Was für ein Fisch ist das?

  • Hallo liebe Naturfreunde,
    kann mir jemand sagen,was das für ein Fisch ist ? Ich hab ihn voriges Jahr Anfang April, aus einem "dreckigen" braunen Tümpel herausgeholt.Er war tot und schwamm an der Oberfläche. Vom Maul bis zur Schwanzspitze war er ca.12-14cm lang. Ich würde mich über ne Antwort freuen.

    Liebe Grüße Heidi.

  • Moin,

    unter "Güster" finde ich im Net Blicca bjoerkna. Die ist es sicherlich nicht. Meiner Meinung nach ist das eine bereits angefaulte Karausche (Carassius carassius). Das Gewässer entspricht dem durchaus, da Karauschen sehr gut in der Lage sind kleine, relativ sauerstoffarme Gewässer zu besiedeln. Allerdings zeitigen sie hier oft genug auch das zeitliche, wenn sich diese Kleingewässer im Sommer stark erwärmen und noch sauerstoffärmer werden.

    Viele Grüße
    Klaas

    Der englische Biologe John Burton Sanderson Haldane (*05.11.1892 in Oxford, Vereinigtes Königreich 01.12.1964 in Odisha, Indien) fand sich einst in Gesellschaft einer Gruppe Theologen wieder. Auf die Frage, was man wohl über die Natur des Schöpfers aus der Untersuchung seiner Schöpfung schließen könne, soll er geantwortet haben: „Eine unangemessene Vorliebe für Käfer!“ - Und ich hätte gefragt: "Wieso unangemessen???" :79:

  • Lieber Achim und lieber Klaas,
    ich danke Euch Beiden für Eure Antworten.Also Güster hab ich noch nie gehört. (Wieder was gelernt!) Karauschen kenne ich vom Namen her. Ob diese hier schon angefault war,weiß ich wirklich nicht,jedenfalls hat sie noch nicht eklig gerochen. Dieser Teich sieht aber wirklich übel aus,ist auch ziemlich flach und das Wasser sieht wie verrostet aus.Alle Wasserpflanzen sind bis zur Wasseroberfläche dick mit rostbrauner "Farbe" umhüllt. Doch gibt es trotzdem darin Leben,Frösche,Libellen,Wasserläufer ... außenrum Schilf und Sumpf-Schwertlilien. Ich glaub auch,das der Sauerstoff darin oft niedrig ist.Im Sommer steigen an vielen Stellen Blasen nach oben, wo ich denke,daß,das Faulgase sind.

    Liebe Grüße Heidi.

  • Moin Heidi,

    das rostfarbene sind Eisenausfällungen. Habe ich an einem Gewässer hier in der Nähe auch, beeinträchtigt aber das Leben im Wasser zumindest nicht für mich erkennbar. Diese Eisenausfällungen sind natürlichen Ursprungs und werden vor allem im Winter sichtbar, wenn die Pflanzen sich zum großen Teil zurück gebildet haben, bzw. nicht weiter nachwachsen, so dass sich der eisenhaltige Schlamm absetzen kann.

    Die aufsteigenden Gasblasen sprechen eindeutig für Faulschlammbildung und für Sauerstoffmangel im Gewässer. Das kann die Karausche auf Dauer nicht überstehen.

    Viele Grüße
    Klaas

    P.S.: @ Achim
    Das hier ist eigentlich ein schönes Beispiel dafür, weshalb man besser wissenschaftliche Namen verwendet, auch wenn das ganze mühseelig erscheint, weil man diese anfänglich im Net suchen muss, bis sie einem geläufig sind. Der Güster heißt regional auch Blicke. Und auch Giester dürfte eher eine regionale Bezeichnung der Art sein. Somit führen die volkstümlichen Namen eher zur Verwirrung, als dass sie helfen. Bei der Karausche ist es nicht viel besser. Zwar ist der Name Karausche wohl relativ allgemeingültig in Deutschland, aber regional wird sie auch als Moorkarpfen bezeichnet, was wiederum zu Problemen im Verständnis führen kann.

    Der englische Biologe John Burton Sanderson Haldane (*05.11.1892 in Oxford, Vereinigtes Königreich 01.12.1964 in Odisha, Indien) fand sich einst in Gesellschaft einer Gruppe Theologen wieder. Auf die Frage, was man wohl über die Natur des Schöpfers aus der Untersuchung seiner Schöpfung schließen könne, soll er geantwortet haben: „Eine unangemessene Vorliebe für Käfer!“ - Und ich hätte gefragt: "Wieso unangemessen???" :79:

  • Lieber Klaas,
    ich hab grad Deine ausführliche Beschreibung bzw.Erklärung des "Rostwassers" gelesen.Mich beschäftigt diese Problematik schon jahrelang,da nämlich mein Garten gleich neben diesem Gewässer liegt.Dieser Teich war einst ein natürliches Gewässer,wurde zu DDR-Zeiten als Hausmülldeponie des Dorfes zugeschüttet.Nach der Wende schnell ausgebaggert und das Wasser kam irgendwann wieder.Anfangs war das Wasser noch grün,doch von Jahr zu Jahr wird es brauner.Nach mehrfachen Hochwasser,was bis an die ersten Häuser reichte, wurde dann ein Abfluß am Teich gebaut,sodaß er nicht mehr überlaufen kann.Ich hab den Eindruck,das seit dem sich augenscheinlich die "Färbung" des Wassers verschlechtert hat. Ich hab das Wasser mal untersuchen lassen (aber nur 3 Werte wurden ermittelt) und alles war in Ordnung.(Ph-Wert,Sauerstoff,Nitrat).Ich bleibe trotzdem skeptisch,da auch oft ein öliger Film drauf schwimmt. Um das Thema abzuschließen,schicke ich zur Veranschaulichung noch paar Fotos mit.


    August 2007

    Juli 2009

    Juli 2009

    August 2010

    April 2011, brütende Stockente im Schilf

    Januar 2013

    Liebe Grüße Heidi.

  • Moin,

    ok, nach der Beschreibung hatte ich es mir anders vorgestellt. Das hat nichts mit Eisenausfällungen zu tun. Die Kieselalgenblüte scheint eine gute Erklärung, aber da irritiert mich das Winterfoto sehr...

    Ein öliger film kann verschiedene Ursachen haben, die auch natürlichen Ursprungs sein können. Im Gewässer hier bei mir, wo es sich definitiv um Eisenausfällungen handelt, gibt es auch immer mal einen Ölfilm auf der Wasseroberfläche, ohne das ich eine Erklärung dafür hätte. Es hat aber keiner was rein gekippt. Ob das aber Reste aus der Zeit sind, als es noch Truppenübungsplatz war (ca. 30 Jahre her), weiß ich nicht, würde ich aber eher verneinen, da ich die Ölfilme, wenn denn überhaupt, an Stellen finde, wo sie mit Truppenaktivitäten von früher nicht erklärbar sind, da sie weit entfernt von diesen Stellen durchs Wasser gepflügt sind.

    Bei einer alten Hausmülldeponie ist aber alles denkbar. Die Kieselalgenblüte aufgrund sehr starken Nährstoffeintrages wäre logisch, aber sie müßte im Winter so zurück gehen, dass das Wasser wieder mehr oder weniger klar wird. Es sei denn, dass sich das Wasser aus irgendwelchen Gründen erwärmt.

    Viele Grüße
    Klaas

    Der englische Biologe John Burton Sanderson Haldane (*05.11.1892 in Oxford, Vereinigtes Königreich 01.12.1964 in Odisha, Indien) fand sich einst in Gesellschaft einer Gruppe Theologen wieder. Auf die Frage, was man wohl über die Natur des Schöpfers aus der Untersuchung seiner Schöpfung schließen könne, soll er geantwortet haben: „Eine unangemessene Vorliebe für Käfer!“ - Und ich hätte gefragt: "Wieso unangemessen???" :79:

  • Liebe Reinhilde und lieber Klaas,
    danke das Ihr Euch so viele Gedanken gemacht habt. Es ist schon immer so,daß das Wasser im Winter schlimmer aussieht als im Sommer.Aber Klaas was Du noch schreibst,ist wirklich so,denn auch bei stärksten Frost,friert der Teich nicht zu (minimal an den Rändern). Nun weiß ich nur,das ganz in der Nähe Bergbau betrieben wurde und es seit Jahrzehnten unterirdische Kohlestaub-Brände gibt.Dort war eine Kohlestaubhalde,darüber ist aber Laubwald gewachsen.Es qualmt manchmal aus dem Erdboden (mitten im Wald) und regelmäßig im Sommer, rückt die Feuerwehr mit Schaufeln an,um schlimmere,offene Waldbrände zu verhindern.Der Abbau von Braunkohle ist in dieser ehemaligen Grube (wir sind hier ja ehemaliges Braunkohlengebiet/Mitteldeutschland und es gibt viele davon) aber seit ca 100 Jahren vorbei ! Eigentlich unglaublich,nach so vielen Jahren.Das Gebiet ist eigentlich gesperrt,aber kaum einer beachtet die Schilder. - So können ja vielleicht wirklich die Algen auch im Winter gut wachsen. Ich hoffe nur,das der Teich nicht irgendwann ganz "umkippt". Vielleicht haben wir die Erklärung jetzt gefunden. Diese Variante wäre mir noch lieber,als eventuelle Giftstoffe vom Müll oder der Dorf -Abwässer.
    Die "Altlasten" von uns Menschen,sind oft ein Riesenproblem und auch nachfolgende Generationen werden noch etwas davon haben. :(

    Liebe Grüße Heidi.

  • Moin,

    somit spricht aus meiner Sicht alles für die von Reinhilde angesprochene Blüte der Kieselalgen. Wenn das Gewässer nicht zufriert, gibt es eine Quelle, die es erwärmt, womit die Algen auch im Winter wachsen können. Da sie in diesem Maße wachsen, dass das Wasser völlig braun ist, ist das Gewässer völlig euthrophiert und wird somit entsprechend nur eine geringe Anzahl Pflanzen- und Tierarten beherbergen, zumal die Algenblüte soviel Sauerstoff "frißt", dass vermutlich kaum oder sogar kein Amphibiennachwuchs durchkommt.

    Viele Grüße
    Klaas

    Der englische Biologe John Burton Sanderson Haldane (*05.11.1892 in Oxford, Vereinigtes Königreich 01.12.1964 in Odisha, Indien) fand sich einst in Gesellschaft einer Gruppe Theologen wieder. Auf die Frage, was man wohl über die Natur des Schöpfers aus der Untersuchung seiner Schöpfung schließen könne, soll er geantwortet haben: „Eine unangemessene Vorliebe für Käfer!“ - Und ich hätte gefragt: "Wieso unangemessen???" :79:

  • Ich bin da noch über eine andere Möglichkeit gesolpert. Im MDR berichtete man vor einigen Tagen, dass durch die gefluteten Braunkohlentagebaue viel sehr mineralstoffreiches Wasser in die Spree fließt und das Wasser die gleiche Farbe wie der Teich aufweist.
    http://www.mz-web.de/archiv/Die-Spr…-49205812HA.htm

    Bitte lest das mal durch.
    Wie Heidi schrieb ist ihre Gegend ehemaliges Braunkohlerevier. Diese oben genannte Möglichkeit wäre auch noch zu bedenken. Vielleicht spielt ja alles zusammen?

    Liebe Grüße von Reinhilde

    Laß deine Augen offen sein,
    geschlossen deinen Mund
    und wandle still, so werden dir
    geheime Dinge kund.
    H. Löns

    Edited once, last by Kaetzchen (March 5, 2013 at 6:01 AM).

  • Liebe Reinhilde und lieber Klaas,
    Eure beiden Beiträge machen mich sehr nachdenklich. Ich habe auch den Eindruck,das in den letzten Jahren die Bedingungen am Teich immer schlechter geworden sind und immer weniger kleine Frösche und Kröten in der Umgebung zu finden sind. Die "Großen" treffen sich noch zur Fortpflanzung im Tümpel doch wahrscheinlich ohne großen Erfolg,wie Klaas vermutet.

    Reinhilde,ich hab mir mal den Artikel durchgelesen,was sehr interessant ist.Ich weiß,seit die meisten Tagebaue nach der Wende dicht gemacht haben,daß in unserer Gegend überall das Grundwasser ansteigt. Damit treten Riesenprobleme auf,es gibt viele Häuser,die im Keller ständig Wasser haben und dort,ununterbrochen die Pumpen laufen.

    Vielleicht gibt es hier, bei "meinem" Fall,wirklich mehrere Ursachen. Es ist nur traurig,das es niemanden zu interessieren scheint.Ich wohne ja nicht dort,aber als Anwohner wäre ich schon längst auf die Barrikaden gegangen.Nun vielleicht gehe ich der Sache nochmal nach,hab mich vor paar Jahren, schon mal ans Umweltamt gewandt.Es passiert nichts... Keiner hat Interesse und Geld für soetwas,sind ja nur Frösche...!

    Liebe Grüße Heidi.


  • Liebe Reinhilde und lieber Klaas,
    Eure beiden Beiträge machen mich sehr nachdenklich. Ich habe auch den Eindruck,das in den letzten Jahren die Bedingungen am Teich immer schlechter geworden sind und immer weniger kleine Frösche und Kröten in der Umgebung zu finden sind. Die "Großen" treffen sich noch zur Fortpflanzung im Tümpel doch wahrscheinlich ohne großen Erfolg,wie Klaas vermutet.

    Reinhilde,ich hab mir mal den Artikel durchgelesen,was sehr interessant ist.Ich weiß,seit die meisten Tagebaue nach der Wende dicht gemacht haben,daß in unserer Gegend überall das Grundwasser ansteigt. Damit treten Riesenprobleme auf,es gibt viele Häuser,die im Keller ständig Wasser haben und dort,ununterbrochen die Pumpen laufen.

    Vielleicht gibt es hier, bei "meinem" Fall,wirklich mehrere Ursachen. Es ist nur traurig,das es niemanden zu interessieren scheint.Ich wohne ja nicht dort,aber als Anwohner wäre ich schon längst auf die Barrikaden gegangen.Nun vielleicht gehe ich der Sache nochmal nach,hab mich vor paar Jahren, schon mal ans Umweltamt gewandt.Es passiert nichts... Keiner hat Interesse und Geld für soetwas,sind ja nur Frösche...!

    Liebe Grüße Heidi.

    Das ist wohl wahr. und wenn ich dann im MDR höre und sehe wie die Vertreter von Vattenfall rumeiern weil die Leute endlich Hilfe für ihre abgesoffnen Häuser wollen und weil sich die Gärten in Moorbeete verwandeln und die von Vattenfall und vom Land tun fast gar nichts dagegen, Hauptsache der Profit stimmt. Es ist zum Weinen.

    Liebe Grüße von Reinhilde

    Laß deine Augen offen sein,
    geschlossen deinen Mund
    und wandle still, so werden dir
    geheime Dinge kund.
    H. Löns

  • Vergleichbare Probleme gibt es im Niederrheinischen Braunkohlerevier. Allerdings muss ich zugeben, dass ich nur bedingt Mitleid mit den Hausbesitzern habe. Das der Braunkohletagebau das Grundwasser abpumpt, damit die Gruben nicht absaufen, ist hinlänglich bekannt. Dann werden Siedlungen geplant, die im Namen Wörter wie "Bruch" und ähnliches Tragen, wo jedem klar sein muss, dass diese Bereiche absaufen werden, wenn der Braunkohletagebau ausgebeutet ist und die Pumpen aufhören zu arbeiten.

    Hier scheint mir weniger den Tagebaubetreiber die Schuld zu treffen, als vielmehr Architekturbüros und Unternehmer, die diese Siedlungen geplant haben. Im Endeffekt ist die Rechtslage unendlich schwer und es wird keiner zahlen, der nicht zahlen muss. Würde mir und Euch genau so gehen.

    Viele Grüße
    Klaas

    Der englische Biologe John Burton Sanderson Haldane (*05.11.1892 in Oxford, Vereinigtes Königreich 01.12.1964 in Odisha, Indien) fand sich einst in Gesellschaft einer Gruppe Theologen wieder. Auf die Frage, was man wohl über die Natur des Schöpfers aus der Untersuchung seiner Schöpfung schließen könne, soll er geantwortet haben: „Eine unangemessene Vorliebe für Käfer!“ - Und ich hätte gefragt: "Wieso unangemessen???" :79:

  • Na hier in der Lausitz und im Leipziger umland ist es häufig etwas anders, da betrifft es auch alte Häuser. Zuerst jahrelang entstehen Risse, weil der Boden entwässert wird und nun nach vielen Jahren kommt das wasser wieder. Es gibt einige Dörfer in denen das so ist.

    Liebe Grüße von Reinhilde

    Laß deine Augen offen sein,
    geschlossen deinen Mund
    und wandle still, so werden dir
    geheime Dinge kund.
    H. Löns

  • Moin Reinhilde,

    das ist ein anderes Thema. Das ist das, was ich unter Bergschäden verstehe, die der Bergbau unmittelbar zu vertreten und entsprechend dafür grade zu stehen hat. Aber Häuser, die Absaufen, weil sie in ehemalige Sümpfe und Brüche gebaut wurden, die in den Jahren der Grundwassersenkung trocken fielen, da kann der Bergbau nichts für. Das muss man denjenigen zuschreiben, die hier geplant und nicht nachgedacht haben, aber auch zu einem geringen Prozentsatz den Käufer solcher Immobilien.

    Viele Grüße
    Klaas

    Der englische Biologe John Burton Sanderson Haldane (*05.11.1892 in Oxford, Vereinigtes Königreich 01.12.1964 in Odisha, Indien) fand sich einst in Gesellschaft einer Gruppe Theologen wieder. Auf die Frage, was man wohl über die Natur des Schöpfers aus der Untersuchung seiner Schöpfung schließen könne, soll er geantwortet haben: „Eine unangemessene Vorliebe für Käfer!“ - Und ich hätte gefragt: "Wieso unangemessen???" :79:

    Edited once, last by Meinhard Siegmundt † (March 11, 2013 at 2:30 PM).

  • Das stimmt. lieber Klaas! :alright:
    Wie sagte Einstein? "Es gibt zwei Dinge die sind unendlich. Das Weltall und die menschliche Dummheit. Obwohl ich mir beim Weltall nicht ganz sicher bin.":)
    Dir einen schönen Tag und möglichst wenig Stress.:):):)

    Liebe Grüße von Reinhilde

    Laß deine Augen offen sein,
    geschlossen deinen Mund
    und wandle still, so werden dir
    geheime Dinge kund.
    H. Löns

  • Hallo Heidi,

    die Anfrage ist zwar schon etwas älter – ich möchte meinen Senf auch noch dazu geben.

    Karausche kommt schon recht nahe - ich würde sagen es ist ein naher Verwander der Karausche
    ein GIEBEL (Carassius gibelio). Die Unterscheidung ist anhand des Bildes und wegen des schlechten Zustands des Fisches kaum noch sicher möglich. Man müsste die Form der Rückenflosse und andere Merkmale sehen können.

    Dein Exemplar halte ich für eine sog. Hungerform: Der Kopf erscheint im Vergleich zum Körper relativ groß, der Fisch hat keinen ausgeprägten Bauch und die Seiten sind eingefallen.

    Ich habe nach einen Bild gesucht:

    http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cara…tusGibelio2.JPG

    Sieht der nicht so aus?

    Grüße Tom

  • Liebe Heidi, lieber Klaas, lieber Achim und liebe Reinhilde,

    dieser Thread ist mal wieder äußerst spannend für mich! Eure Gedankengänge sind sehr bereichernd!

    Klaas, ich kenne übrigens auch zwei Stellen, wo einmal Altrheinwasser oft ölig ist, allerdings nur in einem kleinen Bereich. Auch dort wird mit Sicherheit nichts Öliges (überhaupt nichts - Naturschutzgebiet) eingeleitet.
    Bei der anderen Stelle kommt dieses ölige Zeugs sogar zwischen Sandsteinfelsen in der Südwestpfalz heraus. Dort kann ich zwar nicht ausschließen, dass irgendwann vor einigen hundert Jahren mal im Untergrund gegraben wurde. Aber was sollten unsere Altvorderen dort hinterlassen haben?
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass solche öligen Ausschwitzungen natürlichen Ursprungs sind.

    Eure Gedanken zur Kieselalgenblüte entwickeln sich sehr spannend und überzeugend!

    Liebe Heidi, dir und den anderen fünf Sternchen!

    Herzliche Grüße Rosmarie

    "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!