(Stein-)Pilz-Paradies Dänemark

  • Liebe Pilz- und andere Naturfreundinnen und -freunde,


    wie mancher weiß, verbringen Heike und ich seit dem 23. August unseren Urlaub in Dänemark. Seit einigen Jahren ist es bei uns so Brauch, dass wir nach der Ankunft in Vejers Strand in Süd-Jütland zunächst ein oder zwei Pilzlokationen "inspizieren", noch bevor wir den Schlüssel für das Ferienhaus abholen. Dieses Vorgehen war in diesem Jahr besonders von Erfolg gekrönt, denn bereits nach einer halben Stunden kehrten wir mir reicher Beute zum abgestellten Auto zurück. Das erste Bild zeigt eines unserer bevorzugten "Jagdreviere". Die hier gezeigten Steinpilze stammen überwiegend daraus, meist direkt vom Weg aber auch aus den Bereich, der an den Weg angrenzt. Der erste Pilz ist bekanntlich am schwersten zu finden, die anderen kommen dann von ganz allein. ;) Wir haben ein paar Bilder zusammengestellt und hoffen, ihr habt etwas Spaß beim anschauen:









    Beim ersten größeren Pilzausflug war auch die Enkelin von Heikes Schwester dabei. Sie war zum ersten Mal "in den Pilzen" und brauchte sage und schreibe etwa 5 Minuten, um ihren ersten Steinpilz zu finden.



    In kurzer Zeit war das Körbchen bereits gut gefüllt.




    Bei der Pilzpirsch überwand sie sogar ihre Spinnenangst und ignorierte die teils das Heidekraut komplett einhüllenden sichtbaren Beweise für deren Anwesenheit:






    Neben Steinpilzen fanden wir - vor allem im "Traufbereich" der Tannen - Unmengen von sehr hübsch anzuschauenden Perlpilzen:




    Zwar nicht für den Korb, aber sehr wohl für die Kamera geeignet: Kiefernbraunporlinge in allen Waschstumsphasen:





    Aber auch in Ehren alt gewordene Pilze geben manchmal immer noch ein interessantes Motiv ab:



    Trotz des Pilzreichtums in diesem Bereich Jütlands einer der selteneren Pilzarten: Hexenröhrling - hier ein Flockie (den irgendjemand aus unerfindlichen Gründen aus der Erde gerissen und fortgeworfen hatte):



    Fehlen dürfen bei einer Pilzexkursion natürlich nicht die Fliegenpilze:




    In diesem Herbst sehr zahlreich: alle möglichen Arten von Flechten - gern auch zusammen an einem Standort:



    Ein uns unbekannter Pilz war auch in großer Anzahl zu sehen - vielleicht kann jemand mit der Bestimmung (Lepista nebularis?) weiterhelfen (soweit das anhand dieses Fotos überhaupt möglich ist):



    Abends hieß es dann immer: Pilze putzen und verarbeiten...



    Und morgen geht alles wieder von vorn los... :17:




    Liebe Grüße,
    Heike und Meinhard

    Die Menschheit gehört zur verrücktesten Spezies.
    Sie verehrt einen unsichtbaren Gott und zerstört die sichtbare Natur.
    Im Unbewussten darüber, dass diese Natur, die sie zerstören, der Gott ist, den sie verehren.


    -Hubert Reeves-

    Edited once, last by Meinhard Siegmundt ().

  • Mannomannomann, lieber Meinhard,
    da klappt die Gosche auf, bleibt lange unten und mag gar nicht mehr zurück. Nur 1-A-Ware, da kann man wirklich neidisch werden. Von überall wird dieses Jahr von Steinpilzschwemmen berichtet, nö, da können wir nicht mitreden. Es gibt zwar viele Pilze, neulich kam auch eine Horde mit hoch gefülltem Einkaufskorb voller Steinpilze bei uns vorbeimarschiert, aber wir haben nur sehr, sehr wenige gefunden. Und wer es sich "leisten" kann, die schmuddelige Stielbasis einfach abzuschneiden anstatt sie (so wie wir es tun) sie sorgsam abzuputzen, damit möglichst viel übrig bleibt, der schöpft wahrlich aus dem Vollen. Ich gönne es euch! Das angefragte Rezept zum Einwecken brauchten wir auch noch nicht auszuprobieren, wir haben einfach nicht genug gefunden. Aber lasst es euch schmecken!!!

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Hallo Meinhard,


    was für ein herrlicher Anblick, Bild für Bild, Prachtexemplare eins nach dem anderen. Da lacht doch das Sammlerherz! Dazu die wunderbare Natur – ein Traum. Besonders hübsch ist das Foto von dem Mädel mit Korb auf dem Heideteppich, umrahmt vom Nadelgrün, gelungen. Eine sehr schöne Serie, die ich mit Hochgenuss betrachte.


    Der bunte Bogen im Abschlussbild verrät, es hat geregnet … dann schießen die Pilze weiter aus dem Erdboden … na, dann passt nur auf, dass sie euch nicht aus den Ohren herauswachsen ;)

  • Boah... das ist ja ein Traum! Da kann man wirklich einen Neid kriegen.... und die Landschaft ebenfalls so schön... das Heidekraut, so viel und in voller Blüte... ich bin begeistert von den schönen Fotos!


    Wie ist denn das Wetter da oben?


    Und wie verarbeitet Ihr die Pilze zum Heimbringen?

  • Hallo lieber Meinhard, na das sind ja tolle #Fotos von tollen Pilzen, doch neidisch bin ich nicht, denn... hier gibt und gab es in diesem Jahr eine solche Steinpilzschwemme, dass ich schon gar nicht mehr gerne in den Wald gehe, denn an jeder Stelle "springen" einen die Pilze förmlich an.


    [Blocked Image: http://up.picr.de/19253550la.jpg]


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    [Blocked Image: http://up.picr.de/19253551ke.jpg]


    Ich habe für heuer genug Pilze gegessen und habe noch was über für "schlechte Zeiten. Nun ist es genug!

    Liebe Grüße von Reinhilde


    Laß deine Augen offen sein,
    geschlossen deinen Mund
    und wandle still, so werden dir
    geheime Dinge kund.
    H. Löns

    Edited once, last by Kaetzchen ().

  • Liebe Freundinnen und Freunde,


    herzlichen Dank für eure wohlmeinenden Kommentare und ergänzenden Fotos - wir haben uns sehr darüber gefreut, dass der Beitrag so gut angekommen ist!:alright:



    Wie ist denn das Wetter da oben?


    Und wie verarbeitet Ihr die Pilze zum Heimbringen?


    Liebe Silke,


    angekommen sind wir bei regnerischem Wetter und etwa 14 Grad. In diesen ersten Tagen haben wir auch alle unserer größeren Funde gemacht. Ab dem dritten Tag folgte dann meist Sonne und das merkte man auch an den Pilzen - sie wurden spürbar rarer. Im Moment muss man sich schon fast einen Wolf suchen...
    Zum Thema Verarbeitung: wir fahren meist dreigleisig - will heißen, dass wir die schönsten Pilze in Scheiben schneiden, die Scheiben zumeist nicht weiter zerteilen und diese unbehandelt einfrieren. Der große Vorteil dabei ist, dass man die Scheiben einzeln aus dem TK-Beutel entnehmen und wie Frischpilze weiter verarbeiten kann. Die kleineren Pilze und Teilstücke von zerkleinerten werden eingeweckt und ein großer Teil - vor allem auch dekorative größere Scheiben von Steinpilzen - werden auf einer Darre getrocknet und in Twist-Off-Gläsern verschlossen aufbewahrt. Nicht so schöne Stücke und Stiele werden gleich zu Pilzpulver verarbeitet (in einem Drehhacker oder in einer elektrischen Kaffeemühle) - DIE Alternative zum andicken und würzen von Soßen!



    Lieber Gruß,
    Meinhard

    Die Menschheit gehört zur verrücktesten Spezies.
    Sie verehrt einen unsichtbaren Gott und zerstört die sichtbare Natur.
    Im Unbewussten darüber, dass diese Natur, die sie zerstören, der Gott ist, den sie verehren.


    -Hubert Reeves-

    Edited once, last by Meinhard Siegmundt ().

  • Hallo Meinhard,
    ich bin zwar kein ausgesprochener Pilzfan, aber da ich mit meinen Eltern immer
    mitgelaufen bin kenne ich viele. Deine Aufnahmen sind wirklich wunderschön, als
    wenn man mitläuft...
    Und die "Verarbeitungsshow" ist auch klasse dargestellt (niedlich das Glas mit dem Pilzdeckel).
    Für so viel Liebe bei einem Hobby gibts *****.
    Liebe Grüße
    surmiko

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