Posts by Martin aus Helfe

    Ich war am Samstag in Wolfshagen im Harz am Diabas-Steinbruch wandern.
    Dieser ehemalige Steinbruch ist seit Ende der achtziger Jahre renaturiert und es hat sich dort ein wunderschönes Biotop mit einer tollen Fauna und Flora gebildet.
    Ich zeige hier einfach mal , ganz unwissenschaftlich, ein paar Bilder ...

    Hallo Conny,

    schöne Bilder hast Du da ins Netz gestellt. Mit Hilfe von Observation.org konnte ich Deine "unwissenschaftlichen" Bilder mit einiger Wahrscheinlichkeit zuordnen.

    Die KI von Observation.org ist zur Bestimmung sehr hilfreich, auch wenn die KI natürlich viele Fehler macht. Eine anschließende Kontrolle der Bilder im Internet ist sehr ratsam.

    Das erste Foto ist möglicherweise die Gemeine Becherjungfer (Enallagma cyathigerum).

    Das zweite Foto ist möglicherweise die Gemeine Blutzikade (Cercopis vulnerata).

    Beim dritten Bild bin ich mir nicht sicher, da Du nur die Blüte fotografiert hast. Es könnte vielleicht das Orangerote Habichtskraut (Hieracium aurantiacum) sein. Auch die KI ist sich hier gar nicht sicher.

    Das letzte Bild ist vielleicht der Echte Widderbock (Clytus arietis). Auch hier ist sich Observation.org nicht sicher, da Du das Insekt nur von hinten fotografiert hast.

    Viele Grüße

    Martin aus Helfe

    Hallo liebe Naturfreundinnen und Naturfreunde,

    am Pfingstmontag, den 25.05.26 habe ich das Kaiserwetter genutzt und mal wieder eine Exkursion durch die nördlichen Stadtteile von Hagen unternommen. Wie immer habe ich für die heimischen und eingebürgerten Arten Häufigkeit und Blütezeit angegeben, für fremdländische Zierpflanzen nur die Blütezeit. Den Schlüssel zu meinen Angaben findet Ihr ganz am Anfang meiner Exkursionen auf Seite 1 ganz oben.

    Dem Exkursionsbericht habe ich in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil findet Ihr die einheimischen und eingebürgerten Arten, im zweiten Teil die fremdländischen Zierpflanzen. In jedem Teil sind die Pflanzen alphabetisch nach den Wissenschaftlichen Pflanzennamen sortiert. Als letztes Bild habe ich noch einen Schmetterling abgebildet, der mir heute (Donnerstag, den 28.05.26) an die Terrassentür geflogen ist.


    Teil 1: heimische und eingebürgerte Arten:


    Die Fleischrote Rosskastanie (Aesculus x carnea) (HA: 0, D: z, B:5(-6)) ist eine fruchtbare Hybride aus der Gewöhnlichen Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) und der Pavie (Aesculus pavia). Sie ist ein beliebter Allee- und Straßenbaum.


    Der Acker-Gauchheil (Anagallis arvensis) (HA: z, D: g, B: (5-)6-10) ist ein Archäophyt aus dem Mittelmeergebiet. Da er giftig ist, wird er in der Landwirtschaft als lästiges Unkraut angesehen.


    Bei der Hainbuche (Carpinus betulus) (HA: h, D: h, F: 9-10) sind schon Früchte zu sehen. Sie sind aber noch nicht reif. Die Hainbuche ist eine beliebte Heckenpflanze.


    Die Berg-Flockenblume (Centaurea montana) (HA: s, D: z, B: 5-7(-8)) ist eine beliebte Zierpflanze. Sie verwildert sehr leicht.


    Der Wiesen-Pippau (Crepis biennis) (HA: z, D: h, B: 5-8(-9)) wird von den Bauern nicht gern gesehen, da er hartes Heu liefert.


    Das Orangerote Habichtskraut (Hieracium aurantiacum) (HA: z, D: z, B: 6-8) wird aufgrund seiner Blütenfarbe in Gärten als Bodendecker verwendet.


    Das Gefleckte Habichtskraut (Hieracium maculatum) (HA: z, D: 0, B: (5-)6-8) ist in der Botanischen Literatur teilweise gar nicht enthalten. Leider habe ich nicht feststellen können, unter welchem Wissenschaftlichen Namen die Pflanze noch bekannt ist. Insgesamt sind die Habichtskräuter für den Botaniker eine extrem schwierige Gattung, da sie eine unübersehbare Formenvielfalt zeigen.


    Die Mäusegerste (Hordeum murinum) (HA: z, D: h, B: 6-9(-11)) ist ein gefürchtetes Unkraut, da die Grannen - vor allem bei Haustieren - Schleimhautreizungen hervorrufen können.


    Die Breitblättrige Platterbse (Lathyrus latifolius) (HA: s, D: z, B: 6-8) ist als Zierpflanze weitgehend aus der Mode gekommen.


    Beeren und Blätter des Ligusters (Ligustrum vulgare) (HA: z, D: h, B: 6-7(-8)) sind giftig. Der Strauch wird gerne in Hecken angepflanzt.


    Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) (HA: z, D: h, B: 5-7(-9)) braucht als Heilpflanze nicht mehr vorgestellt zu werden. Sie wurde als erste Pflanze 1987 zur Heilpflanze des Jahres gewählt. Sie ist an ihrem typischen Geruch und dem hohlen Köpfchenboden zu erkennen.


    Die Luzerne (Medicago sativa) (HA: z, D: z, B: (5-)6-9(-10)) wird weltweit als proteinreiche Futterpflanze angebaut. Die Sprossen sind essbar.


    Der Gelbe Lerchensporn (Pseudofumaria lutea) (HA: z, D: z, B: 5-9) ist eine beliebte Gartenpflanze.


    Die Robinie (Robinia pseudoacacia) (HA: z, D: z, B: 5-6) ist ein wichtiger Holzlieferant. Die Blüten sind eine gute Bienenweide (Akazienhonig).


    Die Hundsrose (Rosa sect. canina) (HA: z, D: h, B: 6) ist die mit Abstand häufigste wildwachsende Rose in Mitteleuropa. Die Hagebutten werden zu Hagebuttentee, Hagebuttenwein und Hagebuttenöl verarbeitet. Die Hundsrose ist die wichtigste Unterlage zur Veredlung von Rosen.


    Die Brombeere (Rubus sect. rubus) (HA: h, D: g, B: (5-)6-7(-8)) ist außerordentlich formenreich und kommt in Europa in mehr als 2000 Kleinarten vor. Die Früchte sind ein beliebtes Wildobst.


    Von der Weg-Rauke (Sisymbrium officinale) (HA: g, D: g, B: 5-9(-10)) kann man junge Blätter und die Samen als Küchengewürz verwenden. Sie ist eines der häufigsten "Unkräuter".


    Die Kohl-Gänsedistel (Sonchus oleraceus) (HA: h, D: g, B: 6-10) wurde früher als Gemüsepflanze verwendet.


    Bei den Linden (tilia spec.) (HA: z, D: h, B: 6-7) steht die Blütezeit unmittelbar bevor. Lindenholz wird viel in der Bildhauerei, zum Schnitzen und zum Drechseln verwendet.


    Das Kleine Immergrün (Vinca minor) ist mir in diesem Jahr bereits häufiger begegnet. Jetzt konnte ich auch das Große Immergrün (Vinca major) (HA: 0, D: h, B: 4-6(-7)) ablichten.


    Teil 2: Fremdländische Zierpflanzen


    Hier habe ich nur die Blütezeit angegeben.


    Das Filzige Hornkraut (Cerastium tomentosum) (B: 5-7) wird als Zierpflanze für Steingärten und als Bodendecker verwendet. Es stammt aus Süd- und Südosteuropa.


    Die Deutzie (hier möglicherweise die Art Deutzia crenata) (B: 4-5) ist ein beliebter Zierstrauch. Sie stammt aus Ostasien.


    Die Jungfer im Grünen (Nigella damascena) (B: 5-7) wird auch als Gretel im Busch bezeichnet. Sie stammt aus dem Mittelmeerraum.


    Die Pfingstrose (Paeonia officinalis) (B: 5-6) stammt ebenfalls aus dem Mittelmeerraum.


    Die Blasenspiere (Physocarpus opulifolius) (B: 6) stammt ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika.


    Jetzt blühen auch die späten Sorten vom Rhododendron (Rhododendron spec.).


    Die Büschel-Rose (Rosa multiflora) (B: 6-7) stammt aus Ostasien. Sie bildet leicht Hybriden und wurde daher in viele andere Rosenarten eingekreuzt, um viele Blüten in Büscheln hervorzubringen.


    Zum Abschluss meiner Exkursion zeige ich noch einen Schmetterling, der mir heute (Do, 28.05.26) in Haus geflogen ist. Er ist ziemlich klein (Flügelspannweite nur etwa 2,5 cm) und wurde von der KI als Heuzünsler (Hypsopygia costalis) bestimmt. Das Bild habe ich aufgehellt, damit man die Einzelheiten besser sehen kann.


    So, liebe Naturfreundinnen und Naturfreunde, das war meine Fotoausbeute von meiner Exkursion am Pfingstmontag 2026. Ich habe noch einige weitere Fotos geschossen, doch kenne ich mich bei den Hahnenfuß- und Storchschnabel-Arten nicht gut genug aus, um eine Bestimmung zu wagen. Diese Fotos habe ich daher weggelassen. Noch eine letzte Bitte: Geht bei dem schönen Wetter doch selbst hinaus und erfreut euch an der Schönheit der Natur.

    Viele Grüße

    Martin aus Helfe

    Hallo liebe Naturfreundinnen und Naturfreunde,

    am Sontag, den 10.05.2026 habe ich am letzten schönen Tag vor der Regenzeit einen kleinen Rundgang durch Hagen-Helfe unternommen. Die Literaturangaben sowie die Schlüssel für die Häufigkeit und Blütezeit der Pflanzen habe ich ganz am Anfang meiner Exkursionen auf Seite 1 ganz oben angegeben. Die Pflanzen sind alphabetisch nach ihren wissenschaftlichen Namen geordnet.


    Der Kriechende Günsel (Ajuga reptans) (HA:h, D:h, B: (4-)5-7(-8)) ist ein Nährstoff- und Frische-Zeiger. Er kann als Heilmittel versendet werden. Er wirkt antibakteriell, antioxidativ, appetitanregend, verdauungsfördernd, blutdrucksenkend, gallenflussanregend, leberstärkend, schmerzlindernd, wundheilend und zusammenziehend. Literatur: de.wikipedia.org/wiki/Kriechender_Günsel


    Die Zwergmispel (Cotoneaster spec.) (nur angepflanzt, daher keine Häufigkeitsangabe, B: (4-)5-6) wird sehr häufig als Bodendecker und Heckenpflanze verwendet ("Architektenpetersilie"). Sie benötigt nur ein Minimum an Pflege und liefert schöne Blüten und Beeren. Da die Zwergmispel sehr durch den Befall mit Feuerbrand gefährdet ist, ist ihre Inverkehrbringung in der Schweiz seit dem 01.01.2002 verboten. Literatur: de.wikipedia.org/wiki/Zwergmispeln


    Die Zierliche Deutzie (Deutzia gracilis) (nur angepflanzt, daher keine Häufigkeitsangabe, B: 5-6) wird auch als Maiblumenstrauch bezeichnet und ist ein beliebter Zierstrauch:


    Die Nelkenwurz (Geum urbanum) (HA:z, D:g, B: 5-9(-10)) oder das Benediktinerkraut kommt häufig in Gebüschen und Säumen vor. In den Wurzeln ist etwa 0,15% Eugenol vorhanden, der Hauptbestandteil des Gewürznelkenöls. Eugenol besitzt antiseptische Eigenschaften. Literatur: de.wikipedia.org/wiki/Echte_Nelkenwurz


    Die Margerite (Leucanthemum vulgare agg.) (HA: h, D: g, B: 5-10) ist eine beliebte Zierpflanze. Die Margerite hat ein phototoxische Wirkung, sie kann bei Berührung Kontaktallergien auslösen. Literatur: de.wikipedia.org/wiki/Magerwiesen_Margerite


    Das Acker-Vergissmeinnicht (Myosotis arvensis) (HA: h, D: h, B: (4-)5-8(-10)) wächst auf frischen und nährstoffreichen Lehmböden. Es hat nur ganz winzige,
    etwa 3 mm große Blüten.


    Der Doldige Milchstern (Ornithogalum umbellatum agg.) (HA:z, D:z, B: (4-)5(-6)) gehört zu den Stinzenpflanzen (Hinweis auf frühere Gärten). Er verwildert auch leicht aus der Kultur. Die Wurzel ist stark giftig. Literatur: de.wikipedia.org/wiki/Dolden-MIlchstern


    Der Feuerdorn (Pyracantha spec.) (nur angepflanzt, daher keine Häufigkeitsangaben, B: 5-7) ist wie die Zwergmispel (s.o.) ein beliebter Zierstrauch, vor allem für öffentliche Anlagen. Er dient auch als Vogelschutzgehölz, da er Vogelnester gegen Beutegreifer schützt und seine Früchte gern von Vögeln verzehrt werden. Literatur: de.wikipedia.org/wiki/Feuerdorn


    Von den Hahnenfußarten (Ranunculus spec.) (HA:g, D:g, B: 5-9) kommen allein in Deutschland etwa 100 Arten vor, die ich alle nicht unterscheiden kann, da sie sich sehr ähneln. Hier eine Species, die von der KI als Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens) bestimmt wurde:


    Die Kartoffel-Rose (Rosa rugosa) (HA: h, D: h, B: (5-)6(-8)) kommt ursprünglich aus Ostasien. Sie ist winterhart, salzverträglich und anspruchslos. Daher wird sie oft in öffentlichen Anlagen angepflanzt. Da die Kartoffelrose in Dänemark eine invasive Pflanze ist, ist dort der Kauf und Austausch der Pflanze seit dem 01.01.2022 verboten. Literatur: de.wikipedia.org/wiki/Kartoffel-Rose


    Die Bibernell-Rose (Rosa spinosissima) (HA: h, D: h, B: 5-6) wird häufig kultiviert. Kennzeichnend sind ihre schwarzen bis purpurschwarzen Hagebutten. Sie wird in der Landschaftspflege zur Böschungsbefestigung und Rekultivierung genutzt. Die Hagebutten sind sehr vitaminreich und können in der Küche verwendet werden. Literatur: de.wikipedia.org/wiki/Bibernell-Rose


    Der Rot-Klee (Trifolium pratense) (HA: h, D:g, B: 5-9(-10)) wird auch als Wiesen-Klee bezeichnet. Er ist kalk- und sulfatliebend und eine Charakterart der Grünland-Gesellschaften. Der Rotklee enthält Phytoöstrogene, die Wechseljahresbeschwerden lindern, und Isoflavone, die antioxidativ wirken. Für das Vieh ist er eine eiweißreiche Futterpflanze. Literatur: de.wikipedia.org/wiki/Wiesenklee


    Den Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys) (HA: h, D: h, B: (4-)5-7(-8)) hatte ich schon am Ende der letzten Exkursion kurz vorgestellt. Er kommt vor allem an Säumen, Wiesen und Wegrändern auf frischen, nährstoffreichen Lehmböden vor. Er enthält das entzündungshemmend wirkende Aucubin. Die abgebildeten Exemplare konnte ich anhand der zwei am Stängel herablaufenden Haarreihen eindeutig identifizieren. Literatur: de.wikipedia.org/wiki/Gamander-Ehrenpreis


    Dann habe ich noch ein paar Pilze gefunden, die die KI als Waldfreund-Rübling (Gymnopus dryophilus) bestimmt hat. Wenn ich mir die Pilze so anschaue, könnte das stimmen. Man beachte die umgedrehten Exemplare links unten im Bild.


    Am Dienstag, den 12.05.26 habe ich dann noch in meiner Wohnung eine Spinne gesehen, die die KI mit 98%iger Wahrscheinlichkeit als Rindenspringspinne (Marpissa muscosa) bestimmt hat. Vielleicht kann ein Spinnenkenner meine Beobachtung einordnen. Die Spinne war weniger als einen Zentimeter groß. Leider habe ich nur ein gutes Foto, das Bild in der Vorderansicht ist nicht sehr gut.


    So, das war die Bildausbeute meines Spaziergangs am 10.05.2026. Ich hoffe, meine Fotos finden Gefallen und freue mich schon auf besseres Wetter, damit ich wieder mit meiner Smartphone-Kamera in der Natur unterwegs sein kann.

    Viele Grüße

    Martin aus Helfe

    Hallo Volker,

    zur Identifizierung einiger der häufigeren Veilchenarten kann folgende Tabelle dienen:

    Deutscher ArtnameLateinischer ArtnameBlütenfarbeForm der KelchblätterFarbe des Sporns
    Hain-VeilchenViola rivinianablauviolettspitzweiß / creme
    Hunds-VeilchenViola caninahellblauspitzgelblich
    Sumpf-VeilchenViola palustrisblassviolettstumpfblassviolett
    Wald-VeilchenViola reichenbachianaviolettspitzviolett
    Raues VeilchenViola hirtahellviolettstumpfviolett, dunkler als Blüte
    März-VeilchenViola odoratablauviolettstumpfviolett

    Viele Grüße

    Martin aus Helfe

    Hallo liebe Naturfreundinnen und Naturfreunde,

    das schöne Wetter habe ich mal genutzt, um den Faden "Baum- und Strauchblüten in 2026" weiterzuspinnen. Hier nun 25 Fotos von 15 Baum- und Straucharten, alphabetisch nach dem Lateinischen Namen geordnet. Allerdings muss ich darauf hinweisen, dass ich kein ausgewiesener Pflanzenkenner bin, sodass die Artenzuordnung nur als provisorisch einzustufen ist. Doch hier die Fotos:

    1. Der Feld-Ahorn (Acer campestre) wächst oft nur strauchförmig. Auch das abgebildete Exemplar bestand aus mehreren Stämmen. Da er mit Stadtklima gut zurechtkommt, wird er oft als Straßenbegleitgrün verwendet:


    2. Der Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) ist in Mitteleuropa die häufigste Ahorn-Art. Sein Holz wird zu den Edellaubhölzern gezählt.


    3. Der Silber-Ahorn (Acer saccharinum) blüht sehr früh im Jahr, sodass jetzt bereits Früchte gebildet werden. Der Laubaustrieb hat jedoch gerade erst begonnen. Da der Silber-Ahorn sehr früh blüht, ist er eine wertvolle Bienen-Nahrung im Vorfrühling.

    Die Blätter sind tief eingeschnitten, die Blattlappen sind ihrerseits mehrfach eingeschnitten, die Unterseite (rechtes Blatt) ist auffallend hell mit silbrig-weißer Behaarung:

    Die Fruchtflügel stehen in einem Winkel von etwa 90°, oft bleibt einer der Flügel in der Entwicklung zurück:


    4. Die nächste Pflanze wurde von der KI als Seidiger Hartriegel (Cornus sericea) bestimmt. Kennzeichnend sind die graugrüne Blattunterseite und fünf bis sieben Paar Seitennerven je Blatt. Die Blätter sind schlank zugespitzt. Da der Seidige Hartriegel viele Ausläufer bildet, wird er oft als Erosionsschutz verwendet.


    5. Der Rotdorn (Crataegus spec. cultivar) ist eine rote Spielart des Weißdorns:


    6. Der Zweigriffelige Weißdorn (Crataegus laevigata) ist ein beliebtes Ziergehölz. Vom Eingriffeligen Weißdorn unterscheidet er sich in der Zahl der Griffel je Blüte.


    7. Die Böschungsmyrte (Lonicera pileata), auch Immergrüne Kriech-Heckenkirsche genannt, wird oft als Zierpflanze für Hecken verwendet:


    8. In meinem Garten sind jetzt die ersten Rosen (Rosa spec.) erblüht:


    9. Bei den Weiden (Salix spec., vielleicht die Salweide (Salix caprea)) werden bald die Samen freigesetzt:


    10. Zu meiner Überraschung habe ich auch einen blühenden Holunder (Sambucus nigra) gefunden. So früh im Jahr habe ich noch keinen blühen gesehen. Holunderblüten besitzen eine schweißtreibende, die Bronchialsekretion vermehrende, schleimlösende, immunstimulierende, entzündungshemmende, harntreibende und antioxidative Wirkung. Der Holunder wurde zur Heilpflanze des Jahres 2024 gewählt.


    11. Die Vogelbeere (Sorbus aucuparia), auch Eberesche genannt, ist aufgrund ihrer schönen Blüten und Früchte ein beliebter Zierbaum. Wenn nach den ersten Frösten der bittere, durch die giftige Parasorbinsäure hervorgerufene Geschmack verschwindet, kann man aus Vogelbeeren Konfitüre herstellen. Der Likör "Sechsämterftopfen" wird unter Verwendung von Vogelbeeren hergestellt.


    12. Die Schwedische Mehlbeere (Sorbus intermedia) ist ein beliebter Zierbaum. Sie ist als Tripelbastard aus Sorbus aria x Sorbus aucuparia x Sorbus torminalis entstanden. Die Früchte sind essbar.


    13. Der folgende Strauch wurde von der KI als Prachtspiere (Spiraea x vanhouttei) bestimmt. Diese Art wird auch als Belgischer Spierstrauch bezeichnet und ist seit langem ein beliebter Zierstrauch.


    14. Der Gemeine Schneeball (Viburnum opulus) ist ein beliebter Zierstrauch. Die Rinde wird als krampflösendes Mittel, etwa bei Menstruationsbeschwerden, verwendet.


    15. Den Runzelblättrigen Schneeball (Viburnum rhytidophyllum) hatte ich bereits im März (s. den ersten Beitrag vom 08.03.) kurz vorgestellt. Er ist ein beliebtes Ziergehölz.


    So, das war meine Fotostrecke der Baum- und Strauchblüten Anfang Mai 2026. Ich hoffe, meine Fotos finden Gefallen und regen den einen oder anderen zu eigenen Beobachtungen an.

    Viele Grüße

    Martin aus Helfe

    Liebe Naturfreundinnen und Naturfreunde,
    vielen lieben Dank für eure interessierten Kommentare.

    Danke, Werner, das war für den Martin aus Helfe Martin aus Helfe gedacht, der hatte es aber vermutlich nicht bemerkt.

    Hallo Sabine, das Foto hatte ich durchaus bemerkt, nur weiß ich jetzt gar nicht mehr, ob die von mir beobachtete Schnecke eventuell doch Arianta arbustorum ist. Die Zeichnung der Schale spricht dafür, das fehlende helle Endstück an der Schale spricht dagegen. Da kann ich mir gar keinen Reim mehr darauf machen.

    Viele Grüße

    Martin aus Helfe

    Hallo liebe Naturfreundinnen und Naturfreunde,

    heute, am 28.04.26, habe ich in meinem Zimmer eine tote Biene entdeckt und fotografiert. Mit Insekten kenne ich mich gar nicht aus, aber Observation.org war sich ganz sicher (100%), dass es sich um die Rostrote Mauerbiene (Osmia bicornis) handelt. Kann jemand meinen Fund zuordnen? Vielen Dank im Voraus. Weitere Fotos kann ich natürlich jederzeit anfügen. Man muss mir nur sagen, was ich wie fotografieren soll.

    Liebe Grüße
    Martin aus Helfe


    ... hätte ich mir nicht so zart vorgestellt... Gerne in Kreuzworträtsel verwendet und in meiner Vorstellung war sie ganz anders. Jetzt weiß ich es.

    Hallo Addi,

    dass die Akelei meistens viel üppiger wächst, liegt daran, dass inzwischen überwiegend Pflanzen mit gefüllten Blüten verwendet werden. Die sehen dann viel bombastischer aus. Nur für die bestäubenden Insekten bringen Pflanzen mit gefüllten Blüten nichts, da ist kein Nektar zu holen. Daher bin ich ganz froh, eine Pflanze mit ungefüllten Blüten zu besitzen. Da tue ich dann auch ein wenig für die Insektenwelt. Dafür kann die Akelei ruhig etwas zierlicher sein.

    Liebe Grüße

    Martin aus Helfe

    Hallo liebe Naturfreundinnen und Natufreunde,

    hier nun Teil zwei meiner Exkursion am 23./24.04.2026. Zur Zeichenerklärung siehe den Beginn von Teil 1 sowie ganz am Anfang meiner Exkursionen auf Seite 1 ganz oben.


    Der Dornfarn (Dryopteris carthusiana agg.) (HA:h, D:h, B:(6-)7-9) kommt in schattigen Wäldern häufig vor:


    Der Felsen-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum) (HA:0, D:h, B:5-8) wird auch als Balkan-Storchschnabel bezeichnet und ist in Deutschland eine beliebte Zierpflanze. Er wird vielfach als Bodendecker verwendet.


    Der Purpur-Storchschnabel (Geranium purpureum) (HA:s, D:s, B:(4-)5-6(-9)) wird von einigen Autoren nur als Unterart des Stink-Storchschnabels (Geranium robertianum, s. nächste Art) angesehen. Kennzeichnend sind die leuchtend gelben Staubgefäße und die dunkelrote Färbung der sehr kleinen Blüten. Der Purpur-Storchschnabel kommt ursprünglich nur in Süd- und Westeuropa vor, hat sich in den letzten Jahrzehnten aber nach Norden und Osten verbreitet und kann nun auch in Deutschland gefunden werden, bevorzugt auf Bahngelände. Er liebt es trocken, hell, warm und nährstoffreich.


    Der Stinkende Storchschnabel (Geranium robertianum) (HA:h, D:g, B:(4-)5-10(-11)) wird auch als Ruprechtskraut bezeichnet. Zum Unterschied zur vorigen Art sind die Blüten nicht so dunkel rot, größer und die Staubbeutel eher braun. Außerdem riecht der Stinkende Storchschnabel, wie der Name schon sagt, unangenehm.


    Bei der Roten Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) (HA:z, D:h, B:5-6) sind nur die Beeren rot, die Blüten sind weiß. Die Beeren sind ungenießbar und giftig, sie reifen im Juli und August.


    Das Einjähige Silberblatt (Lunaria annua) (HA:z, D:z, B:4-6) ist eine beliebte Gartenzierpflanze und tritt häufig verwildert auf. Es ist in Wirklichkeit nicht einjährig, sondern zweijährig.


    Der Hopfenklee (Medicago lupulina) (HA:z, D:h, B:5-9) ist sehr leicht mit dem Faden-Klee (Trifolium dubium) zu verwechseln. Der Unterschied besteht darin, dass die Blätter des Hopfenklees Spitzchen besitzen, die dem Faden-Klee fehlen. Hoffentlich habe ich das richtig beobachtet, der Unterschied ist anhand der Fotos schwer auszumachen.


    Das Hügel-Vergissmeinnicht (Myosotis ramosissima) (HA:s, D:z, B:4-6) ist durch seine starke Behaarung gekennzeichnet. Es wird daher auch als Raues Vergissmeinnicht bezeichnet.


    Das Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) (HA:z, D:z, B:4-6) ist das "klassische" Vergissmeinnicht. Hoffentlich habe ich das richtig beobachtet. Es handelt sich bei den beobachteten Pflanzen wahrscheinlich um Gartenflüchtlinge.


    Der Gehörnte Sauerklee (Oxalis corniculata) (HA:z, D:z,. B:(5-)6-10(-11)) stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und besiedelt gern Pflasterfugen. Er ist als Unkraut im Garten nur schwer auszurotten.


    Der Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata) (HA:h, D:g, B:5-9) ist eine der häufigsten Pflanzen in Deutschland. Er kann als Wildgemüse verwendet werden und wird auch in der Medizin eingesetzt. Er wurde zur "Arzneipflanze des Jahres 2014" gewählt. Spitzwegerich wirkt reizmildernd, adstringierend und antibakteriell.

    Literatur: de.wikipedia.org/wiki/Spitzwegerich


    Der Fingerstrauch (Potentilla fruticosa) (HA:h, D:h, B:6-8(-10)) ist einer der häufigsten Ziersträucher. Er wird von einigen Autoren in die Gattung Dasiphora gestellt und wird auch als Strauch-Fingerkraut bezeichnet. Bisweilen trifft man auch auf verwilderte Exemplare. Das fotografierte Exemplar war aber wohl gepflanzt (Straßen-Begleitgrün).


    Die Große Sternmiere (Rabelera holostea) hatte ich Anfang April bereits kurz vorgestellt. Hier noch zwei aussagekräftige Fotos:


    Beim Gemeinen Greiskraut (Senecio vulgaris) (HA:h, D:g, F:3-12) reifen die Früchte ("Schirmchenflieger") bereits ab März. Botanisch handelt es sich bei den Früchten um Achänen mit Pappus. Auf dem Foto kann man einige der kugelförmigen Fruchtstände kurz vor dem Abfliegen erkennen:


    Der Flieder (Syringa vulgaris) (HA:z, D:h, B:(4-)5(-6)) kommt ursprünglich in Südosteuropa und Kleinasien vor und ist in Mitteleuropa schon seit langem in Kultur. Er tritt auch verwildert auf. Das abgebildete Exemplar mit sehr dunklen Blüten wächst in meinem Garten:


    Abschließen möchte ich meine Kollektion mit einer der vielen Arten von Ehrenpreis (Veronica). Die KI (Observation.org und Flora Incognita) geben als Art den Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys) (HA:h, D:h, B:(4-)5-7(-8)) an. Leider wurde das abgebildete Exemplar noch am gleichen Tag, als ich die Aufnahme gewonnen hatte, zerstört :22: (ausgerechnet!). So kann ich die Beobachtung leider nicht verifizieren. Nach dem Kosmos Tier- und Pflanzenführer (s. Literaturliste ganz am Anfang meiner Exkursionen) sind zwei Haarreihen , die am Stängel herablaufen, das kennzeichnende Merkmal des Gamander-Ehrenpreises. Das ist im Foto nicht zu erkennen, auch ist die Aufnahme teilweise unscharf.


    So, das war die Bildausbeute meiner Exkursion vom 23./24.04.2026. Hoffentlich gefällt euch die Kollektion. Ihr seid auch herzlich eingeladen, selbst in die Natur zu gehen und eigene Beobachtungen beizusteuern.

    Liebe Grüße

    Martin aus Helfe

    Hallo liebe Naturfreundinnen und Naturfreunde,

    am 23. und 24.04.2026 habe ich mal wieder eine botanische Exkursion durch den Hagener Norden unternommen. Die Vielzahl der Eindrücke war so groß, dass ich die gewonnenen Bilder in zwei Teile aufteilen musste. Die Literaturangaben und die Schlüssel der Häufigkeitsangaben und der Blütezeiten habe ich ganz oben auf Seite 1 in der Einleitung der ersten Exkursion im Februar angegeben. Die Pflanzen und Tiere sind alphabetisch nach ihren lateinischen Namen geordnet. Die lateinischen Namen haben den Vorteil, dass sie international einheitlich sind.

    Doch nun zu meinen Bildern, zunächst der erste Teil:


    Bei der Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) (HA:h, D:h, B:(4-)5(-6)) hat die Blütezeit begonnen. Zur Unterscheidung von nektarführenden und bereits bestäubten Blüten verwendet die Rosskastanie ein Ampelsystem: Bei Blüten, die noch Nektar führen, ist das Saftmal an den Blüten gelb, bei Blüten, wo die Bestäubung bereits stattgefunden hat und wo für die bestäubenden Insekten nichts mehr zu holen ist, ist das Saftmal rot. Da die Rosskastanien bei mir in Hagen gerade erst erblüht sind, sind an den fotografierten Blüten fast nur gelbe Saftmale zu sehen:


    Die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) (HA:h, D:g, B:4-6(-7)) kommt inzwischen in wahren Massen vor (s. Bild 2). Sie ist ein Stickstoffzeiger und gedeiht am besten im Halbschatten. Früher wurde sie als Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze benutzt.

    Literatur: greenberries.de/knoblauchsrauke-8-verwendungen/


    Der Schnittlauch (Allium schoenoprasum) (HA:s, D:h, B:(5-6-)7-8) wächst bei mir im Blumenkasten auf der Terrasse. Er ist eine vielbeliebte Gewürzpflanze.


    Den Bärlauch (Allium ursinum) (HA:z, D:z, B:4-6) hatte ich bereits im März (s. dort) vorgestellt. Er beginnt jetzt mit der Blüte. Der Bärlauch ist in den letzten Jahren als Gewürzpflanze in Mode gekommen und daher durch Gartenflüchtlinge sehr viel häufiger geworden.


    Die Ochsenzunge (Anchusa officinalis) (HA:s, D:z, B:(5-)6-9) habe ich bisher noch nicht bewusst gefunden. Sie ist in Westfalen auch selten. Die Ochsenzunge ist ein Wärme- und Trockenheitszeiger. Im trockenen und warmen Frühjahr 2026 findet sie daher besonders günstige Bedingungen.


    Der Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris) (HA:h, D:g, B:4-6(-8)) beginnt jetzt mit der Blüte. Er kommt in Deutschland sehr häufig vor und ist der erste blühende Doldenblütler im Jahr.


    Die Akelei (Aquilegia vulgaris agg.) (HA:z, D:z, B:5-7) wächst bei mir auf der Terrasse direkt neben dem Eingang. Sie ist eine beliebte Zierpflanze.


    Das Echte Barbarakraut (Barbarea vulgaris) (HA:z, D:h, B:4-7) wird auch als Echte Winterkresse bezeichnet. Die Blätter wurden früher bis in den Dezember hinein als Wildgemüse verwendet.


    Die Portenschlag-Glockenblume, auch Polsterglockenblume oder Dalmatiner Glockenblume (Campanula portenschlagiana) (HA:0, D:0, B:6-7) genannt, kommt in Deutschland nicht wild vor und stammt aus Südosteuropa. Sie erfreut sich als robuste Gartenpflanze steigender Beliebtheit.


    An der Hainbuche (Carpinus betulus) (HA:h, D:h, B:(3-)4-5) sind mir rötliche Auswüchse aufgefallen, mit denen ich gar nichts anfangen kann. Handelt es sich dabei etwa um Blätterknospen? Vielleicht habt Ihr eine Idee.


    Das Schöllkraut (Chelidonium majus) (HA:z, D:g, B:(4-)5-9(-10)) enthält zahlreiche sehr giftige Alkaloide wie Berberin, Chelerythrin, Chelidonin, Coptisin, Spartein und Sanguinarin. Vergiftungsfälle sind wegen des unangenehmen Geschmacks jedoch selten.

    Literatur: de.wikipedia.org/wiki/Schöllkraut


    Auf meiner Terrasse habe ich dann noch eine Schnecke gefunden, die von der KI (Observation.org) als Gefleckte Weinbergschnecke (Cornu aspersum) bestimmt wurde. Wenn ich mir die Bilder so anschaue, könnte das zutreffend sein. Sicher bin ich jedoch nicht, ich bin auch kein Schneckenkenner. Vielleicht kann jemand von Euch eine Bestimmung durchführen. Ich bitte um Verständnis, dass ich die Schnecke nicht von allen Seiten fotografiert habe. Die Prozedur war für das Tier sichtbar unangenehm, und ich habe es daher auch nach den Fotos in die Freiheit entlassen. Tiere zu quälen unterlasse ich nach Möglichkeit, das ist mir keine wissenschaftliche Neugier wert. Hier nun die drei Fotos von der Schnecke:

    (Da es sich nicht um eine Pflanze handelt, gebe ich keine Verbreitungsangaben an).


    Den Eingriffeligen Weißdorn (Crataegus monogyna s. l.) (HA:z, D:h, B:(5-)6) konnte ich durch Betrachten der Blüte (nur ein Griffel je Blüte) eindeutig identifizieren. Früchte, Blüten und Blätter des Eingriffeligen Weißdorns werden als Heildroge eingesetzt. Sie haben u.a. eine antioxidative und gefäßrelaxierende Wirkung.

    Literatur: de.wikipedia.org/wiki/Eingriffeliger_Weißdorn


    Dies war der erste Teil meiner Beobachtungen. Teil zwei folgt gleich anschließend.

    Liebe Grüße

    Martin aus Helfe