Pareidolie nennt man mit dem wissenschaftlichen Ausdruck unsere menschliche Neigung, Gesichter in Rinde, Felsstrukturen, in Wolkenmuster oder ähnliche chaotische Strukturen hineinzusehen. Wir wissen zwar, dass dort kein Gesicht, kein Tier oder sonst etwas ist, aber können es dennoch erkennen. Oft “springt” uns solch ein Bild regelrecht “an”. Im allgemeinen werden derartige Bilder, z.B. ein Gesicht im Fels, auch von der Mehrzahl der Betrachtenden gesehen. Das liegt an der Funktionsweise des menschlichen Gehirns, das diffuse und unvollständige Wahrnehmungsbilder selbständig ergänzt und vertrauten Bildern zuordnet.
Welche Bilder wir genau wahrnehmen, bzw. ausfiltern, liegt natürlich an den individuellen Vorlieben oder Ängsten des Einzelnen.
Dass so gut wie alle Menschen diese Neigung haben, liegt vermutlich daran, dass es entwicklungsgeschichtlich ein Vorteil gewesen sein könnte, versteckte Gesichter (z.B. von wilden Tieren oder von Feinden) möglichst schnell im Gebüsch wahrnehmen zu können.
Ich selbst liebe Pareidolien. Für mich ist es äußerst vergnüglich, in Felsformationen oder auch Rindenstrukturen von Bäumen Gesichter ausfindig zu machen. Z.B.:
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