkennen.

Die Luzerne (Medicago sativa) (HA: z, D: z, B: (5-)6-9(-10)) wird weltweit als proteinreiche Futterpflanze angebaut. Die Sprossen sind essbar.

Der Gelbe Lerchensporn (Pseudofumaria lutea) (HA: z, D: z, B: 5-9) ist eine beliebte Gartenpflanze.

Die Robinie (Robinia pseudoacacia) (HA: z, D: z, B: 5-6) ist ein wichtiger Holzlieferant. Die Blüten sind eine gute Bienenweide (Akazienhonig).


Die Hundsrose (Rosa sect. canina) (HA: z, D: h, B: 6) ist die mit Abstand häufigste wildwachsende Rose in Mitteleuropa. Die Hagebutten werden zu Hagebuttentee, Hagebuttenwein und Hagebuttenöl verarbeitet. Die Hundsrose ist die wichtigste Unterlage zur Veredlung von Rosen.

Die Brombeere (Rubus sect. rubus) (HA: h, D: g, B: (5-)6-7(-8)) ist außerordentlich formenreich und kommt in Europa in mehr als 2000 Kleinarten vor. Die Früchte sind ein beliebtes Wildobst.

Von der Weg-Rauke (Sisymbrium officinale) (HA: g, D: g, B: 5-9(-10)) kann man junge Blätter und die Samen als Küchengewürz verwenden. Sie ist eines der häufigsten "Unkräuter".

Die Kohl-Gänsedistel (Sonchus oleraceus) (HA: h, D: g, B: 6-10) wurde früher als Gemüsepflanze verwendet. 
Bei den Linden (tilia spec.) (HA: z, D: h, B: 6-7) steht die Blütezeit unmittelbar bevor. Lindenholz wird viel in der Bildhauerei, zum Schnitzen und zum Drechseln verwendet.


Das Kleine Immergrün (Vinca minor) ist mir in diesem Jahr bereits häufiger begegnet. Jetzt konnte ich auch das Große Immergrün (Vinca major) (HA: 0, D: h, B: 4-6(-7)) ablichten.

Teil 2: Fremdländische Zierpflanzen
Hier habe ich nur die Blütezeit angegeben.
Das Filzige Hornkraut (Cerastium tomentosum) (B: 5-7) wird als Zierpflanze für Steingärten und als Bodendecker verwendet. Es stammt aus Süd- und Südosteuropa.

Die Deutzie (hier möglicherweise die Art Deutzia crenata) (B: 4-5) ist ein beliebter Zierstrauch. Sie stammt aus Ostasien.

Die Jungfer im Grünen (Nigella damascena) (B: 5-7) wird auch als Gretel im Busch bezeichnet. Sie stammt aus dem Mittelmeerraum.

Die Pfingstrose (Paeonia officinalis) (B: 5-6) stammt ebenfalls aus dem Mittelmeerraum.

Die Blasenspiere (Physocarpus opulifolius) (B: 6) stammt ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika.

Jetzt blühen auch die späten Sorten vom Rhododendron (Rhododendron spec.).

Die Büschel-Rose (Rosa multiflora) (B: 6-7) stammt aus Ostasien. Sie bildet leicht Hybriden und wurde daher in viele andere Rosenarten eingekreuzt, um viele Blüten in Büscheln hervorzubringen.

Zum Abschluss meiner Exkursion zeige ich noch einen Schmetterling, der mir heute (Do, 28.05.26) in Haus geflogen ist. Er ist ziemlich klein (Flügelspannweite nur etwa 2,5 cm) und wurde von der KI als Heuzünsler (Hypsopygia costalis) bestimmt. Das Bild habe ich aufgehellt, damit man die Einzelheiten besser sehen kann.

So, liebe Naturfreundinnen und Naturfreunde, das war meine Fotoausbeute von meiner Exkursion am Pfingstmontag 2026. Ich habe noch einige weitere Fotos geschossen, doch kenne ich mich bei den Hahnenfuß- und Storchschnabel-Arten nicht gut genug aus, um eine Bestimmung zu wagen. Diese Fotos habe ich daher weggelassen. Noch eine letzte Bitte: Geht bei dem schönen Wetter doch selbst hinaus und erfreut euch an der Schönheit der Natur.
Viele Grüße
Martin aus Helfe